Kulturaustausch

Wie haben die denn Österreich gesehen?
Ich dachte hier primär an unsere Klischeevorstellungen - aber die Frage stimmt natürlich auch. Wobei die Wahrnehmung stark von Bildung und Zugehörigkeit zur jeweiligen Einwanderungsgruppe (-nationalität) bestimmt war. Allerdings -Schnee und Schifahren waren fast omnipräsent. Eher interessant, dass Europa insgesamt recht differenziert wahrgenommen wurde - und fast jede*r kannte Österreich. Ich habe allerdings auch über das eigene Heimatland Dinge gelernt, die mir bis dahin völlig unbekannt waren. Ähnliches ist mir übrigens auch in einem europäischen Nachbarland passiert. Ich habe da so eine innere Haltung abgeleitet, dass Österreich im Allgemeinen sehr mit sich selbst (und seiner Un-Wichtigkeit) beschäftigt ist - Blicke zu heben, könnte die Perspektiven erweitern. ;)
 
Weil es gestern in einem Kommentar hieß, Österreich ist mehr als Wien und Hinterdörfer:
Wenn das Ausland an Deutschland denkt, dann an Lederhosen und Dirndl. Wenn das Ausland an Österreich denkt, dann an Bergalmen und Skiurlaub. Also kurz, Bayern repräsentiert Deutschland und Tirol Österreich. An Wien oder Salzburg denken die meisten erst in zweiter Linie. Was aber vermutlich auch den Medien und speziell der Werbung geschuldet ist, oder wie seht ihr das?
Aus Sicht des Iren ja dieses Bild ist in UK,Irland vielleicht weniger aber in übersee sogar sehr präsent. Auch unser Neuseeländer hier in der Firma war sehr überrascht wie anders Österreich ist. Hatte auch eher das Klischee im kopf
 
Mir ist diesbezüglich nur aufgefallen, dass alle Menschen, die man so trifft, wenn man durch die Welt gondelt und man sagt, man sei aus Wien, sofort fragen, welches Instrument man spielt. Egal ob in der früheren UDSSR, in Frankreich, Italien oder Schweden.
 
Mir ist diesbezüglich nur aufgefallen, dass alle Menschen, die man so trifft, wenn man durch die Welt gondelt und man sagt, man sei aus Wien, sofort fragen, welches Instrument man spielt. Egal ob in der früheren UDSSR, in Frankreich, Italien oder Schweden.
Was haben die für Instrumente erwartet? Eher Zither oder E-Gitarre? 😅
 
Was haben die für Instrumente erwartet? Eher Zither oder E-Gitarre? 😅
Keine Ahnung. Aber Wien - Musik - also machen dort alle Musik und spielen mindestens ein Instrument... vielleicht Zither und E-Gitarre oder Orgel und Geige...
Die Enttäuschung war überall groß.
Aber ehrlich, das Essen in Frankreich war genauso zum Kotzen, wie in England... nur dort habe ich nichts anderes erwartet.
 
Weil es gestern in einem Kommentar hieß, Österreich ist mehr als Wien und Hinterdörfer:
Wenn das Ausland an Deutschland denkt, dann an Lederhosen und Dirndl. Wenn das Ausland an Österreich denkt, dann an Bergalmen und Skiurlaub. Also kurz, Bayern repräsentiert Deutschland und Tirol Österreich. An Wien oder Salzburg denken die meisten erst in zweiter Linie. Was aber vermutlich auch den Medien und speziell der Werbung geschuldet ist, oder wie seht ihr das?
In Austtralien (anfang der 90er, 2x) empfand ich die Wahrnemung von Österreich mit Nicki Lauda, Mozart, Skifahren in den Alpen, Wien, Donauwalzer.
Deutschland mit Adolf Hitler und 2.Weltkrieg. 😫
 
Was haben die für Instrumente erwartet? Eher Zither oder E-Gitarre? 😅
Du kennst "Sound of Musik"?

