es geht einen dienstleister verdammt noch mal nichts an, aus welchen gründen eine dienstleistung in anspruch genommen wird! PUNKT.
Und das ist genau einer der Punkte, warum ich mich an solchen Diskussionen nicht mehr beteilige:
Es ist billig, bequem, rückgratslos und in meinem Augen verlogen, seine Moral mit wehender Fahne vor sich her zu tragen aber dann nicht zu leben. Und zu leben heisst in allen Bereichen des Daseins zu leben. Privat als auch im Beruf. Was nutzt mir eine Moral, was nutzt eine Moral der Gesellschaft, mit der ich oberflächlich mein Gewissen beruhige, die aber nicht dazu beiträgt, die Welt zu einer guten, vielleicht sogar zu einer besseren Welt zu machen.
Wo wärest du, wo wären wir, wenn es nicht so viele Leute gegeben hätte, gestern, vorgestern, vorvorgestern, die entschlossen gegen das Schlechte aufgetreten wären. Moral, die vor meiner Haus/Hosentüre endet, ist nutzlos und schal.
Kunden, die in einem wesentlichen Punkt gegen meine Moralvorstellungen verstossen, fliegen hochkant raus aus meiner Firma. Auch schalte ich keine Inserate in Medien, deren Inhalte ich nicht tolerieren kann, knüpfe keine Geschäftskontakte zu zweifelhaften Firmen usw. usf.
Und Berufssoldaten? Und Exekutivbeamte? Und Leibwächter? Und professionelle Schießsportler?
Das macht aber der Urologe auch ...
Da machst Du mich auf eine meiner vielen Bildungslücken aufmerksam.
Dann mehre mein Wissen und sage mir, in welchen Berufen abseits der Prostitution sexuelle Aktivitäten zwischen Ausübenden und Kunden zum Berufsbild gehören?
Und Zusatzfrage: Warum ist ein normaler Beruf kein normaler Beruf, sondern ein "normaler" Beruf?
Ich hab mein Beispiel mit Bedacht gewählt und hab auf deinen Einwand gewartet.
Nicht nur die Prostituierte verdient mit Sex ihren Lebensunterhalt. Da gibts die (
Tantra)masseurin, die Pornodarstellerin, das hardcore Fotomodel, die Liveshow Darstellerin und soviele mehr ..........
Die Abnormalität ihres Berufes entsteht nur in den Augen der engstirnigen, der Beruf ist wie jeder andere auch: eine Tätigkeit, die den Lebensunterhalt sichert. Für den einen ist die SW unmoralisch, für den anderen der Rechtsanwalt, für den nächsten der Politiker oder der Journalist. Das ändert aber alles nichts an der Tatsache: es ist alles nur ein Beruf.