Kopf ausschalten und sinnlich wahrnehmen

Mitglied #506898

Rosa Sushi Tiger
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..... aus einem anderen Thread entnommen. Als ich diese Worte gelesen habe, ist mir vieles klar geworden.
Ich habe immer gesagt, es wäre für mich wie ein kleiner Urlaub, wenn ich mich einer Dame vollkommen hingeben und die Kontrolle darüber, was geschehen soll und wird abgeben darf. Ich fühle mich danach irgendwie mit neuer Kraft und Energie geladen.

Ist es das Ausschalten des Kopfes, das einem neue Energie gibt? Kann man überhaupt noch wahrnehmen, wenn der Kopf ausgeschaltet ist? Oder kann man überhaupt erst dann wirklich wahrnehmen?

Ich denke, ich weiß jetzt, was ich daran tatsächlich so liebe - dieses sinnliche wahrnehmen bei vollkommener kopfmäßiger Entspanntheit. Auch wenn es häufig absolut nicht nach Entspanntheit aussieht ;)

Ich danke der Dame für diese späte Erkenntnis.
 
„One of the greatest things a dom can do for his sub is to silence her mind. To allow her to let go of the world and simple „be“.“
Diesen Spruch (Verfasser leider unbekannt) finde ich sehr aussagekräftig.
Auch ich habe die von dir beschriebene Erfahrung gemacht - man ist so völlig im Moment, in der anderen Person, in sich und fühlt einfach nur, dass der Rest einfach still wird und man einfach „nur“ mehr erfährt und spürt.

Die Energie von der du sprichst habe ich dabei aus mehreren Dingen gezogen. Zum einen passiert es nicht oft, dass jemand ein Feuer in einem entzündet und gleichzeitig eine derart beruhigende Wirkung auf einen hat, dass man wirklich auch gedanklich abschalten kann. Diese Ruhe bei gleichzeitiger positiver Aufregung war eine regelrechte Erholung. Zum anderen ist es das bei sich selbst sein und das in einer Art die einen selbst einfach annehmen lässt, Gedanken beruhigt und einem Kraft gibt.

Ein unbeschreibliches Gefühl. :)
 
„One of the greatest things a dom can do for his sub is to silence her mind. To allow her to let go of the world and simple „be“.“
Diesen Spruch (Verfasser leider unbekannt) finde ich sehr aussagekräftig.
Auch ich habe die von dir beschriebene Erfahrung gemacht - man ist so völlig im Moment, in der anderen Person, in sich und fühlt einfach nur, dass der Rest einfach still wird und man einfach „nur“ mehr erfährt und spürt.

Die Energie von der du sprichst habe ich dabei aus mehreren Dingen gezogen. Zum einen passiert es nicht oft, dass jemand ein Feuer in einem entzündet und gleichzeitig eine derart beruhigende Wirkung auf einen hat, dass man wirklich auch gedanklich abschalten kann. Diese Ruhe bei gleichzeitiger positiver Aufregung war eine regelrechte Erholung. Zum anderen ist es das bei sich selbst sein und das in einer Art die einen selbst einfach annehmen lässt, Gedanken beruhigt und einem Kraft gibt.

Ein unbeschreibliches Gefühl. :)

Und ich habe festgestellt, dass nur sehr wenige Menschen das in mir auszulösen vermochten! So sehr, dass ich dabei meine Umgebung nicht mehr wahrgenommen habe.
 
Und ich habe festgestellt, dass nur sehr wenige Menschen das in mir auszulösen vermochten! So sehr, dass ich dabei meine Umgebung nicht mehr wahrgenommen habe.
Ich würde es nicht einmal auf einzelne Momente beschränken, sondern es ist für mich eher ein Gefühl, welches einen (mehr oder weniger) dauerhaft begleitet.
 
Das wäre mal ein Thema für Dein Lagerfeuer... werde morgen etwas dazu schreiben, ist extrem spannend. Jetzt aber gute Nacht...
 
Das sind die Momente, in denen ich mich komplett fallenlassen kann. Kein Denken, nur fühlen. Da kann jedes Wort, jede Berührung Dinge in einem Körper auslösen, die unbeschreiblich sind.
Ich denke, weil da jede kopfmäßige Blockade (wie zB "das darf man nicht", "du musst stark sein",......) wegfällt.
 
„One of the greatest things a dom can do for his sub is to silence her mind. To allow her to let go of the world and simple „be“.“

Das ist eine schöne Aussage - ich würde sie aber nicht nur auf Dom/Sub-Beziehungen und -Spiele beschränken, sondern allgemeiner betrachten. Wenn man schreibt "(...) you can do for your partner is to silence her/his mind (...)".

Mmh, wenn ich darüber nachdenke, ist in meinem Fall Bondage oder sonstige Fesselungen ein nicht unwesentliches "Werkzeug", um diesen Zustand zu erreichen (nicht zwingend, aber hilfreich). Aber wiederum in meinem Fall eben auch ohne das dezidierte und gelebte Verhältnis im Zusammenhang mit Dominanz und Unterwerfung.

