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Du erweckst Erinnerungen an meine (schon lange verstorbene) Lieblingstante, wohnhaft im Triestingstal. Die hat aber aus der Beere einen sirupartigen Saft gemacht.
Du erweckst Erinnerungen an meine (schon lange verstorbene) Lieblingstante, wohnhaft im Triestingstal. Die hat aber aus der Beere einen sirupartigen Saft gemacht.
Sirup machen wir aus diversen Minzen, Holunder Zitronenmelisse und Basilikum, vom Dirndl gibts nur Marmelade, die darf das ganze Jahr über nicht ausgehen .
Bevor wir dieses Haus gekauft haben, kannte ich Dirndlmarmelade nicht. Aber der ehemalige Besitzer hat uns davon erzählt und seitdem schnorrt er uns auch mehrmals in Jahr um Nachschub an.
Früher habe ich es öfters gemacht, aber irgendwie ist es die fürchterlichste Art Früchte haltbar zu machen. Am Ende stellt man jede Cola damit in den Schatten.
Das Endprodukt war eigentlich für eine Welt gedacht wo es kaum Süßigkeiten gab und man über den Winter nur wenig bis gar nichts erfreuliches zu Essen hatte und ohnehin oft hungerte. Heute macht so etwas kaum noch Sinn.
Die Früchte werden erhitzt, dabei gehen die meisten Vitamine verloren, der Fruchtzucker wird konzentriert und mit dem Gelierzucker 1:1 oder schlimmer wird es zum ungesunden Produkt, mit Pektin und Säurungsmittel wie Zitrone sind wir ohnehin schon im Bereich der Hochverarbeiteten Lebensmittel.
Ein paar Experimente mit Birkenzucker oder sehr wenig Zucker endeten bei mir immer mit schlechter Haltbarkeit.
Aus Tradition und für Krisen sollte man aber durchaus wissen wie es geht! Wobei man dazu auch lernen sollte wie man neben Süßkram auch selbst Fertiggerichte einkocht. Meine Oma hat damit zusammen mit ihren Kindern den letzten Kriegswinter und die Nachkriegszeit überlebt.