@Mitglied #411667: Danke für den Thread! Interessante Thematik!
sehr gut! Sehr gut auf den Punkt gebracht. Zumindest für das, worauf ich raus will. Einfach
in dem Moment erleben. Du hast das zwar vermutlich nicht ganz so gemeint, aber dennoch eine Toppaussage.
Meiner Meinung nach ist das der absolute Knackpunkt. Bezug nehmend auf den Buddhismus, soll man tunlichst im JETZT leben. Dieser Ansatz hat natürlich mehrere Gründe. Jedoch sehe ich einen Hauptgrund darin, dass -wenn man im Jetzt lebt- und fähig ist das großteils umzusetzen, weniger Sorgen hat. Was bringt es uns an die Vergangenheit zu denken? Ist diese änderbar? Nein. Was bringt es uns an die Zukunft zu denken, die man nur bedingt beeinflussen kann?
Ich spreche hier nicht von einer proaktiven Planung der einenen Zukunft. Ich spreche hier von Menschen, die immer nur an die Zukunft denken und auf das JETZT vergessen.
Ebenso spreche ich nicht den Personenkreis an, der ab und zu mal in der Vergangenheit "hängt", sondern jene die fast nur in der Vergangenheit leben und wiederum auf das JETZT vergessen.
Das Leben ist JETZT!
Weniger Gedanken in der Vergangenheit / in der Zukunft bedeuten meistens weniger Sorgen. Weniger Sorgen wiederum, bedeuten weniger negative Gedanken, die sich zwangsläufig in körperlichen Beschwerden manifestieren, wenn man es nur lang genug "lebt". Sich das JETZT bewusst zu machen und zu schätzen was man JETZT hat, macht das leben oft leichter.
Sorry, für den Exkurs, aber das war mir jetzt irgendwie wichtig.
Bezüglich "Bedürfnisse" und "Bedürftigkeit" im Hinblick auf Beziehungen / Nähe / Partnerschaft:
Isoliert zu leben, ist nicht angenehm. (Ich hoffe doch, dass alle hier den einen oder anderen sozialen Kontakt haben).
Fehlende körperliche Nähe (und hier spreche ich nicht von Sex) erachte ich (wenngleich sie mir mittlerweile schon abgeht) nicht als essentiell.
Fehlender Sex ist unschön, man überlebt aber auch ohne.
Ich sehe dieses ganze Thema der Bedürftigkeit / der Bedürfnisbefriedigung als Einstellungssache an:
Mach ich ein Drama draus, dass ich allein bin und stelle dieser Problematik alles hinten an?
Vergesse ich drauf, dass es viel mehr im Leben gibt als traute Zweisamkeit?
Dann würde ich zumindest für mich behaupten: "Bin ich selber schuld". Das soll jetzt nicht heißen, dass ich es nicht schön fände, eine Partnerin zu haben mit der es funktioniert.
Hier komme ich nun zurück zu dem, was
@Mitglied #530376 gepostet hat (auch wenn er es vermutlich anders meint): Einfach Leben, den Moment erleben, es laufen lassen. Dann klappt es auch mit der Stillung von notwendigen Bedürfnissen.
absolut!
Soziale Interaktion findet aber den ganzen Tag über statt. (auch in der Arbeit).
Ja, stimmt. Dennoch stelle ich zumindest bei mir fest, dass ich mir immer wieder denke: "...warum soll man xxx nicht einfach ansprechen". Es ist ja nix dabei. Ob man über gewisse Bedürfnisse sprechen kann oder nicht, hängt ja sehr stark vom Nachrichtenempfänger ab. Gerade hier, wirds dann problematisch. Die von dir beispielhaft genannten Szenarien (zb. eine Orgie) würde wohl den Meisten sauer aufstoßen. Ich würde mir denken: "Man lebt nur einmal, man tut damit niemandem weh, also warum nicht...".
Was ich mit obiger Abhandlung sagen will: Es ist alles eine Einstellungssache und vieles geht damit einher, sich selbst nicht so derart wichtig zu nehmen und keine persönlichen Dramen zu erzeugen, wo keine sind. (Ausgenommen: Wo es natürlich wirklich eine schlimme Art der Isolation gibt).
Positiv denken: Daran zu denken was man hat, nicht was man nicht hat und sich damit zufrieden zu geben.
Aktiv werden: Lebenssituationen ändern, die einem nicht passen.
@Mitglied #411667: Kann gut sein, dass meine Antwort hier ein wenig an dem vom dir Gemeinten vorbei geht. (bin mir nicht ganz sicher).