Fürsorglich sein. Positiv, oder negativ?

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Ist auch zu schwer zu verstehen.


Aber: Thema: Fürsorglich sein. Positiv, oder negativ? :D
Ja das Thema verstehe ich keine Frage aber deine Punkte wahren ja zum großteil so ausgelegt das diese dominant/eigenvorteil genutzt werden!

Hier geht es darum wie (nehme ich an) fürsorglichkeit angenommen werden kann und ob es für einen selbst positiv o. negativ ist, ob man es liebt o. hasst, ob man es genießen kann oder eben nicht.

Ich kann natürlich auch falsch liegen, aber wie erwähnt deine Punkte haben (laut meiner) Sicht nicht viel mit Fürsorge gemeinsam :lalala:
 
Ich bin auch sehr fürsorglich veranlagt und denke oft darüber nach wie ich Menschen helfen könnte.
Nur zu gerne würde ich sie von all ihrem Leid, ihren Sorgen und Nöten erlösen.... und sie ins Paradies schicken.
Und wie du dich führsorglich besonders um spärlich bekleidete Damen kümmerst:D
 
Wenn man es genau nimmt, gibt es ja unterschiedliche Fürsorge:

Elterliche Fürsorge: Da gehts nicht nur darum, die Grundbedürfnisse der Kinder zu stillen, sondern auch noch pädagogische Aspekte.
Freundschaftliche Fürsorge: Mit Rat und Tat zur Seite stehen, Trösten, aber auch bewusst Anteil am Leben der anderer nehmen
Partnerschaftliche Fürsorge: Hier spielt sicher auch die gegenseitige Verantwortung mit ein, Liebe, Wertschätzung, Beziehung zu pflegen - was eben auch nur möglich ist, wenn beide sich wohl damit fühlen ...
Kollegiale Fürsorge: In der Arbeit zB, dass man den Kollegen hilft, ihn nicht zu viel Arbeit aufhalst, Urlaubszeiten gemeinsam abspricht etc.
 
Wie seht ihr das?
Seid ihr fürsorglich?
Es gibt natürlich die Aussage von Mathematikern und Evolutionsforschern, dass Altruismus (selbstlose Hingabe) eine ganz raffinierte Form von Egoismus ist, weil sie sich letztlich immer auszahlt.
Kann ich bestätigen, und gut geht es mir auch dabei;)
So gesehen: Win Win
 
Und das nennt man dann eben" altruistisch". oder.....

Bitte Link "altruismus" lesen......

Ich korrigiere dich ja nur zu gerne ... ;)

Duden sagt dazu Folgendes:

aufopfernd, aufopferungsvoll, aus reiner Menschenliebe, selbstlos, uneigennützig; (gehoben) edel, edelmütig, großherzig, hochherzig, nobel

Ich kann dazu nichts Egoistisches finden. Aber vermutlich ist das alles wieder reine Interpretationssache. In dem Fall wäre es für den Empfänger wichtig, Grenzen aufzuzeigen, damit die Fürsorge eben nicht zum Altruismus ausartet.
 
Ich nenne dir Beispiele, die ich meine:
Wenn ich einkaufen gehe, frage ich meine Freundin manchmal, ob sie auch etwas braucht.
Dem Partner kleine Aufmerksamkeiten machen, was kaufen was er gerne mag usw.
Mach ich auch. Wenn ich weiß, mein Liebster hat nicht viel Zeit zum Einkaufen und er braucht was Bestimmtes, dann frag ich ihn auch. Ich leih auch ganz oft meiner Assistentin meinen Parkausweis (Behindertenparkplatz), weil ich weiß, wie schwer es ist in Wien einen Parkplatz zu finden. Ich achte immer bewusst darauf, meine Termine und Dienste so zu legen, damit meine Assistenten auch Kapazität haben. Letztendlich kommt mein zuvorkommendes Verhalten mir zugute. ZB wenn ich am Wochenende kurzfristig Hilfe brauche, dass ich eben dann auch dann Assistenz habe, wenn ich mal eine brauche, ohne dass sie mir mit dem Dientzettel wachelt. Fürsorge hat auch was mit Wertschätzung der Person zu tun. Mir ist diese Person wichtig und daher versuche ich - im Rahmen meiner Möglichkeiten - für sie / ihn was Gutes zu tun.
 
Es gibt natürlich die Aussage von Mathematikern und Evolutionsforschern, dass Altruismus (selbstlose Hingabe) eine ganz raffinierte Form von Egoismus ist, weil sie sich letztlich immer auszahlt.
Kann ich bestätigen, und gut geht es mir auch dabei;)
So gesehen: Win Win

Gut erkannt. :up:

Selbst "sich ( als Verführerinnen ) sexuell ( scheinbar ) selbstlos hingebende Frauen" ( auch gerne fälschlicherweise als devot bezeichnet ) ziehen ihren Gewinn aus solch einem "raffiniertem Egoismus".

Und da spreche ich zu 100 % aus eigener Erfahrung. Win Win. :D
 
  1. tätige Bemühung um jemanden, der ihrer bedarf
    "elterliche Fürsorge"
  2. öffentliche, organisierte Hilfstätigkeit zur Unterstützung in Notsituationen oder besonderen Lebenslagen
Mit diesen 2 Definitionen kann ich mich irgendwie identifizieren, aber nur mit diesen 2. Den Rest was da so unter "Fürsorge" verkauft bzw. gehandelt wird - weiche Satan. :D Ich habe genau eine Verantwortung meinen Kindalan und mir selbst gegenüber, um darauf zu achten, dass es uns gut geht. Das beinhaltet sowohl finanzielle, emotionale, seelische, geistige und körperliche Aspekte.

