Gedanken zum Älterwerden

Mitglied #688457

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Ich lese hier ja schon ein paar Tage mit und würde mich selbst als ziemlich offen und neugierig bezeichnen, was Sexualität angeht.

Was mir dabei immer öfter auffällt und ehrlich gesagt ein bisschen zu denken gibt: Wenn ich Beiträge von älteren (meist männlichen) Usern lese, habe ich oft das Gefühl, dass sich die Vorstellung von „intensiver Erotik“ überhaupt nicht mit meiner Vorstellung vergleichen lässt.

Für mich liegt die Intensität oft in Küssen, Nähe oder einfach im In-die-Augen-Schauen – Dinge, die nicht wahnsinnig spektakulär sind, sich aber unglaublich intensiv anfühlen.

Und dann lese ich hier von Erfahrungen, bei denen es viel mehr ums Extreme geht... z. B. Gangbangs, Cuckold-Erfahrungen oder generell sehr intensive/außergewöhnliche Settings. Und dann frage ich mich oft, ob das einfach eine andere Art von Offenheit ist… oder ob sich mit der Zeit wirklich etwas verändert.

Wird „das Einfache“ irgendwann zu wenig? Braucht man mehr, um das gleiche Gefühl zu bekommen? Oder verschiebt sich einfach nur das, was man als reizvoll empfindet?

Ich merke bei mir ja selbst, wie sich Dinge verändern und Vorlieben verschieben. Aber schon der Gedanke, mein Partner würde mich teilen wollen, fühlt sich für mich komplett falsch an – da bekomme ich richtig Gänsehaut... (und nicht im guten Sinne)

Deshalb meine Frage an euch, vor allem an die, die schon länger dabei sind:
Wie hat sich eure Wahrnehmung von Erotik im Laufe der Jahre verändert?
Gibt es Dinge, die früher im Mittelpunkt standen und heute weniger wichtig geworden sind?
Und fühlt sich das eher wie eine Erweiterung an – oder eher wie ein Verlust von etwas?
 
Wird „das Einfache“ irgendwann zu wenig? Braucht man mehr, um das gleiche Gefühl zu bekommen? Oder verschiebt sich einfach nur das, was man als reizvoll empfindet?
Für mich ist das Gegenteil der Fall. Ich war früher experimentierfreudiger und sexuell mit Sicherheit offener unterwegs. Heute mag ich kuscheln, Seite an Seite schlafen, Decke teilen und Kuschelsex mit einer Frau reicht voll aus.

Gibt es Dinge, die früher im Mittelpunkt standen und heute weniger wichtig geworden sind?
Ja. Gewisse Experimente und Erfahrungen zum Beispiel, oder bestimmten Körpertypen hinterher jagen, unbedingt diverse Stellungen ausprobieren wollen... Sowas.
Heute geh ich das alles etwas entspannter an.

Heute gehe ich auch keine Wände mehr hoch wenn ich Mal eine Woche oder 2 keinen Sex habe.

Und fühlt sich das eher wie eine Erweiterung an – oder eher wie ein Verlust von etwas?
Es fühlt sich wie eine Entwicklung an. Verloren sind die vergangenen Jahre und Erfahrungen ja nicht. Aber ich merke vor allem dass ich viel von dem ganzen künstlichen Zeug rundherum nicht brauche. BDSM, Rollenspiele, Outfits, Spielzeuge, irgendwelche besonderen Praktiken oder Fetische, Analsex,... Gelegentlich kann man Mal was davon einbauen zur Abwechslung, aber ist auch voll OK wenn man es bleiben lässt.

Die Checkliste ist gewissermaßen abgearbeitet und ich bin recht zufrieden.

