Rot-Grün! Gut für Wien?

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konnte bei der Kreuzung Gudrunstraße - Keplerplatz einen Radfahrer beobachten, der bei Rot den Fußgängerübergang gequert hat. Ist aber verständlich, denn die Ampel zeigt ja nur einen Fußgänger, also betrifft´s den Radler ja nicht. Und außerdem müssen Radler keine Prüfung ablegen, um die Kenntnis der Verkehrsvorschriften nachzuweisen.

:roll:

Und jetzt stellst dich halt beim Gürtel zu irgendeiner Ampel und VERSUCHST die Kennzeichen der Autofahrer aufzuschreiben, die bei rot über die Ampel fahren...
Und die haben angeblich alle an Führerschein und wissen angeblich über die Verkehrsvorschriften bescheid...
 
Und jetzt stellst dich halt beim Gürtel zu irgendeiner Ampel und VERSUCHST die Kennzeichen der Autofahrer aufzuschreiben, die bei rot über die Ampel fahren...

Das passiert nicht nur am Gürtel. Und wenn du jetzt meinst, dass ich das verteidige, dann irrst du dich ganz gewaltig. Ich bin zwar Wiener, habe aber mehr als 3 Jahrzehnte im dörflichen "Salzburger Ausland" gelebt. Daher ärgert mich die Rotsucht der Wiener Autofahrer möglicherweise mehr als dich.

Frau Vassilakou ist ja nicht nur für Radfahrerförderung und allgemeine Autofahrerbekämpfung zuständig, sondern sie ist (unbestätigten Gerüchten zufolge) Verkehrsstadträtin. Würde sie Maßnahmen gegen die Rotsucht einleiten, dann könnte sie mit meinem uneingeschränkten Beifall rechnen. Solche Maßnahmen sind heute übrigens auch technisch umsetzbar, du musst dir also keinesfalls Nummern aufschreiben.
 
Frau Vassilakou ist ja nicht nur für Radfahrerförderung und allgemeine Autofahrerbekämpfung zuständig, sondern sie ist (unbestätigten Gerüchten zufolge) Verkehrsstadträtin. Würde sie Maßnahmen gegen die Rotsucht einleiten, dann könnte sie mit meinem uneingeschränkten Beifall rechnen. Solche Maßnahmen sind heute übrigens auch technisch umsetzbar, du musst dir also keinesfalls Nummern aufschreiben.

Tjo... Frau V. is aber ned für die Polizei zuständig, deren Überwachungsauftrag das wäre... da müsstest dich jetzn an die Veltliner-Hannerl wenden... Die muss aber leider die Sparvorgaben ihres Gönners, dem Landeserwin, erfüllen sonst is sie weg vom Fenster... ;)

Die technischen Maßnahmen san eh gut, nur kostens zuviel, zumindest wird des behauptet... ;)
 
Und Nummerntafel könnte wie beim Automobil mit Haftpflichtversicherung verbunden sein.

Praktisch gedacht ist es schwierig, Fahrräder mit Nummerntafeln auszustatten. Sollen Fahrräder geprüft und zugelassen werden? Das verursacht enormen Verwaltungsaufwand und macht Probleme bei Rennrädern und Mountainbikes. Wie groß sollen Nummernschilder an Fahrrädern sein, dass sie lesbar sind aber trotzdem am wenige Zentimeter breiten Fahrrad nicht stören? Alternative: Der Fahrer muss sich eine Nummernschärpe umhängen. Darf er dann keinen Rucksack mehr tragen?

Natürlich könnte man auf öffentlichen Verkehrsflächen nur beschilderte Fahrräder zulassen. Damit wird aber für Sportler die Zufahrt zum Trainingsgebiet so erheblich erschwert, dass viele auf dieses Hobby lieber ganz verzichten würden. Ebenso bekämst du viele Radler, die ihre Bürowege so erledigen wieder zurück ins Auto. Genau das will man aber nicht. Die Steuerfunktion einer solchen Maßnahme wäre genau verkehrt.

Die Unfälle sind bedauerlich, aber die Verletzungsschwere von Fahrradunfällen und solchen mit KfZs, die eine weit höhere kinetische Energie mitbringen, ist nicht vergleichbar. Im genannten Fall hätten Zeugen den Verursacher auch festhalten oder beschreiben/fotografieren/verfolgen können. Ein fototaugliches Handy hat fast jeder.

