Lustvolle sexuelle Aggression

Sexualität & Aggression - das kann einem alle Kabel zischen. Ist natürlich eine ganz heikle Gratwanderung. Wenn es aber passt und ein Partner den anderen damit aus der Reserve locken kann, fliegt man in ungeahnte Höhen.
 
Liebe Foristas,

kennt ihr diesen besonderen Kick wenn sich Aggression zb in Form von Wut oder nach einem Streit in Sex entlädt?

Passiert euch so etwas gelegentlich? Oder führt ihr das absichtlich herbei? Oder ist das ein No-Go für euch?

Edith: Absichtlich herbei führen kann auch zu.B Playfight oder anderes Kinky Zeugs sein, bei dem die Meta-Beziehungsebene zwar sauber bleibt aber im unmittelbaren Interagieren die Emotionen schon Mal mehr als nur zärtlich lustvoll werden :)


Für die, die es gerne ausführlicher möchten:

Es gibt ja interessante Untersuchungen dazu, das sowohl aggressives Verhalten als auch das Paarungsverhalten über ähnliche Botenstoffe und Regionen gesteuert werden: Sex und Gewalt: Neuronen in der Grey-Zone - DocCheck Sex und Gewalt: Neuronen in der Grey-Zone

Ich möchte das Eröffnungsposting nicht zu sehr überfrachten, schließlich bin ich ja auf eure Gedanken zu dem Thema neugierig :)
ja.
 
Liebe Foristas,

kennt ihr diesen besonderen Kick wenn sich Aggression zb in Form von Wut oder nach einem Streit in Sex entlädt?

Passiert euch so etwas gelegentlich? Oder führt ihr das absichtlich herbei? Oder ist das ein No-Go für euch?

Edith: Absichtlich herbei führen kann auch zu.B Playfight oder anderes Kinky Zeugs sein, bei dem die Meta-Beziehungsebene zwar sauber bleibt aber im unmittelbaren Interagieren die Emotionen schon Mal mehr als nur zärtlich lustvoll werden :)


Für die, die es gerne ausführlicher möchten:

Es gibt ja interessante Untersuchungen dazu, das sowohl aggressives Verhalten als auch das Paarungsverhalten über ähnliche Botenstoffe und Regionen gesteuert werden: Sex und Gewalt: Neuronen in der Grey-Zone - DocCheck Sex und Gewalt: Neuronen in der Grey-Zone

Ich möchte das Eröffnungsposting nicht zu sehr überfrachten, schließlich bin ich ja auf eure Gedanken zu dem Thema neugierig :)

In einer Partnerschaft ist mir ein gewaltfreier Umgang und gewaltfreie Kommunikation wichtig. Darum hab ich mir auch einen Mann ausgesucht, der das ebenso sieht und empfindet - und noch wichtiger, der das zu leben imstande ist. Wir haben zwar intensive und durchaus auch hitzige Diskussionen und Debatten, die bleiben aber völlig frei von persönlichen Angriffen, Beleidigungen und Kränkungen. Da kommt auch ziemliche Energie ins Spiel, nicht aber Aggression. Ganz generell ist unser Umgang miteinander von Rücksichtnahme und Gefühl füreinander geprägt.

In den ersten Jahren hatten wir aber auch spielerische Kämpfe und durchaus Blessuren (nach dem Sex): reihenweise gescheit blaue Flecken und die Abdrücke von Bissen - alles aber mit Spaß und eben dem bisschen verrückter Wildheit. Irgendwie hat das neben dem spielerischen Charakter auch einen sportlichen für mich - gezielter Einsatz von Kraft, Geschicklichkeit, Geschwindigkeit, Strategie. Dass es dabei auch zu einem Gefühl von Wut kam, wenn er zum Beispiel wieder mal meine Handgelenke hielt wie im Schraubstock und mir über mir kniend, unerbittlich das Gesicht ableckte, oh ja. :haha: Hat sich aber auch jedes Mal gerächt!

BDSM hingegen ist für mich das komplette Gegenteil, weil absolut kontrolliert.

In den letzten Jahren nehme ich meine Umwelt als zunehmend aggressiv und hetzerisch wahr. Politisches Geschehen, gesellschaftliche Entwicklungen, alltägliche Begegnungen... mein Bedürfnis nach Harmonie und Ruhe im Privatleben ist dadurch gestiegen. Und wie es scheint, synchron auch bei ihm. Der Fokus liegt inzwischen viel mehr auf einer Form der Gemeinsamkeit, bei der wir uns herausnehmen, einer (auch gedanklich) gemeinsamen Richtung, dem gemeinsam an einem Strang ziehen.

Die Energie, die davor noch in solche spielerischen Raufereien geflossen ist, reibt sich inzwischen irgendwo da draußen auf. Das Innere ist dafür wie das Auge im Sturm, die Insel, auf die wir uns beide zurückziehen, windstill, sonnig und immer eine Erleichterung. Auch der Sex ist entspannter geworden, umsichtiger, zärtlicher, aber dennoch nicht weniger experimentell. Mehr Dynamik in Form der "Aggression", die du mE meinst, möchte ich im Moment nicht. Ich brauch anderes. Das kann aber natürlich auch wieder anders werden.
 
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BDSM und Emotion pfeift.

Streit und Sex nicht so, das führt bei mir eher zu Schweigen.

Im letzten Jahr hatte ich 2 Situationen, in denen das "Spiel" als Emotionsregulierung diente - natürlich immer im gegenseitigen Einverständnis.

Einmal war meine Lebenssituation überwältigend geworden, mein "Opfer" nahm dankbar meine Aggression an.

Beim anderen Mal handelte es sich um das erste Spiel nach einer sehr tiefgehenden Krise mit ihm. Ich lief nie Gefahr, die Kontrolle zu verlieren, konnte aber gleichzeitig sehr vieles an Emotion loswerden, das raus musste.
 
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