Ich liebe Studien die auf so vielen Daten von Menschen basieren. 5 Millionen... ! Das ist eine Ansage.
Das Clalit diese Daten zur Verfügung gestellt hat ist für uns im Vergleich eigentlich fast ein Ding der Unmöglichkeit.
Clalit, ein großer Versicherungsträger, genug Daten da und bietet tatsächlich legale Möglichkeiten für die Forschung.
In Österreich würde man wahrscheinlich ÖGK und andere Sozialversicherungsträger, Krankenhäuser, schlecht gemachte Krebsregister, unvollständige Todesregister mit wertlosen Inhalten, Statistik Austria und ELGA verknüpfen müssen um auch nur ansatzweise mithalten zu können.
Und dann würde, egal ob anonymisiert oder pseudonymisiert, schon vorab der Sturm der Entrüstung beginnen.... . 1984... Die wollen unsere Daten, Heulkrämpfe, Demos, Aufstand der Fliesentischbesitzer. "Mein Krebs ist mein Bier!"
Ich bin jedenfalls nicht nur vom Ergebnis sehr angetan, sondern auch von der Methodik. Man stelle sich nur vor was man aus einem Datensatz dieser Form, zum Beispiel aus der ganzen EU, alles ableiten könnte?! Kombiniert mit KI könnte so eine Auswertung wahrscheinlich in wenigen Wochen mehr zu Tage fördern als man in Jahrzehnten erwarten konnte.
Trotzdem sollte man den Tag nicht vor dem Abend loben. Zellkulturen und Tierversuche machen doch den Löwenanteil der Studie aus. Eine kontrollierte klinische Studie muss jetzt natürlich noch her.
Was mir so in das Auge fällt ist zum Beispiel die Tatsache das natürlich mehrheitlich Männer Sildenafil konsumieren. Ob dieser Mechanismus also bei Frauen überhaupt genauso funktioniert ist jetzt wahrscheinlich nicht eindeutig?! Und dann sind wir natürlich auch bei weit verbreiteten Krebsarten bei Männern und Beispielsweise Gebärmutterkrebs. Gibt also wahrscheinlich noch viel abzuklären!