diplomatisch oder feig?

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horst köhler bundespräserl in Deutschland, ein alleseits geachteter staatsmann sagt zur heutigen parade von deutschen auf der champs de Liese : "es ist schlimmes passiert...:shock::shock::shock::shock:"

er meint den raubüberfall der deutschen auf frankreich sowie hunderttausendfachen mord an franzosen durch deutsche.

ist das jetzt noch diplomatisch, feig oder eine frechheit?
was meint ihr?
 
vielleicht hat er aber auch die greultaten französische arabischer einheiten unter deutscher flagge gegen die eigenen landsleute gemeint :hmm:
 
horst köhler bundespräserl in Deutschland, ein alleseits geachteter staatsmann sagt zur heutigen parade von deutschen auf der champs de Liese : ....
Ich halt' es für eine Frechheit.
Wer bist Du denn, dass Du glaubst, alles und jeden ins Lächerliche ziehen zu können?

Wenn Dir daran liegt, ein Thema zu diskutieren, dann benutze die Worte eines normalen und vernünftigen Menschen, auch wenn's Dir schwer fällt.

Wenn's Dir ohnehin nur darum geht, Dich wichtigmachend über andere auszulassen, dann mach das doch anderswo.
 
hmm, welch harten worte vom steirer :?

ist nicht gerade die diskussionsecke für solchen gedankenaustausch gedacht :hmm:
 
tickt er noch richtig der steirer?

Natürlich tickt er richtig!

Wenn jemand ne ernsthafte Diskussion starten will, sollt er das nicht im Blödelmodus tun sondern ernsthaft!

Und der heilige Penis ist intelligent genug das richtig zu formulieren.
 
wo anders gesprächskultur und respekt einfordern,aber sich selbst dieser methodik bedienen
da soll sich wer auskennen
langsam habe ich dein eindruck, hier wird mit zweierlei mass gemessen
was wo anders für gut befunden wird, wird an jener stelle verworfen

die richtige wortwahl nach 70 jahren zu finden bedarf sicher eines diplomatischen geschicks, gibt es sowas wie eine generationen
übergreifende bringerschuld ? ich bin der meinung irgendwann muss genug sein, ein vergessen wird es nie geben,aber das ewige erinnern nervt
würden nur andere staaten mit ihren leichen so umgehen
france und germany war ein schwellender konflikt über jahrhunderte der damals seinen höhepunkt fand
der heilige phallus hat nicht so unrecht diese farce etwas ins lächerliche zu ziehen
diese jährliche beweihräucherung stinkt zum himmel
 
horst köhler bundespräserl in Deutschland, ein alleseits geachteter staatsmann sagt zur heutigen parade von deutschen auf der champs de Liese : "es ist schlimmes passiert...:shock::shock::shock::shock:"

mit ein zwei flapsigen bonmots hast dir ja leicht getan. die zeit hättest vielleicht aufbringen können um die nachricht so zu zitieren wie sie über so ziemlich jeden gängigen newsticker gelaufen ist:
Seine Einladung zeige, dass Präsident Nicolas Sarkozy "den deutsch-französischen Beziehungen einen besonderen Stellenwert gibt", sagte Köhler. In der Teilnahme der deutsch-französischen Brigade sehe er einen Hinweis, dass Sarkozy mit Deutschland "gemeinsame Projekte in der europäischen Integration" fortsetzen wolle. "Ich glaube, dass da die Verteidigungs- und Außenpolitik ein Schwerpunkt sein kann." Für ihn sei wichtig, dass beide Länder aus ihrer "schlimmen Vergangenheit" dauerhaft lernten, "dass die europäische Einigung die bleibende Antwort auf das ist".
 
horst köhler bundespräserl in Deutschland, ein alleseits geachteter staatsmann sagt zur heutigen parade von deutschen auf der champs de Liese : "es ist schlimmes passiert...:shock::shock::shock::shock:"

er meint den raubüberfall der deutschen auf frankreich sowie hunderttausendfachen mord an franzosen durch deutsche.

ist das jetzt noch diplomatisch, feig oder eine frechheit?
was meint ihr?