Nachtrag: was sich schon wie ein Verlust anfühlt sind allerdings vergangene Gelegenheiten oder Zeiten die ich nicht so genutzt habe, wie ich sie hätte nutzen können. Manchmal kommt das "Was wäre gewesen wenn..." im Kopf schon hoch. Auch meine Freundin mit 20 hätte ich verdammt gern gekannt (gut ehrlich gesagt: gefickt) wenn ich heute ihre Bilder von damals sehe. Allgemein sehnt man sich glaub ich manchmal nach der Jugend ein wenig zurück. Aber damit müssen wohl alle leben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Deshalb meine Frage an euch, vor allem an die, die schon länger dabei sind:
Wie hat sich eure Wahrnehmung von Erotik im Laufe der Jahre verändert?
Natürlich verändert sich das im Laufe des Lebens durch Erfahrung(en), beim einen mehr, beim anderen weniger. Mit 20 hat man einen anderen Blick auf Sexualität (und Erotik) als mit 40/50 oder 70...
Gibt es Dinge, die früher im Mittelpunkt standen und heute weniger wichtig geworden sind?
Ja, der Orgasmus zum Beispiel. War mir früher wichtiger als heute. Der Weg ist das Ziel.
Und fühlt sich das eher wie eine Erweiterung an – oder eher wie ein Verlust von etwas?
Ich denke das kommt auch auf den Partner an, inwieweit diese/r die Wünsche und Bedürfnisse abdeckt.
Vermutlich ist das nicht nur individuell vom Menschen abhängig, sondern auch vom Geschlecht. MMn ist es für die meisten eher eine Erweiterung, speziell für Frauen.
Männer empfinden es sicher als Verlust, wenn irgendwann die erektile Dysfunktion einsetzt. Schlimm stelle ich mir vor, wenn die Libido noch stark ist, aber der Körper nicht mehr so mitmacht (was ja verschiedene Ursachen haben kann, von Alter bis Krankheitsbedingt.)
Ist aber nur meine persönliche Meinung (nicht, dass sich jemand angegriffen fühlt).
 
Aber schon der Gedanke, mein Partner würde mich teilen wollen, fühlt sich für mich komplett falsch an – da bekomme ich richtig Gänsehaut... (und nicht im guten Sinne)
Geht mir übrigens ganz genau so (und zum Glück tickt mein Partner da wie ich).
Können wir uns beide nicht vorstellen, aber wenn das beide wollen, why not.
Ich hab nur irgendwie das Gefühl, es ist zum Trend geworden.
 
Ich lese hier ja schon ein paar Tage mit und würde mich selbst als ziemlich offen und neugierig bezeichnen, was Sexualität angeht.

Was mir dabei immer öfter auffällt und ehrlich gesagt ein bisschen zu denken gibt: Wenn ich Beiträge von älteren (meist männlichen) Usern lese, habe ich oft das Gefühl, dass sich die Vorstellung von „intensiver Erotik“ überhaupt nicht mit meiner Vorstellung vergleichen lässt.

Für mich liegt die Intensität oft in Küssen, Nähe oder einfach im In-die-Augen-Schauen – Dinge, die nicht wahnsinnig spektakulär sind, sich aber unglaublich intensiv anfühlen.

Und dann lese ich hier von Erfahrungen, bei denen es viel mehr ums Extreme geht... z. B. Gangbangs, Cuckold-Erfahrungen oder generell sehr intensive/außergewöhnliche Settings. Und dann frage ich mich oft, ob das einfach eine andere Art von Offenheit ist… oder ob sich mit der Zeit wirklich etwas verändert.

Wird „das Einfache“ irgendwann zu wenig? Braucht man mehr, um das gleiche Gefühl zu bekommen? Oder verschiebt sich einfach nur das, was man als reizvoll empfindet?

Ich merke bei mir ja selbst, wie sich Dinge verändern und Vorlieben verschieben. Aber schon der Gedanke, mein Partner würde mich teilen wollen, fühlt sich für mich komplett falsch an – da bekomme ich richtig Gänsehaut... (und nicht im guten Sinne)

Deshalb meine Frage an euch, vor allem an die, die schon länger dabei sind:
Wie hat sich eure Wahrnehmung von Erotik im Laufe der Jahre verändert?
Gibt es Dinge, die früher im Mittelpunkt standen und heute weniger wichtig geworden sind?
Und fühlt sich das eher wie eine Erweiterung an – oder eher wie ein Verlust von etwas?

