Wahre Liebe oder doch Hormongesteuert?

  • Ersteller Ersteller Gast
  • Erstellt am Erstellt am
E

Gast

(Gelöschter Account)
Liebes Forum, in der Gefahr, dass dieses Thema doch schon durchgekaut wurde (Suchfunktion gab mir zumindest nix aus) stoß ich aus Eigeninteresse mal diese Diskussion an.

Die Meisten hier würden sagen ich bin doch noch relativ jung (27j), ich merk in meiner Generation immer öfters, wie Leute die mal enttäuscht wurden vom romantischen Gedanken der wahren Liebe abkommen und hingehen zu Lebensabschnittpartnern oder "mal schaun, im Moment bin ich ganz happy", oder den Gedanken der Liebe aufgeben (und sich dann doch verlieben), usw.

Laut der Wissenschaft sind wir ja sowieso nur Triebgesteuert und Polygam, suchen uns einen Partner fürs Kindermachen (oder einen mit dems zumindest biolgisch gut klappen würde) aus, attraktiv finden wir den, der die optimale Fruchtbarkeit hat, bla bla bla.

Doch dann gibt es in der Literatur (und aus der stammt ja der romantische Gedank der Liebe) andere Ansichten. Wir finden die geistliche Liebe, die Liebe zur Seele, zum Göttlichen, die Unsterbliche Liebe. Dieser Gedanke bewegt uns, inspiriert uns, führt zu Meisterwerken in Kunst, Musik und Schriftwerken jeglicher Art.

Mich würde interessieren, was es hier so für Meinungen gibt bzgl. "wahrer Liebe", der klassischen Romantik aus der die Filmindustrie Millionen macht mit ihren Filmen, oder denkt ihr die Menschheit belügt sich selbst und es ist doch alles darauf zurückzuführen, dass wir selbst nur "Tiere" sind? Oder eine Mischung aus beidem?

Freue mich auf ernstgemeinte Antworten die etwas mit dem Thema zu tun haben.

PS: ich freu mich auch über lustige Antworten solange sie zumindest einen guten Wortwitz haben, Leute die das Thema dumm finden dürfen ihren Senf auch gern aufs Würstchen streichen statt hier alle zu nerven ;)
 
Ich denke, das kann man nicht verallgemeinern und ist Charaktersache.
Der eine lässt sich auf die "echte, wahre Liebe" ein, der andere ist triebgesteuert weil er
so sein will.
.
Ist in der Tierwelt nicht anders. Es gibt Arten, die sich nur für die Paarung einen Partner
suchen, andere Arten bleiben ihr ganzes Leben zusammen.
 
Die Meisten hier würden sagen ich bin doch noch relativ jung (27j), ich merk in meiner Generation immer öfters, wie Leute die mal enttäuscht wurden vom romantischen Gedanken der wahren Liebe abkommen und hingehen zu Lebensabschnittpartnern oder "mal schaun, im Moment bin ich ganz happy", oder den Gedanken der Liebe aufgeben (und sich dann doch verlieben), usw.


Verschiedene Erfahrungen, insbesondere die negative, helfen uns herauszufinden, wonach wir suchen, was uns gut tut, was man meiden soll und so weiter...


Laut der Wissenschaft sind wir ja sowieso nur Triebgesteuert und Polygam, suchen uns einen Partner fürs Kindermachen (oder einen mit dems zumindest biolgisch gut klappen würde) aus, attraktiv finden wir den, der die optimale Fruchtbarkeit hat, bla bla bla.


Mit der Wissenschaft ist das so eine Sache...
Die Erkenntnisse werden alle paar Jahre widerrufen und durch aktuelle ersetzt.



Doch dann gibt es in der Literatur (und aus der stammt ja der romantische Gedank der Liebe) andere Ansichten. Wir finden die geistliche Liebe, die Liebe zur Seele, zum Göttlichen, die Unsterbliche Liebe. Dieser Gedanke bewegt uns, inspiriert uns, führt zu Meisterwerken in Kunst, Musik und Schriftwerken jeglicher Art.


Jetzt bin ich aber überrascht !
Natürlich hat diese Motivation durchaus Platz in der Geschichte, würde ich aber nicht als führend betrachten.



Mich würde interessieren, was es hier so für Meinungen gibt bzgl. "wahrer Liebe", der klassischen Romantik aus der die Filmindustrie Millionen macht mit ihren Filmen, oder denkt ihr die Menschheit belügt sich selbst und es ist doch alles darauf zurückzuführen, dass wir selbst nur "Tiere" sind? Oder eine Mischung aus beidem?

