Und wie stellst du dir das in der Praxis vor? Ich denke da jetzt an die Kuckuckskinder. Wann und wie erzählt man das den Kindern? Ich stelle mir das gerade bildlich vor. Der Franzi feiert den 5. Geburtstag. Die Mutter holt ihn auf die Seite und sagt ihm: Franzi ich muß die was sagen. Dein Papa ist nicht dein richtiger Papa, es ist der Huaber Bauer 3 Häuser weiter. Aber du darfst ja nichts deinem Papa erzählen. Soll das in etwa so ablaufen? Das ist jetzt natürlich überspitzt formuliert. Aber was wäre dein Vorschlag? Zu erbschaftsbedingten Krankheiten kann ich nur sagen, daß in diesen Fällen häufig nicht im Kreis der Familie nach Spendern gesucht wird. Ich hatte so einen Fall in meiner Familie und habe mich als Spender angeboten. Die Ärzte haben mich sofort abgelehnt, da die selbe Krankheit in mir schlummern könnte. Der Spender war jemand der nicht aus unserem Kreis stammte. Ich frage mich auch, was es bringen soll, wenn mir jemand sagt, das ich eine Krankheit bekommen könnte, die erbschaftsbedingt ist. Vorsorgeuntersuchungen sind ja heute auch normal.