was lest ihr gerade? - der literaturthread!

  • Ersteller Ersteller Gast
  • Erstellt am Erstellt am
Sylvie und Bruno von Lewis Carroll.

Infos aus dem Internet:
(...) Ein Beipiel für das ist, was er ein »Längeres Gedankenspiel« nennt. Carroll konstruiert in »Sylvie und Bruno« einen Doppelroman, dessen beide Ebenen über den Ich-Erzähler miteinander verbunden sind: Auf der »Realitäts«-Ebene ist es eine Liebesgeschichte zwischen Arthur, einem jungen Freund des Ich-Erzählers, und Lady Muriel (...)
Spannend wird das Buch aber dadurch, dass der Erzähler regelmäßig in »irrliche« Zustände gerät, in denen er teils Beobachter, teils Mitspieler einer Elfenwelt ist, deren Protagonisten die Geschwister Sylvie und Bruno sind. Sylvie ist Brunos ältere Schwester, vielleicht 12 oder 13 Jahre alt, während Bruno noch ganz phantastisches Kind ist. Auf dieser zweiten Ebene herrschen ausgelassene Phantastik und Wortwitz, während die »Realität« des Romans zunehmend altbacken moralischer und bis an die Grenze des Erträglichen religiös durchtränkt wird.

Meine bisherige Meinung ist zwiespältig:
Einerseits eine interessante Situation und Erzählweise (ein Beobachter der mitlebt aber doch nicht da ist und es doch ist). Andererseits auch nicht leicht zu verstehen (für mich), aufgrund der Mengen an Informationen und Facetten. Mal schauen wie es sich entwickelt. Bin ja noch am Anfang.
 
Was passiert, wenn die BBC den verrückt genialen Kultautor Douglas Adams (Per Anhalter durch die Galaxis) und den bekannten englischen Zoologen Mark Carwardine auf eine Expedition schickt? Dann entsteht ein Reisebericht, den Sie nicht wieder aus der Hand legen wollen.

Adams und Carwardine besuchen auf ihrer Reise in die abgelegensten Regionen unseres Planeten wirklich seltene Tiere: Die Letzten ihrer Art. Sie beobachten die Aye Ayes, nachtaktive Lemuren auf Madagaskar, bei ihrer Zweig-Technologie, lassen sich auf der indonesischen Insel Komodo Hühner von den riesigen Drachenechsen stehlen und suchen in Neuseeland die "größten, fettesten und flugunfähigsten Papageien der Welt" (Adams), die letzten 40 Kakapos. Sie begegnen vegetarischen Rodrigues-Flughunden auf Mauritius und lärmgeschädigten Flußdelfinen in China.

Außer diesen und vielen weiteren vom Aussterben bedrohten Arten treffen sie immer wieder auf skurrile Menschen, jede Menge Bürokratie und die ungewöhnlichsten Reisebedingungen.

Mit seinem unvergleichlichen Humor vermittelt Adams mehr als nur einen Eindruck von seiner Reise in die Welt der bedrohtesten Tiere. Carwardine ist der Fachmann. Er klärt Adams und so den Leser über alle Dinge auf, die man wissen muss, um die Vielfalt des Lebens besser zu verstehen. Durch dieses einzigartige Duo wird das Buch zur informativsten und gleichzeitig komischsten Dokumentation, die jemals zum Thema Artenschutz erschienen ist. --Sven A. Zörner
http://www.amazon.de/Die-Letzten-ihrer-Art-aussterbenden/dp/3453061152

ein lustiges und unterhaltsames buch (trotz des teils traurigen inhalts)

angenehm "leicht" zu lesen ... was einem bei 35°C am badesee sehr entgegen kommt ;)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
:shock: ich hoffe doch - nicht alle... obwohl ich gestehen muss, dass ich diesen gedanken auch schon hin und wieder hatte...
vor allem bei Jean-Claude Izzo und Stieg Larsson... von den beiden hätte ich gerne viel mehr gelesen... :cry:

2 schon genannt. Montalban, Green, Innerhofer, fallen mir noch ein, und bei Philip Roth, Updike, Camilleri, Fruttero & Lucentini ist es ja nur noch eine Frage der Zeit.