Wahre Liebe, gut ist klar, aber was soll ne Hollywood geprägte Romantik in der klassischen Version sein ?
Und was hat die Tierwelt damit zu tun :fragezeichen:
 
Die Meisten hier würden sagen ich bin doch noch relativ jung (27j), ich merk in meiner Generation immer öfters, wie Leute die mal enttäuscht wurden vom romantischen Gedanken der wahren Liebe abkommen und hingehen zu Lebensabschnittpartnern oder "mal schaun, im Moment bin ich ganz happy", oder den Gedanken der Liebe aufgeben (und sich dann doch verlieben), usw.


;) Heute sind die Leute immer schnellebiger und gestreßter! Das prägt ihr ganzes Leben, auch die Art der Beziehungen. Wobei es schon Sachen wie wahre Liebe und Seelenverwandtschaft auch noch gibt, man muß sich halt die Zeit nehmen dafür. Auch bei den Tieren gibt es Partnerschaften, die das ganze Leben anhalten allerdings, also da würde ich keine Unterschiede suchen zu uns Menschen! ;)



der klassischen Romantik aus der die Filmindustrie Millionen macht mit ihren Filmen, oder denkt ihr die Menschheit belügt sich selbst und es ist doch alles darauf zurückzuführen, dass wir selbst nur "Tiere" sind? Oder eine Mischung aus beidem?


:hmm: Nein, es gibt andere Filme auch, da liegt eben der Schwerpunkt auf Millionen machen, egal wie! ;)

:wache: Aber wie überall im Leben tippe ich da auch auf "die Mischung machts"
 
Mich würde interessieren, was es hier so für Meinungen gibt bzgl. "wahrer Liebe", der klassischen Romantik aus der die Filmindustrie Millionen macht mit ihren Filmen, oder denkt ihr die Menschheit belügt sich selbst und es ist doch alles darauf zurückzuführen, dass wir selbst nur "Tiere" sind? Oder eine Mischung aus beidem?

wir durchleben beides (hoffe ich für die meisten) - oder besser sogar dreierlei:

* es gibt die reine sexuelle lust, die meist sogar ziemlich losgelöst von einem konkreten partner existiert und sich dann "nur" am dafür verfügbaren/geeigneten objekt abspielt.
* es gibt das verliebtsein (dieter lange, den ich sehr schätze, nennt das eine hormonelle unzurechnungsfähigkeit) - eine mischung aus ersterem und letzterem (vielleicht).
* und es gibt liebe - ein gefühl, dass man einfach einem anderen menschen alles erdenklich gute tun will, diesen menschen über alles schätzt und sogar sein leben für diesen menschen geben würde etc. etc.! das gibt es auch zu mehreren gleichzeitig (partner, kinder, ...).

manche leben das auch in einer polyamorie (also erstes und letztes zu einer beziehung gekoppelt).

eine gute beziehung besteht aus allen diesen komponenten. und noch vielem mehr - z.b. gern zusammen sein wollen für freizeit, spaß und schönes, gemeinsam auch schwirigkeiten und leid bewältigen, den alltag gut zusammen meistern, ...

Der eine lässt sich auf die "echte, wahre Liebe" ein, der andere ist triebgesteuert weil er
so sein will.

ich seh das nicht als entweder - oder, sondern glaube, dass jeder beides in sich hat (mann wie frau). fragt sich nur, wie kontrolliert diese einzelnen komponenten sind.

Heute sind die Leute immer schnellebiger und gestreßter! Das prägt ihr ganzes Leben, auch die Art der Beziehungen.

die schnelllebigkeit bzw. das online verfügbare angebot macht es leichter. das verändert - aber die entscheidung bleibt trotzdem immer bei einem selber.
 
Mich würde interessieren, was es hier so für Meinungen gibt bzgl. "wahrer Liebe", der klassischen Romantik aus der die Filmindustrie Millionen macht mit ihren Filmen, oder denkt ihr die Menschheit belügt sich selbst und es ist doch alles darauf zurückzuführen, dass wir selbst nur "Tiere" sind? Oder eine Mischung aus beidem?
du musst für dein leben, deine individuellen antworten finden. jeder ist ein mensch mit wurzeln und ästen: werte(erziehung), talente, träume. an denen orientier dich.
 