Die wenigsten Radler halten sich an alle Verkehrsregeln, ebenso die wenigsten Fußgänger, die wenigsten Autofahrer und die wenigsten Motorradfahrer. In Summe fahren aber auch die wenigsten vorsätzlich riskant. Ein gewisses Restrisiko bleibt aber immer, so wie schwarze Schafe auf allen Seiten. Ich kann dir auch von ein paar tödlichen Unfällen mit PKW-Beteiligung erzählen, bei denen der Verursacher trotz Nummerntafel nicht ausgeforscht werden konnte.

Ist aber verständlich, denn die Ampel zeigt ja nur einen Fußgänger, also betrifft´s den Radler nicht. Und außerdem müssen Radler keine Prüfung ablegen, um die Kenntnis der Verkehrsvorschriften nachzuweisen.

Darum muss der Radler auch gar nicht wissen, dass ihm (fahrend) die Benutzung des Schutzweges verboten ist. :ironie:

Fußgänger und Mopedfahrer müssen das auch nicht. Autofahrer hingegen müssen das. Wie hoch ist etwa die Durchschnittsgeschwindigkeit in 30er-Zonen? An welchen Kreuzungen beobachtest du nie Gelb- oder Rotlichtübertretungen von KfZs?

Die Radfahrer werden hier von Autofahrern hauptsächlich deshalb verteufelt, weil sie die anderen sind und weil sie die eigenen Nachteile nicht haben. Dass sie andere Widrigkeiten hinnehmen müssen - Wetter, Gefährdung, Abgase... - das wird dann gern übersehen. In anderen Foren, in denen hauptsächlich Radfahrer verkehren, wird es wohl genau umgekehrt sein. Wo sind hier plötzlich die Verfechter der "goldenen Mitte"?
 
Die wenigsten Radler halten sich an alle Verkehrsregeln, ebenso die wenigsten Fußgänger, die wenigsten Autofahrer und die wenigsten Motorradfahrer.

Naja... Wenn ich mir die Verkehrsunfallstatistik anschau bin ich aber eher dazu geneigt, das Gegenteil anzunehmen....

Ansonsten... :daumen:
 
Einspruch: In Teilen Niederösterreichs haben Gemeinden damit begonnen, in Kombination mit Geschwindigkeitsbeschränkungen (z. B. 40 statt der üblichen 50) Radarfallen aufzustellen. Die Automobilklubs haben (vermutlich nicht ganz zu Unrecht) argumentiert, dass das nur dem Gemeindebudget dienen soll und nicht der Verkehrssicherheit.

Nichts würde Frau Vassilakou daran hindern, eine Maßnahme zur Überwachung von geregelten Kreuzungen einzuleiten (außer der Michel wär dagegen). Die Kosten wären im Vergleich mit einer Radarfalle eher gering und würden von den Einnahmen sicher mehrfach aufgewogen. Mittelfristig würde die epidemische Rotsucht gar bald eingedämmt sein. Auch dann, wenn nicht alle Kreuzungen überwacht würden. Das Bewusstsein, dass eine saftige Strafe möglich ist, genügt dazu. Aber der Umgang der Autofahrer miteinander ist der Verkehrsstadträtin vermutlich ziemlich wurscht.

Und noch einmal zum Radfahrer: Verstöße immer mit dem Hinweis auf andere Regelbrecher zu entschuldigen, das führt zu gar nichts. Denn man wird immer einen finden, der genauso Regeln bricht. Nach dieser Logik muss sich dann niemand mehr an irgendwelche Regeln halten.
 
Was von Radfahrern mit Sicherheit NICHT behauptet werden kann

:roll:

Und wieder diese Verallgemeinerungen weil man hin und wieder einen Tr.... riskant fahren sieht....

Ich behaupte, dass die Mehrzahl der Radfahrer die ich bis jetzt gesehen hab NICHT riskant fährt...

Und jetzt? ;)
 
Und wieder diese Verallgemeinerungen weil man hin und wieder einen Tr.... riskant fahren sieht.... ;)

dann muß ich aber ein ganz besonderer Pechvogel sein :roll: Denn ich sehe mit Sicherheit öfters als nur hin und wieder riskant fahrende Radler
 
Das hab ich geschrieben...
Die technischen Maßnahmen san eh gut, nur kostens zuviel, zumindest wird des behauptet...

Das war deine Antwort...
Nichts würde Frau Vassilakou daran hindern, eine Maßnahme zur Überwachung von geregelten Kreuzungen einzuleiten (außer der Michel wär dagegen). Die Kosten wären im Vergleich mit einer Radarfalle eher gering und würden von den Einnahmen sicher mehrfach aufgewogen.

