Aktiv/Passiv

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Die Initiativen zum Ausgehen, Wandern oder Reisen gehen sowohl bei meiner Frau als auch bei meiner Freundin meist nicht von mir sondern von ihnen aus. Hingegen der Aufbruch zum Sex kommt meistens von mir.
 
Ich habe hier Passivität auch nicht als Gleichgültigkeit aufgefasst und so auch nicht gemeint. Auch finde ich, dass Passivität im Bett, so paradox es vielleicht klingt, doch zumindest jemandem, der gerne aktiv ist, sehr viel Initiative und Motivation ist.
 
Nein, weil es um mehr geht, als schlichtes "ich nehme mir was ich will und dir taugt das" - es is ein friss oder stirb. Was, wenn sich etwas verändert beim "freiwillig" Gebenden?
du fragst gerade "was wenn submissiv nicht mehr submissiv ist" ...

vielleicht sogar ne interessante frage, aber praktische anwendung findet das kaum.

abgesehen davon ... wo steht geschrieben, dass der dominante part in dem aussergewöhnlichen fall dann auf seine dominanz beharrt?

ich fand' den satz an sich auch schwach (weil deutlich mehr dahinter steckt, als nur nehmen), aber der einwand, den du bringst, ist bei einer D/s beziehung relativ unbedeutend ;)
 
Ich habe hier Passivität auch nicht als Gleichgültigkeit aufgefasst und so auch nicht gemeint. Auch finde ich, dass Passivität im Bett, so paradox es vielleicht klingt, doch zumindest jemandem, der gerne aktiv ist, sehr viel Initiative und Motivation ist.
Solange Du im Sexualvehalten aktiv bist, und das Bedürfnis in Dir trägst es auszuleben, und sich gerne in der Leidenschaft fallen lässt. .. Na dann bist Du eh aktiv, im passiven Part.
Ist doch geil, für den Aktiven Part.
Und ob die Beziehung vernachlässigt wird, und Einer will und der Andere nicht, das steht ,glaube ich, hier nicht zur Debatte.
Du machst doch nicht Sex, nur dem Anderen zu liebe. Denk i Mal.
 
Auch wenn die Waage hier eindeutig zu einer Seite ausschlägt
diese beschreibung trifft auf dieses bdsm verhalten doch eigentlich gar nicht zu.
gerade eben weil die zwei parts miteinander harmonieren, ist es eben ein gleichgewicht, bei dem eben beide (so gesehen) aktiv ihre rolle spielen.
und genau da kann auch das "oberflächliche" der aktivität, durchaus beidseitig sein.
zB wäre doch eine sub, die sich bewusst daneben benimmt, um die darauf folgende bestrafung zu erhalten, so gesehen sogar sehr aktiv? ;)
 
Ach ja, und wichtig ist es , wenn man sich fallen lässt, daß es nicht nach endlichen 8 Minuten vorbei ist. :fies::p
 
Das Prinzip von Yin und Yang passt da doch ganz gut - beide ergänzen sich zu einem Ganzen.

Was ich meine...und was ich als Negativ-Beispiel anfangs erwähnte, jedoch mittlerweile auch aus anderen Antworten herausgelesen habe:
Es geht auf Dauer nicht gut, wenn der eine Part kein Interesse zeigt - von sich aus.
Wenn die Initiative immer nur von der anderen Seite kommen MUSS. Weil sonst gar nichts mehr passieren würde.

Im Idealfall ist auf BEIDEN Seiten die Lust aufeinander vorhanden - mal völlig davon abgesehen, ob man diese nun lieber passiv oder aktiv ausleben möchte.

