Welches Vertrauen in einer Beziehung?

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Vertrauen ist eine persönliche Leistung, die im Voraus erbracht wird. ..........
Das entsteht nicht. Dazu ist man bereit oder eben nicht. Das wird als eine Art Mitgift in die Beziehung eingebracht. Eine Beziehung ohne ein Mindestmaß an Vertrauen ist gar nicht möglich. Aber natürlich kann es wachsen, sich entwickeln. ..........
Ich habe in gewisses Maß an Selbstvertrauen, Fähigkeit zur Hoffnung - und ohne das Gefühl der Liebe würde ich nie und nimmer einer Frau näher kommen, bzw an eine Beziehung denken. Liebe macht nicht blind. Im Gegenteil. Sie macht sehend.

Weise gesprochen! :daumen:
 
... waren die letzten Worte welche Gretel von Hänsel hörte als die Hexe den Käfig öffnete. :)

Nur weil einige wenige dieses Grundvertrauen verletzen könnten oder auch verletzen, sollte ich es nicht haben? Nein, dieser Preis wär zu hoch für mich....

Und Grundvertrauen hat aber auch gar nichts mit Naivität zu tun.

@ Cernunnos: :daumen: wundervoller Beitrag!!!! (es ist schön, zu lesen und zu spüren, dass Licht in deine Melancholie gekommen ist....:))
 
4) Wie "überprüft" Ihr denn die Vertrauenswürdigkeit des potentiellen Partners? Bauchgefühl liegt sehr häufig falsch und es ist leicht zu täuschen ( Liebe macht blind ) - polizeiliches Führungszeugnis? bei der Ex erkundigen?

Was ist denn das für ein Vertrauen, das überprüft werden muss?:hmm:


Nö, glaub ich nicht, dass er tut. Die haben bekanntlich KURZE Beine. :mrgreen:

Wir sollten jetzt nicht auf den kleineren herumhacken. Wir solltens eher hegen und pflegen.
 
Und Grundvertrauen hat aber auch gar nichts mit Naivität zu tun.[/SIZE]

Eh ned ... :oops: Wollt halt auch meinen Senf los werden ... :)

Icfh für meinen Teil seh's auch ähnlich. Nur das ich mich bemühe anderen zwar Vorurteilsfrei aber aber nicht mit einer gewissen Aufmerksamkeit zu begegnen. Reines Vertrauen kann - ich sag's mal drastisch - bei mir z.B. beruflich in einer finsteren Seitengasse mit einem Messer im Hals enden ... :shock:
 
Kenn ma doch eh alle ... :) Und trotzdem - jedes bittere Ende trägt bereits den Samen für's nächste "schön wird's" in sich.

Mah, jetzt bin i glei selber gerührt über solch schönen Worte ... :mrgreen:


Jetzt kann ich es mir schon wieder nicht verkneifen...:daumen:
 
Hallo Leude!

Hätt eine wichtige Frage zu- Vertrauen.

Ich war mal mit meiner freundin unterwegs(was sehr selten vorkommt, wir sehen uns meist nur zuhause),
und folgendes passierte: wir waren im Krankenhaus und ich war einfach freundlich zu den Schwestern, so wie es sich gehört. Und Sie zuckt ur aus, meint dass ich flirte mit denen, ja sogar dass ich ein geheimes Verhälntnis mit der Bettnachbarin habe.

Was meint ihr: Ist sowas zu misstrauisch??

Ich frage deshalb weil ich die gesamte Beziehung in Frage stelle.

P.S. Ich habe sämtliche "Aussenmissionen" mit ihr seither eingestellt, weil ich einfach denke dass sie jedes mal auszucken wird , wenn irgendwo a fesches Haserl vorbeiläuft.
 
