1. Die meisten Vergleiche hinken - so auch dieser - da hast Du recht

2. Ein guter Vergleich war nie mein Ziel, bloß die Antwort auf die Frage: "Wer bucht eigentlich so ein Lotteriezimmer" --> ich

3. Ich buche nicht "das billigste", sondern das Standardzimmer in einem guten Hotel, habe daher realistische Erwartungen, die meist erfüllt werden und manchmal übererfüllt werden.
Zu deinem eigentlichen Punkt, ganz ohne Vergleich:
"Servicelisten" vermitteln die Illusion etwas planen zu können, was nicht planbar ist, weil es von zwei Menschen abhängt - das gilt nicht nur bei SW. Mein Friseur kann gerne "Dauerwelle" auf seine Serviceliste schreiben - meine Haare geben das nicht her
Wer ein/e Escort bucht, zahlt für die Zeit. Was man gemeinsam aus der Zeit macht, bleibt der freien Entscheidung beider Teilnehmenden überlassen.
Dass es in diesem Kontext so häufig zu der von
@Mitglied #575409 beschriebenen "Schockverliebtheit" kommt, ist mE vor allem darauf zurückzuführen, dass
a. Die meisten Menschen - SW wie Kund_innen - recht angenehm und freundlich sind.
b. Sex ein vergnüglicher Zeitvertreib ist.
c. Das Wissen um den Kontext die Schranken gesellschaftlicher Prüderie weit genug fallen lässt, dass man sich leicht entscheiden kann, mit einem angenehmen Menschen einem vergnüglichen Zeitvertreib zu frönen.
Man kann sich auch anders entscheiden, muss man manchmal sogar. Wenn ich nicht erwarten würde, dass mich eine SW rausschmeißt bzw. geht, wenn ich mich danebenbenehme, dann könnte ich es nicht verantworten solche Dienstleistungen zu buchen. Das gilt übrigens ganz genauso für meinen Friseur oder das Gasthaus am Eck.
Auf der anderen Seite hatte ich in diesem Kontext aber auch noch nie die Situation, dass ich auf eine so unangenehme oder unfreundliche Person gestoßen wäre, dass ich mich beschweren oder wieder hätte gehen müssen - bin wohl ein Glückspilz
