FrauenFEINDliche Pornos

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Denke, wenn BEIDE die praktiken wollen, dann ist nichts daran frauenfeindlich.

Bedenken bekomme ich eher bei so machen pornos, wo man einfach das gefühl hat, dass diese praktiken der frau nicht behagen.

so nach dem motto :"keine sorge schätzchen, brauchst nur bissi blasen und verkehr, ev. anal".

und dann kommen grossschwänzige profidarsteller und drücken dem armen mädl den schwanz bis zum anschlag in den mund und hintern...

und das ist dann nicht nur frauenfeindlich, das kommt schon einer vergewaltigung nahe...
 
Ich finde Sachen von Andrew Blake super und Produktionen von Innocent Pictures (http://www.innocentpictures.com/), zweitere bekommt man auch im liebenswert im 6. Bezirk. Es gibt auch super 70er Jahre Erotikfilme (zb die "Emmanuelle"-Filme oder "Flesh").
Ich hasse Web-Pornos oder Mainstream-Pornos aus den Gründen, die ihr angesprochen habt. Das nenn ich Sex-Verblendung. Manchmal wundere ich mich schon, wie sich Frau und Mann an derartig deppaten Szenen aufgeilen können.
Ich würde gerne öfter Sachen wie "Frauen dürfen immer kommen, werden nicht nur niedergefickt bzw. lassen sich am Ende nur ins Gesicht spritzen", "Männer-Gesichter und Männer-Körper werden gezeigt und man darf Männer-Stöhner hören", usw. sehen.
Was ich bei den gängigen Pornos auch total abturnend finde, sind übertriebenes Frauen-Gestöhne und überschminkte Frauen.

Übrigens gibt's am Valentinstag im WUK eine Veranstaltung zum Thema Pornographie/Pornofilme.
 
Denke, wenn BEIDE die praktiken wollen, dann ist nichts daran frauenfeindlich.

Bedenken bekomme ich eher bei so machen pornos, wo man einfach das gefühl hat, dass diese praktiken der frau nicht behagen.

so nach dem motto :"keine sorge schätzchen, brauchst nur bissi blasen und verkehr, ev. anal".

und dann kommen grossschwänzige profidarsteller und drücken dem armen mädl den schwanz bis zum anschlag in den mund und hintern...

und das ist dann nicht nur frauenfeindlich, das kommt schon einer vergewaltigung nahe...

da muss ich dir recht geben. hab einen film gesehn, da war das mädl nicht sehr viel breiter, als....... und man hat sich gefragt, wie das anatomisch gehen kann. ich denke soviel kann keine produktion zahlen......

was die früheren filme betrifft: ich hab damals sehr gerne "RIBU-Filme" gesehn, sie hatten handlung und haben oft mehr angeturnt, als heute mancher porno
 
was in dieser diskussion meiner meinung nach fehlt, ist die kritische auseinandersetzung mit dem pornographischen blick.

gerade die frage danach was dieser ist und vermittelt, wie vorgegebene blickweisen und -richtungen womöglich unser sexualleben formen können, scheint mir zentral in dieser schon uralten debatte.

zunächst - man kennt das ja aus der literatur. erlebte rede, bewusstseinsstromtechnik etwa oder innerer dialog sind schreibweisen, die dem leser ein erleben in der ich-perspektive suggerieren. da liest man dann also leutnant gustl von schnitzler oder die berühmte rede der molly bloom von joyce und "er-liest" sich die welt nur so wie sie diese figuren eben wahrnehmen können.
umgesetzt auf den film gilt das ebenso. die vorgegebene blickrichtung durch die kameraführung in diesem ganz extremen fall ist zweifellos eine vereinnahmende. selbst wenn ich das ganze haus sehen möchte, die kamera lenkt meinen blick ausschließlich auf das linke fenster im erdgeschoß. soweit so gut. das ist ja spannend und davon lebt narrativität.

wie ist das im herkömmlichen porno? da wurde jetzt ja schon vielerorts festgestellt: hauptzielgruppe männer, meist von männern für männer gemacht. natürlich ist das nicht frauenfeindlich, und wie auch hier oft entgegengehalten wurde: uns frauen gefällt es ja dann auch. ich mag pornos, ich mag auch härtere pornos, und ich mag das sexuelle spiel rund um objekt und subjekt.

