was lest ihr gerade? - der literaturthread!

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Schiffbruch mit Tiger von Yann Martel

Humorvoll, spannend, lehrreich, aber vor allem berührend ... ein geniales Buch, das ich seit langem hier liegen hatte und zum Glück nun endlich gelesen habe.

Übrigens auch interessant für jene, die sich so auf Religionen versteifen bzw ein Problem mit anderen Religionen haben - nur ein kleiner Teilaspekt im Buch, regt aber durchaus zum Nachdenken an.
 
Hallo, ich lese gerade "Der Mann mit dem Fagott" Biografie Udo Jürgens, am Anfang ein wenig langweilig, aber es wird spannender.....schauen wir mal wie es weitergeht....
 
Peter Weiss "Die Ermittlung" Oratorium in 11 Gesängen.

Das Material zu diesem Buch hat Peter Weiss dem Ausschwitz-Prozess (1963 - 1965) entnommen, der In Frankfurt stattfand.

Dieses Buch ist daher sehr authentisch. Schon an den Überschriften der 11 Gesänge wird das deutlich und läßt sich der Aufbau des Oratoriums ablesen: Der Text führt von der Peripherie (1.Gesang von der Rampe) hin zum Zentrum von Ausschwitz (11.Gesang von den Feueröfen).

Sehr berührend und aufrüttelnd.
 
Guillermo Martinez - Die Pythagoras Morde

Krimi um eine Mordserie in Oxford die im Mathematik - Milieu spielt. Teilweise recht nett, teilweise gehts (für mich) ein bissl zu tief in die Mathematik.
 
hab vor ein paar tagen michel foucaults 'in verteidigung der gesellschaft' beendet. eine vorlesungsreihe von 1976, in der foucault sein modell der macht erklärt (die 'souveränität' mit dem allgewaltigen könig im mittelpunkt; die 'disziplinarmacht', die ab dem 17. jahrhundert den einzelkörper dressiert; und die 'biomacht', die ab dem 18. jahrhundert versucht, den gesellschaftskörper als ganzes vor gefahren zu schützen).
dazu gibt's noch einige kapitel über diskursive veränderungen in der geschichtsschreibung zwischen dem 16. und 18. jahrhundert. so trocken das jetzt klingt, so spannend ist es!
als ergänzung habe ich eine ganz gute einführung zum foucaultschen denken von reiner ruffing gelesen. mit ca. 100 seiten knapp und verständlich gehalten. ein bisschen nervt die etwas schulbuchmäßige aufmachung im text (extra als solche gekennzeichnete 'zitate', 'merksätze' und 'exkurse'). aufgegeben habe ich bei einem buch von hubert dreyfus und paul rabinow: 'm. foucault - jenseits von strukturalismus und hermeneutik'. das war viel schwieriger zu lesen als foucault selbst.
 
na servus poldy: schwere Kost... ;)

Ich habe gerade von Edith Kneifl - Glücklich, wer vergisst gelesen. Die Autorin kannte ich bisher nicht, angeblich Österreichs beste Kriminalautorin... na ja... es war lesbar... einigermassen spannend... aber vom Hocker gerissen hats mich nicht...
 
ich muß meine kenntnis über wien auffrischen und lerne "wiener sagen" von friegrich kuthmayer.
 
war vertieft in Benjamin Black - Christine Falls ...ein Roman über Dublin in den 50ern und den "Schmuggel" von ungewollten Babies von "leichten Mädchen" von Irland in die USA
und zuletzt:
Neil Gaiman: Anansi Boys: ein grandioses Buch des ganz großen Romanciers aus England. Fantasy meets Real World. Douglas Adams meets Terry Pratchett meets Boyle. Eine Geschichte um die 2 Anansi Boys, die Kinder des "Gottes" Anansi...der eine, ein sehr durchschnittlicher Mann im London der 2000er, sein Bruder "Spider"...der "Tode" des Vaters löst eine Kette an Ereignissen aus, die in die alten afrikanisch/karibischen Mythen entführen, die Liebesleid, Finanzbetrug, Zauberei und Magie und einen Showdown auf der Insel St.Andrews beinhalten...großes Kino.
Ian Rankin: The Naming of the Dead...Rebus schon kurz vorm Ende...der G8 Gipfel in Schottland...saucool
 
Lea Ackermann et al. "Verkauft, Versklavt, Zum Sex gezwungen - Das große Geschaft mit der Ware Frau"

Buch, hauptsächlich über Zwangsprostitution. An Hand konkreter Beispiele werden zunächst die Opfer vorgestellt und beleuchtet, dann die Täter, also die Menschenhändler, und schließlich die Freier.

Weiters wird über das Engagement von Solwodi berichtet, einer Frauenhilfsorganisation.

Schließlich geht es in dem Kapitel Wir alle um Hintergrundgedanken zur Prostitution und um Möglichkeiten helfend einzugreifen.

Ich finde das Buch lesenswert, weil die Schattenseiten von Prostitution klar herausgestrichen werden. Was mich etwas stört, ist, dass Prostitution mit Zwangsprostitution scheinbar gleichgesetzt wird.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hab gerade Verräter wie wir durch, das jüngste Werk von John Le Carré (Spion der aus der Kälte kam; Marionetten).
Mir gefällt die Art, wie Le Carré bei Spionagegeschichten ins Detail geht, seinen Personen förmlich Leben einhaucht. Dass Teile der Handlung während des Finales der French Open 2009 zwischen Roger Federer und Robin Söderling in Roland Garros spielen, gefiel dem Tennisnarren in mir zusätzlich, das abrupte Ende dann jedoch weniger.

Genießer :winke:
 
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