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Gast
(Gelöschter Account)
Es ist mal wieder soweit. In Deutschland wurde einmal mehr, getreu dem Motto "eine Zensur findet nicht statt" ein Album der Gruppe Rammstein indiziert.
Begründung:
(...) der Song 'Ich tu dir weh' und ein Foto im Booklet, auf dem Gitarrist Richard eine Frau über das Knie gelegt hat und ihr den Hintern versohlt. Beides wird als jugendgefährdend eingestuft, weil sie S/M-Praktiken darstellen. Darüber hinaus befürworte die erste Single 'Pussy' ungeschützten Geschlechtsverkehr.
[Quelle: MTV-Videotext]
Anscheinend ist die Tatsache, dass in dem Song "Pussy" kein einziges mal das Wort Kondom vorkommt, Indiz genug dafür, dass ungeschützter Sex angepriesen wird
Was mich noch ein wenig stutziger macht ist, dass "den Hintern versohlen" als SM-Praktik angesehen wird und somit die Jugend verdirbt, wohingegen das, meinen Informationen nach durchaus schlimmere Artwiork der Special Edition, auf welchem eine Frau zerstückelt wird, keine Erwähnung findet. Was sagt uns das über den Wissensstand und die Pflichtbewusstheit der deutschen Behörden
Edit: Und vorallem, warum ist eine SM-Praxis ein Grund für eine Indizierung? DIe Praxis als solche ist doch nicht verboten.. ist ja nicht so als würde es um Necrophilie gehen
Zum Thema Indizierung selbst:
In diesem Fall fällt es wohl nicht gar so drastisch aus, da das Werk bereits ausreichend beworben wurde und eine breite Masse bereits von seiner Existenz Kenntniss hat. Bei anderen Medien verhält es sich nicht so. Wenn solche Werke indiziert werden kommt es, meiner Meinung nach, zu einer Zensur. Diese Schriften, Musikstücke, Bilder etc. werden quasi aus der Öffentlichkeit verbannt, da sie zwar verkauft, aber nicht beworben werden dürfen. Der durchschnittliche Händler wird sich also nicht unbedingt eine Waagenladung davon bestellen und unter der Ladentheke verstecken um sie dem "Insider" verkaufen zu können. Folge dessen ist logischer Weise, dass es über Kurz oder Lang in Vergessenheit geraten wird, wie der Text der einst unter dem dicken schwarzen Filzstift zu sehen war.
Ich weiß, die Diskussion war bestimmt schon des öfteren da, aber, ist es Aufgabe des Staates zu definieren was gut und was schlecht ist für unsere Jugend, was "sozialethisch desorientierend" oder "pädagogisch wertvoll" ist, oder wäre diese Entscheidung oder Verantwortung nicht doch besser bei den Eltern aufgehoben?
Natürlich, es kümmern sich nicht alle die sich "Eltern" nennen gleichermaßen hingebungsvoll um ihre Sprößlinge, doch können wir auf Grund dessen Medien einfach verbannen?
Oder, anders gefragt, machen Musik, Filme, Spiele und Comics unsere Jugend zu emotionalen Krüppeln mit weitläufigen psychischen Störungen oder ist es die Gesellschaft um sie herum, welche mehr und mehr dem Wahnsinn verfällt
Begründung:
(...) der Song 'Ich tu dir weh' und ein Foto im Booklet, auf dem Gitarrist Richard eine Frau über das Knie gelegt hat und ihr den Hintern versohlt. Beides wird als jugendgefährdend eingestuft, weil sie S/M-Praktiken darstellen. Darüber hinaus befürworte die erste Single 'Pussy' ungeschützten Geschlechtsverkehr.
[Quelle: MTV-Videotext]
Anscheinend ist die Tatsache, dass in dem Song "Pussy" kein einziges mal das Wort Kondom vorkommt, Indiz genug dafür, dass ungeschützter Sex angepriesen wird
Was mich noch ein wenig stutziger macht ist, dass "den Hintern versohlen" als SM-Praktik angesehen wird und somit die Jugend verdirbt, wohingegen das, meinen Informationen nach durchaus schlimmere Artwiork der Special Edition, auf welchem eine Frau zerstückelt wird, keine Erwähnung findet. Was sagt uns das über den Wissensstand und die Pflichtbewusstheit der deutschen Behörden

Edit: Und vorallem, warum ist eine SM-Praxis ein Grund für eine Indizierung? DIe Praxis als solche ist doch nicht verboten.. ist ja nicht so als würde es um Necrophilie gehen
Zum Thema Indizierung selbst:
In diesem Fall fällt es wohl nicht gar so drastisch aus, da das Werk bereits ausreichend beworben wurde und eine breite Masse bereits von seiner Existenz Kenntniss hat. Bei anderen Medien verhält es sich nicht so. Wenn solche Werke indiziert werden kommt es, meiner Meinung nach, zu einer Zensur. Diese Schriften, Musikstücke, Bilder etc. werden quasi aus der Öffentlichkeit verbannt, da sie zwar verkauft, aber nicht beworben werden dürfen. Der durchschnittliche Händler wird sich also nicht unbedingt eine Waagenladung davon bestellen und unter der Ladentheke verstecken um sie dem "Insider" verkaufen zu können. Folge dessen ist logischer Weise, dass es über Kurz oder Lang in Vergessenheit geraten wird, wie der Text der einst unter dem dicken schwarzen Filzstift zu sehen war.
Ich weiß, die Diskussion war bestimmt schon des öfteren da, aber, ist es Aufgabe des Staates zu definieren was gut und was schlecht ist für unsere Jugend, was "sozialethisch desorientierend" oder "pädagogisch wertvoll" ist, oder wäre diese Entscheidung oder Verantwortung nicht doch besser bei den Eltern aufgehoben?
Natürlich, es kümmern sich nicht alle die sich "Eltern" nennen gleichermaßen hingebungsvoll um ihre Sprößlinge, doch können wir auf Grund dessen Medien einfach verbannen?
Oder, anders gefragt, machen Musik, Filme, Spiele und Comics unsere Jugend zu emotionalen Krüppeln mit weitläufigen psychischen Störungen oder ist es die Gesellschaft um sie herum, welche mehr und mehr dem Wahnsinn verfällt


) auf den Index wandern sollten.