Den Mann teilen

Was für dich "normalerweise" bedeutet, hast du allerdings nicht beantwortet. Statistiken? Welche genau? Sagen die auch, was "normalerweise" für dich heißt?
Aktuell afair ist "Normalweise": 60% (vorgeblich) monogame Paarbeziehungen aus Gesamtbevölkerung (DE),
Sexuelle Unzufriedenheit in längerer Partnerschaft ist Usus - bei ca. 35% Fremdgeh Anteil (AT)

Aufgrund der sich ändernden Rahmenbedingungen ist serielle Monogamie verbreitet .. halt auch "abgerundet" mit ONS's dazwischen (nach beendeten Beziehungen wird dann oft auch sexuell "Nachgeholt")


Aber um auf den Punkt zu kommen - die Art der Lebensgestaltung kann heute gsd dynamisch gestaltet werden - und unterschiedliche Phasen im Leben haben einfach unterschiedliche Herausforderungen

Klar ist, wir funktionieren nicht Alle gleich ... auch die Ausprägung der Libido ...Einige brauchen z.B. gar keinen Sex in einer Beziehung ... einigen reicht Wenig bis gar Nichts und immer das selbe Programm mit geringer Abweichung vollkommen aus .... wenn Monogamie und sexuelle Exklusivität für Beide Immer und Vollkommen ausreicht und sie beide damit Wahrhaft Glücklich sind ... Bingo

Wenn es Nicht so ist .... kann man gemeinsam daran Arbeiten ... aber ich spreche an sich immer über langwährende Beziehungen ... in noch recht neuen Beziehungen hat man aus meiner Sicht zu Beginn zumeist genug damit zu tun sich zu Erforschen und erste einmal richtig Kennenzulernen.
 
Die belegen dass die meisten Ehen, bzw Beziehungen wieder enden.
Welche dieser Statistiken zeigt aber dass offene Beziehungen aller Art seltener enden? Ich wüsste keine wo das überhaupt differenziert wird.

Wie schon geschrieben gehe ich sogar davon aus (ist aber nur eine Annahme), dass Poly-Beziehungen aller Art öfter oder leichter scheitern.
Man reduziert eine mögliche Problemquelle (das Fremdgehen), addiert aber mehrere neue potentielle Probleme. Es könnte sich irgendwer in eine/n Sexpartner verlieben oder mehr Gefühle entwickeln, Eifersucht könnte sich doch einschalten, der Hausfreund will mehr, die Hausfreundin wird schwanger, Krankheiten werden von irgendwo her eingeschleppt,.... usw... alles mögliche Streitpunkte oder Probleme in Beziehungen die man einfach nicht hat oder haben kann wenn man monogam unterwegs ist.
Aber natürlich: Dafür kann man sich mehr ausleben, muss nichts unterdrücken und kann freier mit Sexualität umgehen. Ich sehe auch die Vorteile.

Trotzdem glaube ich nicht dass es da Statistiken gibt die glaubhaft belegen das offene Beziehungen stabiler sind. Und ich glaube auch nicht dass sie es sind! Kann aber ebenso keine Statistik oder Studie angeben die das Gegenteil beweist. Alles Erfahrungs- und Gefühlssache.

Und davon gehe ich sowieso aus bei 90%+ der offenen Beziehungen. Auswärts herumvögeln... schön und gut. Aber wirklich eine volle Beziehung oder Lebensgemeinschaft mit mehr als 2 Partnern... das ist SELTEN. Sehr selten das ich davon höre oder lese und kennen tue ich keine Einzige solche Lebensgemeinschaft persönlich (also über EF-Treffen hinausgehend).

Was ich eigentlich schade und irgendwie dumm finde. Hätte doch eigentlich einen Haufen Vorteile sich zB eine Kreditrate durch 3 statt durch 2 zu teilen. Ebenso die Haushaltspflichten, Kindererziehung und Anderes. Ich würde in solchen Beziehungsmodellen durchaus Potential sehen viele, auch praktische, übers Sexuelle hinausgehend, Probleme zu lösen.

Aber irgendwo sind wir doch darauf gepolt das wir DEN oder DIE Partner/in haben wollen. Selbst in Harems gab es meistens eine Haupt-Ehefrau und mehrere Konkubinen. Also offene Beziehungen aller Art kommen schon immer wieder vor. Aber zu wirklich Polygamen Beziehungen mit mehreren gleichberechtigten Lebenspartnern hört man nur sehr wenig bis gar nichts!
Du/Ihr lebt's halt jetzt einmal Monogam mit bestimmten Plänen für Eure Zukunft und argumentiert auf der Basis.

Gut - aus meiner etwas distanzierteren Sicht sage ich natürlich "Schauen wir uns einmal an, wie sich das Entwickelt" ...
Es ist weniger die Frage, welchen Lebensstil Du aktuell lebst (Alles hat Vor-und Nachteile), sondern wie Du Herausforderungen und Veränderung begegnest ...

Btw. "Offene Beziehung" ist nur ein Aufhänger für unterschiedliche Lebensweisen darunter - es finden auch sehr unterschiedliche Ausprägungen, Szenarien und Beziehungsdynamiken - da ist es lohnend genauer hinzuschauen.

Bezüglich Statistiken zur Stabilität Sexuell nicht exklusiver Beziehungen - das ist eine gute Frage - wenn ich Zeit habe, werde ich das einmal recherchieren ... aber natürlich Trennen sich auch viele Beziehungen - gleich welcher Couleur - wegen ganz anderes gelagerter Differenzen ...

Bitte Harem ist keine "offene Beziehung" im aktuellen Verständnis - da vermischt Du etwas.

Ein Harem ist ein sozial wirtschaftliches Machtkonstrukt - Haupt Nebenfrau(en) ein administratives Macht-Gefüge .... es ging dabei um Bündnisse, Einfluss, Privilegien und Nachkommenschaft und natürlich auch die Befriedigung der körperlichen Gelüste des Mannes ... teilweise gab es detaillierte Beischlafpläne und andere Kuriositäten ...Regelung war halt auch, dass der Mann die Frauen samt Nachwuchs versorgen können muss.

Ähnliches gab und gibt es in anderen Kulturen ... z.B. Wikinger ärmere Familien verkauften ihre Töchter an Wohlhabendere, diese wurden dort zu Nebenfrauen, was offensichtlich offen gelebt wurde ... die Art und Weise der Behandlung und auch jene des Nachwuchses war dem Mann überlassen - es gab hier wohl keine festgeschriebenen Regelungen in dem Sinne - und hier hat es wohl auch recht große individuelle Unterschiede gegeben ....
 
Was denkt ihr, warum so wenige Frauen ihren Partner mit anderen Frauen teilen möchten?

Es herrscht doch Gleichberechtigung.

Ist man nicht stolz auf den Partner und seine Fertigkeiten?
Möchte man das nicht anderen Frauen vorführen und ihnen einen kurzen Einblick geben, welch tolles erotisches Können er hat?

Oder sexy Nacktfotos von ihm mit den besten Freundinnen bewundern und diskutieren?
eine horrorvorstellung, meine frau würd mich ständig kritisieren, weils meint ich stell mich patschert an und da kann man sich ja nur genieren.
 
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