Bedürfnisse/ Bedürftigkeit

Hi,


Guckst Du:

Genetik: Genetisch gleicht die Maus dem Menschen fast genau

Der nächste Verwandte des Menschen, der Schimpanse, steht uns genetisch sehr nah - dies bestätigte jetzt eine aufwendige Genanalyse. Bis zu 99 Prozent des Erbguts der beiden Arten sind identisch.

und

Das Erbgut der Maus ist nahezu vollständig entziffert. Und ein Ergebnis, der Entschlüsselung ist, dass die Maus mit dem Menschen in 99 Prozent ihrer Gene übereinstimmt.


argumentativ nachteilig für wen?

Zu sagen, wer Gesellschaft braucht benimmt sich wie ein Affe ... ;)

LG Tom
 
Zu sagen, wer Gesellschaft braucht benimmt sich wie ein Affe ... ;)

hab ich überhaupt kein problem damit. im gegenteil. wenn ich z.b. einem gorilla ins gesicht schaue, empfinde ich sehr großen respekt und tiefstes mitleid.

p.s.: ich weiß schon, was jetzt kommt - spiegel und so ... aber da fehlert der respekt. nur mitleid, tiefstes mitleid. :X3:

aber ernsthaft: ich kann der blasphemischen hochmütigkeit, uns als krone der schöpfung zu sehen überhaupt nichts abgewinnen - bloß weil wir als erstes waffen entwickelt haben.

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Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Und selber :
Ja ich bin ein Gemeinschaftsmensch, und kann möglicherweise gar nicht gern alleine sein. Die nächsten 3 Wochen werden dies zeigen.... :)
Hier werden ja Themen und Wünsche diskutiert die wir im wirklichen Leben vermissen und sich nach ihnen sehnen:Liebe,Sex,Erotik und die nähe nach einer anderen Person...
Ja mir fehlt das auch und deshalb schreibe ich mir auch gerne etwas von der Seele damit es dann leichter ist!!!:up::up::up:
Und 3 Wochen können eine lange Zeit sein ganz besonders jetzt im dunklen November,im Sommer zum Beispiel vergeht die Zeit viel schneller!!:lol::lol:
 
Würde ich so nicht pauschal unterschreiben.
Wenn sie sichs "einreden", hast Du recht.. dann brauchen sie nur deshalb niemanden, weil sie noch den "Schmerz beschützen/festhalten/lieben" oder was auch immer.
Was ist mit denen, die alles was sie erleben einfach erleben, wenn sie es erleben ohne es in dem Moment zu brauchen?

Brauchen impliziert bei mir zumindest Abhängigkeit.
Und Gemeinschaft / Beziehung / was-oder-wer-auch-immer heißt ja nicht notwendigerweise Abhängigkeit.
Nur die Bindung, also der Verlust der Bindung, erzeugt Schmerz. Und "Brauchen".

Ich brauch ja nur dann was, wenn ich etwas, was ich hatte, vermisse und "wieder will".
Sonst bräuchte ich es ja nicht.

Ich beziehe mich da sinngemäß auf

"Das bloße Verlangen nach der Wiederholung des Vergnügens ruft Schmerz hervor, denn es ist nicht mehr das gleiche wie gestern."
Jiddu Krishnamurti

...und der war auch kein bedürftiger Dodel, oder Asket... sondern einfach immer im Moment der Freude ohne etwas zu brauchen.

Wenns immer gut ist wie es ist, wurscht ob etwas da ist oder nicht, wieso sollte ein "Selbstschutz" eintreten? Wovor denn?
Vor der eigenen Fülle?

Also ich versteh was Du meinst, zu beobachten ist das -wie Du sagst- bei vielen... aber ausschließen würde ich es nicht, dass man auch authentisch mit sich im Reinen sein kann, ohne etwas zu brauchen. Sonst wären alle Singles permanent Selbstverleugner, manch einer genießt diese Phasen regelrecht.