--> wenn aber die kameraführung zugleich eine ist, die den blick besonders an und in den frauenkörper führt, ist auf jeden fall ein ungleichgewicht festzumachen. und ein ungleichgewicht ist schlecht. das ist kein gesundes spiel zwischen objekt und subjekt. der blick ist auf jeden fall kein objektiver, da wird nicht von männlichem und weiblichem körper gleich viel auf gleiche weise gezeigt. das heißt - hier konzentriert sich eine blickrichtung auf ganz spezielle weise auf die frau. auch gut. aber das entspricht nicht der sexuellen realität.

--> das bringt mich zu einem extremfall: den P.O.V. shots. aus welcher sicht ist denn hier dieser "point of view" genau? mir zumindest (und gut, bitte widerlegt mich, so versiert bin ich in sachen porno dann auch nicht;)) ist dabei noch nie ein P.O.V. aus der sicht einer frau auf einen mann untergekommen. wieso nicht?

--> ja klar, begründungen könnten sein: alle frauen sind bisexuell, der weibliche körper ist der ästhetischere, hauptmarktanteil liegt noch immer bei männern und so und so viel prozent der heterosexuellen männer wollen absolut keinen männerkörper genau gefilmt sehen. mhmmmm. überzeugt mich alles nicht. ich bin der festen überzeugung das genau jene phänomene, wenn sie denn wirklich so stimmen, produkt von sozialisierung sind. das wurde uns so vorgelebt, so sind wir aufgewachsen. wie würden denn ganz im gegenteil pornos bei den alten griechen ausgesehen haben? da war der blick doch auch ganz stark auf den kraftvollen, jungen männerkörper gelenkt.

also ein ungleichgewicht. ein blick auf die frau, nicht von der frau. das hat nichts direkt mit frauenfeindlichkeit zu tun. aber es schränkt unsere perspektiven ein.
und wenn ich als frau immer auch nur die perspektive auf die frau vorgespielt bekomme, wird es mir schwerer gemacht meine eigene perspektive als frau zu finden. ich weiß durch den blick des pornos vielleicht nicht wirklich was ich als frau geil finde, sondern was ich als männlicher rezipient geil finde. und ich nehme diese rolle als männlicher rezipient an und lerne so zu sehen und so zu denken. aber wie anders wäre es wenn es die weibliche perspektive ebenso stark gäbe? was ist die denn überhaupt? das kann sich in sachen porno ohnehin keiner so genau vorstellen. ich selbst habe noch keinen "frauenporno" gesehen, ich kann daher auch nichts über deren qualität sagen, aber wenn diese als "blödes gefasel, schlechter film" abgetan werden, ist dabei wohl auch noch nicht der richtige weg gegangen worden.

das fange ich also mit der anfechtbaren bezeichnung "frauenfeindlich" an, bzw. das sind die fragestellungen zu männlein/weiblein die mich in diesem zusammenhang wirklich interessieren. soweit meine überlegungen zu pornografie. :lehrer: ;)
 
vielleicht in diesem diskussionszusammenhang auch interessant:

http://www.kunsthallewien.at/cgi-bin/event/event.pl?id=3178;lang=de

The Porn Identity
Expeditionen in die Dunkelzone
KUNSTHALLE wien, halle 2,
13. Februar - 01. Juni 2009

Ausstellung ab 18 Jahren!

Porno, sagt man, ist das, womit und wobei wir uns nicht erwischen lassen wollen. Und doch ist Porno überall. Pornografie infiltriert den Mainstream und boomt in den Nischen. Sie findet sich im Alltag, im Pop und in der Kunst. Die „Pornetration“ durchflutet die Medien, die in ihrem voyeuristischen Charakter und ihrer Gier nach Zeichen von Erregung selbst latent pornografisch agieren – immer auf der Suche nach Tabus, die es auszureizen, zu brechen und zugleich doch zu erhalten gilt.
Im Windschatten des trüben Glamours der Porno-Oscars mobilisieren sich in letzter Zeit „postpornografische“ Gegenbilder zu Sexismus und heteronormativen Nummernrevuen, während KünstlerInnen das Verhältnis von Macht, Blick und Körper mit Bezug auf pornografische Szenarien untersuchen. The Porn Identity konfrontiert diesen Wildwuchs der Pornografie mit Laufbildern, Skulpturen und Installationen, die das sexuelle Begehren reflektieren. Der Transfer der schamlosen Bilder in den kunstinstitutionellen Raum durchbricht nicht nur den pornotypischen Zusammenhang von marktorientierter Veröffentlichung und reprivatisiertem Konsum, sondern stellt auch die Frage nach Ähnlichkeiten und Unterschieden zwischen Kunst und der visuellen Kultur der Stimulation.

