Viagra/Sildenafil gegen Krebs?

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Es scheint so, als ob Sildenafil, der Wirkstoff in Viagra, die Ausbreitung von Krebszellen Bremsen oder verhindern könnte. Insbesondere in Zusammenarbeit mit Statinen, also cholesterinsenkenden Medikamenten.

 
Es gibt Hinweise darauf, dass Statine das Wachstum bestimmter Krebszellen (wie bei Brust-, Prostata- oder Hautkrebs) hemmen können, indem sie Stoffwechselwege der Tumorzellen blockieren...
 
wobei es auch eine Studie gibt, die das Wachstum von malignen Melanomen bei Viagra/Sildenafil thematisiert.

Bei der Auswertung einer Langzeitstudie an rund 15.000 Männern in den USA hatte sich 2014 der Verdacht ergeben, dass die Einnahme von Sildenafil mit einem erhöhten Risiko für bösartige Melanome verbunden ist. Dieser Verdacht erhärtete sich 2015 durch eine weitere Studie an etwa 24.000 Männern aus Schweden.
 
wobei es auch eine Studie gibt, die das Wachstum von malignen Melanomen bei Viagra/Sildenafil thematisiert.

Bei der Auswertung einer Langzeitstudie an rund 15.000 Männern in den USA hatte sich 2014 der Verdacht ergeben, dass die Einnahme von Sildenafil mit einem erhöhten Risiko für bösartige Melanome verbunden ist. Dieser Verdacht erhärtete sich 2015 durch eine weitere Studie an etwa 24.000 Männern aus Schweden.
In der israelischen Studie ging es um die Fähigkeit, Metastasen zu bilden.

Demnach wäre Sildenafil für Menschen mit hohem Melanomrisiko nicht anzuraten, weil es das Entstehen von Melanomen fördern könnte. Wenn sie aber bereits eines ausgebildet haben, dann wäre Sildenafil aber ideal, weil es die Metastasenbildung hemmt.
 
Hatte Bauchspeicheldrüsen Krebs….nehm seit 15 Jahren Potenzmittel…jetzt weiß ich, warum ich überlebt habe. Gelte seit 2 Jahren als geheilt….und das schaffen gerade mal 7%
 
Was bei Viagra (Sildenafil) lange Zeit nicht beachtet worden ist, ist sein Zusammenwirken mit Alphablockern (Tamsulosin).
Tamsulosin wird bei gutartiger Vergrößerung der Prostata verordnet, um den Harnabfluss zu verbessern.

Gleichzeitige Einnahme beider Wirkstoffe kann einerseits einen noch besseren Harnabfluss bewirken, führt aber auch zu einem drastischen Abfall des Blutdrucks, der auch gefährlich werden kann. Diese Wechselwirkung war vor 20 Jahren offenbar noch nicht bekannt und daher am Beipackzettel auch nicht erwähnt.

Und auch die Wirkung von Viagra (gilt auch für Cialis, Levitra) kann durch gleichzeitige Einnahme von Tamsulosin drastisch verstärkt werden. Sollte aber wegen der damit verbundenen Gefahr des drastischen Blutdruckabfalls unterlassen werden.
Typische Symptome: Schwindel, Benommenheit, Herzrasen oder im schlimmsten Fall kann es zu einem Ohnmachtsanfall kommen.
 
Ich liebe Studien die auf so vielen Daten von Menschen basieren. 5 Millionen... ! Das ist eine Ansage.

Das Clalit diese Daten zur Verfügung gestellt hat ist für uns im Vergleich eigentlich fast ein Ding der Unmöglichkeit.

Clalit, ein großer Versicherungsträger, genug Daten da und bietet tatsächlich legale Möglichkeiten für die Forschung.

In Österreich würde man wahrscheinlich ÖGK und andere Sozialversicherungsträger, Krankenhäuser, schlecht gemachte Krebsregister, unvollständige Todesregister mit wertlosen Inhalten, Statistik Austria und ELGA verknüpfen müssen um auch nur ansatzweise mithalten zu können.
Und dann würde, egal ob anonymisiert oder pseudonymisiert, schon vorab der Sturm der Entrüstung beginnen.... . 1984... Die wollen unsere Daten, Heulkrämpfe, Demos, Aufstand der Fliesentischbesitzer. "Mein Krebs ist mein Bier!"

Ich bin jedenfalls nicht nur vom Ergebnis sehr angetan, sondern auch von der Methodik. Man stelle sich nur vor was man aus einem Datensatz dieser Form, zum Beispiel aus der ganzen EU, alles ableiten könnte?! Kombiniert mit KI könnte so eine Auswertung wahrscheinlich in wenigen Wochen mehr zu Tage fördern als man in Jahrzehnten erwarten konnte.