Gesehen? ;)
Und wer weiß... vielleicht isses eh schon angedacht....

Verstöße immer mit dem Hinweis auf andere Regelbrecher zu entschuldigen, das führt zu gar nichts.
Des Problem is aber die Menge der Verstöße..
Es wird immer so getan, als ob fast alle Radlfahrer Rowdies wären die bei Rot über die Straße fahren und sich an keine Regeln halten...
Wenn man sich dann aber das Verhalten der Autofahrer in Wien anschaut, welche ja am meisten über die Radlfahrer schimpfen, sind die um keinen Deut besser... eher no schlechter... darum ging es mir... ;)
 
...Nichts würde Frau Vassilakou daran hindern, eine Maßnahme zur Überwachung von geregelten Kreuzungen einzuleiten ...

soweit ich weiß, gibt's ja schon ein paar solche überwachten Kreuzungen; zumindest eine davon irgendwo im 9. Bezirk - Gürtel + ???
Und seither sind die durch bei gelb und rot in die Kreuzung einfahrende Verkehrsteilnehmer verursachte Staus so gut wie eliminiert.
 
Es wird immer so getan, als ob fast alle Radlfahrer Rowdies wären die bei Rot über die Straße fahren und sich an keine Regeln halten...

Wenn ich mich jetzt vor unser Haus stellen würde und tät die "Gehsteigfahrer" zählen, dann käme grob geschätzt heraus, dass hier mehr als 50 % der Radfahrer am Gehsteig fahren. Weiter hinten, in der Siedlung gibt es jede Menge Einbahnen (stille, wenig befahrene Gasserln). Nur in einem Teil davon gilt die Einbahn nicht für Radfahrer. Was meinst du, wie sehr das die Mehrzahl der dort Radelnden kratzt?

Ein großer Teil der Radfahrer ist ja auch motorisiert unterwegs (ich übrigens auch). Du wirst mir vermutlich nicht widersprechen, wenn ich behaupte, dass die disziplinlosen Verkehrsteilnehmer sich sowohl als Radler wie auch als Autofahrer wenig um die Regeln kümmern. Nur ...... als Radfahrer müssen sie kaum damit rechen, erwischt zu werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nur ...... als Radfahrer müssen sie kaum damit rechen, erwischt zu werden.

Die Trefferquote bei den Autofahrern, gemessen am Verkehrsaufkommen, is aufgrund der Einsparungen seit dem 2000er Jahr aber auch mehr als dürftig.. ;)
 
Wenn ich mich jetzt vor unser Haus stellen würde und tät die "Gehsteigfahrer" zählen, dann käme grob geschätzt heraus, dass hier mehr als 50 % der Radfahrer am Gehsteig fahren. ...

das scheint ja noch ein "guter" Wert zu sein.
Da wo ich wohne, fahren mindestens 8 von 10 Radfahrern verbotenerweise am Gehweg. Und die allermeisten davon erwarten selbstverständlich, daß die Fußgänger ihnen ausweichen und nicht umgekehrt. Und Licht bei Dunkelheit? 2 von 10!
 
Die Trefferquote bei den Autofahrern, gemessen am Verkehrsaufkommen, is aufgrund der Einsparungen seit dem 2000er Jahr aber auch mehr als dürftig.. ;)

das war aber, glaub ich nicht, was der Kollege sagen wollte; nämlich vielmehr, daß die Radfahrer ganz einfach aufgrund fehlender Kennzeichentafeln im Normalfall nicht erwischt werden können.
Daß dies bei den Autos sehr wohl möglich wäre, aber wegen anderer Gründe viel weniger geschieht, ...
 
Wenn ich mich jetzt vor unser Haus stellen würde und tät die "Gehsteigfahrer" zählen, dann käme grob geschätzt heraus, dass hier mehr als 50 % der Radfahrer am Gehsteig fahren.

Gehsteigfahren ist ein eigenes Kapitel. Gibt es einen baulich getrennten Radweg? Hast du bedacht, dass sich die einfach nicht auf die Straße trauen?

Ein großer Teil der Radfahrer ist ja auch motorisiert unterwegs (ich übrigens auch). Du wirst mir vermutlich nicht widersprechen, wenn ich behaupte, dass die disziplinlosen Verkehrsteilnehmer sich sowohl als Radler wie auch als Autofahrer wenig um die Regeln kümmern. Nur ...... als Radfahrer müssen sie kaum damit rechen, erwischt zu werden.

Geht es nur ums Erwischen oder um echte Bedrohungen?
 
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