Gefangener des eigenen Fetisch ?

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(Gelöschter Account)
Im Zuge eines Gesprächs über Sex im allgemeinen, meinte meine Frau kürzlich, daß Fetischisten eigentlich "arme Schweine" wären, weil wer nur dann zum Orgasmus kommt wenn er z.B. "an den Füßen einer Frau schnüffeln kann", hätte seine sexuelle Freiheit verloren. Quasi ein Sklave des eigenen Fetisch, der einen nicht mehr losläßt, zwingt, den Fetisch zu leben und gleichzeitig verhindert, Sex auch in anderen, "normalen" Arten genießen zu können.

Nachdem ich selbst da keinerlei Erfahrungswerte habe - Frage: wie seht ihr das, was sind eure Erfahrungen?

lg,
GranCorona
 
Deswegen sollte man sich da nicht bescheiden auf einen beschränken sondern mehreren fröhnen :daumen:
 
Danke, das ist auch mir als Erfahrungsloser klar :mrgreen:

Was ich aber eigentlich meinte ist - nimmt die Neigung zu einem bestimmten Fetisch üblicherweise wirklich solche Ausmaße an, daß es anders nicht mehr (zufriedenstellend) geht oder ist es einfach nur eine zusätzliche Bereicherung, eine Spielart unter vielen?
 
an sich ist die definition von fetischismus schon so, dass der fetisch für die befriedigung zwingend notwendig ist. im sprachgebrauch wird "fetisch" aber immer ungenauer mit "vorliebe" oder "neigung" gleichgesetzt. oder einfach mit gewissen verbreiteten spielarten. so gesehen können fetische den spaß an der erotik durchaus erweitern. die klassische definition bedeutet abhängigkeit, das ist auch klar... was ja auch nicht heißen muss, dass so einer, der seinen fetisch mit genuss leben kann, arm dran ist. wenn einer auf 17 jahr, blondes haar fixiert ist und er kriegt das auch, muss mit 66 noch immer nicht schluss sein...:mrgreen:
 
Problematisch wird es erst in einer Bezeiehung denke Ich mal wenn der Fetisch mehr im Vordergrund steht und der Partner nicht mehr als Person wahrgenommen wird.
Aber das wurde hier schon mal erwähnt.
 
Hi Ihr,

Humey, wenn das der Fall ist, bzw wenn man es von dieser Warte aus sieht, dann kann es überall zum Problem werden.

Geht man mit einem Fetischisten ein Spiel ein - einem richtigen Fetischisten - dann muß ieinem klar sein, dßa man nur Werkzeug seiner Fantasien ist.
ABer ist man das nicht überall?

Drum sage ich ja, es kommt immer darauf an, wie man die Sache sieht.

Auf Außenstehende wirken echte Fetischisten (echt, damit Ihr wisst, nicht der Fetischliebende sondern der, der nicht anders kann) immer arm und sehr einseitig.
Auch auf sich selber - kann das öfters passieren. Weil manche eben nicht fähig sind, ihren Fetisch auszuleben. Und ist er noch so alltäglich.

Die, die es könnnen, können auch durchaus glücklich damit sein.

Für manche ist es halt ein wenig schwerer einen passenden Partner zu finden. Egal ob für ein Spiel oder eine Lebensbeziehung.
Leider passiert es in Beziehungen leider häufiger, daß der andre Part schnell (aus eigener Sicht) sich zum Objekt degratiert fühlt.
Was aber schade ist, wenn man es so sieht. Ist aber sicher auch von "objekt" zu "objekt" unterschiedlich.

Lieben Gruß,
Katarina

 
Hi Ihr,

Auf Außenstehende wirken echte Fetischisten (echt, damit Ihr wisst, nicht der Fetischliebende sondern der, der nicht anders kann) immer arm und sehr einseitig.
Auch auf sich selber - kann das öfters passieren. Weil manche eben nicht fähig sind, ihren Fetisch auszuleben. Und ist er noch so alltäglich.

Schon klar, aber was macht jemand in soeiner Situation? Den Psychiater, also einen Arzt, aufsuchen, wie von Homey beschrieben? Das würde ja letztendlich bedeuten, daß ein (echter, also zwanghafter) Fetisch in irgend einer Form eine "Krankheit" ist.
Falls das Zutrifft, ist sie heilbar oder bleibt dem Betroffenen letztlich keine andere Möglichkeit als damit zu leben bzw. sich halt unter Kontrolle zu halten?
 