...
1) Von welchem Vertrauen reden wir? Dass der Partner nicht stiehlt? Dass er unser Fernsehgerät nicht davon trägt? Dass er sich bei den Eltern / Freunden zu benehmen weiss? Dass er nicht fremdgeht? Dass er die Wahrheit sagt?
Nein, sondern daß er Dich liebt so wie Du ihn, daß Du der wichtigste Mensch im Universum bist für ihn, so wie er für Dich - und daß er zu Dir steht, egal was da noch kommt. Daß es nichts gibt, worüber Du nicht mit ihm reden könntest, daß er Dir glaubt was Du sagst, auch wenn alles aufs Gegenteil hindeutet, weil er in Dein Inneres sieht und weis, Du würdest ihn nie anlügen. Kurz, daß er Dich auch dann nicht im Stick läßt, wenn sich alle anderen schon längst davongestohlen haben.
2) Wie und ab wann entsteht denn dieses " Vertrauen"? Ist denn nicht bereits eine gewisse Zeit einer Beziehung erforderlich um dieses Vertrauen überhaupt entwickeln zu können?
Manchmal ja, manchmal nein, manchmal entsteht es niemals und machmal wird es entäuscht. Aber ich glaube, daß wer grundsätzlich immer mißträuisch ist, sich selbst die Möglichkeit zum Vertrauen vorenthält. Und wer nicht vertrauen kann, kann meist auch nicht mit dem Vertrauen des anderen richtig umgehen.
Ich meine, es ist eine Grundvoraussetzung, ein Bonus, etwas, das von Anfang an da ist, sich mit der Zeit immer mehr festigt und hoffentlich niemals enttäuscht wird.
3) Warum möchte man denn eigentlich " vertrauen " können ( dem anderen )
Weil alles andere ein furchtbares Lebensgefühl sein muß.
4) Wie "überprüft" Ihr denn die Vertrauenswürdigkeit des potentiellen Partners? Bauchgefühl liegt sehr häufig falsch und es ist leicht zu täuschen ( Liebe macht blind ) - polizeiliches Führungszeugnis? bei der Ex erkundigen?
So blöd das vielleicht klingt - aber Vertrauen braucht eben Vertrauen und nicht Kontrolle.
 
.... Warum es mir nichts ausmacht, wenn mein Mann mich belügen würde oder belügt? Weil ich zum Einen mir und meinen Gefühlen sehr stark vertraue und zum anderen, weil ich ihm vertraue, dass er nichts mit böswilliger oder bösartiger, respektloser Absicht macht....
... es geht mich zwar nichts an .... aber kann es sein, daß das ein wenig eine Schutzbehauptung ist, um das eigene Handeln einigermaßen zu rechtfertigen?
 
Nein, sondern daß er Dich liebt so wie Du ihn, daß Du der wichtigste Mensch im Universum bist für ihn, so wie er für Dich - und daß er zu Dir steht, egal was da noch kommt. Daß es nichts gibt, worüber Du nicht mit ihm reden könntest, daß er Dir glaubt was Du sagst, auch wenn alles aufs Gegenteil hindeutet, weil er in Dein Inneres sieht und weis, Du würdest ihn nie anlügen. Kurz, daß er Dich auch dann nicht im Stick läßt, wenn sich alle anderen schon längst davongestohlen haben.

Das ist mE. die romantische Vorstellung aus Pretty Woman, die interessanterweise auch beim anderen Part zum fersten Vorsatz wird, bis die ersten Relativierungsfaktoren auftreten.

Der wichtigste Mensch im Universum? Was dann tun mit eventuell vorhandenen Kindern und der geliebten, pflegebedürftigen Mutter?
Das er Dir glaubt was Du sagst auch wenn alles auf das Gegenteil hindeutet? " Schatz das ist nur die Putzfrau, die unter mir das Bettlaken wechseln wollte ohne mich dabei zu wecken " wenn Du ihn mit einer anderen in Flagranti im Bett erwischt?

Manchmal ja, manchmal nein, manchmal entsteht es niemals und machmal wird es entäuscht. Aber ich glaube, daß wer grundsätzlich immer mißträuisch ist, sich selbst die Möglichkeit zum Vertrauen vorenthält. Und wer nicht vertrauen kann, kann meist auch nicht mit dem Vertrauen des anderen richtig umgehen.
Ich meine, es ist eine Grundvoraussetzung, ein Bonus, etwas, das von Anfang an da ist, sich mit der Zeit immer mehr festigt und hoffentlich niemals enttäuscht wird.

Vertrauen, das hoffentlich nie enttäuscht wird? Tritt da aber nicht die andere Pretty-Woman Vorstellung in Kraft, dass Liebe verzeiht? Wie verträgt sich das dann?

Weil alles andere ein furchtbares Lebensgefühl sein muß.

Hmmm - ich mache mir gar keine Gedanken darüber, dass ich jemandem vertrauen sollte, müsste oder würde andererseits ist aber einer meiner wichtigsten Grundwerte, dass ich Vertrauen unter allen Umständen rechtfertigen muss - mal drüber nachdenken...
 
Kenn ma doch eh alle ... :) Und trotzdem - jedes bittere Ende trägt bereits den Samen für's nächste "schön wird's" in sich.

Mah, jetzt bin i glei selber gerührt über solch schönen Worte ... :mrgreen:

Der Taxler am Weg zum Dao! Super.
Jedem Ende wohnt ein Anfang inne....
Aber das mit dem Samen nehmen wir nun nicht zu wörtlich... haben wir uns doch an anderer Stelle darauf geeinigt, dass Beziehungsende und Beziehungsanfang ordentlich getrennt gehörten...

