Geschichte der O

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Es scheint eine kleine aber feine Szene zu geben, die Events im Stil der Geschichte der O auslebt. Vor einigen Jahren bin ich mit Begeisterung ebenfalls zu diesem Thema gestoßen und genieße die Erweiterung meines BDSM Lebens. Hier scheint es aber viele unterschiedliche Interpretationen des Themas zu geben. Ich gebe hier gerne meine Wahrnehmung und bitte euch, wenn ihr mit dem Thema bereits selbst Erfahrungen gemacht habt eure Sicht der Dinge dazu zu stellen.

Aus meiner Sicht ist ein Paar in einer "O und ihr Herr" Dynamik ein klassisches D/S Paar mit der Erweiterung, dass die submissive Dame zusätzlich Ihre Sexualität übergibt. Der Herr hat nun die Verantwortung, aber auch die Freude daran von der O sexuelle Leistungen außerhalb der Beziehung zu erbitten. Genauso wie man entsprechend seiner D/S Dynamik vorher nicht fragen muss ob man ihr ein Bondage anlegen darf genauso muss man die O nicht fragen ob sie bereit wäre eine sexuelle Dienstleistung außerhalb der Beziehung zu erbringen. Das Safe Word muss es natürlich immer geben. Die O gibt sich ja auch freiwillig in diese Dynamik und ist auch frei diese zu beenden.

Praxisbeispiel: Ich bin mit meiner O in einem Swinger Club und unterhalte mich mit einem anderen Mann. Er ist interessiert meine O ein wenig zu streicheln, oder auch mehr. Bei einem Swinger Paar entscheidet nun sie ob sie das will oder nicht. Die O hat allerdings grundsätzlich Ihre Sexualität an den Herrn übergeben und hat nur noch ein Safe Word wenn sie es absolut nicht will oder kann. Ansonsten habe ich nun als Herr die Freiheit ihr zu sagen: Heb mal dein Kleid hoch und lass dich von dem Herrn ausgreifen. Sie wird dem nun Folge leisten.

Wenn man Schubladisieren will, sehe ich die Dynamik der O und Ihres Herren als Mischform irgendwo in der Gegend klassische D/S vermischt mit dominantem Wife Sharing. Natürlich gibts noch mehr Regeln und Facetten in einer BDSM Dynamik aber der Post ist sowieso schon so lang und ich wollte mich auf einen Aspekt konzentrieren. :-)

Seht ihr die " Dynamik" auch so? Wenn ja lebt ihr das auch so? Wenn ihr das auch so lebt, macht ihr das dann nur auf Events oder 24/7?
 
Seht ihr die " Dynamik" auch so? Wenn ja lebt ihr das auch so? Wenn ihr das auch so lebt, macht ihr das dann nur auf Events oder 24/7?
Zur Geschichte der O hab' ich eine geteilte Meinung, dabei berücksichtige ich die Entstehungszeit. Mich stört, dass die ›O‹ einfach nur benutzt wird.
Und etwas ›nachspielen‹ ist nicht unsers, auch wenn's einige ›Anleihen‹ geben mag, ein bisserl den Kleidungsstil .... Wir leben in einer D/s-Fernbeziehung, monogam .... mit viel eigener Phantasie , Vorführen ist o.k., nur schauen, nicht angreifen .... Zitat meines Gebieters: »Du bist mir viel zu wertvoll, als dass ich Dich in die Hände eines anderen geben könnte …« :herzen:
 
Es scheint eine kleine aber feine Szene zu geben, die Events im Stil der Geschichte der O auslebt. Vor einigen Jahren bin ich mit Begeisterung ebenfalls zu diesem Thema gestoßen und genieße die Erweiterung meines BDSM Lebens. Hier scheint es aber viele unterschiedliche Interpretationen des Themas zu geben. Ich gebe hier gerne meine Wahrnehmung und bitte euch, wenn ihr mit dem Thema bereits selbst Erfahrungen gemacht habt eure Sicht der Dinge dazu zu stellen.