Ich hab mich über die Jahrzehnte sehr exzessiv ausgelebt und wahrlich nichts ausgelassen. Heute hab ich das Gefühl, nur wenig davon hat mir tatsächlich so viel gebracht, dass ich es heute noch (oder wieder) erleben will. Und inzwischen hab ich die völlige Ruhe und den Fokus auf das, was mir wirklich gut tut. Eine Art Egoismus 2.0. Da erübrigt sich das Jagen nach Extremen ebenso, wie das Durchleben solcher - nur der Besonderheit wegen. Ich will, was uns gut tut. Und das ist ein eher kleines, aber feines Repertoire, bei dem wir beide aber dafür ein Maximum an Lust erleben. Jeden Tag Schnitzel? Why not, wenns doch so hervorragend schmeckt.
 
Ich merke bei mir ja selbst, wie sich Dinge verändern und Vorlieben verschieben. Aber schon der Gedanke, mein Partner würde mich teilen wollen, fühlt sich für mich komplett falsch an – da bekomme ich richtig Gänsehaut... (und nicht im guten.
Geht mir genau so. Wenn ich in einer Beziehung bin, dann habe ich gar nicht das Bedürfnis nach jemandem anderen und umgekehrt möchte ich einen Partner der genauso tickt. Diese Fragen, wie: Wie viele Hausfreunde hat deine Frau? Finde ich einfach nur verstörend...
 
Der Mensch ist nie satt. Eigentlich auch gut so, weil man sich dadurch stetig weiter entwickelt.

Aber primär durch Indoktrination durch die Pornoindustrie wächst die Extreme eben permanent weiter und die Grenzen der sexuellen Fantasien verschieben sich für manche Konsumenten auf eine Ebene wo man als normaler Mensch keinen gesunden Reiz mehr darin erkennen kann.

Dadurch werden vor allem Männer auch beziehungsunfähig und suchen im Internet verzweifelt nach Frauen die es in der Realität kaum bis gar nicht gibt.

Das weibliche Gegenstück dazu ist die medieninspirierte Suche nach dem toleranten und einfühlsamen woken "Mann" der sich dann oft aber als geistloser und blutleerer Waschlappen entpuppt und die Unfähigkeit echte Männlichkeit als solche zu genießen und zu akzeptieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Keine Sorge, das ist nicht automatisch so. Und das hat auch nicht unbedingt mit dem Alter zu tun. Es hat bei vielen die hier schreiben eher damit zu tun, dass mehr Phantasie als Gelegenheit vorhanden ist.

Ich hab auch nichts ausgelassen, weil ich es ja probieren musste, bevor ich sagen konnte, dass es nichts für mich ist. Und mit zeitlicher Distanz betrachtet, habe ich Vieles sicher nur probiert, weil es an mich herangetragen wurde. Den Großteil davon hätte ich mir schenken können. Aber wer weiß, dann hätte ich vielleicht das Gefühl, dass ich was versäumt habe.

Ich finde Nähe, Kuscheln, in-die-Augen-schauen nach wie vor wichtig. Weil zeitlich gesehen ist das eher der Großteil der Zuwendung zu meiner Partnerin/meinem Partner. Sex ist auch super. Aber kein Leistungssport bitte.
 
