bzw. (Beziehungsweise) Eifersucht?

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Ich find das Verhalten total ok. Bloss hätt ich hinterher die Alte zum Teufel gejagt.

Meine Vermutung war eher, dass sie sehen wollte ob er für sie kämpft. Da kann man natürlich kritisch sehen, muss man vielleicht auch. Dennoch hätte ich mir, aus welchem Grund auch immer, eine Reaktion von ihm erwartet.
 
Meine Vermutung war eher, dass sie sehen wollte ob er für sie kämpft. Da kann man natürlich kritisch sehen, muss man vielleicht auch. Dennoch hätte ich mir, aus welchem Grund auch immer, eine Reaktion von ihm erwartet.
Wenn man so unsicher ist, dass der Partner "Kampfgeist" zeigen soll, rennt einiges falsch.
Die beste Reaktion wär gewesen, sich diese Situation nicht zu geben. Gehen, fertig.
 
Wenn man so unsicher ist, dass der Partner "Kampfgeist" zeigen soll, rennt einiges falsch.
Die beste Reaktion wär gewesen, sich diese Situation nicht zu geben. Gehen, fertig.

Ok, ich beuge mich deiner moralisch sicher richtigen Sichtweise. Es hat sich für mich nur nicht "richtig" angefühlt in dem Moment. Vielleicht hätte es mit den beiden besser geklappt, wenn er mir damals eine verpasst hätte. Ich hätte das sofort akzeptiert. Ist vermutlich für Aussenstehende nicht wirklich nachvollziehbar...
 
Ok, ich beuge mich deiner moralisch sicher richtigen Sichtweise. Es hat sich für mich nur nicht "richtig" angefühlt in dem Moment. Vielleicht hätte es mit den beiden besser geklappt, wenn er mir damals eine verpasst hätte. Ich hätte das sofort akzeptiert. Ist vermutlich für Aussenstehende nicht wirklich nachvollziehbar...

Aber das ist doch nicht dein Bier.
Das ist etwas das die beiden klären müssen.
 
Das sind einfach veraltete Denkmuster der Gesellschaft.
Untreue oder sich mit mehreren Partner zu vergnügen ist ein Tabu und "gheart si afoch ned"

Ich glaube nicht wenige Menschen hätten Angst davor sich zu outen. Outen in dem Sinn, zuzugeben anders als erwartet zu sein...

Aus den genannten Gründen gibt es Menschen die nie zu ihrer wahren "Identität" stehen werden...


Es sind die ungeschriebenen Gesetze sowie eine unverhältnismäßige öffentliche Ächtung Andersdenkender, die einer liberalen Handhabung von Sexualität entgegenstehen.

Auch beim Thema "Sex mit anderen". Verboten ist da ja nichts. Aber die Angst, sich zu bekennen, ist groß. Traurig, dass sich das liberal denkende Individuum dem Diktat selbst ernannter, ewig gestriger Tugendwächter immer wieder unterwerfen muss, um nicht Schaden zu nehmen.
 
Es sind die ungeschriebenen Gesetze sowie eine unverhältnismäßige öffentliche Ächtung Andersdenkender, die einer liberalen Handhabung von Sexualität entgegenstehen.

Auch beim Thema "Sex mit anderen". Verboten ist da ja nichts. Aber die Angst, sich zu bekennen, ist groß. Traurig, dass sich das liberal denkende Individuum dem Diktat selbst ernannter, ewig gestriger Tugendwächter immer wieder unterwerfen muss, um nicht Schaden zu nehmen.
Liberal und denkend in einem Satz? :unsicher:Und wer sind die Tugendwächter? So etwas wie die Sittenwächter im Iran? Leichter ist es, wenn man aufhört sich darüber Gedanken zu machen, was xy wohl über mich denken könnte, wenn ich jetzt dies oder das tue. Das muss dir einfach wurscht sein und fertig. "Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ungeniert." Und wie genau das aussieht, geht genau nur mich selbst was an.
 
Sie hatte nämlich die Neigung, ihn um jeden Preis eifersüchtig machen zu wollen, was er wohl gemerkt und gerade deswegen nicht darauf reagiert hat. Für mich die falsche Vorgehensweise...
für mich auch...ich hätte ihr nämlich den hau gegeben...
nicht weil sie mit dir abtanzt, etc.... sondern wegen ihrer neigung, auf stupide art und weise dauernd bestätigung von mir erzwingen zu wollen....

für solche stumpfsinnigen spielchen wär mir meine zeit zu schade.
 
für mich auch...ich hätte ihr nämlich den hau gegeben...
nicht weil sie mit dir abtanzt, etc.... sondern wegen ihrer neigung, auf stupide art und weise dauernd bestätigung von mir erzwingen zu wollen....

für solche stumpfsinnigen spielchen wär mir meine zeit zu schade.

was er ein paar Monate später auch getan hat.
 
WARUM ist es den meisten von uns nicht egal, wenn der Partner/die Partnerin Sex mit jemand anderem hat?

