Wenn ich diesen Spruch für meine Situation interpretieren müsste, wäre es wohl: Ich habe nie etwas anderes gelernt. Ich habe von Geburt an gekämpft, als die Ärzte meinten, ich werde keine fünf Jahre alt (lustige Anmerkung: Ich hab all meine Ärzte überlebt). Soweit ich zurückdenken kann, hab ich gekämpft. Ich kann mich an sehr wenige Momente erinnern, wo es nicht so war. Ich weiß daher nicht, wie es ist, im Leben Kompromisse einzugehen. Sind es Kompromisse, die mich selbst betreffen oder die, die ich andern gegenüber habe. Ich bin sicherlich anderen gegenüber sehr geduldig und lasse viel zu, vielleicht sogar zu viel (ich glaube an die Eigenverantwortung). Mir gegenüber erlaube ich das nicht. Ich kann es mir nicht leisten. Was aber nicht heißt, dass ich überall die Beste sein muss. Ja, ich lebe ziemlich kompromisslos, aber gehe sicher, was andere Menschen betrifft, viele Kompromisse ein. Das hat mir immer geholfen, in stressigen Situationen eher geduldiger und entspannter zu sein, auch wenn ich innerlich schon die Wände hochgekrochen bin.
Ich hab nur einmal im Leben um einen Menschen gekämpft, wobei ich noch immer nicht weiß, wer gewonnen hat.
Ich bin mir gar nicht sicher, ob es überhaupt sinnvoll ist, um Menschen zu kämpfen. Das würde doch bedeuten, diesen Menschen als Eigentum zu betrachten. Ich sehe das nicht so. Der Mensch gehört nicht mir.