Und ich habe festgestellt, dass nur sehr wenige Menschen das in mir auszulösen vermochten! So sehr, dass ich dabei meine Umgebung nicht mehr wahrgenommen habe.

Ich glaube halt, dass dieser Zustand nur eintritt, wenn Du über den anderen Menschen nicht mehr nachdenken musst, wenn Du zu 100.0% Vertrauen haben kannst, wenn sich kein noch so winziger Gedanke im Hinterkopf verirrt "was wäre wenn...".
 
Das ist eine schöne Aussage - ich würde sie aber nicht nur auf Dom/Sub-Beziehungen und -Spiele beschränken, sondern allgemeiner betrachten. Wenn man schreibt "(...) you can do for your partner is to silence her/his mind (...)".

Mmh, wenn ich darüber nachdenke, ist in meinem Fall Bondage oder sonstige Fesselungen ein nicht unwesentliches "Werkzeug", um diesen Zustand zu erreichen (nicht zwingend, aber hilfreich). Aber wiederum in meinem Fall eben auch ohne das dezidierte und gelebte Verhältnis im Zusammenhang mit Dominanz und Unterwerfung.



Ich glaube halt, dass dieser Zustand nur eintritt, wenn Du über den anderen Menschen nicht mehr nachdenken musst, wenn Du zu 100.0% Vertrauen haben kannst, wenn sich kein noch so winziger Gedanke im Hinterkopf verirrt "was wäre wenn...".

Da gebe ich dir absolut recht! Einfach nur "Sein" - und in meinem Fall in den Händen einer Dame, der ich voll und ganz vertraue. Ohne Druck und ohne Schamgefühl!
 
Jemandem den Kopf ab zu schalten ist eine Gabe unter den Doms, die auch den passenden Gegenpart erfordert.

Ich als Gentledom werde einer Masochistin wohl nicht den Kopf abdrehen können, wenn diese auf starke Schmerzen steht. Wohl aber jemandem der im Seil die Freiheit des Körpers aufgibt um die Freiheit der Seele zu genießen.
Etwas dass ich schon das eine oder andere mal geschafft habe.
Einer Sub die Gedanken zu beruhigen, kann sich wie Urlaub anfühlen da es, wenn auch nur für einen kurzen Moment, einfach still ist und man die eigene Existenz seelisch erfasst und vom Stress befreit wird. (So zu mindest die Schilderungen von Damen nachdem ich sie im Seil hatte)

Aber nur meine Meinung.
 
Da gebe ich dir absolut recht! Einfach nur "Sein" - und in meinem Fall in den Händen einer Dame, der ich voll und ganz vertraue. Ohne Druck und ohne Schamgefühl!
Wenn Vertrauen da ist, dann gibt es kein Schamgefühl. Nur noch ein Genießen ;)
Ich glaube, das schönste Gefühl bei Intimitäten erreicht man dann, wenn man spürt, dass der Partner einen annimmt, und die eigene Erregung aufgrund der Erregung des Anderen noch mehr steigt.
 
ich habe vor jahren sogar im smart-cafe ein "seminar" zu diesem thema besucht. mit allen sinnen wahrnehmen.
das war toll. jeder kennt das, wenn man die augen verbunden hat, dass man dann intensiver spürt.
ich liebe es gefesselt, verbundene augen, lieblingsmusik am kopfhörer, der herrin ausgeliefert zu sein.
dann spür ich einfach alles viel intensiver was sie mit mir macht....
das ist einfach genial!
 
Es muß aber nciht nur im BDSM-Kontext sein. Auch im ganz normalen "Vanilla"-Sexleben ist es einfach um vieles tiefer gehend, wenn ich in der Lage bin, mein Ego, meinen denkenden Geist, den, der mich dauernd fragt, ob ich eh groß/schlank genug bin, aus zu schalten und gedanken-los einfach nur "zu sein", mich einfach hingeben zu können. Manche brauchens, gefesselt zu sein, um ihre Aktivitäten einstellen zu können, oder brauchen jemanden, der sie führt. Man kann diesen Zustand auch in der Meditation erreichen, das nennt man dann Tantra (oder so ähnlich ;) - jedenfalls hats nix mit Massage zu tun, auch wenn Berührung dabei ist)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Wenn Vertrauen da ist, dann gibt es kein Schamgefühl. Nur noch ein Genießen ;)

Genau - und ich glaube, das ist eines der zentralsten Elemente zum "Fallen lassen" ... das ist eigentlich ein witziger Ausdruck, in dem viel steckt ... im Fallen kann man die vollkommene Freiheit der Schwerelosigkeit spüren, man lässt alles los und hinter sich - und mit dem Vertrauen ist man sich zu 100% sicher, dass man nicht schmerzhaft aufschlägt, sondern sanft aufgefangen wird.

Wenn ein Schamgefühl übrig bleiben würde, wäre das 100% Vertrauen nicht gegeben und damit auch nicht die Sicherheit, aufgefangen zu werden. Dann ist auch das Fallen (lassen) keine Freude.
 
