Aktiv/Passiv

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Ich denke, bei einer einvernehmlichen Sexbeziehung kann zwischen aktiv und passiv überhaupt nicht unterschieden werden. Selbst wenn sich ein Partner völlig passiv verhält, tut er das doch immer ganz bewusst, also aktiv und so gewollt. Und voller Genuss.

Etwas anderes wäre eine Lustlosigkeit oder Zwang, also ein "über sich ergehen lassen" oder ein "Erzwingen".

Was die sexuellen Wünsche der Partner betrifft hat wohl jeder sein spezielles Potential, das mit mehr oder weniger Kreativität verbunden ist. Da muss man sich halt zusammenfinden oder auseinander gehen.
 
Ich denke, bei einer einvernehmlichen Sexbeziehung kann zwischen aktiv und passiv überhaupt nicht unterschieden werden. Selbst wenn sich ein Partner völlig passiv verhält, tut er das doch immer ganz bewusst, also aktiv und so gewollt. Und voller Genuss.

Etwas anderes wäre eine Lustlosigkeit oder Zwang, also ein "über sich ergehen lassen" oder ein "Erzwingen".

Was die sexuellen Wünsche der Partner betrifft hat wohl jeder sein spezielles Potential, das mit mehr oder weniger Kreativität verbunden ist. Da muss man sich halt zusammenfinden oder auseinander gehen.
Es war letztens ein interessanter Artikel in einer Zeitung von einer Sexpertin, die 5 Tipps parat hat, finde diese nicht mal so schlecht, trifft sicher auf viele, aber nicht auf alle zu, obwohl es eine Gratiszeitung ist...
 
Diese Einseitigkeit war unglaublich frustrierend und hat Selbstzweifel geschürt.
Das kenne ich auch! Und zwar aus meiner 2. Ehe (in 1. verwitwet, da war es anders). Wenn nur einer "immer will" und der andere maximal "immer zulässt", wobei das mitunter eben auch nicht immer, entsteht ein Ungleichgewicht der Attraktivität. Der, der nämlich "immer will", fühlt sich irgendwann unattraktiv als Sexualpartner und nicht bzw. nicht mehr begehrenswert. Wenn da selbst Hinterfragen nichts nützt und sich nichts ändert, nützen auch die Worte "Ich liebe Dich!" nichts, weil man das nicht nur hören, sondern auch fühlen will, da die Worte ansonsten unglaubhaft wirken.

Und das ist dann bei einer Dom/Sub-Beziehung gleich welcher Konstellation nicht anders. Es ist nicht primär wichtig, dass es ein genaues Gleichgewicht gibt, aber es sollten beide spüren können, dass der jeweils andere attraktiv und begehrenswert ist.
Ich kann als Dom jederzeit ein Spiel beginnen. Meine Sub kann aber natürlich auch aktiv werden, in dem sie zB besonders frech ist oder auch eine Gerte in den Mund nimmt und ansonsten nackt zu mir kommt. Das sind nur Beispiele, da gibt es mannigfaltige Möglichkeiten.
Und nur wenn der jeweils andere auch merkt, dass er noch begehrens- und liebenswert ist, hat eine Beziehung eine Chance.
Was man sich natürlich auch jederzeit ohne Session zeigen kann, in dem man aktiv auf den anderen zugeht und mal kurz kuschelt, streichelt oder ein Bussal aufdrückt.
 
Bei genauerer Betrachtung kommt mir in Wahrheit das Speiben, wenn aus so einem Verhalten etwas Positives gebastelt wird.
Bedürfnisbefriedigung? Doch nur, wenn's dem der nimmt auch grad in den Kram passt. Schwach.
Schwach finde ich, wenn jemand Wörter und Satzzeichen nicht richtig deuten kann.
Ich verurteile auch andere nicht, weil sie vielleicht ein Sexleben haben, wo mir das Gehirn einfrieren würde.
Leben und leben lassen....
 
