hohes STD - Risiko bei DLs

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Dieses Thema ist für Leute gedacht, die sich über solche Dinge ernsthaft Gedanken machen. Die Leute, die wieder off topic werden möchten oder sich darüber lustig machen möchten: einfach nicht lesen!! Und in die Witze - oder Spiele - Ecke gehen.




Gonokokken und Chlamydien können beim FO vom Rachen der SDL auf den Harnröhrenausgang beim Mann übertragen werden, von wo aus die Infektion dann weiter aufsteigt. Infektionen mit Gonokokken führen beim Mann in etwa 90 % der Fälle zu einer akuten Gonorrhoe (Tripper) mit den üblichen Symptomen, die den Betreffenden zu einem peinlichen Arztbesuch zwingen. Auch Chlamydien führen – wenn auch nicht mit einer so hohen Quote – zu akuten oder chronischen Entzündungen der männlichen Harn- und Geschlechtsorgane, die mehr oder weniger heftige Beschwerden machen können, aber auch symptomlos bleiben können. Beide Infektionen sind antibiotisch gut behandelbar und daher (von seltenen Komplikationen in nicht behandelten Fällen abgesehen) nichts wirklich Gefährliches – wenn man Single ist. Aber wie der Partnerin zuhause erklären? Die Gefährlichkeit dieser Infektionen für den SDL-Kunden liegt doch weniger im rein medizinischen Bereich als ganz woanders ... und dass man sich das nicht - wie gern erzählt - auf der Herrentoilette holen kann, kann sich die heimische Partnerin heutzutage in wenigen Minuten ergooglen ...

FO ist eine durchaus häufige Quelle für männliche Gonorrhoe- oder Chlamydieninfektionen und in Zeiten von safer sex – wie eine japanische Studie zeigte – ist FO mit einer SDL sogar der mit Abstand häufigste Weg, sich eine solche Erkrankung zu holen. Dass Deep Throat dann noch gefährlicher ist, ist naheliegend, wissenschaftlich aber nicht untersucht.

Was bedeutet das praktisch?

Auf Sex mit jungen Berufseinsteigerinnen wird deshalb wohl kein Kunde verzichten. Und wir sollten die Anfängerinnen auf keinen Fall diskriminieren, schließlich hat jeder in jedem Beruf mal neu angefangen. Aber wir sollten diese Zahlen im Hinterkopf behalten und daraus Konsequenzen ziehen. Häufig weiß man ja, ob eine SDL schon länger dabei ist oder neu im Beruf. Mancher FO-Anhänger wird sich vielleicht angesichts dieser Zahlen überlegen, ob er bei einer Berufsanfängerin doch lieber auf FM umsteigt? Das mag vielleicht auch von seiner privaten Situation abhängen: was würde ihm im Fall eines Falles zuhause drohen?

(Wobei nochmals zu betonen ist, dass sich die o.g. Zahlen auf alle drei beprobten Lokalisationen zusammen beziehen und nicht auf den Rachen allein; es wäre also falsch zu behaupten, 33 % der Berufsanfängerinnen hätten STD-Erreger im Rachen – das ist definitiv zu hoch gegriffen – die tatsächliche Zahl aus der Studie ist bisher nicht bekanntgegeben. Man muss abwarten, ob da noch Detaillierteres vom Robert-Koch-Institut kommt).


Eine Konsequenz können und sollten wir aber alle ziehen:

Die Gesundheitsämter – besonders auch in Nordrhein-Westfalen, die zum Teil da besser aufgestellt sind als in manchen anderen Bundesländern - bieten für SDLs kostenlose Untersuchungen auf diese Erreger an. Wenn nach den entsprechenden Empfehlungen/Standards vorgegangen wird, wird dabei auch der Rachen beprobt. Wird etwas gefunden, dürfen die Gesundheitsämter sogar behandeln – das ist ihnen nach dem Infektionsschutzgesetz ausdrücklich erlaubt. Auch diese Behandlung ist kostenlos. Behandeln heißt hier also entweder Antibiotika direkt ausgeben oder verschreiben. Mag sein (je nach Amt und Region), dass die Betroffene dann in der Apotheke das Antibiotikum selbst bezahlen muss, aber das liegt meist im unteren zweistelligen Eurobereich, also vertretbar.

