Kinderlos oder doch eigene Kinder haben?

Ich weiß, dass du nichts von Wut geschrieben hast, ich hatte ja @Mitglied #427136 zitiert ;)

Dein Beispiel kann ich für sich gesehen nachvollziehen, das kann man mMn aber nicht mit dem Anbllick eines Babys vergleichen. Wenn ein Baby irgendwo alleine rumliegt oder wenns ihm offenbar schlecht geht würd ich natürlich Mitgefühl haben und helfen. Für gewöhnlich sieht man fremde Babys aber im Kinderwagen liegen oder im Arm der Eltern - da kommt halt kein Mitgefühl auf Beschützerinstinkt oder anderweitig positive Gefühle haben. Außer es hat vielleicht einen Winnie Puh Strampler an, dann denk ich mir bestimmt "OMG wie putzig" :D
Hehe, wie ich schon sagte, soll kein Vergleich sein, sondern lediglich die angeborenen Instinkte und das Fehlen dieser plakativ darstellen ;)

Wenn keine Gefahr gegeben ist, wäre der Beschützerinstinkt auch irrational. Wenn dich ein Baby anlächelt, wie reagierst du dann?
 
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Wenn ein ang'soffener droht vom Stuhl zu fallen schaut ma sich das Schauspiel erstmal an.
Wenn ein Kind droht vom Stuhl runter zu fallen springt ma eher hin und schaut, dass es gar net erst soweit kommt.

Kommt auf die Größe/Alter des Kindes an.
Ist einfach eine Frage der Risikogewichtung. Der Betrunkene, der vom Sessel fällt, wird sich in den allermeisten Fällen nicht dramatisch verletzen. Fällt ein Neugeborenes aus 50cm Höhe auf den Boden, schaut es vermutlich anders aus. Deshalb auch unterschiedliche Reaktionen.
 
Fällt ein Neugeborenes aus 50cm Höhe auf den Boden, schaut es vermutlich anders aus. Deshalb auch unterschiedliche Reaktionen.
Eben.
In dem Fall spielts hoffentlich keine Rolle in welchem Verhältnis man zum Kind steht.

Der Grund mag hier mehr eigennützig sein (Schuldgefühle, wenn man nicht eingreift und es passiert etwas), aber im Grunde is es eine Beschützerrolle die man einnimmt, nicht?
 
Eben.
In dem Fall spielts hoffentlich keine Rolle in welchem Verhältnis man zum Kind steht.

Der Grund mag hier mehr eigennützig sein (Schuldgefühle, wenn man nicht eingreift und es passiert etwas), aber im Grunde is es eine Beschützerrolle die man einnimmt, nicht?

Die würde ich aber ebenso für den Angetrunkenen einnehmen, wenn ich davon ausgehen müsste, die Konsequenz seiner nächsten Handlung, hätte schlimme Folgen für ihn.
Bei ihm würd ich mir übrigens auch denken, hoffentlich kotzt/sabbert er mir jetzt nicht auf die Schuh. :D
 
Empathie und positive Gefühlsregung sind aber zwei paar Schuhe.
Es ist eine Koexistenz. Wenn ich kein Bedürfnis oder Fähigkeit habe, mich in den anderen Menschen hineinzuversetzen - seine Gefühle nachzuempfinden und zu widerspiegeln (in diesem Fall das Baby, das die Unschuld und Reinheit eines Meschen symbolisiert), dann sind diese beiden Begriffe nicht wirklich trennbar.

Hoffentlich sabbert es mir jetzt nicht auf den Maßanzug. :D
Aus sicherer Entfernung lächelst du bestimmt zurück :P
 
Aus sicherer Entfernung lächelst du bestimmt zurück

Nein. Eine der wenigen Gelegenheiten, wo ich Kleinkinder antreffe ist im Supermarkt mit ihren Müttern. Und die nerven mich, beide. :D

Es ist eine Koexistenz.

Nein. Emphatie ist zunächst Mal die Fähigkeit Empfindungen, Emotionen, Handlungsmotive einer anderen Person zu erkennen und zu verstehen. Das setzt nicht zwangsläufig eine positive Gefühlsregung des Empfängers voraus.
 