Bezüglich Hochdeutsch: Geh mal in den Raum Hannover, da wird das gesprochen. Es gibt zwar auf manchen Dörfern auch einen Dialekt, aber prinzipiell wird auf Hochdeutsch Wert gelegt, wer das nicht spricht, wird quasi gesellschaftlich nicht anerkannt.
Wie lächerlich das eigentlich ist, wurde mir erst klar, als ich in Aachen und Tübingen studierte und daheim jeweils darauf hingewiesen wurde, dass ich nicht mehr reines Hochdeutsch spreche.

Und ja, wir -die Österreicher und die Deutschen- sprechen nicht die gleiche Sprache. 80% der Streitigkeiten mit meinem Mann in unserer Anfangszeit beruhten auf Sprachdifferenzen, eigentlich meinten wir das Gleiche, verstanden es nur nicht. Beispiel: Ausrasten...

Auch nach 25 Jahren in Österreich fühle ich mich von Deutschen eher verstanden. Mag wohl auch an den Leuten liegen, aber ich hab da eben nicht das Gefühl, mich nicht dauernd rechtfertigen zu müssen, Deutsche zu sein, und meinem Gegenüber versichern zu müssen, dass Österreicher eh viel besser sind :fies:
 
Aber ehrlich, das Essen in Frankreich war genauso zum Kotzen, wie in England
Das kann ich nicht bestätigen und habe in Frankreich absolut genial gegessen.

Ob das in Paris oder im Elsass war, in der Provence oder im Norden, überall war das richtig fein und man merkt, dass die Franzosen darauf echt Wert legen.

Bei England stimme ich dir teilweise zu weil die besten Inder sitzen in London doch die heimische Küche ist naja…
 
Du kennst "Sound of Musik"?
Nur vom Namen her 😅
Bezüglich Hochdeutsch: Geh mal in den Raum Hannover, da wird das gesprochen. Es gibt zwar auf manchen Dörfern auch einen Dialekt, aber prinzipiell wird auf Hochdeutsch Wert gelegt, wer das nicht spricht, wird quasi gesellschaftlich nicht anerkannt.
Wie lächerlich das eigentlich ist, wurde mir erst klar, als ich in Aachen und Tübingen studierte und daheim jeweils darauf hingewiesen wurde, dass ich nicht mehr reines Hochdeutsch spreche.
Ja ich weiß, ich hatte mal einen sehr guten Freund aus Hannover 🥰
Und ja, wir -die Österreicher und die Deutschen- sprechen nicht die gleiche Sprache. 80% der Streitigkeiten mit meinem Mann in unserer Anfangszeit beruhten auf Sprachdifferenzen, eigentlich meinten wir das Gleiche, verstanden es nur nicht. Beispiel: Ausrasten...
Das ist natürlich blöd, aber solche Missverständnisse lassen sich meiner Erfahrung nach sehr schnell ausräumen.
Auch nach 25 Jahren in Österreich fühle ich mich von Deutschen eher verstanden. Mag wohl auch an den Leuten liegen, aber ich hab da eben nicht das Gefühl, mich nicht dauernd rechtfertigen zu müssen, Deutsche zu sein, und meinem Gegenüber versichern zu müssen, dass Österreicher eh viel besser sind :fies:
Vielleicht liegt das auch an deiner subjektiven Wahrnehmung? Ich hab mich anfangs auch immer etwas geschämt für meine Herkunft, zum Beispiel beim Einkaufen. Mittlerweile habe ich aber die Erfahrung gemacht, dass es den Leuten eigentlich egal ist und bisher hatte ich nur positive Erfahrungen, egal ob in Wien oder auf dem Land. Manchmal verstehe ich nur einfach den Dialekt sehr schwer 😅
 
Das kann ich nicht bestätigen und habe in Frankreich absolut genial gegessen.
Geschmäcker sind verschieden, vielleicht liegt es auch daran.
Ob das in Paris oder im Elsass war, in der Provence oder im Norden, überall war das richtig fein und man merkt, dass die Franzosen darauf echt Wert legen.

Bei England stimme ich dir teilweise zu weil die besten Inder sitzen in London doch die heimische Küche ist naja…
Kommt wahrscheinlich darauf an, wann man dort war. In den neunzigern haben wir uns in London von McDonald's (das war echt gut damals und viel besser als bei uns) und Pizzas vom Stand für 1£ das Stück, ernährt. Steakhouse konnten wir uns damals nicht leisten und viel mehr Alternativen gab's (zumindest um die Mittagszeit) nicht.
Inder gab's damals nicht.
 