Die Beratungsstellen der Gesundheitsämter sind für diese Klientel da und auch vorbereitet, z.B. auch was sprachliche Verständigung betrifft (z.B. Informationsblätter zu der betreffenden Krankheit und Behandlung in Heimatsprache usw.). Die Gesundheitsämter bieten daneben auch die Möglichkeit zur Beratung in Sachen Hepatitis-B- oder auch (vor allem für nach Kalenderjahren noch junge Berufsanfängerinnen interessant) HPV-Impfung, auch wenn diese Impfungen von den Gesundheitsämtern dann selbst nicht oder auf jeden Fall nicht kostenlos durchgeführt werden, aber es kann zumindest eine Beratung erfolgen. Auch andere Zusatzleistungen der Gesundheitsämter (z.B. Gebärmutterhals-Krebsvorsorge) können ggf. kostenpflichtig sein. Wir reden hier aber über die STD-Basisdiagnostik wie Chlamydien, Gonorrhoe, Syphilis, und die ist in den Beratungsstellen kostenlos.

Viele SDLs, vor allem aus dem Ausland, sind in Deutschland nämlich nicht krankenversichert. Dies erhöht die Schwelle für einen Arztbesuch bei Beschwerden, aber erst recht zur reinen Vorsorge bei Beschwerdelosigkeit. Schließlich sind sie als Unversicherte Selbstzahler nach der privaten Gebührenordnung. Gerade für sie sind daher die kostenlosen STD-Beratungsstellen der Gesundheitsämter interessant. Viele ausländische SDLs, auch solche, die durchaus gesundheitsbewusst sind (also z.B. GV nur mit Kondom, kein AV, kein FA), wissen nichts von diesem Angebot – weil es Vergleichbares in den Heimatländern wohl gar nicht gibt.

Es liegt an uns Kunden, sie darauf aufmerksam zu machen – wenn es sonst keiner tut. Die Gesundheitsämter können nicht in die Clubs und Wohnungen gehen und Werbung für sich machen – dafür fehlt ihnen die Zeit, das Personal und zum Teil wohl auch die Rechtsgrundlage. Die SDLs müssen schon selbst kommen, und das können sie nur, wenn sie das wissen. Aber gerade die jungen Berufsanfängerinnen, die es am allermeisten betrifft, wissen es meist nicht – und da sind wir gefordert. Wir als Kunden haben es in der Hand, ob die Zahlen so bleiben, wie oben dargestellt, oder besser werden! Geben wir doch den Berufsanfängerinnen den Tipp mit dem Gesundheitsamt!

Dabei spielt es letztendlich keine Rolle, ob wir das tun, weil wir es mit den SDLs gut meinen (also um der SDL willen), oder ob wir das für uns selbst tun (quasi aus Eigennutz und -schutz), um zukünftig das Risiko bei FO (und auch beim Lecken) zu verkleinern. So oder so – die Motivation ist zweitrangig. Dabei muss man nicht viel sagen, im Grunde geht es um drei Kernbotschaften:

a) gerade im ersten Berufsjahr, besonders den ersten Monaten, ist das Risiko für typische, aber gut behandelbare STDs hoch!
b) kostenlose Untersuchung in der Beratungsstelle beim Gesundheitsamt
c) falls notwendig, kostenlose Behandlung durchs Gesundheitsamt

(ob man die Antibiotika dann geschenkt bekommt oder in der Apotheke selbst kaufen muss, dürfte angesichts der Antibiotika-Preise dann eher zweitrangig sein).

Wenn man das Thema anspricht, wird sich herausstellen, dass in manchen Clubs diese Untersuchungen üblich und auch sowieso gefordert sind, manchmal von den Clubs selbst organisiert, in manche Clubs kommt auch direkt ein Arzt vor Ort (er kann natürlich nur die Frauen untersuchen, die dann gerade anwesend sind). Dass dies aber nicht flächendeckend etabliert ist, zeigen die oben genannten Zahlen.

Manche SDL wird mangels Auto oder anderer Kompetenzen vielleicht gar nicht in der Lage sein, ein Gesundheitsamt aufzusuchen, aber die Frauen können sich auch mit Kolleginnen und Freundinnen zusammen tun – manche SDLs sind ja im Kollegenkreis wahre „Netzwerkerinnen“.