Wie gesagt, von der Wahrscheinlichkeit her geb ich Dir recht, aber nicht pauschal ;)

Für viele mag das eine Art Schock sein, wenn man ihnen sagen würde
"Schatz, ich brauche dich nicht.
Aber ich liebe Dich und ich genieße jeden Moment, den wir haben".

Und dennoch wär das die tiefste, stärkste Verbindung ohne Abhängigkeit durch "Bindung" mit Sich-Brauchen....
" brauchen" kann ja in vielerlei Hinsicht verstanden werden :


Hier nur ein paar Beispiele :
Ich brauche jetzt meine Ruhe.....
Ich brauche Niemanden, weil ich mir selber genug bin, mit mir im Reinen bin.....
Ich brauche niemanden, denn sie gehen mir alle nur auf die Nerven.....
Ich brauche meine Familie, weil wir uns gegenseitig unterstützen ODER weil wir gemeinsam sehr viel Spaß haben ODER weil wir gemeinsam finanziell leichter überleben ODER... ODER.....
Ich werde gebraucht/ benutzt /ausgenützt sprich ich brauche / benutze / nutze jemanden aus (der sich das gefallen lässt)
Ich brauche den Bäcker, den Superladen, den Installateur.. Ausser ich kann alles alleine
Ich brauche eine Beziehung, damit ich mich vollständig fühle ODER
Ich brauche eine Beziehung, weil es zu zweit leichter ist sich weiterzuentwickeln, sich zu hinterfragen, sich herauszufordern ODER
Ich brauche das Alleinsein....

Nur eben so ale ein paar Beispiele...

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Was du vielleicht meinst mit " Schatz, ich brauche dich nicht", verstehe ich vielleicht auch so : Schatz, ich gebrauche dich nicht, um mich geliebt zu fühlen.

" aber ich liebe dich und genieße jeden Moment, den wir haben"
Würde ich für mich so verstehen :
Ich liebe dich in diesem Moment, aber nicht nur in diesem, sondern auch in guten und dunklen Tagen....

Eine meiner Freundinnen war mit einem tantrischen Buddhisten verheiratet und sie hatten auch gemeinsam 2 Kinder.
Als es unter anderem auch darum ging, dass auch er seinen Beitrag zum Kinderaufziehen übernehme, meinte er " These are not my children, these are God's children" :lol::lol::rofl::rofl:
 
Vergleiche mit Affen oder anderem Getier halte ich bei diesem Thema für nicht angebracht. Innerhalb der Tierwelt gibt es ganz unterschiedliche Sozialisierungstendenzen...
 
Ich KANN wunderbar mit mir allein sein und empfinde das als großes Glück.

Ich MÖCHTE jedoch nicht auf Dauer ganz alleine leben und schon gar nicht komplett ohne nahestehenden Menschen. Ich habe schon Menschen einsam und allein alt werden und sterben sehen... Ich finds traurig.
 
Was du vielleicht meinst mit " Schatz, ich brauche dich nicht", verstehe ich vielleicht auch so : Schatz, ich gebrauche dich nicht, um mich geliebt zu fühlen.

" aber ich liebe dich und genieße jeden Moment, den wir haben"
Würde ich für mich so verstehen :
Ich liebe dich in diesem Moment, aber nicht nur in diesem, sondern auch in guten und dunklen Tagen....

Genauso mein ichs... ich (miss)brauche niemanden, ich "kanns selber"... Selbstliebe ist das Thema. Selbstvertrauen, alles in sich zu haben.
Ich bin mein eigener Halt und kann daher Halt geben. Ich "brauche dich nicht", ich habe alles in mir, das ist nicht "abwertend", kann aber so empfunden werden, wenn man "gebraucht werden will"... das hat aber seinen Grund, warum man dieses Gebraucht-Werden "noch braucht", ...weil man sich in "Sicherheit halten/spüren will durch Bindung/Abhängigkeit" (Angst vor der eigenen Unfähigkeit "in sich zu bestehen")

Für mich ist es auch die höchste Form der Wertschätzung, den anderen allein aufgrund der Tatsache dass er "ist wie er ist" zu lieben / als Freund zu haben / als was-auch-immer...und nicht weil ich "es brauche" um mich besser oder eben "SICHER" zu fühlen. Allein der Mensch "ohne seine "Funktion", sein "Nutzen", einfach weil er ist wie er ist... möchte sich jemand echt lieber "gebraucht" fühlen, als "angenommen" in seinem reinsten Wesen, ohne was tun zu müssen?

