- tätige Bemühung um jemanden, der ihrer bedarf
"elterliche Fürsorge"
- öffentliche, organisierte Hilfstätigkeit zur Unterstützung in Notsituationen oder besonderen Lebenslagen
Mit diesen 2 Definitionen kann ich mich irgendwie identifizieren, aber nur mit diesen 2. Den Rest was da so unter "Fürsorge" verkauft bzw. gehandelt wird - weiche Satan.

Ich habe genau eine Verantwortung meinen Kindalan und mir selbst gegenüber, um darauf zu achten, dass es uns gut geht. Das beinhaltet sowohl finanzielle, emotionale, seelische, geistige und körperliche Aspekte.
Jeder Mensch ist anders, ich würde mir verarscht vorkommen, wenn ein(e) FreundIn anrufen würde, sie gehe jetzt einkaufen, ob ich was brauche. Nicht böse gemeint, aber das schaffe ich vollkommen alleine und mach es auch gerne. Außer wir sitzen grad zusammen und holt was und fragt, ob ich was möchte, Eis, Bier, Cola oder so. Das ist einfach nett und höflich.
Eine Kleinigkeit der PartnerIn mitbringen, weil ich weiß, das mag sie gerne, ist für mich eine liebevolle Geste, keine Fürsorge. Genauso, wenn ich mich um jemanden kümmer, der im Alltag vielleicht nicht mehr selbst alles schafft. Das mache ich, weil ich a) die Person mag und b) weil ich es so möchte. Wenn ich zB. meine Oma im Pflegezentrum besuche, lege ich den Besuch so, dass ich ihr entweder das Mittagessen, oder das Abendessen geben kann. Mir macht es nichts aus, sie zu füttern, ich mach es gerne, obwohl ich es nicht müsste bzw. mache es nicht, weil es von außen vielleicht von mir erwartet wird.
Wenn man die "alte" Definition hernimmt - für jemanden Sorge tragen - das kannst mal ganz schnell vergessen, weil das hilft weder dem der sich sorgt, noch dem, um dem sich gesorgt wird.
....Ich leih auch ganz oft meiner Assistentin meinen Parkausweis (Behindertenparkplatz), weil ich weiß, wie schwer es ist in Wien einen Parkplatz zu finden.....
Das kann, wenn blöd geht, ganz böse ins Auge gehen, würde das nicht leichtfertig machen. Die restlichen Punkte deines Posts sehe ich, wie du auch schreibst, eher als Wertschätzung anderen Menschen gegenüber, als als Fürsorge. Ich weiß nicht, irgendwie gefällt mir die Schwingung dieses Wortes nicht.