Die würde ich aber ebenso für den Angetrunkenen einnehmen, wenn ich davon ausgehen müsste, die Konsequenz seiner nächsten Handlung, hätte schlimme Folgen für ihn.
Bei ihm würd ich mir übrigens auch denken, hoffentlich kotzt/sabbert er mir jetzt nicht auf die Schuh. :D
Ich weiß was du meinst.

Aber ich seh schon: wir haben beide sehr gern recht und könnten nicht nur die Charaktere, sondern auch den Fall tot diskutieren :D
 
Nein. Eine der wenigen Gelegenheiten, wo ich Kleinkinder antreffe ist im Supermarkt mit ihren Müttern. Und die nerven mich, beide. :D
Grumpy old man! :p

Nein. Emphatie ist zunächst Mal die Fähigkeit Empfindungen, Emotionen, Handlungsmotive einer anderen Person zu erkennen und zu verstehen. Das setzt nicht zwangsläufig eine positive Gefühlsregung des Empfängers voraus.
Klar, aber hier geht es um Babies. Die haben eine positive Grundeinstellung und wenn sie mit dir Kontakt aufnehmen, dann weil sie das Gleiche bestätigt bekommen wollen.
Wenn man aber nicht dazu fähig ist und eine negative Emotion/Reaktion zeigt, wird das Baby auch das widerspiegeln und aufhören zu lächeln, ernst werden, Angst bekommen, anfangen zu weinen, usw.
 
Mach ich ja nicht, ich ignorier sie einfach.....ich will nur so schnell wie möglich wieder raus aus dem Supermarkt....ohne Sabber an mir. :D
Geht mir genauso. Ich ignoriere aber keine Babies, sondern Männer. Der Sabber, uaaah - unerträglich.
Und warum Männer schlimmer als Babies sind: die spiegeln mein Verhalten (ablehnende Reaktion/Emotion) nicht wider, sondern sabbern mich weiter an:mauer:
 
Stell dir bzw. stellt euch einfach folgendes vor: (ein absichtlich übertriebenes Beispiel, aber um die naturgegebenen Instinkte bzw. das Fehlen dieser plakativ darzustellen) ... jemand, den wir nicht kennen ertrinkt und wir stehen regungslos am Ufer und tun nichts, fühlen nichts. Kein Instinkt ins Wasser zu springen und die Person vor dem Ertrinken zu retten. Kein Instinkt Hilfe zu holen. Kein Instinkt der Person Anweisungen zu geben wie die sich eventuell selbst retten kann. Kein Instinkt mit Angst, Hilflosigkeit, Mitgefühl, ... zu reagieren. Wir stehen nur da und denken uns entweder "Aha, da ertrinkt jemand. So ist das Leben." oder "Cool. Da ersäuft einer." Sind diese zwei Reaktionen normal?

Solche Reaktionen sind sogar weiter verbreitet als man es gerne wissen würde. Die Psyche des Menschen ist eine sehr komplexe Angelegenheit und dieses ganze Themenfeld (umfassend nahezu alle Persönlichkeitsstörungen, vom Narzissmus bis zur Antisozialen Persönlichkeitsstörung) ist trotz extremer Zuwendung durch FBI, anderer staatlicher Institutionen und klinischer Psychologen relativ wenig erforscht. Dazu kommt noch der Unterschied zwischen Handlung und Empfindung. Es kann dir in so einer Situation durchaus passieren, dass dir jemand hilft/helfen will und im selben Moment "hoffentlich verreckt sie/er" denkt.

aber normal ist so eine Reaktion ganz und gar nicht.
Theoretisch sollte das Kindchenschema für die bedingungslose Liebe gegenüber Babies und Kindern sorgen, aber theoretisch sind wir auch alle Hetero und haben kein Interesse daran, unsere eigene Art zu töten. Während der Mensch durch die Epigenetik diese uralten Instinkte zT schon abgelegt hat, gibt es keine Tierart die intelligent genug für einen Lebenswandel, wie den des Menschen (von der Höhle ins 21. Jhd), wäre. Trotzdem gibt es genug Arten die sich gegenseitig töten, manche sogar den eigenen Nachwuchs.

Die Natur ist nicht Schwarz und Weiß, sondern schön Anthrazitfarben.


