Google sagt: etwa 2 von 100 Menschen sind intergeschlechtlich. Also zumindest in der Theorie gibt es mehr als genügend.
Was ich irgendwie witzig finde: In der (restlichen) Biologie nennt man das übrigens
"Organismus/Individuum mit einer Chromosomenanomalie und atypischer Geschlechtsentwicklung" (solange die Merkmale vorhanden sind).
Für uns Menschen ist die Bezeichnung irgendwann aber zu abwertend geworden, weshalb man heute "intergeschlechtlich" sagt... und auch dazu übergegangen ist, den Begriff in der Tier- und Pflanzenwelt zu verwenden.
Bei Frauen stimmt das!
Bei Männchen kann ich mich da nur aufs Tierreich beziehen - und spätestens nach der Geschlechtsreife ist ein Großteil durchaus äußerlich erkennbar. Wenn deren Genitalbereich (insbesondere die Hoden) weniger stark entwickelt ist, kann man schon Rückschlüsse ziehen. Oder auch bei Exemplaren mit auffallend weichem und ausgebildetes Brust- oder Hüftgewebe.
Natürlich lassen sich solche Merkmale allein nicht zuverlässig auf eine Intergeschlechtlichkeit zurückführen! Aber sie können ein Hinweis sein.
Der Mensch hat halt den Vorteil, dass er draußen selten nackt rumläuft. Und wenn man keine Veränderungen am Körper selbst sehen kann, bleibt nur noch die Statur und das Gesicht übrig. Wenn man also mal einen großen und nicht stark übergewichtigen Mann sieht, der auffallend viel "Brust" oder eine ausgeprägte Hüfte hat... könnte die Wahrscheinlichkeit groß sein, dass er einen spärlicheren Genitalbereich besitzt.