Funktionierende Beziehungsformen gibt es wie Sand am Meer. Eine sexuell harmonische und ausgeglichene Verbindung basiert aber nicht zwangsläufig darauf, dass auch das sexuelle Engagement, erotische Aktivitäten, Aufforderungen, die Lust Neues einzubringen oder Unbekanntes auszuprobieren von beiden im gleichen Maße ausgeht oder vorhanden ist. Meist ist - bei klassischen Kontakten ganz genauso wie etwa im BDSM-Bereich - aber doch einer von beiden die etwas stärkere Triebfeder. Der eine, der die Lust in der Ausübung des Reizes und im Berühren findet, während der andere seine Lust auf eine eher hingebende Weise und im berührt werden auslebt. Als hingebungsvoll würde ich aber beide Positionen bezeichnen, sofern das Ganze stimmig ist und ineinandergreift ohne dass Defizite für einen der beiden entstehen. Ich versuche das bewusst losgelost von klassisch submissiven, oder dominanten Rollen zu sehen. Denn auch in solchen Konzepten kann der/die Sub immer noch die Rolle des "Bespielers" einnehmen, während der/die dominante Partner(in) mehr oder weniger passiv bleibt. Auch wenn die Waage hier eindeutig zu einer Seite ausschlägt können solche Verhältnisse dennoch für beide Seiten als sehr zufriedenstellend erfahren und auch angestrebt werden.

Wie habt ihr das bisher erlebt? Immer gleichmäßig und abgestimmt? Unverhältnismäßig? Fühlt ihr euch selbst eher als der Part, der sich handlungsaktiver einbringt, oder genießt ihr es lieber mit euch geschehen zu lassen? Dass viele jetzt antworten werden, dass das stimmungs- und partnerabhängig ist, ist mir klar. Nichts desto trotz glaube ich, dass ebenso viele hier klare Präferenzen haben und auch aufgrund ihrer bisherigen Erfahrungen gewisse Dinge fordern oder auch konsequent ablehnen.

Na man kann in einer Partnerschaft schon fordern...... ich wäre da eher fürs fördern hat mir die Erfahrung gezeigt , hat auf lange Sicht sicher weit mehr Erfolg .

Ich seh das etwas locker wurde auch schon genannt , wobei wenn ich etwas klar definiere und das auch so haben möchte sag ich das wo liegt das Problem ??
Das viele das anders sehen mag schon sein wobei mir auch vorige Beziehungen gezeigt haben das ich die reine Führungsrolle nicht mag warum ..... weil's öde wird auf Dauer ....
Sich mal verführen zu lassen oder gehen zu lassen hat auch seine Reize ,warum auch nicht ?
Der geliebte Alltag der auch schon so schön beschrieben wurde trägt allenfalls dazu bei sich schwieriger zurecht zu finden ..... Stress ist ein Lustkiller auf beiden Seiten ......die Frage die sich auf lange Frist stellt welche Resistenzen haben wir entwickelt .

Kann man immer Kompromisse finden in dem was beide möchten oder nicht .
Ich mag beide Seiten warum auch immer , in jeder Konstellation trägt man ein gewisses Maß an Verantwortung für den Partner mit .
 
Ich verurteile auch andere nicht, weil sie vielleicht ein Sexleben haben, wo mir das Gehirn einfrieren würde.
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Genau das ist es ja, wo mir alles im Hals stecken bleibt, wenn ich etwas von einer Dom/Sub Beziehung lese. Das erstreckt sich ja nicht nur auf das Sexleben.
Jetzt mal abgesehen davon, dass diese Art von Beziehung bei mir auf völliges Unverständnis trifft, letztens habe ich hier irgendwo gelesen, dass jemand seiner Frau befiehlt wann sie Unterwäsche tragen darf und wann nicht. Auch im Alltag.
Das halte ich nicht für gesund.
 
Genau das ist es ja, wo mir alles im Hals stecken bleibt, wenn ich etwas von einer Dom/Sub Beziehung lese. Das erstreckt sich ja nicht nur auf das Sexleben.
Jetzt mal abgesehen davon, dass diese Art von Beziehung bei mir auf völliges Unverständnis trifft, letztens habe ich hier irgendwo gelesen, dass jemand seiner Frau befiehlt wann sie Unterwäsche tragen darf und wann nicht. Auch im Alltag.
Das halte ich nicht für gesund.