Ich erkenne und anerkenne die Liebe die DA ist, bedingungslos. Nicht weil ich sie brauche.
Und die Liebe die ich gebe... ist ebenso. In jedem Moment. Ob sie gebraucht wird oder nicht... sie ist da. Immer. Ohne Forderung. Egal wie die Tage sind...
Alles andere ist nicht Liebe. Es ist Bedürftigkeit und Abhängigkeit, Forderung...berechnend. Und das schafft Angst vor Verlust und Schmerz.
Wer es je gefühlt hat, kennt den Unterschied...

...ich bin übrigens kein "tantrischer Buddhist" ;)
Ich bin kein An-Hänger/An-Ge-"Höriger" irgendeiner Richtung, Religion, Partei, Verein usw.
Ich ge-höre nur mir, und lebe die "Freiheit" mit allen Konzepten die in mir wahr sind, sobald ich sie "erkenne" und für mich als gut und richtig erachte.

Denn Wahrheit braucht Freiheit.
So wie die Liebe, auch sie braucht Freiheit.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Vielleicht auch daher dieser thread, der zu dieser Bedürftigkeit steht, eben nicht oder noch nicht oder NIE in diesem Stadium zu sein, vom dem du sprichst.

Vielleicht auch dieser thread, in dem man insofern zu sich stehen kann, all diese Bedürfnisse zu erkennen.

Oder vielleicht auch dieser thread, um noch weiter zu gehen, um zu fragen, wie oft BRAUCHE ich Sex/ Intimität / körperliche Nähe / Geborgenheit.
Wie brauche ich einen anderen / eine andere, um wieder rund zu sein.
Oder auch:
Inwiefern hat Partner/ Partnerin mir zur Verfügung zu stehen?
Oder auch :
Wie oft fühle ich mich trotzdem schwach / klein / unzureichend, und die Nähe eines geliebten Menschen wäre vorzüglich?
 
Die Freiheit von Schmerz, welcher Art auch immer, mag tatsächlich auch ein Bedürfnis sein, dem wir unterliegen.

Und es stellt sich mir die Frage, inwiefern die Freiheit von Bedürfnissen auch eine Freiheit oder Abwesenheit von Gefühlen bedingt, oder vielmehr auch eine Ablehnung von Gefühlen.
Als Mensch hat man die Freiheit, sich für verschiedene Wege zu entscheiden.

Gerade auch in diesem Forum geht's um Bedürfnisse, Bedürftigkeiten, Gefühle, Natürlich von Abhängigkeiten, von immerkehrenden Bedürfnissen und Süchten.

Unser Leben als Mensch führt letztlich zu Krankheit und Tod.
In diesem Stadium brauche ich andere Menschen, ausser ich will alleine und ohne Betreuung sterben.

Inwiefern kann ich zu dieser Bedürftigkeit dann stehen, wenn ich mir immer selber genug bin?
 
aber letztlich sind wir Menschen Gemeinschaftswesen und natürlich auch abhängig
möglicherweise bin ich davon "abhängig"...
Ich mag dieses Gefühl von schenken, ich mag dieses Gefühl von annehmen. Es erfüllt mein Sein, wenn ich Freude teilen kann und mein Gegenüber es annimmt und in seinen Augen sich diese Freude widerspiegelt.
Und umgekehrt genauso.
Ja, es würde mir etwas essentiell wichtiges in meinem Sein als Mensch fehlen, wenn ich Freude nicht teilen könnte.