Ich kann mir übrigens auf keinen Fall vorstellen Kinder zu bekommen. Als Träger von Dispositionen für Parkinson, MS, Adipositas und Alzheimer, sowie Mutationen von PKU, ZF und der Sichelzellenanämie (bei der frag ich mich wo sie herkommt), wäre jedes von mir in die Welt gesetzte Kind nahe der schweren Körperverletzung, insbesondere weil die Sichelzellenanämie kodominant vererbt wird. Und das sind nur die rein genetischen Gründe, wo noch ein Haufen anderer dazu kommen.
 
Solche Reaktionen sind sogar weiter verbreitet als man es gerne wissen würde. Die Psyche des Menschen ist eine sehr komplexe Angelegenheit und dieses ganze Themenfeld (umfassend nahezu alle Persönlichkeitsstörungen, vom Narzissmus bis zur Antisozialen Persönlichkeitsstörung) ist trotz extremer Zuwendung durch FBI, anderer staatlicher Institutionen und klinischer Psychologen relativ wenig erforscht. Dazu kommt noch der Unterschied zwischen Handlung und Empfindung. Es kann dir in so einer Situation durchaus passieren, dass dir jemand hilft/helfen will und im selben Moment "hoffentlich verreckt sie/er" denkt.
Ja, das ist die Welt der Erwachsenen ;)

Ich kann mir übrigens auf keinen Fall vorstellen Kinder zu bekommen. Als Träger von Dispositionen für Parkinson, MS, Adipositas und Alzheimer, sowie Mutationen von PKU, ZF und der Sichelzellenanämie (bei der frag ich mich wo sie herkommt), wäre jedes von mir in die Welt gesetzte Kind nahe der schweren Körperverletzung, insbesondere weil die Sichelzellenanämie kodominant vererbt wird. Und das sind nur die rein genetischen Gründe, wo noch ein Haufen anderer dazu kommen.
Da bin ich deiner Meinung. Egal ob jetzt genetische oder rein egoistische Gründe, es ist besser keine Kinder zu bekommen, wenn man eigentlich keine Kinder haben will. Das Gefühl ungewollt/unerwünscht zu sein kann für die Entwicklung des Kindes schlimme Folgen haben.
 
Das soziale Lächeln ist schon wahnsinnig beeindruckend und es ist angeboren. :)
Es ist auch bei blinden Säuglingen beobachtbar.

Ich halte es übrigens für äußerst schwierig ein echtes, positiv besetztes Lächeln eines Kindes nicht zu erwidern und das find ich sehr sehr schön. :)
 
Das will ich doch hoffen, dass es unlogisch ist - weil ich diese Dinge nie so behauptet hab.
Ich habe nie nur von Frauen gesprochen, habe sogar explizit betont, dass es um Menschen geht. Von kinderlosen Frauen ganz zu schweigen, die habe ich mit keinem Wort erwähnt. Bei jedem Baby habe ich auch nie behauptet, auch hier explizit darauf hingewiesen, dass es um ein ausgewogenes Gefühl geht und bei jedem Baby Glücksgefühle zu haben auch problematisch sein wird (unerfüllter Kinderwunsch, eigene Wunsch-Kindheit projizieren, etc.).

Im gleichen Satz wo ich als MÖGLICHE Ursache eine Tendenz zur Persönlichkeitsstörung erwähne, steht doch an erster Stelle die problematische Kindheit als Ursache.
Und nochmal, nein - man kann nicht von der gesunden Psyche reden, wenn man KEINE positiven Gefühlsregungen beim Anblick eines Baby/Kleinkindes hat. Dazu zählen nicht überschwängliche Glücksausbrüche und der unbändige Wunsch sofort ein Baby zu haben, nur weil man mal ein süßes Baby sieht! Positive Gefühlsregungen sind z.B. auch Verständnis, Hilfsbereitschaft, Beschützerinstinkt, verbale und nonverbale Kommunikation mit dem Kind ... zurücklächeln, was freundliches sagen, freundliche/fröhliche Mimik und Gestik, etc.