Es ist bei mir eher auf gleichem Niveau geblieben. Die Dinge, von denen ich weiß, dass sie essentiell sind, habe ich früh erkannt und beibehalten. Das hat etwas mit Grundwerten zu tun. Spielarten dürfen gerne ausprobiert werden. Nur: wenn dabei außer acht gelassen wird, dass dies die Person ist, mit der ich mein Leben verbringen möchte, und die ich über alles liebe, dann ist da vorher die Reißleine zu ziehen. Kein Sex der Welt ist es wert, das zu gefährden. Eine Sache hat sich, durch Alter oder Erfahrungen, bei mir geändert: ich sehe jetzt als Single keine moralischen Bedenken für One Night Stand oder Freundschaft+, wenn es beide wollen. Das war früher anders, da war Sex für mich eigentlich untrennbar mit Beziehung verbunden. Die Extreme beim Ausleben kommen m.E. zum sehr großen durch Übersättigung beim Pornokonsum zustande: man stumpft ab, braucht mehr. Unsere Jugend hat das durch permanente Zugänglichkeit von Pornos nach meiner Wahrnehmung auch schon viel früher erreicht, dass eine größere Personenmenge diese Extreme möchte, oder glaubt, dass es von ihnen erwartet wird.
 
Ich merke schon, dass sich meine Wahrnehmung von Erotik über die Jahre verändert hat. Früher war sie für mich vor allem sehr körperlich, sehr unmittelbar. Wie soll ich es beschreiben?
Ich war sehr hitzig, voller Energie, und wir hatten schon fast täglich GV. Da stand dieses Verlangen im Vordergrund, diese starke, beinahe selbstverständliche körperliche Anziehung.
Und die war und ist auch heute noch da. Wir üben immer noch eine sehr intensive körperliche Anziehung aufeinander aus. Aber sie hat sich verändert, ist ruhiger geworden, bewusster.
Vor etwa vier Jahren kam dann ein Einschnitt: Mein Mann hatte massive Herzprobleme. Eine sehr belastende Zeit, die uns beide geprägt hat. Zum Glück konnten diese durch Bypässe behoben werden und seitdem ist alles anders, aber auf eine Weise, die ich nicht als Verlust empfinde.
Wir haben heute etwas weniger Sex als früher, aber er ist umso schöner geworden. Tiefer. Bedeutender. Ich spüre viel mehr Dankbarkeit. Dafür, dass die Liebe meines Lebens noch bei mir ist, dass wir diese Nähe überhaupt noch erleben dürfen. Es geht nicht mehr nur um das Körperliche, sondern um Verbundenheit, um Zärtlichkeit, um ein bewusstes Miteinander.
Wenn ich ehrlich bin, fühlt es sich nicht wie ein Verlust an, sondern eher wie eine Erweiterung. Es ist anders geworden, ja. Aber dafür ist etwas anderes gewachsen: eine tiefere Form von Intimität, die ich früher so gar nicht kannte. Meine Gefühle für ihn haben sich in dieser Zeit noch einmal deutlich vertieft.
Für mich liegt die Intensität oft in Küssen, Nähe oder einfach im In-die-Augen-Schauen – Dinge, die nicht wahnsinnig spektakulär sind, sich aber unglaublich intensiv anfühlen.
Genau so.
 
Hi,

Wie hat sich eure Wahrnehmung von Erotik im Laufe der Jahre verändert?

gar nicht.

Gibt es Dinge, die früher im Mittelpunkt standen und heute weniger wichtig geworden sind?

Nein.

Und fühlt sich das eher wie eine Erweiterung an – oder eher wie ein Verlust von etwas?

Weder noch.

Ich persönlich kann mit dem Begriff "Wahrnehmung von Erotik" weniger anfangen. Erotik hat sich für mich nicht verändert.