Jeder Mensch ist anders, ich würde mir verarscht vorkommen, wenn ein(e) FreundIn anrufen würde, sie gehe jetzt einkaufen, ob ich was brauche. Nicht böse gemeint, aber das schaffe ich vollkommen alleine und mach es auch gerne. Außer wir sitzen grad zusammen und holt was und fragt, ob ich was möchte, Eis, Bier, Cola oder so. Das ist einfach nett und höflich.

Eine Kleinigkeit der PartnerIn mitbringen, weil ich weiß, das mag sie gerne, ist für mich eine liebevolle Geste, keine Fürsorge. Genauso, wenn ich mich um jemanden kümmer, der im Alltag vielleicht nicht mehr selbst alles schafft. Das mache ich, weil ich a) die Person mag und b) weil ich es so möchte. Wenn ich zB. meine Oma im Pflegezentrum besuche, lege ich den Besuch so, dass ich ihr entweder das Mittagessen, oder das Abendessen geben kann. Mir macht es nichts aus, sie zu füttern, ich mach es gerne, obwohl ich es nicht müsste bzw. mache es nicht, weil es von außen vielleicht von mir erwartet wird.

Wenn man die "alte" Definition hernimmt - für jemanden Sorge tragen - das kannst mal ganz schnell vergessen, weil das hilft weder dem der sich sorgt, noch dem, um dem sich gesorgt wird.

....Ich leih auch ganz oft meiner Assistentin meinen Parkausweis (Behindertenparkplatz), weil ich weiß, wie schwer es ist in Wien einen Parkplatz zu finden.....
Das kann, wenn blöd geht, ganz böse ins Auge gehen, würde das nicht leichtfertig machen. Die restlichen Punkte deines Posts sehe ich, wie du auch schreibst, eher als Wertschätzung anderen Menschen gegenüber, als als Fürsorge. Ich weiß nicht, irgendwie gefällt mir die Schwingung dieses Wortes nicht.
 
Also...da bin ich wohl ein gebranntes Kind.

Zu viel vielleicht sogar gut gemeinte Fürsorge...mir gegenüber...kann ich als ziemlich nervend empfinden.

Eine Partnerin von mir hat es diesbezüglich arg übertrieben...
Es war wohl ihre Rolle...in ihrer Familie.
Kümmerte sich um ihren Vater, ihre Kinder...
...und ihre Enkelkinder. (Sehr jung Oma geworden)
Und vereinnahmte MICH ebenfalls in die Gruppe der zu Bekümmernden...
...so dass ich mich dann manchmal fragte, was diese Frau eigentlich denkt, wie ich bisher ohne sie durch's Leben gekommen wäre.
Manchmal hätte ich echt die Krätze bekommen können.

Und da...muss ich doch Marlene tatsächlich Recht geben...empfand ich es letztendlich egoistisch von ihr, mir meine Freiheit durch ihre Kümmerei zu beschränken.
Wie gesagt...es war ihre Rolle, ihre selbstgewählte Aufgabe...
...jedoch hatte sie mich nie gefragt, ob es mir überhaupt Recht wäre.

Ich hatte also letztendlich das Gefühl, nur Mittel zum Zweck zu sein...jemand, der ihrer Gluckenrolle zusätzlichen Sinn gab.
 
Hi,

Seid ihr fürsorglich?
Ichmeine jetzt nicht nur gegenüber einem Partner, sondern auch allgemein zu Freunden, Mitmenschen usw.

theoretisch ja. Praktisch akzeptiere ich das Recht anderer autonom zu leben.

Fürsorge begrenzt automatisch die Autonomie der Befürsorgten und schränkt sie damit. Ausserdem zwingt man sie in die Position der Dankbarkeit, dass sie einem was schulden. Auch wenn man es selbst nicht so meint, die anderen haben das Gefühl, sich revanchieren zu müssen.

Ich bemühe mich daher stets, mich auf Hilfsbereitschaft zu beschränken, die anderen wissen dann, dass ich jederzeit bereit bin zu helfen, ....

Fürsorglichkeit das kann ins Auge gehen. Wenn man eine Freundin hat, und die möchte gerne furchtbar kompliziertes Werkzeug benützen, z.B. Hammer und Nagel, und man hat den Eindruck, sie hätte Heimwerken bei Tim Taylor gelernt, und wird sich gleich furchtbar schwer verletzen, ... da lernt man rasch die Klappe zu halten und wegzugehen. ;)


LG Tom
 
Zuletzt bearbeitet:
Fürsorge - find ich persönlich immer "positiv"

früher als ich noch jung war - ging es mir am Arsch wenn einer immer schaute das ich alles habe, das es mir an nichts mangelte, das es den Freunden an nichts mangelte etc... halt sich um einen anderen sorgen - etwas für ihn tun etc... fürsorglich sein. Damals sah ich es ähnlich wie Tom-aus-Wien

Heute, wo ich ein Randerl älter bin *sarkasmusoff* - geniesse ich es. Ich liebe es. Ich sehe es als eine der schönsten positiven Eigenschaften!!! Wenn mein Herzensmensch mich und alle anderen verwöhnt (ist jetzt blödes Wort aber ihr wisst schon wie ich meine). Er schaut das immer alles daheim ist was ich gerne trinke, esse etc... ich liebe es dieses fürsorgliche und man verwechsle es nicht mit bedienen oder bemuttern. Es ist .... anders .... das Gefühl das der andere möchte das man sich wohl fühlt!!!
 
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