Luisa weiß was sie tut
Auflauf im Laufhaus!
Auf dem Flur Männer aus allen, in den Zimmern Frauen aus fast nur einer Nation.
Ich habe eine ungünstige Zeit erwischt.
Antonia: Nachschminken.
Anais: Handtuchturban. Im Disput mit einer Nachbarin.
Sara: Schon wieder nicht da.
Gabi: Mit der großen Terrasse oh Gott. Ein zart gebauter junger Man ehrfurchtsvoll im Türstock. Nächstes mal wieder.
Luisa im Obergeschoß: Rein mit mir.
Warum?
Schwer zu sagen.
Würde man alle Elementarteilchen des Universums wieder in die Konstellation bringen, in der sie sich zum Zeitpunkt meiner Wahl befanden, ich hätte mich genauso entschieden. Aber die Girlande aus Gründen und Gründesgründen entzieht sich der Analyse, denn sie reicht über mein Tagesgefühl (blondgeil), meine Pubertät (erfolgsarm), meine Kindheit (zu gut behütet), meine Geburt (plötzlich alles hell), zurück bis zum Urknall (musste wohl sein).
Hallooo, sage ich leutselig. - Hey you, sagt Luisa. Und dass sie Luisa heißt. Wangenküsschen auf Augenhöhe - dazu sind die Stilettos gut. Meine Hände riesig um ihre feine Taille. Neunzig Euro liegen schon auf ihrem Schminktischchen und ein Handtuch für mich liegt schon über dem Waschbecken, das läuft ganz prima.
Luisa ist knapp vor der Jahrtausendwende geboren und scheint ihr Leben voll im Griff zu haben. Vor kurzem hat sie beschlossen, ein kesses Pornosternchen zu sein, denn das ist lukrativ. Darum hat sie ein aufwändiges Tattoo auf ihrer Hüfte, mit einem Tattoomotiv
drauf. Das Haar ist normgerecht blondiert damit sie eine Blondine ist, und ihre plastisch korrigierten Brüste haben das Angreifen dem Anschauen geopfert. Die schönen großen Vorhöfe hat man ihr gelassen, das sieht verführerisch aus. Doch wenn man mit ihrem harten Busen schmusen will, ist es ein bisschen wie trinken ohne Durstlöschungsgefühl. Ihr liebes Rundgesicht birgt noch Spuren einer gar nicht so fernen Zeit, in der sie strahlend Barbiepuppen in Barbiehäuser setzte. Aber man muss unter den Eyeliner schauen.
Luisa will jedenfalls ihre selbstgewählte Rolle voll ausfüllen.
Das ist mein Schaden nicht.
Denn sie lässt ihr dunkelrosa Zünglein listig über meine Eichel tanzen und fixiert mich dabei. Kurz hält sie inne, hält die geschwollene Kuppe an ihre geschürzten Lippen und mustert mich durch zuckende Augenlider hindurch. Ich soll den verruchten Anblick so richtig in mich auftanken. Das tue ich, und dabei rieche ich ihr Shampoo.
Neunundsechzig macht sie nicht, nein, nein - die Weigerung ist unvermutet und seltsam überexplizit. Aber Lecken geht in Ordnung, klar.
Ihr Zimmer, ihre Regeln!
Luisa begibt sich in Position. Der Bauch ist straff, Bussibussi den Nabel abwärts. Dann ziehe ich ihre Beine so richtig weit auf, denn so gefällt es mir. Die geliebte Körperöffnung ist jung und rosa, der Geschmack animierend. Luisas kleine Stöhnchen kommen etwas gar stereotyp, aber trotzdem erregen sie mich. Männer sind ganz offensichtlich Automaten.
Während der zwei Minuten, welche anschließend der Ritt auf meinem Schwanz dauert, akzeptiert sie es, von mir wiederholt als „My Little Baby Girl“ angesprochen zu werden. „Yes I am your little girl“, wimmert sie mit schwanzgefülltem Gesichtsausdruck. Und fügt - rhetorisch - hinzu: „Please fuck me“, ihr Stimmchen bricht. Die Spielchen kennt Luisa schon alle.
Meine Augen vor Geilheit unterlaufen, heiße ich sie mich fixieren, denn ich will dass sie meinen Höhepunkt bis ins Kleinste studiert. Der Mindfuck wirkt. Mein Blickfeld wird schmal, mein Atmen stimmhaft. Was passiert da eigentlich genau mit einem? Aber zu spät zum Nachdenken, da ist es auch schon wieder vorbei, na so was.
Die Grenze zwischen nicht genug und viel zu viel ist abrupt, wie immer - Ich sage stoppstopp, nicht mehr bewegen! Ich bin nämlich ein bisschen eine
Schwanzpussy, dieses Wort verwende ich. Und Luisa lacht mit mir in ihr, sie muss jetzt kein Profi mehr sein. Die kleinen Konvulsionen sind erst recht unangenehm, aber trotzdem genieße ich die Situation.
Das hast du alles richtig gemacht, Luisa.
Ich habe Hunger.