Ich hab mich anfangs auch immer etwas geschämt für meine Herkunft, zum Beispiel beim Einkaufen. Mittlerweile habe ich aber die Erfahrung gemacht, dass es den Leuten eigentlich egal ist und bisher hatte ich nur positive Erfahrungen, egal ob in Wien oder auf dem Land. Manchmal verstehe ich nur einfach den Dialekt sehr schwer 😅
Eher umgekehrt 😎. Kann natürlich sein, dass du als Dresdenerin sprachlicher Diskriminierung gegenüber eher abgehärtet bist :undweg:
 
In Austtralien (anfang der 90er, 2x) empfand ich die Wahrnemung von Österreich mit Nicki Lauda, Mozart, Skifahren in den Alpen, Wien, Donauwalzer.
Deutschland mit Adolf Hitler und 2.Weltkrieg. 😫
ich meine (und irre mich hoffentlich nicht), dass man Billy Wilders das Zitat: "Österreich ist jenes Land dem das Kunststück gelang, aus Beethoven einen Österreicher und aus Hitler einen Deutschen zu machen" zuschreibt.... ;)
Das vor allem ostösterreichische Schlawiner- und Schlitzohrtum schaffen die meisten Deutschen und *innen übrigens kaum.... :haha: (bitte mit Humor betrachten!)
 
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Und ja, wir -die Österreicher und die Deutschen- sprechen nicht die gleiche Sprache. 80% der Streitigkeiten mit meinem Mann in unserer Anfangszeit beruhten auf Sprachdifferenzen, eigentlich meinten wir das Gleiche, verstanden es nur nicht. Beispiel: Ausrasten...
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Das kommt mir sehr bekannt vor.... 8-)
:mrgreen:
 
Geschmäcker sind verschieden, vielleicht liegt es auch daran.

Kommt wahrscheinlich darauf an, wann man dort war. In den neunzigern haben wir uns in London von McDonald's (das war echt gut damals und viel besser als bei uns) und Pizzas vom Stand für 1£ das Stück, ernährt. Steakhouse konnten wir uns damals nicht leisten und viel mehr Alternativen gab's (zumindest um die Mittagszeit) nicht.
Inder gab's damals nicht.
Doch, Inder gabs ganz sicher in den 90ern in London.
 
Auch nach 25 Jahren in Österreich fühle ich mich von Deutschen eher verstanden. Mag wohl auch an den Leuten liegen, aber ich hab da eben nicht das Gefühl, mich nicht dauernd rechtfertigen zu müssen, Deutsche zu sein, und meinem Gegenüber versichern zu müssen, dass Österreicher eh viel besser sind :fies:

Naja, die Österreicher haben schon ein recht gespaltenes Verhältnis zu "den Deutschen". Prinzipiell können wir sie einmal nicht leiden (was aber eigentlich eh für alle "anderen" gilt), aber wenn wir dann einen Deutschen/eine Deutsche kennenlernen, sind die dann doch recht sympathisch.
Ich denke, das fällt mehr so unter "Was der Bauer net kennt, das frisst er net."

Das mit dem Verstandenwerden geht mir auch nicht anders. Wenn ich mit einem befreundeten Deutschen schreibe oder rede, muss ich oft im Nachhinein erklären, wie ich das jetzt gemeint habe. Sarkasmus, Redewendungen, Humor sind regional und temporär doch recht verschieden und wenn man nicht halbwegs der selben Generation angehört oder aus der ungefähr selben Gegend kommt, gibt es leichte Verständigungsprobleme.
 
:hmm: es ist nicht so unähnlich allerdings erinnere ich mich in den90ern als ich ziemlich oft in London war an schätzungsweise 3 Mal soviele Pakistanische als indische lokale
 
Aber nicht in der Menge!
Da waren es überwiegend Chinesische Lokale wenn ich zurückdenke aber ich hab mich damals aus Kostengründen hauptsächlich von Fish and Chips ernährt.

Die waren damals tatsächlich in Zeitungspapier eingewickelt und auf der Panade gab’s quasi gratis Druckerschwärze als Würze dazu.
 
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