LG Tom

Edith:
PS: mit der Ausnahme, dass mir heute Frauen gefallen, die mir vor paar Jahren noch zu alt waren. Heute kann auch eine 40 Jährige begehrenswert wirken
 
Für mich liegt die Intensität oft in Küssen, Nähe oder einfach im In-die-Augen-Schauen – Dinge, die nicht wahnsinnig spektakulär sind, sich aber unglaublich intensiv anfühlen.
Da bin ich ganz bei dir.
Kuscheln, berühren, zusammen einschlafen, sich morgens anlächeln... das alles klingt vielleicht "einfach", aber es ist ein wunderbares Gefühl :herzen:

Und dann lese ich hier von Erfahrungen, bei denen es viel mehr ums Extreme geht... z. B. Gangbangs, Cuckold-Erfahrungen oder generell sehr intensive/außergewöhnliche Settings.
Ich glaube dass nur ein kleiner Teil diese Dinge regelmäßig macht.
Aber im EF rotten sich diese Vorlieben zusammen. Da wirkt es so als ob es völlig normal ist das die Hotwife täglich Besuch empfängt.
Und einiges davon wird eher mehr Wunschdenken sein als tatsächlich gelebt.

Und fühlt sich das eher wie eine Erweiterung an
Ja. Nachdem wir manchmal Sex auch zu dritt, zu viert.... haben fühlt es sich wie eine Erweiterung an.
Nichts was unbedingt sein muss, aber doch spannend wenn es sich ergibt.
LG Tina
 
Ich hab mich über die Jahrzehnte sehr exzessiv ausgelebt und wahrlich nichts ausgelassen. Heute hab ich das Gefühl, nur wenig davon hat mir tatsächlich so viel gebracht, dass ich es heute noch (oder wieder) erleben will.
Erledigt.
Die leisen Töne fühlen können in ihrer Stärke und Macht.

Sämtliche Hilfspraktiken und Hilfsbehelfe waren wie Stützräder am Weg.
Es bedarf keiner Wiederholung, es war gut als es war, hatte seine Zeit.

Ich will ihn gspürn wie eine Gluat bis eine ins Hirn.

Die Jahre sind vergangen, ich bin gewachsen, meine Sexualität, die mir bereits wie allen anderen im Mutterleib mitgegeben wurde, durfte mit mir wachsen.
 
Mann will ficken, Frau will kuscheln, das altbekannte alte Lied des Alterns der Geschlechter. Und dann wundert Frau sich wenn Mann ein Auswärtsspiel nimmt. Männer die nicht ficken wollen können nicht mehr oder drücken ein G'schichtl, in der Hoffnung bei Frau zu punkten.

Und dann lese ich hier von Erfahrungen, bei denen es viel mehr ums Extreme geht... z. B. Gangbangs, Cuckold-Erfahrungen oder generell sehr intensive/außergewöhnliche Settings. Und dann frage ich mich oft, ob das einfach eine andere Art von Offenheit ist… oder ob sich mit der Zeit wirklich etwas verändert.

Man/n kommt einfach drauf was man noch auf der Bucketlist hat und abarbeiten möchte. Oftmals unter dem Aspekt, dass in der heimischen Kiste ja schon längst Flaute herrscht.

Ich für meinen Teil habe als Single in Swingerclubs meinen Spaß. Kommt / käme mir nochmal eine Beziehung ins Haus, dann würde ich dieses Treiben, sofern sie nicht mitmachen möchte, beenden. Aber käme sie mir mit küssen, in die Augen schauen, kuscheln aber ficken tun mir nicht daher, wär's dass beziehungstechnisch auch schon wieder.

Ansonsten generell: alt werden ist sowieso Scheiße, alle die von der Schönheit des Herbst des Lebens und ähnlichem Unsinn daher schwadronieren, lügen sich nur selbst an.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich lese hier ja schon ein paar Tage mit und würde mich selbst als ziemlich offen und neugierig bezeichnen, was Sexualität angeht.

Was mir dabei immer öfter auffällt und ehrlich gesagt ein bisschen zu denken gibt: Wenn ich Beiträge von älteren (meist männlichen) Usern lese, habe ich oft das Gefühl, dass sich die Vorstellung von „intensiver Erotik“ überhaupt nicht mit meiner Vorstellung vergleichen lässt.

Für mich liegt die Intensität oft in Küssen, Nähe oder einfach im In-die-Augen-Schauen – Dinge, die nicht wahnsinnig spektakulär sind, sich aber unglaublich intensiv anfühlen.

