Im BDSM Lokal haben wir die Erfahrung gemacht, dass der Fokus sehr stark ( für uns vielleicht zu stark) auf körperliche Schmerzzuführung liegt ( bzw. bei unserer Anwesenheit lag). Ich weiss nicht, ob ich mich da bei den " Profi BDSMler nicht lächerlich mache, aber uns hat der sinnliche Aspekt der Unterwerfung gefehlt. Das hat meine Frau eher abgeturnt. Aber zugegeben, wir bauen unsere Meinung auf nur wenige Besuche auf. Vielleicht sollten wir mehrere unterschiedliche Clubs und diese auch öfters besuchen.
Ja, da könntest du recht haben. Ich gehe auch kaum in BDSM-Clubs und swingen tu ich schon gar nicht. S/M ist dort natürlich leichter praktikabel und deshalb offensichtlicher. D/S ist ein sehr subtiles Spiel, das von der Umgebung oft gar nicht wahrgenommen wird. Deswegen ist es für mich auch die Königsdisziplin bei BDSM.
By the way: Wie darf ich das verstehen, dass ein nein EHER! akzeptiert wird?
Swinger und BDSMler - gerade wenn sie in Clubs gehen und sich somit zur Community gehören - wissen um gewisse Regeln, wie zB. Einvernehmlichkeit und akzeptieren diese auch. In freier Wildbahn/ in der "normalen" Gesellschaft gibt es leider noch immer viele, die ungehalten reagieren, wenn Frau zuerst heftig flirtet und ihn dann doch stehen lässt. Besonders wenn sie auch noch aufreizend angezogen ist, glaubt so mancher, dass ihm jetzt was weggenommen wird, auf dass er doch Rechte hätte.
Auch deine Rolle, egal ob du aktiv oder passiv dabei sein willst, wird in Swinger/BDSM-Kreisen besser akzeptiert, als bei "Normalos".
... und zum Thema " bekanntes Problem". Das ist ein sehr spannender Aspekt für mich. In einem anderen Forum habe ich eine entsprechende Frage gestellt" Wie ich es schaffe meiner Frau zu helfen ihren Kopf frei zu bekommen? Ganz ehrlich gemeinte Frage, hat aber einen Shitstorm ausgelöst, wie ich so anmaßend sein kann. Natürlich hat mich das Feedback beschäftigt und ist vielleicht wirklich ein schmaler Grad zwischen Grenzen verschieben und anmaßend sein.
Das ist sicher sehr individuell. Kommt auf deine Frau, dich und eure Beziehung an.
Eine recht persönliche Ansicht:
Obwohl ich wahrscheinlich eine Generation älter bin als du/ihr, werden uns doch alle möglichen Verhaltensregeln von Kindheit an beigebracht. "Das tut man nicht" ist wohl die beliebteste.
Sicherheit: Egal was passiert, er passt auf mich auf.
Vertrauen: Er mutet mir nichts zu, was ich nicht schaffe oder mich verletzt.
Seine Macht: Ein guter Dom findet durch Gespräche, beobachten der Reaktionen und viel Feingefühl heraus, was sub mag - oft weiß sie es selber (noch) nicht oder schämt sich für ihre Wünsche. Wenn ihm das auch gefällt, führt er seine sub langsam dorthin, indem er ihr glaubhaft macht, dass er das so will. Er übernimmt die Verantwortung für das Geschehen und nimmt ihr somit die Scham, so "unanständige" Sachen zu machen. Sie kann sich damit ausreden, sie macht es aus Liebe zu ihm.