Wenn ein Schamgefühl übrig bleiben würde, wäre das 100% Vertrauen nicht gegeben
Das möchte ich so nicht stehen lassen... vielleicht meinst du es auch nur anders als ich es verstehe.
Verbleibendes Schamgefühl bedeutet für mich nicht, dass mangelndes Vertrauen herrscht. Auch das Spiel mit der Scham und der zugehörigen Überwindung kann bereichernd und äußerst aufregend sein.
 
Das möchte ich so nicht stehen lassen... vielleicht meinst du es auch nur anders als ich es verstehe.
Verbleibendes Schamgefühl bedeutet für mich nicht, dass mangelndes Vertrauen herrscht. Auch das Spiel mit der Scham und der zugehörigen Überwindung kann bereichernd und äußerst aufregend sein.

Mmh, vielleicht meine ich etwas anderes mit dem Begriff Schamgefühl ... ich hatte dabei das Gefühl im Kopf, mit einem anderen Menschen über persönliche und intime Dinge reden zu können - im Sinne von "Ich schäme mich, meine Wünsche zu äußern" ... weil sie vielleicht auf Ablehnung oder Unverständnis treffen.

Die Scham, sich z.B. nackt zu zeigen - das hat nichts mit Vertrauen zu tun. Oder vielleicht doch? Ist das Schamgefühl nicht auch bedingt durch die Angst oder Unsicherheit, wie der/die andere auf mich/meine Nacktheit reagiert?

Aber aus dem Bauch heraus gesprochen gebe ich Dir recht: ich kann meinem Gegenüber ein gewisses Schamgefühl versprüren und trotzdem voll vertrauen. Danke für die Klarstellung.
 
Mmh, vielleicht meine ich etwas anderes mit dem Begriff Schamgefühl ... ich hatte dabei das Gefühl im Kopf, mit einem anderen Menschen über persönliche und intime Dinge reden zu können - im Sinne von "Ich schäme mich, meine Wünsche zu äußern" ... weil sie vielleicht auf Ablehnung oder Unverständnis treffen.

Die Scham, sich z.B. nackt zu zeigen - das hat nichts mit Vertrauen zu tun. Oder vielleicht doch? Ist das Schamgefühl nicht auch bedingt durch die Angst oder Unsicherheit, wie der/die andere auf mich/meine Nacktheit reagiert?

Aber aus dem Bauch heraus gesprochen gebe ich Dir recht: ich kann meinem Gegenüber ein gewisses Schamgefühl versprüren und trotzdem voll vertrauen. Danke für die Klarstellung.
Dann haben wir wirklich nur Unterschiedliches im Kopf gehabt - bei ersterem bin ich ganz deiner Meinung.
 
..... aus einem anderen Thread entnommen. Als ich diese Worte gelesen habe, ist mir vieles klar geworden.
Ich habe immer gesagt, es wäre für mich wie ein kleiner Urlaub, wenn ich mich einer Dame vollkommen hingeben und die Kontrolle darüber, was geschehen soll und wird abgeben darf. Ich fühle mich danach irgendwie mit neuer Kraft und Energie geladen.

Ist es das Ausschalten des Kopfes, das einem neue Energie gibt? Kann man überhaupt noch wahrnehmen, wenn der Kopf ausgeschaltet ist? Oder kann man überhaupt erst dann wirklich wahrnehmen?

Ich denke, ich weiß jetzt, was ich daran tatsächlich so liebe - dieses sinnliche wahrnehmen bei vollkommener kopfmäßiger Entspanntheit. Auch wenn es häufig absolut nicht nach Entspanntheit aussieht ;)

Ich danke der Dame für diese späte Erkenntnis.

Google mal "Subspace".
Wenn Zeit und Raum plötzlich nicht mehr existieren. Tolle Sache.
 
..... aus einem anderen Thread entnommen. Als ich diese Worte gelesen habe, ist mir vieles klar geworden.
Ich habe immer gesagt, es wäre für mich wie ein kleiner Urlaub, wenn ich mich einer Dame vollkommen hingeben und die Kontrolle darüber, was geschehen soll und wird abgeben darf. Ich fühle mich danach irgendwie mit neuer Kraft und Energie geladen.

Ist es das Ausschalten des Kopfes, das einem neue Energie gibt? Kann man überhaupt noch wahrnehmen, wenn der Kopf ausgeschaltet ist? Oder kann man überhaupt erst dann wirklich wahrnehmen?

Ich denke, ich weiß jetzt, was ich daran tatsächlich so liebe - dieses sinnliche wahrnehmen bei vollkommener kopfmäßiger Entspanntheit. Auch wenn es häufig absolut nicht nach Entspanntheit aussieht ;)

Ich danke der Dame für diese späte Erkenntnis.

Ich konnte dieses Erlebnis zwar schon bei zwei Menschen auslösen habe dies aber selbst in der Form noch nicht erlebt , wer weiß was die Zeit bringt .
 
Wenn Vertrauen da ist, dann gibt es kein Schamgefühl. Nur noch ein Genießen ;)
Ich glaube, das schönste Gefühl bei Intimitäten erreicht man dann, wenn man spürt, dass der Partner einen annimmt, und die eigene Erregung aufgrund der Erregung des Anderen noch mehr steigt.

Besser hätt ich´s nicht sagen können! :)
 
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