Und dann lese ich hier von Erfahrungen, bei denen es viel mehr ums Extreme geht... z. B. Gangbangs, Cuckold-Erfahrungen oder generell sehr intensive/außergewöhnliche Settings. Und dann frage ich mich oft, ob das einfach eine andere Art von Offenheit ist… oder ob sich mit der Zeit wirklich etwas verändert.

Wird „das Einfache“ irgendwann zu wenig? Braucht man mehr, um das gleiche Gefühl zu bekommen? Oder verschiebt sich einfach nur das, was man als reizvoll empfindet?

Ich merke bei mir ja selbst, wie sich Dinge verändern und Vorlieben verschieben. Aber schon der Gedanke, mein Partner würde mich teilen wollen, fühlt sich für mich komplett falsch an – da bekomme ich richtig Gänsehaut... (und nicht im guten Sinne)

Deshalb meine Frage an euch, vor allem an die, die schon länger dabei sind:
Wie hat sich eure Wahrnehmung von Erotik im Laufe der Jahre verändert?
Gibt es Dinge, die früher im Mittelpunkt standen und heute weniger wichtig geworden sind?
Und fühlt sich das eher wie eine Erweiterung an – oder eher wie ein Verlust von etwas?

..Ich denke, es wäre gar nicht mal so verkehrt, wenn du deinen Überlegungen den Gedanken vorauseilen lässt, dass hier sehr oft die Phantasie einen unerfüllten bzw unerfüllbaren Wunsch nährt, und das dass dem brodelnden Vulkan ohnehin nur die Wenigsten gewachsen wären.....

Viel Lärm um Nichts...... und das ist absolut nicht despekiertlich gemeint. Wo wenn nicht hier soll/darf Mensch all das äußern was er zwischen Phantasie und erlebter Realität alles vorfindet.....
 
🤔 vom Gourmant zum Gourmet, in den meisten Lebenslagen, nicht nur sexuell. so beschreibt es sich, glaub ich am Besten.
Und gottseidank mit dem/den richtigen Menschen an meiner Seite.
 
Man/n kommt einfach drauf was man noch auf der Bucketlist hat und abarbeiten möchte.
Darauf bin ich gespannt... also ob das noch kommt. Ich bin ja gerade so in meinen mittleren Jahren und hab schon ein bisschen abgearbeitet.

Im Moment bin ich mal auf dem Stand der Erkenntnis das die Realität bei vielen Dingen mit der Fantasie einfach nicht mithalten kann. Oder Dinge die in der Fantasie vielleicht geil wirken real einfach nicht so geil sind. Folglich dürfen manche Dinge einfach Fantasie bleiben und als Fantasie gelegentlich ganz interessant sein... müssen aber nicht in die Realität umgesetzt werden. Hab schon genug real umgesetzt und einiges davon war dann eher "vermeidbar", würde ich mal so werten.

Aber vielleicht kommt das dann in 10-15 Jahren wenn
in der heimischen Kiste ja schon längst Flaute herrscht.
Ich weiß es nicht. Ich hoffe weder dass dann in der heimischen Kiste Flaute herrscht, noch dass diese Bucketlist oder irgendwelche sinnlosen Fantasien wieder Überhand gewinnen.

Aber darüber schreiben wir dann in 15 Jahren nochmal! Verdammt in 15 Jahren bin ich über 50... ich werd alt :cry:
 
Natürlich verändert sich das im Laufe des Lebens durch Erfahrung(en), beim einen mehr, beim anderen weniger. Mit 20 hat man einen anderen Blick auf Sexualität (und Erotik) als mit 40/50 oder 70
:daumen: Dem kann ich nur zustimmen, es sind aber nicht nur die "Erfahrungen", sondern vor allem auch die "Umstände" die oft manches verändern um nicht zu sagen auf den Kopf stellen, 🥰
 
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