Schwer zu sagen, aber Kunst ist Fanatismus,der Diplomatie bedingt.Oder wie der Slowene sagt: Umetnost je fanatizem, ki zavezuje k diplomaciji..........................................
 
ich bin der meinung irgendwann muss genug sein, ein vergessen wird es nie geben,aber das ewige erinnern nervt
würden nur andere staaten mit ihren leichen so umgehen
france und germany war ein schwellender konflikt über jahrhunderte der damals seinen höhepunkt fand
der heilige phallus hat nicht so unrecht diese farce etwas ins lächerliche zu ziehen
diese jährliche beweihräucherung stinkt zum himmel

Was mich viel eher "nervt", ist die Erkenntnis, dass die Menschen offensichtlich nicht bereit sind, aus den bitteren Erfahrungen der vorhergehenden Generationen zu lernen.
Diejenigen, die uns wirklich berichten konnten, was Krieg, Tod, Hunger, Vertreibung, Flucht bedeutet, sind entweder schon lange nicht mehr unter uns oder werden es bald nicht mehr sein.
Das, was in anderem Rahmen momentan an allen Ecken und Enden der Welt in dieser Hinsicht passiert, scheint uns nicht mehr als nur sporadisch zu beeindrucken.
Ich befürchte und vermute, es muss nur jemand kommen, der geschickt und skrupellos genug ist, er wäre auch heute wieder in der Lage uns (alle) in das gleiche monströse Desaster zu stürzen.

Bestes Beispiel dafür ist die Bereitschaft junger Männer, sich unter dem Deckmantel der "humanitären Hilfe" in Kriegshandlungen zu stürzen. Unter dem so hehren Anspruch der Verteidigung des Vaterlandes lassen sich aber m.E. weit mehr als 3/4 der Freiwilligen verlocken von der Aussicht auf Abenteuer und nicht zuletzt den erheblichen Mehrverdienst. Dass sie das u.U. mit amputierten Extremitäten, psychischen Schäden und im schlimmsten Fall auch in einem Zinksarg "erleben" können, scheinen sie nicht in Betracht zu ziehen.

Weil das so ist, darf man niemals aufhören, über die Vergangenheit zu reden, selbst wenn es hoffnungslos scheint. Die Wenigen, die verstehen, sind vielleicht einmal diejenigen, die den Mund aufmachen, wenn es Not tut.

Das bisschen "Nerven" werden wir schon aushalten angesichts von Millionen von Toten auf der ganzen Welt.
 
Was willst denn von den Leuten heut? Für 0% von denen die jetzt im Wehrfähigen Alter sind ist alles was sie vom Krieg kennen das was sie im Kino und auf der XBox sehen. :mauer:
Weiß einer von denen wie sich eine Kugel im Arsch anfühlt? - Eben.

Abgesehen davon fühlt sich niemand mehr für die Taten der eigenen Großväter verantwortlich. Warum auch? die Gesellschaft heute ist so weit dass sie nicht mal für ihre eigenen Fehler einstehen will.

Und überhaupt: die hungrigen Kinder in Ruanda sind so weit weg dass man sie von Tschaorle, Tschesolo und Urgaadaa jo goarned sehng kau.
 
Was willst denn von den Leuten heut? Für 0% von denen die jetzt im Wehrfähigen Alter sind ist alles was sie vom Krieg kennen das was sie im Kino und auf der XBox sehen. :mauer:
Weiß einer von denen wie sich eine Kugel im Arsch anfühlt? - Eben.

Wer weiß denn schon, wie sich eine Kugel im Arsch anfühlt, bis er sie nicht eben dort hat? :roll:

Abgesehen davon fühlt sich niemand mehr für die Taten der eigenen Großväter verantwortlich.

Und warum sollte ich mich dafür verantwortlich fühlen?
 
Wer weiß denn schon, wie sich eine Kugel im Arsch anfühlt, bis er sie nicht eben dort hat? :roll:



Und warum sollte ich mich dafür verantwortlich fühlen?

Ich hatte schon das zweifelhafte Erlebnis, Kugeln neben mir einschlagen zu hören und Bomben in ziemlicher Nähe fallen zu sehen - und ich kann nur sagen, man bekommt eine Scheissangst! Und ein ungutes Gefühl, wenn man darüber nachdenkt, warum und wofür dies oft geschieht auf dieser Welt.

Zur Verantwortung: Nein, ich bin nicht verantwortlich für die Taten meiner Großeltern oder Elterngeneration, wie auch nicht für die Dummheit, der ideologischen Verblendung oder den religiösen Fanatismus mancher Politiker.
Deshalb bin ich auch der Meinung, dass wieder mehr Ehrlichkeit, Geradlinigkeit und weniger Ideologie in die Politik gehören. was angesichts vieler Politiker leider kaum möglich scheint. Das diplomatische Geschwätz nervt oft fürchterlich und es ändert vor allem nichts!
 