Back on topic:

Andrea Camilleri - Die dunkle Wahrheit des Mondes, ein großartiger Montalbano-Krimi mit unglaublichen Szenen und einer ganz großen Prise Sarkasmus ( Philosophisch ists auch )

Guillermo Martinez - The Oxford Murders - ein Buch eines argentinischen Mathematikers über eine Mordserie in Oxford. Sehr fein, zwischendurch, bei so logisch-mathematischen Exkursen, hab ich ein bissl Probleme ;-)
 
Kapitalismus und Freiheit - Milton Friedmanhttp://www.amazon.de/Kapitalismus-Freiheit-Milton-Friedman/dp/3492239625

Lese ich zum ersten Mal in Deutsch, vorallem zu der derzeitigen wirtschaftlichen Lage ein Buch das sehr zum empfehlen ist.

Das Echo aller Furcht - Tom Clancyhttp://www.amazon.de/Kapitalismus-Freiheit-Milton-Friedman/dp/3492239625

Spannender High-End Militär Thriller

Jefferson: Writings - Thomas Jefferson http://www.amazon.de/Jefferson-Writings-Library-America-Thomas/dp/094045016X/ref=sr_1_2?ie=UTF8&s=books-intl-de&qid=1279316124&sr=8-2

Wollte ich schon immer mal lesen, ist aber sehr anstrengend und laaaang.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
ich lese grad von Michael Wigge "ohne Geld ans Ende der Welt" is ein sehr gelungener Bericht über seine Reise ohne Geld von deutschland über amerika bis ans Südpol, einfach zu lesen, aber sehr unterhaltsam (y)
 
Erich Neumann: Ursprungsgeschichte des Bewusstseins (1949)

Neumann war eine bedeutende Figur in dem Kreis um C. G. Jung. Das Buch habe ich vor fast 30 Jahren zuerst getroffen, jetzt liest man(n) natürlich anders.
 
Zuletzt bearbeitet:
viktor sklovskij: dritte fabrik; war nicht der große aufreger...besser gefällt mir (ebenfalls von sklovskij): zoo oder briefe nicht über die liebe...ein theoretischer text von sklovskij (kunst als verfahren) steht ebenfalls noch an. kunst als verfahren war der eigentliche grund, seine 'praktischen' arbeiten zuerst zu lesen.
und arno schmidt kam mir mal wieder unter die finger: seelandschaft mit pocahontas. wirklich großartig! schmidt hatte ich als twen rauf- und runtergelesen; wiederbegegnungen mit seinem werk machen mir immer eine große freude.
 
... und arno schmidt kam mir mal wieder unter die finger: seelandschaft mit pocahontas. wirklich großartig! schmidt hatte ich als twen rauf- und runtergelesen; wiederbegegnungen mit seinem werk machen mir immer eine große freude.

Ich habe es seit Jahren vor, mit Arno Schmidt mich auseinander zu setzen, die deutsche Sprache ist für mich aber eine erlernte ... die Kostproben, die ich bis jetzt unternommen habe, sind doch vielversprechend ... es lebe die Herausforderung!!! :daumen:
 
Zuletzt bearbeitet:
Manuel Vazquez Montalban - Quinteto de Buenos Aires

Ein später Roman des leider verstorbenen Katalanen. Pepe Carvalho muss nach Argentinien, wo sein Cousin Raul, seinerzeit Emigrant und peronistischer Revoluzzer, verschwunden ist. Dieser war in den Zeiten der Junta als linker Wissenschaftler in einem Circle von 5 Revolutionären ( daher das "Quintett"). Bei einem Coup wurde seine Schwägerin erschossen, seine kleine Tochter im Babyalter verschwand spurlos, er wurde gefoltert. Jetzt sucht er inm B.A. unter Menem nach seiner inzwischen 20jährigen Tochter, und wird gejagt...von den aus der Galtieri-Junta entstiegenen Geistern, von der Polizei, von seinen ehemaligen Compadres, die ihn verraten haben, und Carvalho irrt hinter ihm her, mit seiner deftigen Prise Sarkasmus, kulinarischen Verirrungen und Bücherverbrennungen.

Ein hervorragender Roman mit viel Hintergrundinformation über das Argentinien der 70er, 80er und 90er, Galtieri und die Junta, den Falkland-Krieg, die tanzenden Großmütter & das Nueva Argentina, über Tango und Maradona, mit einer wundervollen Sprache, viel Ironie und Emotionen.
 