Es geht mir bei diesem Vorschlag um Berufsanfängerinnen, und dort vor allem um die ganz jungen, denn bei denen ist das Risiko nochmals stark erhöht. Den etablierten SDLs brauchen wir nichts mehr zu erzählen – die sind entweder selbst längst Expertinnen in Sachen STDs oder desinteressiert und ihnen ist alles egal und dann ist ihnen sowieso nicht zu helfen.

Dabei meine ich das nicht so, dass man bei jedem Kontakt mit einer „neuen“ oder „jungen“ SDL mit der Tür ins Haus fällt und das Thema „hohes STD-Risiko – Gesundheitsamt - Beratungsstelle – kostenlos“ von sich aus anspricht. Mag sein, dass es vereinzelt Kunden gibt, die das können – vielleicht weil sie sich als Arzt zu erkennen geben, das wird aber die extreme Ausnahme sein.

Ich meine das anders. Wir sollten diesen Tipp einflechten, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet. Manchmal wird das an Sprachbarrieren völlig scheitern. Wenn aber etwas Verständigung möglich ist, kommt es durchaus vor, dass die Frauen erzählen oder klagen, z.B. über irgendwelche gesundheitlichen Probleme, Schmerzen, dass sie nicht krankenversichert sind, dass die Ärzte (aus ihrer Sicht) „so teuer“ sind – dies wären beispielsweise mögliche Ansatzpunkte. Oder wenn es ums Kondom geht – FO oder FM? Alles Gelegenheiten, wo man diese Information einflechten kann.

Wenn dies nur bei 1 % aller Kundenkontakte mit einer Berufsanfängerin geschieht, und diese im Durchschnitt 40 Kunden pro Woche hat (5 Tage x 8 Kunden), dann würde sie alle zwei bis drei Wochen diesen Tipp erhalten. Das wäre doch schon was!

Wie gesagt, es liegt an uns und in unserem Eigeninteresse (vor allem im Interesse der FO-Fans, aber auch derjenigen, die gern lecken), dass die Zahlen nicht so bleiben, wie sie sind! Dass es auch den Berufsanfängerinnen in Bezug auf STDs besser geht als dies jetzt offensichtlich der Fall ist!

Wir sollten die Berufsanfängerinnen aufgrund dieser Zahlen nicht vor lauter Angst „meiden“ (dafür gibt es keinen Grund!!!), sondern ihnen helfen, dass sich ihre (und damit mittelbar auch unsere) gesundheitliche (STD-)Lage verbessert, indem wir geschickt Gelegenheiten nutzen, diese einfachen, für die jungen Berufsanfängerinnen aber so wichtigen Botschaften rüberzubringen!

Starten wir dieses Projekt! Sei es für die SDLs, sei es auch nur für uns selbst!

http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/S/STI/Studien/KABPsurvSTI/KABPsurvSTI_Bericht.html
 
a) gerade im ersten Berufsjahr, besonders den ersten Monaten, ist das Risiko für typische, aber gut behandelbare STDs hoch!
Ist ja alles schön und gut aber warum limitierst du das auf die jungen Berufsanfängerinnen?
Blasen ältere/erfahrene SWs nur mit Gummi :fragezeichen:

Gegen Hep B sollte eigentlich jeder geimpft sein

, und diese im Durchschnitt 40 Kunden pro Woche hat (5 Tage x 8 Kunden), dann würde sie alle zwei bis drei Wochen diesen Tipp erhalten. Das wäre doch schon was!
8 Kunden/Tag ist für die überwiegende Mehrheit ein Wunschtraum...Bulsara, der Einblick in diverse Statistiken hat, spricht von 3/Tag


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Zielführender wäre es die (wöchentliche) zumindest in AT verpflichtende Kontrolluntersuchung einmal pro Monat auf den Rachenraum auszudehnen.

Bei Erstausstellung verpflichtendes Beratungs/Aufklärungsgespräch.
Nach Möglichkeit in Muttersprache der SW.
Jedes Jahr Kontrollfragen über "medizinisches Wissen" und gegebenenfalls "Nachschulung".

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Kunden sind ABSOLUT ungeeignet die Mädels aufzuklären. Es geistert schon genug Halbwissen herum. Das wird dann durch "Übersetzungen" noch weiter verstärkt
 
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