Trotzdem sollte man den Tag nicht vor dem Abend loben. Zellkulturen und Tierversuche machen doch den Löwenanteil der Studie aus. Eine kontrollierte klinische Studie muss jetzt natürlich noch her.

Was mir so in das Auge fällt ist zum Beispiel die Tatsache das natürlich mehrheitlich Männer Sildenafil konsumieren. Ob dieser Mechanismus also bei Frauen überhaupt genauso funktioniert ist jetzt wahrscheinlich nicht eindeutig?! Und dann sind wir natürlich auch bei weit verbreiteten Krebsarten bei Männern und Beispielsweise Gebärmutterkrebs. Gibt also wahrscheinlich noch viel abzuklären!
 
@Mitglied #750965 , natürlich deckt diese Studie keine Frauen ab, oder wenn, dann eine ganz verschwindende Zahl, so gering, dass sie im Rauschen untergeht. Und die Autoren geben ja auch an, dass es eine sehr frühe Studie ist. Trotzdem scheint es mir interessant. Ich hoffe, wir werden einmal davon profitieren (ich hoffe natürlich, dass ich nichts damit zu tun haben werde).
 
Ich liebe Studien die auf so vielen Daten von Menschen basieren. 5 Millionen... ! Das ist eine Ansage.

Das Clalit diese Daten zur Verfügung gestellt hat ist für uns im Vergleich eigentlich fast ein Ding der Unmöglichkeit.

Clalit, ein großer Versicherungsträger, genug Daten da und bietet tatsächlich legale Möglichkeiten für die Forschung.

In Österreich würde man wahrscheinlich ÖGK und andere Sozialversicherungsträger, Krankenhäuser, schlecht gemachte Krebsregister, unvollständige Todesregister mit wertlosen Inhalten, Statistik Austria und ELGA verknüpfen müssen um auch nur ansatzweise mithalten zu können.
Und dann würde, egal ob anonymisiert oder pseudonymisiert, schon vorab der Sturm der Entrüstung beginnen.... . 1984... Die wollen unsere Daten, Heulkrämpfe, Demos, Aufstand der Fliesentischbesitzer. "Mein Krebs ist mein Bier!"

Ich bin jedenfalls nicht nur vom Ergebnis sehr angetan, sondern auch von der Methodik. Man stelle sich nur vor was man aus einem Datensatz dieser Form, zum Beispiel aus der ganzen EU, alles ableiten könnte?! Kombiniert mit KI könnte so eine Auswertung wahrscheinlich in wenigen Wochen mehr zu Tage fördern als man in Jahrzehnten erwarten konnte.

Trotzdem sollte man den Tag nicht vor dem Abend loben. Zellkulturen und Tierversuche machen doch den Löwenanteil der Studie aus. Eine kontrollierte klinische Studie muss jetzt natürlich noch her.

Was mir so in das Auge fällt ist zum Beispiel die Tatsache das natürlich mehrheitlich Männer Sildenafil konsumieren. Ob dieser Mechanismus also bei Frauen überhaupt genauso funktioniert ist jetzt wahrscheinlich nicht eindeutig?! Und dann sind wir natürlich auch bei weit verbreiteten Krebsarten bei Männern und Beispielsweise Gebärmutterkrebs. Gibt also wahrscheinlich noch viel abzuklären!


Diese 5 Mio. wurden hergenommen um aus diesen Krebspatienten herausgefiltert. Das waren dann aber auch noch über 40.000 was auch sehr groß ist. Aber natürlich, je größer und exakter die Datenbanken, desto mehr Informationen kann man sich holen. Da geb ich dir recht.

Zum letzten Absatz: getestet wurde auch am etablierten Brustkrebsmodell von Mäusen ( sogar nur bei weiblichen Mäusen und eine evtenuell geschlechtsspezifische Wirkung von PDE5A- Hemmern auszuschließen) sowie Colon und Lungen-CA Modellen. Auswirkung anscheinend mehr auf Metastasierung als auf den Primärtumor. Sehr positiv ist zu werten dass es bei allen Modellen ziemlich den gleichen Efffekt hatte und nicht nur bei einer Tumorart.

In den nächsten Jahren wird man sehen was daraus wirklich wird, der Weg ist noch verdammt weit. Interessant wäre auch der umgekehrte Weg, also Cholesterin wieder aus den Lysosomen zu bringen. Dies könnte ein Schritt zur Behandlung von spziellen Alzheimer Typen oder z.B der Nieman Pick- Krankheit sein.
 
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