Woher nimmst du dein geballtes Wissen? o_O:fies:

BDSM ist ja nun mal SEHR vielseitig...und sehr vielschichtig.
Da einfach zu pauschalisieren...von wegen, es würde sich ja nicht nur auf das Sexleben erstrecken...ist ziemlich kurzsichtig.

Es gibt genügend BDSM-Beziehungen, in denen es z.B. genau so IST - dass man im Alltag eine ganz normale Beziehung auf Augenhöhe hat, incl. gemeinsam getroffener Entscheidungen.

Und wenn beide es prickelnd finden, wenn er "vorgibt", was sie an Kleidung tragen sollte...
...dann ist es doch auch IHRE Entscheidung, sich darauf einzulassen? :schulterzuck:
Im Übrigen kenne ich genügend Vanilla-Paare, in denen SIE IHM sagt "Nee, SO gehst du mir nicht vor die Tür!" :hahaha:

Es bleibt dir natürlich unbelassen, es "ungesund" zu finden...
...aber so lange beide ihre Beziehung einvernehmlich gestalten, sehe ich darin nichts dergleichen. :schulterzuck:
 
Genau das ist es ja, wo mir alles im Hals stecken bleibt, wenn ich etwas von einer Dom/Sub Beziehung lese. Das erstreckt sich ja nicht nur auf das Sexleben.
Jetzt mal abgesehen davon, dass diese Art von Beziehung bei mir auf völliges Unverständnis trifft, letztens habe ich hier irgendwo gelesen, dass jemand seiner Frau befiehlt wann sie Unterwäsche tragen darf und wann nicht. Auch im Alltag.
Das halte ich nicht für gesund.
Frage einfach mal diese devoten Mitbürger was sie davon halten....
Es ist doch so, auch wenn die Dominanz herrscht, ist der dominante Teil der, der dem devoten Teil seine Begierden zukommen lässt.
In den wenigsten Fällen muss der devote Teil etwas machen das ihm nachhaltig schadet.... denn ob es jetzt geglaubt wird oder auch nicht, dieses Verhalten mit samt seinen, manchmal für aussenstehende abartig klingenden Praktiken ist erwünscht, und wird sogar gefordert.
Wer denkt das eine BDSM Beziehung nur lebt das einer befiehlt, und der andere etwas vor Angst macht, sollte sich dringendst informieren....oder einfach darüber hinweg sehen.
 
Das erstreckt sich ja nicht nur auf das Sexleben.
in den meisten fällen schon.

freilich, es gibt durchaus durchwachsene 24/7 D/s beziehungen ... aber das ist eher rar , und ganz und gar nicht der normalfall (fängt schon allein damit an, dass die meisten psychisch nicht in der lage sind, es 24/7 zu machen).

eines der mit abstand wichtigsten begriffe einer D/s beziehung ist sogenanntes aftercare (das heisst, nach dem "spiel", nimmt man sich die zeit, sich wieder in ein gleichgewicht zu bringen, sich gegenseitig zu zeigen, dass man sich tatsächlich liebt, sich gegenseitig hilft/beschützt, etc).
das entfällt in einer 24/7 D/s beziehung grösstenteils ... drum ist 24/7 sicher nix für die masse (und wird auch von den meisten eben ned so praktiziert).
 
Genau das ist es ja, wo mir alles im Hals stecken bleibt, wenn ich etwas von einer Dom/Sub Beziehung lese. Das erstreckt sich ja nicht nur auf das Sexleben.
Jetzt mal abgesehen davon, dass diese Art von Beziehung bei mir auf völliges Unverständnis trifft, letztens habe ich hier irgendwo gelesen, dass jemand seiner Frau befiehlt wann sie Unterwäsche tragen darf und wann nicht. Auch im Alltag.
Das halte ich nicht für gesund.

