Nicht jeden Zustand muss man akzeptieren.
Allerdings hat es sich oft so etabliert das Ärzte auch keine falschen Hoffnungen machen wollen. Im Zweifelsfall also eher Psychologie statt erneute Eingriffe oder Möglichkeiten einer intensiven Reha deren Inhalte dann auch privat weiter geführt werden.
Aufgeben ist leichter als Kämpfen, und Aufgeben hat sich heutzutage etabliert.
Man will Fehler nicht bestmöglich beheben, nur bestmöglich akzeptieren.
Natürlich gibt es Umstände wo man einfach nichts anderes mehr tun kann als die Situation zu begreifen. Aber in meinen Augen wird heutzutage die Flinte einfach zu schnell ins Korn geworfen und man weidet sich fast in der Problematik, oft indem man dann noch andere Betroffene sucht die ebenfalls aufgegeben haben um zusammen dann fast schon zu feiern das man jetzt ein massives Problem hat.
Da gibt es zum Beispiel diese Selbsthilfegruppen mit Rheuma in Österreich die nur ihre Symptome mit Kortison und fragwürdigen Diäten lindern und sich immer wieder einreden das Rheuma unheilbar ist. Und wenn du dort etwas anderes einbringst als Brokkoli und Österreichs ÖGK Abzock Mittelalterversorgung werfen sie dich raus. Aber meine Frau hat Rheuma besiegt indem sie bis nach Deutschland gefahren ist um sich neueste Biologika spritzen zu lassen, ihre Ernährung angepasst hat, eine echte! Kältekammer nutzt und sinnvoll supplementiert. Der Chefarzt sah sie in der "Frühpension", Hausarzt hat ihr empfohlen nicht einmal mehr lange zu stehen, heute macht sie 45 Kilo Scottcurls und drückt 60 Kilo an der Bank mit besseren Entzündungswerten als Durchschnittsmenschen.
Beispielsweise hatte auch ein Bekannter eine schwere Verletzung am Bein, die Operation wurde in Graz durchgeführt, danach humpelte er. In Graz meinte man es ginge nicht besser. Dann fand er heraus man könnte einiges vom gesunden Bein auf das betroffene Bein transplantieren. Das wurde dann in Wien gemacht, inzwischen humpelt er nicht mehr. Er wird keinen Marathon mehr laufen, aber kann wieder normal gehen. Klar, hätte auch schief gehen können und beide Beine wären danach geschädigt gewesen!
Im Gym hatte ich einmal einen Fall wo sich eine Frau das Genick gebrochen hat. Als sie anfing konnte sie kaum ihren Kopf gerade halten und ständig sah es so aus als würde sie nicken. Auch das Gesicht verzog sich dadurch immer zu einer unvorteilhaften Mimik.
Die Frau hat mir unendlich leid getan, sie war abgemagert und die Situation war entwürdigend. Und trotz alledem hat sie sich jeden Tag in das Gym geschleift und 2 oder 3 Stunden ihre Übungen gemacht. Jeder Arzt bei dem sie war hat ihr gesagt es würde nicht mehr besser werden. Nach zwei Jahren Training ist sie wieder stabil. Der Kopf bleibt gerade, die Zuckungen sind weg.
Das soll jetzt nicht bedeuten das Ärzte nicht recht haben, aber oft gehen sie eben von normalen Menschen aus. Das es aber Menschen mit eisernem Willen gibt die an die Grenzen des Möglichen gehen und dabei auch etwas riskieren, steht oft nicht am Plan.
Wenn ich selbst ein Problem habe dann suche ich nie nach Personen welche die gleiche Problematik haben, sondern jene die das Problem gelöst haben.
Das ist ein wenig wie bei den Glorreichen Sieben. Du willst nicht den Revolverhelden mit den vielen Narben im Gesicht, sondern den, der ihm die Narben verpasst hat!