Das, was in anderem Rahmen momentan an allen Ecken und Enden der Welt in dieser Hinsicht passiert, scheint uns nicht mehr als nur sporadisch zu beeindrucken.
Das glaube ich gar nicht. Es ist eher das Gefühl der persönlichen Ohnmacht, das sehr oft als Gleichgültigkeit gedeutet wird. Was kann der Einzelne gegen Ungerechtigkeit tun, zumal dann, wenn sie weit entfernt stattfindet? Im Grunde genommen gar nichts. Man kann an Protestdemonstrationen teilnehmen, man kann Petitionen unterschreiben - unterm Strich wird das bestenfalls zur Beruhigung des eigenen Gewissens dienen können, aber darüber hinaus nichts bewirken. Das ist leider so.

Weil das so ist, darf man niemals aufhören, über die Vergangenheit zu reden, selbst wenn es hoffnungslos scheint. Die Wenigen, die verstehen, sind vielleicht einmal diejenigen, die den Mund aufmachen, wenn es Not tut.
Das sehe ich ein wenig anders. Zum einen bin ich davon überzeugt, dass es wesentlich mehr Menschen verstehen, als ihnen das von gewissen Seiten zugebilligt wird. Zum anderen ist es in meinen Augen auch problematisch, wenn der einzelne Mensch sich zu sehr auf einen "Feind" konzentriert.

Ja sicher, für die eine oder andere politische Gruppierung ist es ein angenehmer Effekt, die Gefahr ausschließlich in rechten Ideologien zu sehen, das lenkt vor allem von der eigenen Unzulänglichkeit ab - und auch davor, dass man die radikalen Elemente im eigenen Umfeld gerne unter den Teppich kehren will.

Für den Einzelnen kann die Conclusio aber nur sein, dass man gegen alle Seiten hin wachsam sein muss. Auch und vor allem gegen jene, welche den Menschen vorgefertigte Feindbilder vorsetzen wollen.

Die soll es nicht nur bei national ausgerichteten Parteien geben. ;)
 
Vollständig Verstehen und Begreifen können ohnenhin nur direkt Involvierte. Ständige, ungewollte Konfrontation mit Themen aus einer Vergangenheit ohne direkten persönlichen Bezug führen meiner Ansicht nach nur zu einem Abstumpfen.

Ohnehin ist das Ausmaß des Greuls kaum fassbar, was sind 1.000 Tote, was 10.000, was 100.000 - jeder ein Mensch - jeder ein Leben, eine Geschichte, eine Familie - Lebenslinien durchtrennt, Wege die nie beschritten wurden.

Sind es nicht die Worte eines Kindes, das sich fassungslos gegenüber diesen Ereignissen sieht - Welche Worte reichen - welche wären treffender, angemessener - wenn man sich nicht auf Ewig einer Erbschuld verschreiben will?

Aus meiner Sicht waren es einfache Worte und die Formulierung diplomatisch.


Und Ja, Geschichte wiederholt sich - offensichtlich, weil auch wir uns im Laufe der Zeit noch nicht wesentlich geändert haben - und so schliessen wir weiterhin Bündnisse, konstruieren Vereinigungen und Regelwerke wie schon seit Jahrtausenden.

Versuchen mit wechselseitigen Abhängigkeiten zur stabilisieren, sehen nun die Dinge in einem "größeren, globalen Zusammenhang" und wollen "globale" Interessen wahren - solange es unsere sind.

Und schon im Aufbau beginnt die Entropie, der man sich mit wechselseitigen Abhängigkeiten zu entziehen versuchte - doch ein geschickt konstruiertes Feindbild lenkt doch immer so komfortabel von Problemen in den eigenen Konstrukten und Reihen ab, nicht wahr.

LG Bär



@ Steirerbua: Sehr hart in deiner Formulierung gegenüber dem saloppen Satzerl von Saint - der Ton macht die Musik.
 
Dem ersten Absatz deines Beitrages stimme ich voll zu, Steirerbua. Um die Ursache des von dir beschriebenen Gefühls zu includieren schrieb ich ja „scheint …“
Im Endeffekt ist aber die Wirkung doch die gleiche, egal ob Ohnmacht, Desinteresse, Frustration (auch Abstumpfung, s. MausUndBär) oder eine Mischung aus all dem ihr voraus gegangen ist.

Deinen weiteren Ausführungen stimme ich ebenfalls zu. Allerdings war der von dir zitierte Absatz weder auf irgendeine politische Richtung noch deren Ideologie bezogen. Er sollte lediglich ausdrücken, dass es besser wäre die Erfahrungen, die unsere Altvorderen so bitter am eigenen Leib gespürt haben, anzunehmen, als erst selbst das von hab8 so anschaulich beschriebene „zweifelhafte Erlebnis“ machen zu müssen.
Und da unterscheiden sich die Aussagen unserer Eltern und Großeltern ja nicht einmal so sehr von denen der Politiker aller Couleur: … „So etwas darf nie wieder passieren!“
Nur dass ich den Zeitzeugen die ehrliche Überzeugung dieser Aussage abnehme, während die Politik wohl so agieren will/soll/muss, wie der Bär schreibt:

....und so schliessen wir weiterhin Bündnisse, konstruieren Vereinigungen und Regelwerke wie schon seit Jahrtausenden.