Teilnehmende Künstler:
Louisa Achille, Nic Andrews, Joanna Angel, Kenneth Anger, Fernando Arias, Martin Arnold, James Avalon, Belladonna, Andrew Blake, Monica Bonvicini, Angela Bulloch, Tom Burr, Ellen Cantor, Marilyn Chambers, T. Arthur Cottam, Gerard Damiano, Gregory Dark, Katrina Daschner, Nathalie Djurberg, Marcel Duchamp, Elmgreen & Dragset, Jean Genet, Sachiko Hanai, Marlene Haring, Jenna Jameson, Ron Jeremy, William E. Jones, Richard Kern, Edward Kienholz & Nancy Reddin Kienholz, Terence Koh, Stanley Kubrick, Bruce LaBruce, Michael Laub & Dean Proctor, Joseph Maida, Dorit Margreiter, Dona Ann McAdams, Eon McKai, Olaf Metzel, John Miller, Jim & Artie Mitchell, Robert Müller, Richard Prince, Panik Qulture, Rinse Dream, Iwata Roku, Doug Sakmann, Carolee Schneemann, Rocco Siffredi, Snoop Dogg, Hito Steyerl, Paul Thomas, Tatiana Trouvé, Tobaron Waxman, Lawrence Weiner, Octavio Winkytiki, Johannes Wohnseifer, Tseng Yu-Chin, Nick Zedd, Jack the Zipper

Kuratoren: Thomas Edlinger, Florian Waldvogel, Angela Stief
 
so nach dem motto :"keine sorge schätzchen, brauchst nur bissi blasen und verkehr, ev. anal".

und dann kommen grossschwänzige profidarsteller und drücken dem armen mädl den schwanz bis zum anschlag in den mund und hintern...

Weißt du ein Film Beispiel dafür?
 
was die früheren filme betrifft: ich hab damals sehr gerne "RIBU-Filme" gesehn, sie hatten handlung und haben oft mehr angeturnt, als heute mancher porno

Die Ribu-Filme mag ich auch sehr, nur die Schambehaarung der 70er und 80er Jahre ist heute wohl eher ein Minderheitenprogramm 8-)
 
Die Ribu-Filme mag ich auch sehr, nur die Schambehaarung der 70er und 80er Jahre ist heute wohl eher ein Minderheitenprogramm 8-)

ja da hast du zweifellos recht - trotzdem waren die mädels oftmal ansprechender als heute und da mein ich jetzt im speziellen die heutigen knochengerüste, wo ein mann angst haben muss, daß er sich blaue flecke holt oder daß er ihr die muschi sprengt.

also ehrlichgesagt, würd ich mir die filme gern mal wieder ansehn - aber keine chance auch nur einen zu bekommen....schade
 
Wie schnell sich Einstellungen/Beauty-Dogmas ändern.
Ich glaub in den 70ern und 80ern hat der Großteil des Publikums die Frauen noch als anregend empfunden - "trotz" Schambehaarung. Während heute fast alle schrein: Mah, wie schiach.
Echt, echt deppat...
 
