Ich lese hier ja schon ein paar Tage mit und würde mich selbst als ziemlich offen und neugierig bezeichnen, was Sexualität angeht.
Was mir dabei immer öfter auffällt und ehrlich gesagt ein bisschen zu denken gibt: Wenn ich Beiträge von älteren (meist männlichen) Usern lese, habe ich oft das Gefühl, dass sich die Vorstellung von „intensiver Erotik“ überhaupt nicht mit meiner Vorstellung vergleichen lässt.
Für mich liegt die Intensität oft in Küssen, Nähe oder einfach im In-die-Augen-Schauen – Dinge, die nicht wahnsinnig spektakulär sind, sich aber unglaublich intensiv anfühlen.
Und dann lese ich hier von Erfahrungen, bei denen es viel mehr ums Extreme geht... z. B. Gangbangs, Cuckold-Erfahrungen oder generell sehr intensive/außergewöhnliche Settings. Und dann frage ich mich oft, ob das einfach eine andere Art von Offenheit ist… oder ob sich mit der Zeit wirklich etwas verändert.
Wird „das Einfache“ irgendwann zu wenig? Braucht man mehr, um das gleiche Gefühl zu bekommen? Oder verschiebt sich einfach nur das, was man als reizvoll empfindet?
Ich merke bei mir ja selbst, wie sich Dinge verändern und Vorlieben verschieben. Aber schon der Gedanke, mein Partner würde mich teilen wollen, fühlt sich für mich komplett falsch an – da bekomme ich richtig Gänsehaut... (und nicht im guten Sinne)
Deshalb meine Frage an euch, vor allem an die, die schon länger dabei sind:
Wie hat sich eure Wahrnehmung von Erotik im Laufe der Jahre verändert?
Gibt es Dinge, die früher im Mittelpunkt standen und heute weniger wichtig geworden sind?
Und fühlt sich das eher wie eine Erweiterung an – oder eher wie ein Verlust von etwas?