Versuchen mit wechselseitigen Abhängigkeiten zur stabilisieren, sehen nun die Dinge in einem "größeren, globalen Zusammenhang" und wollen "globale" Interessen wahren - solange es unsere sind.

Insgesamt will ich aber gar nicht so pessimistisch sein, denn neben den erwähnten Protestdemonstrationen und Petitionen tragen solche Diskussionen wie diese m.E. auch dazu bei, eine mögliche Wiederholung der Geschichte zu verhindern; selbst wenn sie durch eine Provokation angestoßen werden, wie vom Initiator dieses Threads formuliert.
 
Was willst denn von den Leuten heut? Für 0% von denen die jetzt im Wehrfähigen Alter sind ist alles was sie vom Krieg kennen das was sie im Kino und auf der XBox sehen. :mauer:
Weiß einer von denen wie sich eine Kugel im Arsch anfühlt? - Eben.

Abgesehen davon fühlt sich niemand mehr für die Taten der eigenen Großväter verantwortlich. Warum auch? die Gesellschaft heute ist so weit dass sie nicht mal für ihre eigenen Fehler einstehen will.

Und überhaupt: die hungrigen Kinder in Ruanda sind so weit weg dass man sie von Tschaorle, Tschesolo und Urgaadaa jo goarned sehng kau.

bist du dir sicher, dass der sand nur in deiner hose ist???? :shock:

Zur Verantwortung: Nein, ich bin nicht verantwortlich für die Taten meiner Großeltern oder Elterngeneration, wie auch nicht für die Dummheit, der ideologischen Verblendung oder den religiösen Fanatismus mancher Politiker.

... warum reitet ihr immer auf "den Taten" unseren Großeltern herum?

http://www.reifenberg-online.de/vazec.jpg

Die allermeisten von Ihnen haben nichts angestellt, sind entgegen immer wieder verbreiteen Gerüchten keine Verbrecher.

weil es halt so einfach ist, zu sagen, "ihr müsst doch etwas gehört und gewusst haben"

mein großvater z.b. war interniert, weil er ein sozi war, dann wurde er von den nazis "befreit" und gleich an die front geschickt, wo er gefallen ist.............viel zeit zum wissen oder bemerken hat er nicht gehabt, und ich denke auch, dass er nicht freiwillig nach russland gegangen ist.

diese aussagen kommen aber meist von individuen, die überhaupt keine zivilcourage mehr haben, die wegschauen, wenn jemand in der straßenbahn angepöbelt wird, die die straßenseite wechseln, wenn eine horde migranten entgegenkommt, weil sie ganz einfach schiss haben,also nur nirgends anecken, aber hinter dem bier dann diskutieren und die welt verbessern wollen.
 
Abgesehen davon fühlt sich niemand mehr für die Taten der eigenen Großväter verantwortlich. Warum auch? die Gesellschaft heute ist so weit dass sie nicht mal für ihre eigenen Fehler einstehen will.
Man sollte das nicht in einen Topf werfen. Menschen, welche sich selbst und anderen gegenüber ihre Fehler nicht eingestehen wollen, gibt es natürlich. Die gibt es aber nicht erst heute, die hat es immer schon gegeben und die wird es auch immer geben, solange es Menschen mit ihren Fehlern und Schwächen gibt.

Wenn Du den Generationen der Gegenwart vorwirfst, dass sie sich nicht für die Taten der Großväter verantwortlich fühlen, dann hast Du die Antwort darauf ja selbst geschrieben: warum auch? Fühlst Du Dich verantwortlich dafür, was Dein eigener Urgroßvater vor nahezu hundert Jahren getan hat?

Wenn nein, warum verlangst Du es dann von den anderen?
Wenn ja - welchen speziellen Grund hast Du dafür?

Was immer unsere Väter, Großväter, Urgroßväter und die weiblichen Pendants in ihrem Leben gemacht haben, es unterliegt einzig und allein ihrer eigenen Verantwortung. Man kann nicht den heutigen Generationen die Eigenverantwortung predigen, und im gleichen Atemzug von ihnen verlangen, dass sie die Verantwortung anderer mittragen. Da wird man sich schon entscheiden müssen. :)
 
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