Da wir - so meine ich - ausschließlich von sexuellen Kontakten im Einvernehmen sprechen und nicht von erzwungenen, uns also im Zusammenspiel sexuell und (hoffentlich) geistig mündiger Menschen befinden ein Beispiel:

Ich liebe Kirschen und könnte sie zu jeder Saison, zu jeder Tages- und Nachtzeit essen. Wenn mir mein Partner, der darum weiß also welche mitbringt und sie mir mit einem Augenzwinkern und den Worten aushändigt: "Die solltest du jetzt gleich essen", dann wird wohl keiner darin eine Bevormundung oder Nötigung sehen. Die Wahl sie zu essen liegt außerdem nach wie vor in jedem Fall bei mir. Möchte ich sie z.B. nicht essen, weil ich mich etwa gerade unwohl fühle und mein Partner besteht trotzdem darauf, riskiert er damit, dass ich die Beziehungsbühne generell verlasse. Das wird er außerdem nur tun, wenn ihm das und wie ich mich fühle egal ist - und dann ist es ohnehin besser so. Das hat dann aber nichts mit BDSM zu tun sondern damit, dass er ein Trottel ist.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Frage einfach mal diese devoten Mitbürger was sie davon halten....
Es ist doch so, auch wenn die Dominanz herrscht, ist der dominante Teil der, der dem devoten Teil seine Begierden zukommen lässt.
In den wenigsten Fällen muss der devote Teil etwas machen das ihm nachhaltig schadet.... denn ob es jetzt geglaubt wird oder auch nicht, dieses Verhalten mit samt seinen, manchmal für aussenstehende abartig klingenden Praktiken ist erwünscht, und wird sogar gefordert.
Wer denkt das eine BDSM Beziehung nur lebt das einer befiehlt, und der andere etwas vor Angst macht, sollte sich dringendst informieren....oder einfach darüber hinweg sehen.


Hinzu kommt ja auch noch DER Aspekt, dass ein Dom immer nur die Macht hat, die Sub ihm zu geben bereit ist.
Nicht umsonst sollte ein guter Dom auch Tabus respektieren und Safewords akzeptieren.
Aber wer sich mit der Materie nicht auskennt, hat häufig eben völlig falsche Vorstellungen.
 
Wir leben sicher keine klassische Dom/Sub (Sex)Beziehung, aber genau solche "Anweisungen" wie "trag heute keine Unterwäsche" oder im umgekehrten "zieh dir bitte das Hemd/Hose an" und das ja nur weil ich das will und dich damit geil finde.. Was ist daran schlimm oder wo werde ich da, als Frau in eine minderwertige Position oder Ecke gedrängt?

Ich lasse es zu, weil ich es gut finde.
So auch beim Sex.. Manche empfinden es als durchaus angenehm, sich führen zu lassen ohne ihre eigene Integrität oder Stellung in einer Beziehung zu verlieren oder sich überheblich zu verhalten..

So ein Gedanke wäre mir noch nie in den Sinn gekommen.. Emanzipation in allen Ehren aber da mach ich mir eher bei Gleichsetzung der Gehälter im selben Beruf Gedanken und nicht über einvernehmliche Bett Geschichten - es steckt nicht überall ein #metoo drinnen..
 
und du unterstellst der frau, so dämlich zu sein, sich das vorschreiben zu lassen, wenn es ihr eh keinen spass macht bzw. ihr schaden zufügt ?

und jetzt willst du dieser frau auch noch vorschreiben, was für sie g'sund is und was nicht ? :wacky:

Ich schreibe niemandem etwas vor.
Ich schreibe, ICH HALTE das nicht für gesund. Fertig. Das ist mein Empfinden.

Aber es ist durchaus interessant zu sehen, wie eure Wogen hochgehen, nur weil man mal etwas kritischer eine solche Beziehung hinterfragt.
 
Ich schreibe niemandem etwas vor.
Ich schreibe, ICH HALTE das nicht für gesund. Fertig. Das ist mein Empfinden.

Aber es ist durchaus interessant zu sehen, wie eure Wogen hochgehen, nur weil man mal etwas kritischer eine solche Beziehung hinterfragt.

Es ist schon noch ein Unterschied...ob jemand etwas kritisch hinterfragt...

...oder ob jemand (anscheinend) so gar keine Ahnung hat und mit Pauschalisierung anderen auf die Füße tritt. :fies:

Wer regt sich denn z.B. auf, wenn jemand behauptet, junge Frauen hätten keine Erfahrung? ;)
 
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