Ich durfte die Erfahrung machen, dass ein gravierender Unterschied darin besteht wie ich die Liebe zu Menschen lebe:

Ich brauche dich, weil ich dich liebe
oder
Ich liebe dich, weil ich dich brauche

Auf der anderen Seite ist für mich das All-Ein-Sein essentiell wichtig. Diese innere "Einkehr", sei es in einem hingebunsvollen "Tun" oder im zelebrieren vom Nichts-Tun. Das möchte ich ebenso nicht missen.

Beides bereichert mein Mensch-Sein, beides möchte ich leben und erleben, diese schier unendlich anmutende Vielfalt, im All-Ein-Sein im unter Menschen sein, liebe ich.
Bin ich abhängig? Ich weiß es nicht, ich weiß nur, es würde nicht stimmig sein für mein Leben, wenn ich meinen Fokus hauptsächlich auf eine Seite legen würde.
 
....
Und selber :
Ja ich bin ein Gemeinschaftsmensch, und kann möglicherweise gar nicht gern alleine sein. Die nächsten 3 Wochen werden dies zeigen.... :)
Du wirst auch die nächsten Wochen nicht alleine sein.
Viele Gedanken sind mit und bei Dir!

...und was Bedürfnisse und Bedarf angeht - entstehen sie wohl auch, weil sie in der individuellen Lebensituation nicht 'gesättigt' werden ... und 'reden' befriedigt die auch nicht.

Im Übrigen - Menschen sind soziale Wesen ... unabdingbar.
 
Hi,

Ich habe schon Menschen einsam und allein alt werden und sterben sehen... Ich finds traurig.

die sind aber vielleicht glücklich gewesen ... ich meine, alleine zu wissen, dass keiner weint und sich keiner grämt, wenn man selbst stirbt, ist doch schon ein Stück weg Erleichterung .... keine Sorgen um die Hinterbliebenen ...

LG Tom
 
Ich habe schon Menschen einsam und allein alt werden und sterben sehen... Ich finds traurig.

Für aussenstehende wirkt es vielleicht so - vor allem wenn sie selbst ein für sich glückliches Leben in einer Partnerschaft führen.
Manche Menschen mögen es alleine zu sein und wären unglücklich wenn sie nicht tun und lassen können was sie wollen.
 
Hi,



die sind aber vielleicht glücklich gewesen ... ich meine, alleine zu wissen, dass keiner weint und sich keiner grämt, wenn man selbst stirbt, ist doch schon ein Stück weg Erleichterung .... keine Sorgen um die Hinterbliebenen ...

LG Tom

Für aussenstehende wirkt es vielleicht so - vor allem wenn sie selbst ein für sich glückliches Leben in einer Partnerschaft führen.
Manche Menschen mögen es alleine zu sein und wären unglücklich wenn sie nicht tun und lassen können was sie wollen.
Ich weiß es natürlich nicht sicher, aber mein Eindruck war eben nicht, das die besonders glücklich waren... ganz gegen Ende des Lebens... wenn der Körper nimmer mag..
 
Dennoch ist das Sprechen über oder von Bedürfnissen fast irgendwie ein Tabu Bereich, denn es zeigt auch unsere abhängige oder Co- abhängige Seite.

Es ist daher ein Tabu Bereich weil derartiges Verhalten Schwäche signalisiert.

Vor allem wenn Männer sich von ihren Bedürfnissen und Wünschen sprechen wird es in in der Regel, vor allem von Frauen, als Mimimi abgetan.
 
Männer, die über ihre Bedürfnisse und Wünsche Bescheid wissen, zeugen für mich von einer gefestigten Persönlichkeit. In deren Umgebung ich mich "sauwohl" fühle, da sie auch mir zugestehen, meine Wünsche und Bedürfnisse zu äußern ohne dass ich Angst haben muss, sie würden mich verurteilen.
 
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