Glaubt ihr, dass sowas ein Einzelfall ist?
Nein, das kommt sicher immer wieder mal vor. Leute kommunizieren aneinander vorbei, projizieren alle möglichen Bedürfnisse ineinander hinein, trauen sich nicht über wichtige Dinge zu reden und so weiter.
Was für eine Art von Selbstvertrauen hat der Typ eigentlich, wenn er ohne Orgasmus ihrerseits keines mehr hat?
Das ist in diesem Fall ja nur ihre Interpretation. Wir wissen nicht, ob das für ihn wirklich so ist. Viele Frauen nehmen auf diese Art Rücksicht auf viele Männer - und für viele Männer ist es sicher wirklich ein riesiges Problem... aber bei weitem nicht alle. Ich meine, es hat schon eine Zeit gedauert, bis ich gelernt habe, wie ich meine Frau (fast) immer zum Höhepunkt bringen kann, und natürlich finde ich es immer schade, wenn es nicht klappt (Wechseljahre sind eine bitch!), aber das gehört halt zum Leben auch dazu, mehr als bemühen können wir uns beide nicht.
Besonders witzig in diesem Zusammenhang finde ich die Idee, die viele Männer haben, "also nein, MIIIR kann das nicht passieren, ich würde das sicher erkennen". Habe ich als junger Mann auch gedacht, weil ich mir einfach nicht vorstellen konnte, wie jemand das überhaupt vorspielen kann. Und weil ich einfach unerfahren war. Und auch, weil das damals so ein generelles Männlichkeitsding war, so auf die Art "ein echter Mann würde das doch merken". Also, ja, die Idee, eine Frau nicht befriedigen zu können, wäre mir schon sehr unangenehm gewesen. Zugleich hatte ich das Gefühl, dass es unfair ist, dass die ganze Verantwortung für ihre Befriedigung bei mir hängt. Aber ich hätte mir trotzdem gewünscht, dass die Frau ehrlich ist - wie sollte ich sonst dazulernen?
Oida haben wir in den 80ern Shwachsinn über Sex gelernt. Wirklich wahr!
Ansprechen, ansprechen, ansprechen, nur dadurch können die Dinge im Bett wirklich besser werden!