Aus meiner Sicht ist ein Paar in einer "O und ihr Herr" Dynamik ein klassisches D/S Paar mit der Erweiterung, dass die submissive Dame zusätzlich Ihre Sexualität übergibt. Der Herr hat nun die Verantwortung, aber auch die Freude daran von der O sexuelle Leistungen außerhalb der Beziehung zu erbitten. Genauso wie man entsprechend seiner D/S Dynamik vorher nicht fragen muss ob man ihr ein Bondage anlegen darf genauso muss man die O nicht fragen ob sie bereit wäre eine sexuelle Dienstleistung außerhalb der Beziehung zu erbringen. Das Safe Word muss es natürlich immer geben. Die O gibt sich ja auch freiwillig in diese Dynamik und ist auch frei diese zu beenden.

Praxisbeispiel: Ich bin mit meiner O in einem Swinger Club und unterhalte mich mit einem anderen Mann. Er ist interessiert meine O ein wenig zu streicheln, oder auch mehr. Bei einem Swinger Paar entscheidet nun sie ob sie das will oder nicht. Die O hat allerdings grundsätzlich Ihre Sexualität an den Herrn übergeben und hat nur noch ein Safe Word wenn sie es absolut nicht will oder kann. Ansonsten habe ich nun als Herr die Freiheit ihr zu sagen: Heb mal dein Kleid hoch und lass dich von dem Herrn ausgreifen. Sie wird dem nun Folge leisten.

Wenn man Schubladisieren will, sehe ich die Dynamik der O und Ihres Herren als Mischform irgendwo in der Gegend klassische D/S vermischt mit dominantem Wife Sharing. Natürlich gibts noch mehr Regeln und Facetten in einer BDSM Dynamik aber der Post ist sowieso schon so lang und ich wollte mich auf einen Aspekt konzentrieren. :-)

Seht ihr die " Dynamik" auch so? Wenn ja lebt ihr das auch so? Wenn ihr das auch so lebt, macht ihr das dann nur auf Events oder 24/7?
Die Dynamik ist bei uns eine sehr ähnliche. Wir leben eine sehr liebevolle „D/s-Beziehung“, die gelegentlich erweitert wir und Marie einem Kreis von Mitspielern „zur Verfügung steht“. Wir laden uns zu solchen Abenden verlässliche Männer ein, die diesem Spiel etwas abgewinnen können. Ob man dafür klischeehafte Begriffe, wie „Geschichte der O.“, Vorführung, Benutzung, … benutzt oder einfach eine Dynamik beschreibt, die Ähnlichkeiten hat, aber stärker dem eigenen Wesen entspricht, ist Geschmacksache. Wir spielen nicht in Schubladen, sondern in unserer Welt.
 
Zur Geschichte der O hab' ich eine geteilte Meinung, dabei berücksichtige ich die Entstehungszeit. Mich stört, dass die ›O‹ einfach nur benutzt wird.
Und etwas ›nachspielen‹ ist nicht unsers, auch wenn's einige ›Anleihen‹ geben mag, ein bisserl den Kleidungsstil .... Wir leben in einer D/s-Fernbeziehung, monogam .... mit viel eigener Phantasie , Vorführen ist o.k., nur schauen, nicht angreifen .... Zitat meines Gebieters: »Du bist mir viel zu wertvoll, als dass ich Dich in die Hände eines anderen geben könnte …« :herzen:
Danke für deinen Beitrag, ich wünsche euch weiterhin viel Spaß in eurer Dynamik. Ich habe das früher auch mit meinen Partnerinnen so ähnlich gelebt, allerdings habe ich nie Fernbeziehungen gehabt. Wenn man dann 24/7 lebt kam dann von den Subs auch immer der Wunsch sich mehr zu "geben" und ganz zu "gehören". Der nächste Schritt kam dann ganz natürlich, dass die Subs dann auch Ihre Sexualität übergeben wollten. E voila, die O Dynamik war entstanden.
 