Wie schnell sich Einstellungen/Beauty-Dogmas ändern.
Ich glaub in den 70ern und 80ern hat der Großteil des Publikums die Frauen noch als anregend empfunden - "trotz" Schambehaarung. Während heute fast alle schrein: Mah, wie schiach.
Echt, echt deppat...
also *ich* habs schon damals als schiach empfunden - ganz besonders ekelhaft waren diese Schamhaartoupets aus den Klamaukfilmchen. :kotzen:
Ich hab nie verstanden war daran geil sein soll - und dann noch diese halbseidigen pseudowitzigen Dialoge .... :nono:

Rasierte gab es übrigens damals schon (z.b. Deep Throat) - wenn auch als "Perversion" geführt :mrgreen:
 
ja da hast du zweifellos recht - trotzdem waren die mädels oftmal ansprechender als heute und da mein ich jetzt im speziellen die heutigen knochengerüste, wo ein mann angst haben muss, daß er sich blaue flecke holt oder daß er ihr die muschi sprengt.

also ehrlichgesagt, würd ich mir die filme gern mal wieder ansehn - aber keine chance auch nur einen zu bekommen....schade

auf www.lustundliebe.at kannst ribu-porno-klassiker bestellen :lehrer:
 
hab schon viele pornos gesehen und auch größten teils genossen - wirklich großes manko der meisten mainstream filme ist das absolute ignorieren des weiblichen orgasmus! wobei ich ebendies nicht verstehen kann - es muss doch auch für einen mann ein weiblicher orgasmus etwas geil anzusehendes sein !?

wie dem auch sei : natürlich wollen viele frauen auch gerne als "sexobjekt" betrachtet werden und einfach genommen werden, doch dieser freie wille der frau wird in den meisten filmen nicht richtig dargestellt - denn es haben meist die frauen,die im "normalen" leben stark und unabhängig sind das bedürfnis, sich einfach fallen zu lassen und begehrt zu werden, wobei dies IHR wille ist und nicht vom mann aufgezwungen ....

das klischee der immer geilen "fotze" existiert nur in billigen pornos und sollte von keinem mann als tatsache betrachtet werden...
 
hab schon viele pornos gesehen und auch größten teils genossen - wirklich großes manko der meisten mainstream filme ist das absolute ignorieren des weiblichen orgasmus! wobei ich ebendies nicht verstehen kann - es muss doch auch für einen mann ein weiblicher orgasmus etwas geil anzusehendes sein !?

wie dem auch sei : natürlich wollen viele frauen auch gerne als "sexobjekt" betrachtet werden und einfach genommen werden, doch dieser freie wille der frau wird in den meisten filmen nicht richtig dargestellt - denn es haben meist die frauen,die im "normalen" leben stark und unabhängig sind das bedürfnis, sich einfach fallen zu lassen und begehrt zu werden, wobei dies IHR wille ist und nicht vom mann aufgezwungen ....

das klischee der immer geilen "fotze" existiert nur in billigen pornos und sollte von keinem mann als tatsache betrachtet werden...

Natürlich ist der Mann am Orgasmus interessiert, mehr als Du annimmst, doch wie willst Du den filmisch rüberbringen? Beim Mann
sieht man es eindeutiger, weil er abspritzt, aber wie intensiv er dabei
empfindet weisst Du auch nicht. Und wie willst Du am Filmset feststellen, ob Frau einen Orgasmus hat oder nicht, wo Frauen doch
auch im "richtigen" Leben diesen oft vortäuschen? Außerdem weiß ich
gar nicht wie weit diese Filmproduzenten daran wirklich interessiert sind, da sie wahrscheinlich die Szenen möglichst schnell im Kasten haben wollen?

Die Filme zielen halt hauptsächliche auf männliche (einfach gestrickte:mrgreen:) Kundschaft ab. Ich gebe Dir vollkommen Recht,
dass die Filme ein verzerrtes Bild der immergeilen Fotze wiedergeben.
 
Verwunderlich ist da nur, dass es Unmengen an Pornodarstellerinnen gibt, denen das (schnelle) Geld offensichtlich wichtiger ist, als ihre Moralansichten.
 
Pornos müßen nicht immer frauenfeindlich sein. Die Kunst besteht darin Pornos zu machen die richtig geil rüberkommen und von denen gibt es wenige.
Ich versteh zb. nicht was daran geil ist eine Frau bei den Haaren zu nehmen und ihr den Riesenschwanz in den Mund zu rammen bis sie fast kozt.....genauso finde ich minutenlange Nahaufnahmen von rein-raus, rein-raus, einfach nur zum gähnen.
 
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