Doch selbst in einer BDSM-affinen Beziehung ist die Sub ja nicht per se immer zur Passivität "gezwungen".
Sicher...das hat durchaus auch seinen Reiz - ohne Frage.
Doch ebenso kann ich es genießen, wenn die submissive Partnerin ihren Wunsch nach dem Ausleben ihrer Sexualität initiativ zum Ausdruck bringt - z.B. in dem sie anfängt, mich von sich aus, unaufgefordert, zu verwöhnen.
Käme die Initiative hingegen IMMER nur von meiner Seite, hätte es nach einer Weile den schalen Geschmack des "einforderns".

So hingegen...ergänzt man sich.

Sei es nun beim Sex...oder auch 'nur' im Austausch von Nähe und Zärtlichkeit.

Und eben DAS hat mir in meiner letzten Beziehung gefehlt.
 
du fragst gerade "was wenn submissiv nicht mehr submissiv ist" ...

vielleicht sogar ne interessante frage, aber praktische anwendung findet das kaum.

abgesehen davon ... wo steht geschrieben, dass der dominante part in dem aussergewöhnlichen fall dann auf seine dominanz beharrt?

ich fand' den satz an sich auch schwach (weil deutlich mehr dahinter steckt, als nur nehmen), aber der einwand, den du bringst, ist bei einer D/s beziehung relativ unbedeutend ;)

"Ich gebe indem ich mir nehme" sagt halt mMn sehr viel aus...es vermittelt Überheblichkeit.
Ich kenn mich mit Dom/Sub Beziehungen nicht wirklich aus, aber mich krampft so ein Satz. Die Frage, die sich mir da zwangsläufig aufdrängt - was, wenn man sich das nicht gefallen lässt? Wenn man Achtsamkeit vermisst? Wenn es einem nix gibt, dass der andere grad "nimmt" und glaubt damit zu geben? Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das alles sein kann.
 
Ich kann durchaus verstehen und nachvollziehen, dass der Ausspruch
Ich z.B. „Gebe“, in dem ich mir „Nehme“
nicht unbedingt auf Verständnis oder Wohlwollen stößt.
Und wenn ich sage, dass dies für mich nur auf den ersten Blick „egoistisch“ wirkt, dann meine ich es genau so.

Natürlich lässt der Satz objektiv viel von dem vermissen was eine D/s-Beziehung ausmacht, dennoch (um genau bei diesem Satz zu bleiben) beinhaltet er meiner Meinung nach mehr als man vielleicht auf Anhieb denkt.

Er bedeutet nicht nehmen unter allen Umständen und ohne Rücksicht auf das Gegenüber. Man lernt einander kennen und zu lesen und weiß durchaus wann es angebracht ist zu nehmen oder nicht.

Es gehört Fingespitzengefühl dazu und auch viel Achtsamkeit. Man muss den Partner kennen und wissen wie es ihm geht, seine Tagesverfassung berücksichtigen, seine aktuelle emotionale Verfassung und Belastbarkeit einschätzen können, den Grad der Lust etc... genommen wird doch nicht ohne dies und noch viel mehr vorher gut abzuwägen.

Es bedarf auch viel den anderen erst einmal dazu zu bringen geben zu wollen, denn das ist nichts was von heute auf morgen passiert sondern dazu müssen beide durchaus intensiv an der Beziehung zueinander arbeiten. Gegenseitig den Kopf, das Herz und den Körper berühren, damit diese Lust und das Bedürfnis derart geweckt und laufend aufrecht erhalten wird. Da stecken von beiden Seiten sehr viele Emotionen drinnen.
Also ist es doch viel mehr (zumindest für mich) als der Anschein erwecken mag.


(Ich spreche hier von einer aufrechten und funktionierenden D/s-Beziehung, wie sie unter Umständen gelebt werden kann, wenn dies den Wünschen beider entspricht. Ist natürlich nur meine persönliche Meinung.)

