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mich darüber wundern, daß es immer noch Leute gibt, die Hitlerwitze im Forum posten 😞
Interessanter Einwurf.
Vor ein paar Jahren habe ich mit einem Vertreter der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland exakt über dieses Thema gesprochen und seine Argumente haben mich - nicht zuletzt in Anbetracht des leider Gottes wieder zunehmenden Antisemitismus - sehr überrascht.
Er sagte sinngemäß die wenigsten Juden hätten ein Problem damit das Hitler als Person in zunehmendem Maß satirisch und karikaturistisch dargestellt wird und das alles, was zur Verarbeitung und Aufklärung dient und dem Vergessen entgegenwirkt sehr wohlwollend zur Kenntnis genommen wird.
Diese Aussage hat mich doch sehr überrascht, steht aber auch in einem Kontext zu einem Erlebnis, das ich selbst einmal hatte.

Während meiner Zeit als Volontär habe ich mal zwischen zwei Terminen in einem Straßencafe die Zeit totgeschlagen Am Nachbartisch saß ein älterer Herr, damals schätzungsweise um die 80. Auf seinem Unterarm prangte - auch nach all den Jahren noch immer deutlich sichtbar - eine verräterische Tätowierung. Auch wenn ich es nicht wollte muss ich ihn wohl ziemlich auffällig angestarrt haben. Irgendwann stand er auf, fragte mich höflich ob er sich zu mir setzen dürfte und begann aus seinem Leben zu erzählen. Ich erfuhr das er Jude war, während des Holocaust fast seine komplette Familie verloren hatte und selbst nur knapp mit dem Leben davon gekommen war. Am Ende legte er mir in Anbetracht meiner offensichtlichen Betroffenheit in beinahe schon väterlicher Manier eine Hand auf die Schulter und sagte: "Verziehen habe ich schon lange. Vergessen aber werde ich niemals können. Mein Junge, deine Generation trägt keine Schuld an dem, was damals passiert ist. Sehr wohl aber steht sie in der Verantwortung aus der Vergangenheit zu lernen. Versprich mir das du das niemals vergessen wirst." Diese Worte werde ich bis an mein Lebensende im Ohr haben.
 
Interessanter Einwurf.
Vor ein paar Jahren habe ich mit einem Vertreter der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland exakt über dieses Thema gesprochen und seine Argumente haben mich - nicht zuletzt in Anbetracht des leider Gottes wieder zunehmenden Antisemitismus - sehr überrascht.
Er sagte sinngemäß die wenigsten Juden hätten ein Problem damit das Hitler als Person in zunehmendem Maß satirisch und karikaturistisch dargestellt wird und das alles, was zur Verarbeitung und Aufklärung dient und dem Vergessen entgegenwirkt sehr wohlwollend zur Kenntnis genommen wird.
Diese Aussage hat mich doch sehr überrascht, steht aber auch in einem Kontext zu einem Erlebnis, das ich selbst einmal hatte.

Während meiner Zeit als Volontär habe ich mal zwischen zwei Terminen in einem Straßencafe die Zeit totgeschlagen Am Nachbartisch saß ein älterer Herr, damals schätzungsweise um die 80. Auf seinem Unterarm prangte - auch nach all den Jahren noch immer deutlich sichtbar - eine verräterische Tätowierung. Auch wenn ich es nicht wollte muss ich ihn wohl ziemlich auffällig angestarrt haben. Irgendwann stand er auf, fragte mich höflich ob er sich zu mir setzen dürfte und begann aus seinem Leben zu erzählen. Ich erfuhr das er Jude war, während des Holocaust fast seine komplette Familie verloren hatte und selbst nur knapp mit dem Leben davon gekommen war. Am Ende legte er mir in Anbetracht meiner offensichtlichen Betroffenheit in beinahe schon väterlicher Manier eine Hand auf die Schulter und sagte: "Verziehen habe ich schon lange. Vergessen aber werde ich niemals können. Mein Junge, deine Generation trägt keine Schuld an dem, was damals passiert ist. Sehr wohl aber steht sie in der Verantwortung aus der Vergangenheit zu lernen. Versprich mir das du das niemals vergessen wirst." Diese Worte werde ich bis an mein Lebensende im Ohr haben.

" Sehr wohl aber steht sie in der Verantwortung aus der Vergangenheit zu lernen " - denselben Satz hat mir ein alter Mann in Jerusalem gesagt, mit dem wir uns lange in einem Cafe unterhalten haben. und er hat vollkommen recht! umso bitterer, daß es mehr und mehr Antisemitismus und Rechtsextremismus gibt, statt weniger :-(
 
Interessanter Einwurf.
Vor ein paar Jahren habe ich mit einem Vertreter der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland exakt über dieses Thema gesprochen und seine Argumente haben mich - nicht zuletzt in Anbetracht des leider Gottes wieder zunehmenden Antisemitismus - sehr überrascht.
Er sagte sinngemäß die wenigsten Juden hätten ein Problem damit das Hitler als Person in zunehmendem Maß satirisch und karikaturistisch dargestellt wird und das alles, was zur Verarbeitung und Aufklärung dient und dem Vergessen entgegenwirkt sehr wohlwollend zur Kenntnis genommen wird.
Diese Aussage hat mich doch sehr überrascht, steht aber auch in einem Kontext zu einem Erlebnis, das ich selbst einmal hatte.

Während meiner Zeit als Volontär habe ich mal zwischen zwei Terminen in einem Straßencafe die Zeit totgeschlagen Am Nachbartisch saß ein älterer Herr, damals schätzungsweise um die 80. Auf seinem Unterarm prangte - auch nach all den Jahren noch immer deutlich sichtbar - eine verräterische Tätowierung. Auch wenn ich es nicht wollte muss ich ihn wohl ziemlich auffällig angestarrt haben. Irgendwann stand er auf, fragte mich höflich ob er sich zu mir setzen dürfte und begann aus seinem Leben zu erzählen. Ich erfuhr das er Jude war, während des Holocaust fast seine komplette Familie verloren hatte und selbst nur knapp mit dem Leben davon gekommen war. Am Ende legte er mir in Anbetracht meiner offensichtlichen Betroffenheit in beinahe schon väterlicher Manier eine Hand auf die Schulter und sagte: "Verziehen habe ich schon lange. Vergessen aber werde ich niemals können. Mein Junge, deine Generation trägt keine Schuld an dem, was damals passiert ist. Sehr wohl aber steht sie in der Verantwortung aus der Vergangenheit zu lernen. Versprich mir das du das niemals vergessen wirst." Diese Worte werde ich bis an mein Lebensende im Ohr haben.
Das Traurige ist, was natürlich der normale Lauf der Zeit ist, dass diese Zeitzeugen immer weniger werden. Umso wichtiger ist es, dass auch junge Menschen noch die Gelegenheit bekommen überlebende Opfer des Holocaust zu treffen und von ihnen ihre Geschichte hören.
Fände ich im übrigen auch wichtig um eine andere Form des Antisemitismus, nämlich die unter jungen Zuwanderern aus dem Nahen und Mittleren Osten einzudämmen. Mir ist klar, dass dieser primär im Antizionismus (bzw. eben allgemeinen Hass auf Israel) wurzelt, aber die Auswüchse sind leider doch sehr stark allgemein antisemitisch. :(
 
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