Wieso verlieren Fetischisten ihre sexuelle Freiheit denn?
Nur weil sie wissen was Ihnen gefällt?
Ist es nicht irgendwie befreiend zu wissen auf was man so steht.
Manche Menschen trauen sich nicht mal Ihren Partner bzw. Partnerin auf dieses Thema anzusprechen.

Das wollte Ich mit dem Link ausdrücken.

Und was Partnersuchende Fetischisten betrifft ist es nicht so das sie nicht so gern gesehen werden bei div. Veranstaltungen oder bei div. Clubs? Die sind an sich schon arm finde Ich.
 
@Homey
Aber ist es denn nicht so, dass "normal" veranlagte einen vielseitigeren Sex haben? Und Fetischisten deshalb ihre Freiheit, diese Vielseitigkeit auszuleben einbüßen?
 
Schon klar, aber was macht jemand in soeiner Situation? Den Psychiater, also einen Arzt, aufsuchen, wie von Homey beschrieben? Das würde ja letztendlich bedeuten, daß ein (echter, also zwanghafter) Fetisch in irgend einer Form eine "Krankheit" ist.
Falls das Zutrifft, ist sie heilbar oder bleibt dem Betroffenen letztlich keine andere Möglichkeit als damit zu leben bzw. sich halt unter Kontrolle zu halten?

Falls es wirklich zwanghaft in medizinischer Form ist (der Betroffene leidet selber darunter), dann wäre ein Besuch bei einem Sexualtherapeuten durchaus anzuraten. Ansonsten hat er ja Spaß und Freude daran und ist keinesfalls krankhaft. Ob die Beziehung darunter leidet muß jeder mit seinem (den Richtigen?) Partner abklären. Aber das Sexualleben klappt in vielen Beziehungen auch ohne Fetisch nicht.

Gruß
Alpenwolf
 
Tja es gibt in jedem Bereich wirklich ausgeprägte Formen.

Aber es gibt auch Fetischisten die erst nach langen "herumprobieren" herausgefunden haben was Ihnen zusagt und was nicht.

Es ist meisten nicht der Fetischist selber der sich in seiner Freiheit einschränkt meistens wird er bzw. sie von wem eingeschränkt weil er oder sie Angst hat vom Partner als pervers hingestellt zu werden.
 
Also,aus eigener Erfahrung weiss ich - ein Fetish (als Single ausgelebt) kann in einer Beziehung völlig in den Hintergrund rücken,bzw. ganz verschwinden!
Dieser Fetish diente dann nur dazu,um das Fehlen des Partners zu kompensieren!
Nur noch mit dem Fetish Sex haben zu können,halte ich auch für bedenklich!
Das ist doch letztendlich wie immer nur Missionarsstellung!
Da gabs mal ne tolle Talkshow im deutschen Fern,wo der Typ nur konnte,wenn Sie in Lack getüddelt war! Und sie hat das so treffend erklärt: Wenn er mit dem Lackkleid kam,wusste sie-jetzt geht es wieder los! Jetzt hab ich Sex mit ihm! Als sie mal Rosenblätter bis ins Schlafzimmer verteilte,sagte er nur: "Du weisst doch,das ich nicht auf sowas romantisches stehe"!
Das zeigt eine sehr einseitige Beziehung! Nur das eigene Verlangen wird befriedigt! Das ist armselig!
Einfacher wäre es doch,wenn diese Extrem-Fetishisten erst garkeine Beziehung eingehen! Damit steht ihnen alles frei und sie belasten niemanden mit ihren Vorlieben!
 
Schon klar, aber was macht jemand in soeiner Situation? Den Psychiater, also einen Arzt, aufsuchen, wie von Homey beschrieben? Das würde ja letztendlich bedeuten, daß ein (echter, also zwanghafter) Fetisch in irgend einer Form eine "Krankheit" ist.
Falls das Zutrifft, ist sie heilbar oder bleibt dem Betroffenen letztlich keine andere Möglichkeit als damit zu leben bzw. sich halt unter Kontrolle zu halten?
Nein aber zB einen Sexualtherapeuten, wenn der Fetisch aufgrund der Einengung der Sexualität zur Belastung wird
 
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