Und auch hier, explizit von Wut habe ich nicht geschrieben. Das wäre nur eine negative Gefühlsregung, die ich der Userin auch nie unterstellt habe.
Keine Ahnung ob ich mich so verwirrend ausdrücke, dass einige hier das komplette Gegenteil davon verstehen was ich behauptet hab. Bin schon etwas baff, muss ich ehrlich sagen :verwirrt:

Stell dir bzw. stellt euch einfach folgendes vor: (ein absichtlich übertriebenes Beispiel, aber um die naturgegebenen Instinkte bzw. das Fehlen dieser plakativ darzustellen) ... jemand, den wir nicht kennen ertrinkt und wir stehen regungslos am Ufer und tun nichts, fühlen nichts. Kein Instinkt ins Wasser zu springen und die Person vor dem Ertrinken zu retten. Kein Instinkt Hilfe zu holen. Kein Instinkt der Person Anweisungen zu geben wie die sich eventuell selbst retten kann. Kein Instinkt mit Angst, Hilflosigkeit, Mitgefühl, ... zu reagieren. Wir stehen nur da und denken uns entweder "Aha, da ertrinkt jemand. So ist das Leben." oder "Cool. Da ersäuft einer." Sind diese zwei Reaktionen normal?

Und wehe es kommt jetzt jemand mit dem rechtlichen Quatsch oder meint ich vergleiche manche User hier mit Mördern oder Psychopathen. :stop:


Ja, das sind wir.
Der Sinn dieser instinktiven Reaktion ist tief in uns verankert und sorgt quasi dafür das Überleben unserer Art zu sichern. Wir sind so konzipiert auf kleine Kinder (also unsere Kinder und die Kinder unserer Mitmenschen) mit Zuneigung, Hilfsbereitschaft, Mitgefühl, etc. zu reagieren. Die Intensität ist selbstverständlich nicht immer gleich, die Beziehung zu dem Kind spielt die ausschlaggebende Rolle.

Ich nehme an, dass dir (und vielen hier vermutlich auch) das Kindchenschema ein Begriff ist. Sogar Kleinkinder (!) haben diese Instinkte, das ist untersucht und bewiesen. Wenn man diese Instinkte nicht mehr hat, dann hat man sie verlernt - und hier wird man mit Sicherheit in der Kindheit fündig. Kurz und vereinfacht gesagt: so wie ich als Kind gesehen wurde, so sehe ich als Erwachsener andere Kinder.

Apropos Kindchenschema in Verbindung mit Partnersuche. Auch hier im EF wunderbar zu beobachten: Männer finden eher Frauen attraktiver, die kleiner als sie sind. Frauen finden Männer attraktiver, die größer als sie sind. So, und dann braucht man sich nur die Gründe dafür anzuhören. Wir wissen alle wie die häufigsten Gründe lauten ;)

Hass oder Wut auf Kinder empfinde ich mit Sicherheit nicht. Sie sind mir schlicht wurscht. Trotzdem würde ich ein verlaufenes oder ins Wasser gefallenes Kind versorgen, wenn keine Eigengefahr besteht. Das basiert auf Gegenseitigkeit. Es könnte sich auch mein Hund verlaufen oder ins Wasser fallen oder mein Pferd ausbrechen, da hilft man sich am Land gegenseitig.
 
Was bitte soll man beim Anblick fremder Babys spüren? :roll:
Kindchenschema???
Existiert bei vielen Tierarten auch. Deswegen finden wir Katzenbabies süß, aber nicht unbedingt Fischbabies. Große Augen, Stirn, Verhältniss Mund-Augen-Nase....
Und beim Menschen (Säugetier) ist es genauso. Es ist von Natur aus so eingerichtet, dass wir Babies süß finden va wegen dem Kindchenschema. Grund? Sicherheit, höhere Überlebenschancen, mehr Hilfe...
 
Hass oder Wut auf Kinder empfinde ich mit Sicherheit nicht. Sie sind mir schlicht wurscht. Trotzdem würde ich ein verlaufenes oder ins Wasser gefallenes Kind versorgen, wenn keine Eigengefahr besteht. Das basiert auf Gegenseitigkeit. Es könnte sich auch mein Hund verlaufen oder ins Wasser fallen oder mein Pferd ausbrechen, da hilft man sich am Land gegenseitig.
Hm. Und da ist ein riesiger Unterschied zwischen uns.
Für ein unschuldiges Kind oder gar Baby, welches nicht meines ist, würde ich eventuell sogar mein Leben riskieren. (für meine eigenen Kinder würde ich zu 100% mein Leben riskieren).
Für ein Tier sicher nicht.
Für einen Erwachenen sehr wahrscheinlich nicht, da ein Erwachsener ja wissen sollte was er tut. Helfen natürlich, Leben riskieren nicht.
 
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