Verführt

fast schon eine Waffe
Weder meinen Körper, noch meine Fähigkeiten möchte ich als solche einsetzen und auch nicht, dass jemand anderer die seinigen gegen mich verwendet.
Ich mag nicht von etwas überzeugt werden, oder zu etwas gedrängt werden, das ich ansich nicht mag.

Ich mag mich auch nicht für seltsames Werbungsgehabe des Gegenübers fremdschämen.
Jemanden auf die Idee bringen zu müssen, dann noch alle Klischee-Registerkarten durchspielen - das möchte ich nicht machen und macht jetzt irgendwie auf mich keinen Reiz.
(Tja und so wie ich Werbungsgegockel eher unangenehm als erfreulich empfinde, vermute ich kann es umgekehrt genauso lästig sein.)

Spätestens dann, wenn es als Ausrede dient:
"Ich bin eigentlich immer treu aber ich wurde verführt."
"Normalerweise bin ich nicht so, aber da konnte ich nicht widerstehen"
"Jetzt hat er/sie sich schon so bemüht, da musste ich geradezu."
Eine Runde Mitleid.


Das ist ein Beigeschmack, der mir nicht mundet.
 
Das ist ein Beigeschmack, der mir nicht mundet.


:liebe: Danke, ich hatte nicht soviel Zeit, ich denke hier werden die Begriffe "Verführt" und "Versuchung" bzw. "der Versuchung erlegen/nachgegeben" vermischt und als ein und dasselbe dargestellt.

Dabei hat der Verführte doch etwas gemacht, dass er gar nicht wollte, während der der Versuchung Erlegene, sehr wohl das ja machen wollte. Nur nicht konnte, durfte oder sich nicht traute, aber tief im Inneren daran dachte und es sich wünschte.
 
Ich mag nicht von etwas überzeugt werden, oder zu etwas gedrängt werden, das ich ansich nicht mag.
Niemand drängt jemanden zu etwas, ich gehe davon aus, beide wollen das, der eine soll halt dazu animiert werden.
Jemanden auf die Idee bringen zu müssen, dann noch alle Klischee-Registerkarten durchspielen - das möchte ich nicht machen und macht jetzt irgendwie auf mich keinen Reiz.
So was schwebt mir auch nicht vor. Es ist echt eigenartig, wie manche das auffassen. Manche Frauen setzen ihre Reize (Waffen) halt sehr gezielt ein, um an ihr Ziel zu kommen. Das muss ja nicht immer so negativ aufgefasst werden.
 
Sich gerne verführen lassen schließt den Tatbestand der Verführung aus. Allerdings kann ein bewusstes Herbeiführen des sich verführen lassens wiederum selbst eine Verführung darstellen.
 
Weder meinen Körper, noch meine Fähigkeiten möchte ich als solche einsetzen und auch nicht, dass jemand anderer die seinigen gegen mich verwendet.

Das ist eine bemerkenswert negative Einstellung zur Erotik. Verführung bedeutet für mich zunächst einmal zu zeigen, dass man den anderen begehrt. Darum werde ich auch gern verführt, weil es mir das Gefühl gibt, gewollt zu werden. Und ich finde es selbst schön, bei meinem Gegenüber zu merken, wie sehr es davon geschmeichelt und erfreut ist, begehrt zu werden. So entsteht erotisches Spiel.

Mit "gegen" jemanden einsetzen hat das nichts zu tun. Es ist nicht negativ ("gegen"), sondern positiv ("für"). Was du hier beschreibt, ist die Übertreibung - die auch vorkommt, aber die nicht der Regelfall ist und auch nicht unter Generalverdacht gestellt werden sollte - jedenfalls nicht unter sexpositiven Menschen ;)
 
Sich gerne verführen lassen schließt den Tatbestand der Verführung aus. Allerdings kann ein bewusstes Herbeiführen des sich verführen lassens wiederum selbst eine Verführung darstellen.
Das ist auch Unsinn. Hallo Tatbestand, da sind wir ja schon im Strafgesetz. Unglaublich!! Verführen oder Verführt werden ist doch was schönes, zumindest für mich.
 
Das ist auch Unsinn. Hallo Tatbestand, da sind wir ja schon im Strafgesetz. Unglaublich!! Verführen oder Verführt werden ist doch was schönes, zumindest für mich.

Seit wann ist denn jeder Tatbestand per se strafrechtlich relevant?

Und ist aber ein Verführen zu einer Straftat oder moralisch verwerflichen Tat für dich auch was schönes?
 
Seit wann ist denn jeder Tatbestand per se strafrechtlich relevant?

Und ist aber ein Verführen zu einer Straftat oder moralisch verwerflichen Tat für dich auch was schönes?
Beim Begriff der Verführung im Kontext der Erotik den Bogen zu Straftaten zu spannen.... chapeau!

Vielleicht den EP so nehmen wie er gemeint ist und nicht die i-Tipfelchen suchen und darauf herumreiten...
Mit der Verführung in der TE ist wohl eher das Flirten bis zum "Happy End" gemeint...

Sarkastikus
 
um zu verführen benötigt es _immer_ jemanden, der/die sich gerne verführen lässt. definitiv kein täter-opfer-case. was hinterher ist, lässt sich davor nur marginal abschätzen
 
Zuletzt bearbeitet:
Es steht ja jedem frei auf welchem Niveau und in welchem Kontext er der Begriff "Verführung" diskutieren möchte.
Sehr geehrte Frau Professor Dr. Wiki Google, Sie haben recht. Wahrscheinlich bin ich einfach nur zu naiv, um zu sehen, wie moralisch verwerflich oder gar strafrechtlich relevant das positive Spiel der Verführung im Kontext der Erotik sein kann und sehe es nur als das, was es für mich bedeutet: Ein Flirt der halt über den normalen Flirt hinausgeht... Liegt aber wahrscheinlich daran, dass ich Begriffe als das nehme, für das sie im allgemeinen Sprachgebrauch auch stehen und nicht krampfhaft nach zusätzlichen Synonymen suche...

Sarkastikus
 
Seit wann ist denn jeder Tatbestand per se strafrechtlich relevant?

Und ist aber ein Verführen zu einer Straftat oder moralisch verwerflichen Tat für dich auch was schönes?
In dem Kontext ist der bessere Terminus: verleiten.....

Verführen ist so gemeint, wie wir alle es hier verstehen, außer Dir.
 
Werbungsgegockel eher unangenehm als erfreulich
und in bestimmten Fällen gar nicht notwendig! Es ist ja auf jeden Fall seltsam, etwas mit eher ungeeigneten Mitteln herbeiführen zu wollen, das man ohnehin bekommt. Ganz ohne Werbung, Übertreibung, Auf. oder Zudringlichkeit, einfach durch spontan eingesetzt habende Sympathie und Zuneigung.
 
Verführen, ein sehr starkes Wort. Leider ist die Vorstellung und das Vorbild aus Filmen und Büchern, etwas zu heftig, sodass man relativ Oft von der Realität enttäuscht wird.
Aber für mich gehört zur Verführung autenthisch bleiben dazu.
Also ehrlich, humorvoll, offen.
Zumindest bin ich das bei Damen und das verführt auch mich, wenn sie es sind.
Verklemmt und aufgeregt sein darf man, aber der Partner sollte die Spannung erkennen und diese Lockern und dann wird es, denke ich.



Und wenn das alles nicht hilft und man will ran?

Das Zauberwort heißt Chloroform. Zumindest sagte mir das ein Freund von einem Freund.
 
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