Muss man eins von beiden sein?
Ich fühle mich als gleichberechtigter Sexualpartner recht wohl.

Ja.
Ich denke, das sollte in Dom/Sub-Partnerschaften, wenn es die gibt, ebenso sein.
Einen Schwächeren zu "dominieren" wäre ja eher ein bisserl schwächlich.
Tja und wie es vielleicht eher vorkommt, ein Schwächerer der dominiert, auch net das Gelbe vom Ei.
Irgendwie driftet vieles dorthin ab, dass immer mehr den devoten Part anstreben.
Somit mal vorab klar machen, was geht und was net.
Danach bekommt der andere Part die volle Verantwortung, für das Geschehen, den Ablauf, das Gelingen und die Befriedigung, wenn Gegenstände benützt werden, für deren Bereitstellung, Pflege, Einsatz und gewöhnlich kann man dem/der Erschöpften Sub nicht zumuten den Schauplatz zu reinigen, sondern bringt trinken, säubert, trägt Bepanthen auf.
Mir sind ist schon lang nimmer klar wer denn da der Dienende ist.
Tja und zu
@Mitglied #456114 Post zurück zu kehren, ein schöne Facette, die sehr rasch mal zwischendurch erwachen kann, zwischen zwei gleich starken, gleich agilen, gleich tatkräftigen Personen.
Die Zunahme an devoten Personen, sehe ich durchaus im Zusammenhang mit Konsumdenken.
Wenig Eigenverantwortung, wenig Eigeninitiative, wenig Ideenreichtum und dennoch voll im Zentrum stehen und bedient werden.
Es geht immer mehr zu Gerätschaften hin, das zeigt der Markt.
Eine Person die halbwegs was am Kasten hat, hat ohnehin beides.
Ohne eine gewisse
Dominanz in sich kann man sich im Leben weder durchsetzen, noch bestehen, geschweige denn führen.
Ohne
Hingabe ist es nicht möglich, zu hören was andere Menschen (Kinder, Untergebene, Umfeld) für Bedürfnisse haben, sich darauf einlassen, Lösungen zu finden und diese dominant in Folge umzusetzen.
Es greift eines in andere. Man hat im Idealfall beides in sich. Sexuell ist man noch immer derselbe Mensch, kennt beide Seiten aus dem Leben und hat wenig Problem, das mal aufblitzen zu lassen - man kann, muss aber keine Kosmetik, Kostüme, Peitscherln aus dem Internet zuziehen - es trägt die Persönlichkeit.
Wenn es zum Rollenspiel wird, dann interessiert es mich gleich Nüsse.
Je nach Lust und wie es sich gerade ergibt, kann ich mal oben sein und mal unten, aber immer stark und aktiv, auf seiner Ebene.
Eine sexuelle Einstellung, mich zu fixieren, das immer zu wollen, mich gar so zu definieren, meine Sexualität auf diese kleine Facette von vielen zu beschränken, würde ich nicht wollen, das würde das Kombinieren und meinen Forscherdrang mit einem notgedrungenen faden Partner, der vorplanen muss, sich einstellen muss, langweilig und uninteressant machen.
Wenn diese trendige Geschichte immer mehr auf dem Ambiente basiert, dem Werkzeug, dem Anlehnen an Vorgaben und üblichen Praktiken und Vorgehen, dann wird es zu einem Rollenspiel - die Persönlichkeiten des Paares nur mehr zu Tand und Beiwerk,
der Akt zur Farce.
Der Grat ist schmal.
Gleich starke Partner, auf gleicher Ebene, der Boden auf dem alles was in uns ist, gelebt werden kann auch in der Sexualität.
Auch mal das unter 1000 anderen Möglichkeiten, oder mal als leise mitschwingende Begleitmusik, hat auch was.

Perfekt.
o.t. und was sich "dominant" bezeichnet sollte jede/r der/die auf der Suche ist, genauestens betrachten. Den Pornoking, der mal alles mit einem "devoten" Part ausprobieren mag, das er real niemals durchsetzen könnte, ist nicht selten auf der Suche in dieser Nische und hat die Dominanz, des letzten im Wolfsrudel. 