Pssst ... ganz im Vertrauen ... täten uns ja eh abgehen deine Daumen :)

Ja. Schdimmd.
Ich bin auch gegen die Daumenkastrationstendenzen die hier neuerdings um sich greifen... 8-)
Wobei, ich vermeid sie ja. Die ausgestreckten Daumen. Erstens gibt es einige Länder, da bedeuten sie ziemlich sehr Unanständiges und daneben sind sie mir einfach zu nordamerikanisch... .
 
Das ist mE. die romantische Vorstellung aus Pretty Woman, die interessanterweise auch beim anderen Part zum fersten Vorsatz wird, bis die ersten Relativierungsfaktoren auftreten.
Das mag bei Dir so sein, ich hab es eben anders erlebt und gelebt. Und würde es niemals anders wollen.
Der wichtigste Mensch im Universum? Was dann tun mit eventuell vorhandenen Kindern und der geliebten, pflegebedürftigen Mutter?
:hmm: Kinder hab ich nicht und meine Mutter ist gsd nicht pflegebedürftig, aber ich denke, daß kann man so auch nicht vergleichen. Davon abgesehen, würde der für mich wichtigste Mensch im Universum mich niemals vor eine "Wahl" stellen, schon gar nicht vor eine solche. Und ich niemals ihn.
Das er Dir glaubt was Du sagst auch wenn alles auf das Gegenteil hindeutet? " Schatz das ist nur die Putzfrau, die unter mir das Bettlaken wechseln wollte ohne mich dabei zu wecken " wenn Du ihn mit einer anderen in Flagranti im Bett erwischt?
Den anderen in Flagranti zu erwischen ist ebenfalls was anderes - und es ist wahrscheinlich der Moment, in dem das Vertrauen gebrochen wurde.
Vertrauen, das hoffentlich nie enttäuscht wird? Tritt da aber nicht die andere Pretty-Woman Vorstellung in Kraft, dass Liebe verzeiht? Wie verträgt sich das dann?
Liebe verzeiht auch, und das muß sie auch können, weil sonst hätte sie keine Chance mehr, wenn das Vertrauen einmal enttäuscht wurde.
Und das ist keine "Pretty-Woman" Vorstellung sondern ebenfalls Realität - für mich zumindest.
Hmmm - ich mache mir gar keine Gedanken darüber, dass ich jemandem vertrauen sollte, müsste oder würde andererseits ist aber einer meiner wichtigsten Grundwerte, dass ich Vertrauen unter allen Umständen rechtfertigen muss - mal drüber nachdenken...
Inwiefern rechtfertigen? Ich finde es gehört einfach zum sich auf jemanden einlassen dazu.
 
Hab genau dieses Thema derzeit mit meiner Freundin.
Sind seit etwas mehr als 1 Jahr zusammen und ich muss sagen die Frau ist genial. Allerdings gibts natürlich auch unstimmigkeiten, nicht nur deswegen weil sie Asiatin ist. (ESL-Lehrerin nicht im horizontalen Gewerbe)
Von Anfang an hab ich ihr vertraut, zwar schon mit einem "gewissen" Polster, aber doch ziemlich. Bsp. Zur Uni gegangen und sie derweil 5h in meinem Zimmer mit Lappy, 400€ etc ... alleine gelassen. Und sie ist nicht abgehauen. Hab ihr, nachdem wir 3/4 Jahr zusammen waren auch mal meine EC Karte gegeben und / oder Kreditkarte um Behebungen zu machen, weil ich nicht konnte und sie hat es NIE ausgenützt.
Auch was fremdgehen oder ähnliches betrifft, hat sie nie gelogen. Wenn was passiert ist, was mich auf die Palme gebracht hat (Typ sie angegrabscht, wollte Kuss stehlen etc...) hat sie's mir gesagt und wir haben's gemeinsam geregelt.

Das einzige "Manko" ist, dass sie ab und zu sehr dreist flunkert ...

Bsp: Sie arbeitet dzt. in China, ich in Österreich und letztes Mal ist sie mit einem "Kollegen" in Urlaub gefahren. De facto war's Ihre schwester, was ich aber nur nach extremem nachhacken erfahren hab. sowas halt.

Prinzipiell erzählen wir uns alles, also auch wenn wir mal nen "Traumtypen" ne "Traumfrau" finden (optisch). Ist aber kein Problem, so ist das Leben und wir sind beide Erwachsen genug das (er-)tragen zu können.

Prinzipiell gilt: Wir erzählen uns alles Relevante, bestehlen uns nicht und betrügen uns nicht.

DAS ist für mich Vertrauen ...
 
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