Menopause - die Achterbahn 50+

Einen richtig guten Gynäkologen gibt es nicht.
Wo fang ich an, wo hör ich auf. Sagen wir so, wenige.
HPV war das Thema anfangs auch, selbst da, die meisten auf dem Stand des Studiums.

Der Stoffwechsel, natürlich das Thema.
Übrigens bei Männern ebenso nur in anderem temporären Ablauf.

Es ist erfreulich, dass das Thema Frauengesundheit langsam in den Fokus rückt.
Die Zeit des Wechsels ist auch die Zeit in der Erkrankungen anderer Art leise anklopfen.
Viele Frauen wurden lange Zeit abgekanzelt mit "das ist der Wechsel" und nicht weiter untersucht.
(mitunter mit fatalen Folgen, wie mit zu spät Erkennung von Erkrankungen, die abzufedern gewesen wären)

o.t. Persönlich ist mein Wechsel untergegangen, es war eine wilde Zeit mit viel Stress, einen Haufen Kindern, die vom Schulalter bis Hochzeitsplänen gefächert waren und das in Selbstständigkeit, ich hab es nicht gespürt, hab mich aber auch selbst nimmer wirklich gspürt - tja und als es klar war, war es irgendwie auch vorbei, dass das letzte Ei von dannen gegangen ist.

Ich hab´s verpasst. :(
....und wäre doch sehr gerne bewusst in die neue Phase meines Lebens gegangen.......

Man kann sie im Hochsommer frieren, oder im Winter mit kurzen Ärmeln herumlaufen sehen.
Nix für ungut, jeder Arzt hat sicher oder würde in diesem Fall an erster Stelle "Schilddrüse anschauen" gesagt haben, oder?
 
"Schilddrüse anschauen"
Wird auch meist nicht gemacht. Man muss leider sehr lästig sein, um die entsprechende Untersuchung zu bekommen.
Anscheinend werden die Ärzte von den Kassen sehr "kurz" gehalten, dass sie nicht zu viel machen / überweisen.
Kenne es von mir selbst, dass man sehr lästig sein muss / knien muss.
Bin gelegentlich in der Überfunktion. Kenne die Anzeichen bei mir (erhöhter Ruhepuls, sehr starkes Schwitzen). Einziger "Vorteil" ich kann das Gewicht leichter halten oder nehme sogar geringfügig ab.
 
Nix für ungut, jeder Arzt hat sicher oder würde in diesem Fall an erster Stelle "Schilddrüse anschauen" gesagt haben, oder?
Hat sie durch. Funktioniert. Sie rennt seit Jahren von einem Arzt zum Anderen. Immer wieder kommt sie freudestrahlend, weil sie jetzt den einzigen Arzt gefunden hat, der wirklich was kann. Und dann kommt nach ein Paar Wochen Enthusiasmus die Ernüchterung. Zumeist mit einem depressiven Anfall.
 
Sie ist himmelhoch jauchzend, oder sie stürzt so fürchterlich ab, dass man für sie Einkaufen gehen und ihr kochen muss. Und das wird in Laufe der Jahre um kein Bisschen besser.
Ich hab noch weniger Ahnung wie ein Arzt und ich kenne die Freundin nicht - nur die beschriebene Situation.
Deshalb nur zur Anregung:
Gerade der zitierte Beitrag erinnert mich extrem an mich selbst vor vielen Jahren. Wenn es mir gut gegangen ist, bin ich natürlich nicht zum Arzt, nur wenn die Depression unerträglich wurde, wurde ich dorthin gekarrt. Es war eine Odyssee, bis ich meine passende Neurologin gefunden hatte, die mich brav auf Depression behandelt hat. Zufällig hatte ich auch einen Kontrolltermin, als es mir gut ging. Der Ärztin ist sofort aufgefallen, dass ich in die Ordination aufrecht und voller Energie gestürmt bin und meinte, ich brauch keine Medikamente mehr - nicht so wie sonst, beinahe hineingekrochen und stumm leidend.
Ich wurde auf bipolare Störung getestet, mehrmals. Und dann haben wir gemeinsam das richtige Medikament gesucht. Antidepressiva schützen nur vor dem Dauerzustand der Depression. Bei Bipolarität braucht man einen "Scherzelschneider", der nicht nur vor den tiefen Abstürzen schützt sondern auch vor den manischen Höhenflügen, die unter Umständen noch viel schlimmer sein können.

Leider ist es bei Ärzten sehr verbreitet, schnell ein Pulverl zu verschreiben und sich nicht näher mit den Patienten auseinanderzusetzen. Klar hab ich im Endeffekt auch nur ein Pulverl bekommen, aber wenigstens das passende und nicht ein Wald- und Wiesenmedikament.
 
Leider ist es bei Ärzten sehr verbreitet, schnell ein Pulverl zu verschreiben und sich nicht näher mit den Patienten auseinanderzusetzen. Klar hab ich im Endeffekt auch nur ein Pulverl bekommen, aber wenigstens das passende und nicht ein Wald- und Wiesenmedikament.
Ich bin nicht "verantwortlich" für sie. Ich bin einfach ein Freund (ein Freund, kein Kumpel). Sie ist sich ihrer Lage sehr bewusst und geht auch in ihren guten Phasen zum Arzt. Zu Ärzten, denn bisher hat sie den passenden noch nicht gefunden und wechselt daher. Immer, wenn sie einen Neuen hat, ist sie Hellwig begeistert, dann kommt der nächste Zusammenbruch und sie erkennt, dass sie sich zu früh gefreut hat. Ich drücke ihr die Daumen, meine Frau und ich mögen sie sehr gerne.
 
Wisst ihr was mir bereits als junge Frau durch den Kopf ging:

Warum wird der Wechsel im Leben einer Frau primär als biologisch-defizitär gelesen?

Meine Mama, als sie in den Wechsel kam, da bekam ich nur so viel mit, dass sie furchtbar darunter litt. Es wurde jedoch totgeschwiegen. Für mich blieb ein schales Gefühl von: oje, das ist etwas, das wünscht man sich nicht.

Was bräuchte es in unserem Kulturkreis für einen Wandel?
Ich behaupte, dieses Thema berührt einen "blinden Fleck" der weit über Medizin hinausgeht.
 
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