Grundsätzlich finde ich Deine Fragen ziemlich interessant , weil sie ein wenig die Bandbreite von " Liebe " anreisst .
Das Leben ist sehr dynamisch , und im Lauf der Jahre ändern sich Prioritäten in die unterschiedlichsten Richtungen .
Spannend finde ich auch deine Frage nach einer geistigen Liebe und seelischen Verbundenheit , die in ihrer Intensität auch zu künstlerischen Werte führt , und da auch sowas wie Muse beinhaltet .
Alle diese unterschiedlichen Facetten haben unterschiedliche Bedeutung zu unterschiedl. Zeiten .
Das , was ich allerdings für fast unmöglich halte , ist , dass man alle Facetten in einer einzigen Person findet , und das noch dazu für dauerhaft , d.h. über sehr lange Zeitabschnitte ....
 
Von wahrer Liebe, also der zwischen Mann und Frau oder Frau und Frau oder Mann und Mann..., kann man nicht abkommen. Die nämlich trifft einen wie der Blitz. Und so wie es dem Bitzgeschädigten geht, so geht es dem liebenden Menschen ähnlich. Man ist einfach ein neuer Mensch. Irgendwann schmerzt sie auch und man fühlt sich auch irgendwie fremdgesteuert. Ist auch irgendwie wie eine Krankheit, die einen befällt, man kann sich ihrer einfach nicht entziehen. Wem das passiert, der erkennt, dass es die wahre Liebe ist. Klingt kitschig, ist aber einfach so.
 
Ich versuche mich von tiefen Gefühlen fernzuhalten.
Liebe gibt's, ich freu mich für jedes Paar, das vor Glück und Liebe strahlt - das ist schön und wünschenswert. In meinem Leben hat das allerdings keinen Platz, ich bin nicht dazu bereit, jemand anderen so weit in mein Herz vorzulassen, dass er mich richtig verletzen kann.
Ich lebe gut mit Schmetterlingen, aber sobald ich spüre, dass da "mehr" entstehen könnte, bin ich weg.
Mich hat aber auch noch nie die Liebe wie ein Blitz getroffen - kann ich mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen. :)
 
In meinem Leben hat das allerdings keinen Platz, ich bin nicht dazu bereit, jemand anderen so weit in mein Herz vorzulassen, dass er mich richtig verletzen kann.

ich versteh deine angst. aber wer nicht geliebt hat, hat nicht gelebt. trotz aller risiken und des zu 99,zerquetschte tragischen ausgangs (zumindest dem, dass einer früher gehen muss).
 
ich versteh deine angst. aber wer nicht geliebt hat, hat nicht gelebt. trotz aller risiken und des zu 99,zerquetschte tragischen ausgangs (zumindest dem, dass einer früher gehen muss).

Ja, ist eh regelmäßiges Gesprächsthema in meinem Freundeskreis.
Ich bin, denke ich, einfach noch nicht bereit. :)
 
:bussal: :bussal: hüft nix, ist wirklich so. Genau, wie sie sagt.

Aber: sing es nächstens, vielleicht darfst du dann bei Silbereisen auftreten, und machst viel Kohle damit...

:hahaha: :hahaha: :hahaha:

Da hätten wir ein Problem.
Denn wahre Liebe ist ehrlich :mrgreen:

Und zum bunten Fluginsekt:

Wahrer Liebe kannst du dich nicht entziehen. Liebst du einmal stehst du in Flammen. Das kannst du erst einmal gar nicht selbst entscheiden. Hat mit flüchtiger Verliebtheit oder Liebelei nichts zu tun.
Erst spricht das Herz, dann der Bauch und irgendwann mal der Kopf. Dann kriegen einige die berühmten kalten Füße. Aber die müssen sich dann fragen: Ist es wirklich die wahre Liebe?

Sorry, schon wieder Kitsch pur.
Aber wahre Liebe ist kitschig. Erst Herzi in den Augen und später würde der eine für den anderen durchs Feuer gehen.

Kitsch pur.
 
Verstehst du das wirklich?

verstehen tu ich es schon. die angst, verletzt, enttäuscht, verlassen zu werden oder den geliebten wieder zu verlieren. ich könnte mir ein leben ohne meine süße auch nimmer vorstellen.

Leben ohne zu lieben ist mMn wie Essen ohne Gewürze. Wie Klavier ohne Tasten.
Absolut sinnlos.

du hast vollkommen recht. weil: noch viel schlimmer wäre in meinem fall z.b., meine süße nie getroffen oder geliebt zu haben. das vielleicht hat nach gegensatz geklungen. ist aber keiner. und ich bin in deiner ansicht sowieso bei dir. trotzdem kann ich den fallstrick des sich-dagegen-abschottens nachvollziehen. auch wenns m.e. ein fallstrick ist.
 
wahre liebe ist das schönste was uns gegeben wurde , ich habe so alt werden müssen um die wahre liebe erkennen zu dürfen . für mich war alles andere im leben nur oberflechlichkeit.:lehrer:
 
Zurück
Oben