Die Dynamik ist bei uns eine sehr ähnliche. Wir leben eine sehr liebevolle „D/s-Beziehung“, die gelegentlich erweitert wir und Marie einem Kreis von Mitspielern „zur Verfügung steht“. Wir laden uns zu solchen Abenden verlässliche Männer ein, die diesem Spiel etwas abgewinnen können. Ob man dafür klischeehafte Begriffe, wie „Geschichte der O.“, Vorführung, Benutzung, … benutzt oder einfach eine Dynamik beschreibt, die Ähnlichkeiten hat, aber stärker dem eigenen Wesen entspricht, ist Geschmacksache. Wir spielen nicht in Schubladen, sondern in unserer Welt.
Das klingt bei euch sehr eingespielt, als würdet ihr das nicht erst seit gestern machen. Hoffe ihr habt schöne Erfahrungen miteinander. Das mit den Begriffen finde ich mittlerweile als recht praktisch, weil es mittlerweile so viele Spielarten gibt und ich einfach mit möglichst wenig Erklärungen rüber bringen will was wir suchen. Will nicht mit einem Cuckold oder sonst was verwechselt werden. Bei O und ihrem Herren ist glaub ich jedem sofort klar, er dominant, sie submissiv, Sexualität mit dritten ist nicht nur möglich sondern gewünscht und wer Angst vor BDSM hat ist auch falsch. So kann man halt leichter Kommunizieren ohne einen Roman zu schreiben wie ich das hier grade tue um meinen Punkt rüber zu bringen.

Geht ihr eigentlich auch auf O thematische Events?
 
Es mag sein, dass die Geschichte der O, aus einer anderen Zeit ist, aber sie hat mich sehr geprägt - vor allem die Tatsache, dass sie im Auftrag ihres Herrn in ein Schloss einliefern lässt, wo sie sich anderen Männern hingibt, wobei Frauen zu den engsten Betreuerin der O gehören
 
Im Sinne der Gleichberechtigung würde ich es auch spannend finden, wenn der Mann in die Rolle der O schlüpfen würde, damit er erlebt, wie sich das anfühlt.
 
Im Sinne der Gleichberechtigung würde ich es auch spannend finden, wenn der Mann in die Rolle der O schlüpfen würde, damit er erlebt, wie sich das anfühlt.
Der Beitrag ist ja lieb gemeint, aber geht an der Realität vorbei. Eine Frau, die sich in der Rolle wohl fühlt, möchte sicher nicht, dass sich der Mann, der ihr dieses Erleben ermöglicht, in ihre Position begibt. Das stört nämlich die Dynamik.
 
Im Sinne der Gleichberechtigung würde ich es auch spannend finden, wenn der Mann in die Rolle der O schlüpfen würde, damit er erlebt, wie sich das anfühlt.
Ich bin bei grundsätzlich bei @Mitglied #498650.
Sorry, die Rolle der ›O‹ ist nunmal eindeutig mit ihrer völligen Unterwerfung weiblich besetzt, auch wenn ich keine Verfechterin dieser Rolle bin. Ich vermag mir nicht vorzustellen, dass in einer so konnotierten Beziehung mit den selbgewählten Rollen die Neigung zu einem Rollentausch besteht.
 
Der Film kam Mitte 70ige in die Kino und ich habe ihn auch gesehen. Fand ihn langweilig. Und dann begann die Zeit der vielen O's und Sirs im SM-Sektor.... Viele hatten keine Ahnung was das überhaupt sein sollte und darüber geredet wurde nur im Kämmerlein.
 
...sehe ich die Dynamik der O und Ihres Herren als Mischform irgendwo in der Gegend klassische D/S vermischt mit dominantem Wife Sharing. Natürlich gibts noch mehr Regeln und Facetten in einer BDSM Dynamik...
Für mich ist das auch die Kernaussage des Films.
In der Realität habe ich das allerdings so erlebt, dass solche Ideen hauptsächlich im Vanilla-Kontext umgesetzt werden, also in "normalen" Clubs oder Pornokinos.