Ein Aspekt, der bisher - soviel ich gelesen hab - noch nicht zur Sprache gekommen ist, dass in einer Beziehung Sex und Liebe im Normalfall als Einheit betrachtet wird.
Neben dem Vertrauensbruch, der schon mehrfach betont wurde, denke ich, dass vor allem Frauen, aber sicher auch manche Männer, Fremdgehen als "Kritik" an der Liebe und auch am eigenen Sexualleben auffassen. Liebt er/sie mich nicht mehr genug? Bin ich ihm/ihr nicht mehr attraktiv genug? Warum reicht ihm/ihr unser Sexleben nicht mehr aus? Was hat sie/er, das ich nicht habe?
Und auch bei offenen Beziehungen/Ehen ist es regelmäßig so, dass die Partner vereinbaren, dass die genauen Zeitpunkte/Geschehnisse/Sexualpartner dem Gegenüber nicht mitgeteilt werden, um den Partner zu "schonen", da meines Erachtens auch hier immer im Hinterkopf Fragen in diese Richtung mitschwingen bzw. auch in so einer Konstellation eine gewisse Verlustangst immer vorhanden ist. Es hat mir zumindest noch kein Paar, das dieses Beziehungsmodell lebt, eine andere sinnvolle Begründung liefern können, warum sie es ihrem Partner nicht sagen wollen.

Und jetzt noch mein persönlicher Senf, obwohl das eigentlich schon nicht mehr zum Thema gehört: Ich bin Befürworterin von polyamourösen Beziehungsmodellen, jedoch nur, wenn das Vertrauen und die Liebe so groß sind, dass offen darüber gesprochen werden kann wann wer mit wem außerhalb der Partnerschaft Sex hat. Heimlicher Sex mit anderen ist für mich genauso Fremdgehen wie in einer monogamen Beziehung!
 
@Mitglied #409467
Jetzt, wo Du es sagst, fällts mir auch auf... Sex und Liebe.

Ich habe am Wochenende eine sehr interessante Unterhaltung mit einer langjährigen Freundin gehabt und mich mit ihr auch über dieses Thema ausgetauscht. Sie meinte, für sie gäbe es drei Arten von Beziehungen (also soweit es halt hier herein gehört): 1. rein sexuelle Beziehungen, bei denen es rein nur um die Befriedigung der körperlichen Lust geht, 2. Herz-Beziehungen, beispielsweise tantrische Begegnungen, bei denen auch der Herz-zu-Herz Kontakt wichtig und vorhanden ist, und schließlich Liebesbeziehungen, die über die Herz-Beziehungen noch hinausgehen und die dann mit jenen Menschen zum Tragen kommen, die wir auch lieben und immer in unserem Leben haben wollen. Naja, wo man da die genaue Grenze zieht... weiß ich nicht, aber ich kann diese Grenze fühlen, und ich denke, viele andere hier wohl auch. Es kann natürlich sein, dass man diese letzte erfüllende Liebesbeziehung noch nie erlebt hat oder sich aus irgendwelchen (rationalen?) Gründen für eine andere Form entscheidet.

Ganz bestimmt wird es beim Verquicken von Sex und Liebe dann als Kritik an der Beziehung angesehen, wenn einer der beiden Sex mit jemand anderem hat. Ich glaube nicht, dass vor allem Frauen das so empfinden. ich glaube, dass Männer besser Sex von Liebe unterscheiden können und besser darin sind, diese beiden Dinge nicht miteinander zu vermischen. Aber ich glaube auch, dass grade Männer sehr wohl ziemlich eifersüchtig werden können, wenn ihre Partnerin Sex mit einem anderen hat. Die Frage "Liebt er mich nicht genug" ist vielleicht eher weiblich, die Frage "Was hat er, was ich nicht habe" eher typisch männlich.

Dass Begegnungen, die außerhalb der Beziehung geschehen, verheimlicht werden, ist vielleicht nicht nur darin zu sehen, dass man den anderen "schonen" will, sondern geschieht vielleicht auch schlicht und ergreifend aus Feigheit. Ich glaube, hier muss man dann von Situation zu Situation genau abwägen, was kann ich sagen und ihr/ihm zumuten. Das Thema ist heikel, und die Frage, wie fasst sie/er es auf, wohl auch tagesformabhängig...

Dein letzter Absatz gefällt mir sehr gut, und ich finde schon, dass er auch zum Thema gehört. Das wäre so ungefähr das, wo ich gern hin möchte! Und ich kann mich sehr gut dran erinnern, wie sehr es mich geschmerzt hat, als ich damals davon erfahren habe, obwohl wir eigentlich vereinbart hatten, dass ... ja, aber so genau und explizit vereinbart war es eben doch nicht, und so gab der Interpretationsspielraum dann Anlass zu allerlei sehr heftigen Diskussionen. Es fällt schwer, zu sagen, dass man mit jemand anderem eine erotische oder sexuelle Begegnung hatte, aber das ist nur am Anfang so. Auf alle Fälle ist es ein spannender und interessanter Lernprozess, und ich bereite mich wohl auch grade irgendwie innerlich darauf vor, dass auch sie mal zu mir sagt, "Du, dieser Mann da, der interessiert mich ... " Naja, die Zeit wirds zeigen ;)
 
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