Was mir spontan einfällt: kennst du von Michail Bulgakow "Der Teufel und Margarita"? Oder hast du von Salman Rushdie je "Die Mitternachtskinder" gelesen? Sind zwei Bücher, die dir sicher gut gefallen würden! Ah ja... und Leo Perutz wäre vielleicht auch was für dich.. ;)

Hab in den letzten Wochen "Der Teufel und Margarita" gelesen. Vielen Dank für den Tipp, trifft definitiv meinen Geschmack :)
Stellenweise ist es mir allerdings einen Tick zu "phantastisch".

2 außerordentliche Bücher, wie wohl etwas anstrengend, vor allem Bulgakow.
Um auf Zafon's Level zu bleiben, ich würde die frühe Allende ( Geisterhaus, Von Liebe und Schatten, Eva Luna ) oder Skármeta ( Der Dieb und die Tänzerin ) oder Javier Marias ( alles außer dem Fussballbuch ) vorschlagen, speziell für espano-phone ( grad erfunden, das Wort ) Engerln.

Skármeta steht als nächstes auf meiner Liste. Hab ich eh schon öfters hier geschrieben: ich liebe Ardiente Paciencia !! Das hab ich mittlerweile bestimmt schon 4 mal gelesen ;) Von Allende hab ich das Geisterhaus gelesen, das mag ich sehr - wie auch die Verfilmung. Danke für die vielen Tipps aus der spanischsprachigen Literatur :bussal:
 
die letzten tage hatte ich vieeeel zeit zu lesen
das eine buch habe ich vor einigen jahren gekauft und wiedereinmal gelesen

eine autobiografie : katharina beta katharsis, aus dem wasser geboren
katharina betas bewusst erlebtes leben reicht nur 30 jahre zurück. die totalamnesie nach ihrem schweren autounfall im jahre 1970 hat alle ihre erinnerungen an 32 jahre davor ausgelöscht.
ihr weg aus der totalamnesie zurück in ein normales leben ist die geschichte eines mühevollen lernprozesses, bei dem katharina sich zuerst mit dem eigenen körper, dann mit den menschen und deren kommuniktionstechniken und schliesslich mit den geistigen dingen unserer welt auseinanderzusetzen hatte.


zweites buch

hans werner kennenbach grand mit vieren
paris mitte der siebziger jahre. während der internationalen konferenz zur bekämpfung des terrorismus wird der journalist claus delvos in seinem hotelzimmer durch eine bombe getötet. warum musste er sterben, wurde er einer verwechslung zum opfer?

ein packend geschriebenes buch mit nicht mal 120 seiten... kaum hab ich angefangen, konnte ich mich nicht mehr davon trennen und hab es in einem nachmittag durchgelesen.
 
von meiner lustigen Saunarunde bekam ich zu meinen Geburtstag ein Buch geschenkt
der Titel "Don´t worry, be sixty" von Margit Schönberger

sehr erheiternd dieses Buch
auf alle Fälle empfehlenswert !
 
mister aufziehvogel sollte demnächst bei mir im postfach landen, bin schon gespannt

ein toller Murakami ;) :daumen:

Ich lese grade Donna Leon "Schöner Schein" - Brunettis 18ter Fall ... nachdem ich jetzt ein paar ausgelassen habe, muss ich feststellen, die Krimis gefallen mir immer noch... weil sie in einer der schönsten Städte der Welt spielen... weil Brunetti gerne gut isst und trinkt... und weil seine Frau eine Leseratte ist... ;)
 
mister aufziehvogel sollte demnächst bei mir im postfach landen, bin schon gespannt

den hab ich auch schon intus.. nach der hälfte is dem guten werk a bisserl die luft ausgegangen, gefallen hat er mir dennoch.. viel vergnügen

@lafemme: leon mag ich auch gerne, aber da hab ich mich a bisserl überlesen, und musste pausieren..
 
Cielita, der "Meister und Margerita" gilt ja obskurerweise als große Literatur, wiewohl ich das noch nicht geschnallt hab, was daran so groß ist...ich mag das Buch, es ist ziemlich schräg, aber, naja, so gern ich die Russen, also Dostojewski, Gorki, Gogol, Cechov usw mag, so wirklich begeistert hats mich nicht. Sowas die der Borges oder Bioy Osteuropas ;-)
 
Zurück
Oben