Auf BDSM-Playparties hatte ich das noch nie gesehen, dass ein Herr seine SUB an andere Männer zum GV übergibt.
Die BDSM-Paare bleiben meist unter sich und die devote Haltung der SUB bezieht sich fast immer ausschließlich auf ihren Herrn. Eine BDSM-SUB lässt sich normalerweise nicht an Hinz und Kunz "übergeben."
Dass man auf diese Weise sehr einfach und unkompliziert zum Sex kommen könnte, ist halt eine Männerfantasie!
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Film kam Mitte 70ige in die Kino und ich habe ihn auch gesehen. Fand ihn langweilig. Und dann begann die Zeit der vielen O's und Sirs im SM-Sektor.... Viele hatten keine Ahnung was das überhaupt sein sollte und darüber geredet wurde nur im Kämmerlein.
Den Roman, rororo-Taschenbuch hab' ich irgendwann in den späten Siebzigern gelesen, wurde in der Schule (Mädelsgymnasium) unter der Bank weitergegeben ...
Konnte ihm schon damals aber wenig abgewinnen, der Film kommt aber an den Roman nicht heran ....
 
Den Roman, rororo-Taschenbuch hab' ich irgendwann in den späten Siebzigern gelesen, wurde in der Schule (Mädelsgymnasium) unter der Bank weitergegeben ...
Konnte ihm schon damals aber wenig abgewinnen, der Film kommt aber an den Roman nicht heran ....
Filme kommen nie an Bücher oder Romane heran . Dazu fehlt die Zeit und das Kopfkino vollständig
 
Die Geschichte der o ist in meinen Augen eine reine Männer Phantasie. Wie schon vorher mehrfach geschrieben. Es mag mit Sicherheit auch Ausnahmen geben, aber eine Frau wie O als Eigentum ohne eigenen "Willen" andern wie einen "Gegenstand" zum Gebrauch zu überlassen ist für mich eine Grenzüberschreitung. Im Falle der O wurde sie ja sogar "angeworben", ausgebildet, übergeben und gekennzeichnet. Es wurde nie nach ihrem Willen zu "Übergabe" gefragt. Sie wurde immer nur "Genutzt". Oder hab ich da was übersehen ?
 
Oder hab ich da was übersehen ?
Hast Du den Roman gelesen? Geschrieben wurde der Roman jedenfalls von einer Frau, Dominique Aury, unter dem Pseudonym ›Pauline Réage‹, wenn ich den Inhalt noch richtig im Kopf habe, unterwirft sie sich aus Liebe zu René, der sie dann benutzt .... Ja das sind Grenzüberschreitungen, das sehe ich auch so. Man mag sich streiten, ob's freiwilig ist oder nicht ....
 
Das mag sicher so sein.. daran gibt es sicher keine Zweifel

Hast Du den Roman gelesen? Geschrieben wurde der Roman jedenfalls von einer Frau, Dominique Aury, unter dem Pseudonym ›Pauline Réage‹, wenn ich den Inhalt noch richtig im Kopf habe, unterwirft sie sich aus Liebe zu René, der sie dann benutzt .... Ja das sind Grenzüberschreitungen, das sehe ich auch so. Man mag sich streiten, ob's freiwilig ist oder nicht ....
Den Roman hab ich gelesen und auch den oder später mehr Filme der O gesehen . Dass der Roman von einer Frau geschrieben wurde wußte ich ehrlich gesagt nicht.
 
Der nächste Schritt kam dann ganz natürlich, dass die Subs dann auch Ihre Sexualität übergeben wollten. E voila, die O Dynamik war entstanden.
Auch wenn ich jetzt wieder das Arschloch bin:
Mir geschieht das in deiner Ausführung zu einfach.
Da du von der O-Dynamik redest, wie viel Brainfuck-Dynamik brauchtest du vorher damit sich die Subs drauf einließen, bzw. das sie glaubten, es wäre ihre Idee gewesen?
Devote Frau schön und gut, trotzdem ist niemand vom freien Willen und Entscheidung ausgeschlossen.

Versteh das nicht als Kritik oder ans Bein pissen, ich lebe keine O-Dynamik, ich fröhne auch keiner D/s-Beziehung.
Darum musst du das wertfrei betrachten.
Allerdings interessiert mich der Aspekt der Manipulation hinter dem Ganzen.
 
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