Sorry... wollte jetzt auch nicht weiter ins off topic gehen.
 
diese beschreibung trifft auf dieses bdsm verhalten doch eigentlich gar nicht zu.
gerade eben weil die zwei parts miteinander harmonieren, ist es eben ein gleichgewicht, bei dem eben beide (so gesehen) aktiv ihre rolle spielen.
und genau da kann auch das "oberflächliche" der aktivität, durchaus beidseitig sein.
zB wäre doch eine sub, die sich bewusst daneben benimmt, um die darauf folgende bestrafung zu erhalten, so gesehen sogar sehr aktiv? ;)

...Ich versuche das bewusst losgelost von klassisch submissiven, oder dominanten Rollen zu sehen. Denn auch in solchen Konzepten kann der/die Sub immer noch die Rolle des "Bespielers" einnehmen, während der/die dominante Partner(in) mehr oder weniger passiv bleibt.

Das hatte ich versucht auszudrücken, offenbar ist es mir aber nicht so ganz gelungen. Meiner Meinung nach kann (egal aufgrund welcher konkreten Aktivitäten, das sollte nur ein Beispiel sein) ganz selbstverständlich auch der devote Part der aktive(re) sein. Mit der Loslösung meinte ich, dass jede Konstellation in dem Zusammenhang für mich denkbar ist - und damit auch der Ausschlag der Waage in jeder Form - wobei ich wiederum den Ausschlag nicht mit Disharmonie gleichsetze.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Wenn man Achtsamkeit vermisst?
ich bild' mir ein, dir das schon mal in nem anderen bdsm thread aufgezeigt zu haben, kann mich aber täuschen :

ein dom, der seine sub so führt, dass es ihr gefällt, wendet gerade sehr viel achtsamkeit an ;)

du versuchst die emotionen einer veranlagung zu verstehen, die du nicht hast, und bildest dir dann anhand deines (miss)verständnisses darüber, ein urteil über den respekt zwischen diesen zwei personen ...

über·heb·lich
/überhéblich/
Adjektiv
  1. sich selbst überschätzend, in anmaßender Weise auf andere herabsehend
 
Und das ist der Punkt, warum man nicht alles als Schwachsinn hinstellen sollte...

Schwachsinn nicht, aber wo hat der andere mit seinen Bedürfnissen Platz, wenn einer vermittelt zu nehmen gibt genug?

ich bild' mir ein, dir das schon mal in nem anderen bdsm thread aufgezeigt zu haben, kann mich aber täuschen :

ein dom, der seine sub so führt, dass es ihr gefällt, wendet gerade sehr viel achtsamkeit an ;)

du versuchst die emotionen einer veranlagung zu verstehen, die du nicht hast, und bildest dir dann anhand deines (miss)verständnisses darüber, ein urteil über den respekt zwischen diesen zwei personen ...

über·heb·lich
/überhéblich/
Adjektiv
  1. sich selbst überschätzend, in anmaßender Weise auf andere herabsehend

Schau, mir kanns eh wurscht sein.
Das was ich zu sagen hätte passt nicht hierher.
 
aber wo hat der andere mit seinen Bedürfnissen Platz, wenn einer vermittelt zu nehmen gibt genug?
Das was ich zu sagen hätte passt nicht hierher.
Ja. Sexuell. Aber ausschließlich so?
:roll:
Ich kenn mich mit Dom/Sub Beziehungen nicht wirklich aus

ist es echt so wahnsinnig schwer für dich einzusehen, dass es daran eben scheitert (dass du Dom/Sub nicht verstehst) ?
 
ist es echt so wahnsinnig schwer für dich einzusehen, dass es daran eben scheitert (dass du Dom/Sub nicht verstehst) ?

Du musst ja nicht antworten. ;)
Ich bin hier in einem Forum - offene Kommunikation ist schön und wenn ich etwas nicht verstehe frage ich nach. Ich muss es nicht leben um kapieren zu wollen was daran faszinierend ist.
Die Aussage auf Seite 1 hat mich gestört, deshalb hab ich darauf reagiert - weil das für mich gedanklich auf "mehr" überschwappt.
 
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