Nach 7 Jahren Vortäuschen sich dazu zu äußern finde ich bizarr. Wenn meine Partnerin aus welchen Gründen auch immer 7 Jahre auf Reden verzichten und dann damit anfangen würde, wäre meine erste Frage: warum? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es das oft gibt, vor allem in Kombination mit scheinbar regelmäßigem Sex. Dass eine Frau viele Jahre ohne Orgasmus leben kann, habe ich bei einer Bekannten erlebt. Erschreckender Weise ist sie die ganze Zeit davon ausgegangen, dass es an ihr lag, sie nicht könnte. Allerdings hatte ihr Mann, u.U. im Zusammenspiel mit ihr, nicht die richtigen Techniken an der Hand. Ideal würde ich finden, wenn man sich durch gegenseitiges Vertrauen und Reden die Möglichkeit gibt, gemeinsam etwas so wundervolles zu erleben. Ich finde dabei oft schwierig, dass Männern, die sich darum bemühen, sich der Frau aufmerksam zuzuwenden, manchmal schon unterstellt wird, sie würden den weiblichen Orgasmus zu sehr in den Vordergrund stellen. Ja, was denn nun? Orgasmus ist nicht alles, einverstanden. Sex Mal ohne Orgasmus genießen? Natürlich! Die Diskussion klingt für mich oft sehr verkrampft, was vermutlich an der immer noch allgegenwärtigen Tabuisierung oder deren überspitzte Aufhebung beruht. Ein gesundes Mittelmaß wäre schön.