Hallo,
mein Partner meinte er geht lieber auf einen Geburtstag von einer Person die er erst einmal getroffen hat (weiblich) als mich bei der Taufe meiner Schwester zu begleiten. Obwohl das mit der Taufe über Monate vereinbart war die Einladung zum Geburtstag aber letztes Wochenende kam.
Wie ist eure Meinung darüber?
Einfach.
Dir ist zurecht Deine Familie wichtig und die Verbindung ist stark.
Deine Familie ist bereit Deinen Partner herzlich willkommen zu heißen. (auch mit Anfangsschwierigkeiten)
Der Termin ist lange bekannt, Dir wäre es wichtig ihn an Deiner Seite zu haben.
Er schätzt das nicht, hat absolut keine Ahnung, was es heißt eingebunden zu werden, somit passt er auf lange Sicht nicht.
Monatelang vereinbart und dann "etwas besseres" vorhaben - könnt er Angst haben, dass er nicht entspricht? (Generell würde es ja nur heißen, sich bei der Party zurück zu halten und sonntags aufzustehen - ist ja eh normal, wenn man etwas vorhat)
Was die Familie angeht hat er nur keine Lust weil er mit Dingen konfrontiert wäre die er selbst verbockt hat und er hat einfach keine Lust damit konfrontiert zu werden. Ich hab damit nichts zu tun war weder der Auslöser für das Problem oder sonstiges.
Keine Lust Dinge in Ordnung zu bringen und Deiner Familie das Gefühl zu geben, dass er trotz Anfangsschwierigkeiten in der Beziehung zu Euch stehen mag? Keine Lust sich zu stellen.
"Das ist Unangenehm, drum mach ich es nicht, auch wenn es wichtig ist."
Mädl, denk nach!!!
Was hast Du vor mit ihm? Wenn es eine Fernbeziehung ohne gemeinsamen Besitz und Kinder ist, keine gegenseitige berufliche Unterstützung, kein gemeinsamer Haushalt, keine normales Verhältnis zu Familie (die auch die größten "Spätstarter" mitzieht) - egal - ansonten wirst viel weinen - versprochen - irgendwann zum leidenden Co werden.
Ich würde ihn auch nicht dazu zwingen da ich eben der Meinung bin das man niemanden zu irgendwas Zwingen sollte. Allerdings bin ich enttäuscht das er eine fast Fremde Frau und seine Bekannten die auch hin kämen vorzieht.
Natürlich zwingst Du ihn nicht.
Siehst Du Dich nicht gezwungen, ein mieses Gefühl zu haben, Dich zu kränken, blöd dazu stehen ("Ja, warum ist der xy nicht da" - "War gestern auf einer Party einer Unbekannten und kann nicht aufstehen.", "Warum will er nicht zeigen, dass er es besser kann", "Weshalb kommt er zu einer langfristigen Einladung, der er zugesagt hat, nicht.")
Hach, hach, hach - eine Dynamik hat eingesetzt.
Entweder ihr durchbrecht sie - er steht zu seiner Verantwortung in Partnerschaft - Du bst nicht die Mutti, der man solche Stückerl spielt in der Pubertät.
Wenn´s Dir wichtig ist ihn an Deiner Seite als Partner zu haben und das spielt es nicht - dann wird das hier nur das erste Mal gewesen sein.
Für mich in jungen Jahren, wäre es dann vorbei gewesen, wenn wir nicht an einem Strang ziehen, lang Vereinbartes nicht gilt, meine Werte nicht respektiert worden wären und er nicht bei mir gewesen wäre, wenn Dinge Herzensangelegenheit sind.
.....würde ich sagen, wärst Du meine Tochter oder mein Sohn.....
Mir war egal, wie meine Kinder orientiert sind, welche Beziehungsform sie wählten, aber mir war es immer wichtig, dass sie wertgeschätzt sind mit einem Menschen an ihrer Seite, der mit ihnen durchs Leben gehen will - zu solchen Menschen habe ich sie auch erzogen.
Sie Leiden und kränken sehen - das wollte ich nie - dass sie zu zweit abheben ins Leben und aufsteigen - das will/wollte und ich werde ich weiterhin unterstützen (mit Tat, Mitteln und einer Burg in der jeder Schutz, Sicherheit und Aufmerksamkeit bekommt - natürlich auch die Schwiegerkinder - die gehören mit der Entscheidung zur Partnerschaft ganz genauso dazu.
Was jeder begreifen sollte: Es gibt Menschen, die Beziehung nicht können. Es gibt Menschen, die Ansichten und Werte haben, die einem selbst nicht entsprechen. Es gibt Menschen, die es als "Liebe" empfindet, wenn der Partner für sie und wegen ihnen leidet - dennoch bleibt. (Die kommen um Deine Zukunft zu ruinieren, Dein Selbstbewusstein in den Staub zu treten. u.s.w.)
Wenn Partnerschaft schon am Anfang zu Verletzung führt, ist der Schritt zur Selbstverletzung (Schuld bei sich suchen, sich noch mehr bemühen, Aushalten, weil das gehört dazu) absehbar.
Wir wissen, dass man rennen muss.
Aber wer solche Leut nicht kennt, erlebt hat, kann die Gefahr nicht riechen.

Ich befürchte, dass auch erklären nicht hilft.
Wenn man es ganz am Anfang noch erwischt bessere Chancen - wenn es bereits länger rennt, ist es zu spät.