In deinem Fall ist die Frage leicht zu beantworten: Die Mutter deiner Freundin hat ihren Mann unwiederbringlich verloren und scheint daher unter großen Verlustängsten zu leiden! Das ist eine Ausnahmesituation. Bis sie darüber hinweg ist, kann es dauern.
Vielleicht könnt ihr ja gelegentlich mal was zu dritt machen - aber natürlich nach und nach auch euer eigenes Leben einfordern...
Ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, daß es sehr schwierig ist, wenn man zu Hause einen traurernden, leidenden Elternteil hat und selbst aber in einer glücklichen Beziehung steckt. Selbst fühlt man sich dem Elternteil verpflichtet und "schuldig".
Wie geht eigentlich deine Freundin mit dem Tod ihres Vaters um?
Immerhin betrifft sie ja auch das Thema...
Auch wenn es momentan nicht einfach ist, denke ich, daß ihr einfach Geduld und Verständnis für die Situation der Mutter haben müßt - sie ist eben in einem Ausnahmezustand.
Hat die Mutter eigentlich eine Trauerbegleitung? Vielleicht könntet ihr so etwas vorschlagen, dann könnte sie mit Experten reden oder sich einer Selbsthilfegruppe anschließen - ist immer leichter, wenn man mit Menschen reden kann, die einem helfen können. Ich denke, alleine schafft sie die Trauerarbeit nicht und daher macht sie solche Dinge - vielleicht sogar nicht mal bewußt...