assimilation oder integration?

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was wollt ihr eigentlich ganz genau?

wer kann integration definieren?

ich bin türkischer abstammung bin in wien geboren spreche neben der deutschen und türkischen sprache englisch und ungarisch! habe meine ausbildung in wien gemacht und zahle seit 14 jahren meine beiträge! ich esse schweinefleisch und bin eigentlich ein atheist!

aber ob man es glaubt oder nicht>>> obwohl ich alle anforderungen zum "anpassen" bringe und schon lange keinen türkischen pass mehr habe bin ich immer noch der "kümmeltürke" und werde nicht akzeptiert

war schon in der schule so! während meiner lehre und heute als werkmeister immer noch! ich spüre das ich nicht willkommen bin!

warum hat man angst zu sagen: wir wollen die türken asimillieren!

glauben menschen das europa nach dem selbstmord hitlers so ganz plötzlich allemiteinander zum liberalen kontinent geworden ist?

denken wir wirklich der rassismus ist 1945 so ganz plötzlich gestorben und hat seinen platz dem humanismus übergeben?

und an alle die jetzt schreiben: wenns dir nicht passt schleich dich! nur bleibt die frage wohin wenn ich mich nicht als türken sehe?

mein vater ist 1961 hierher gekommen! fast 20 jahre vor meiner geburt

er wurde mit musik empfangen am bahnhof

als er kam hat ihm niemand gesagt das er sich anpassen muss

es hat ihm niemand erklärt wie man hier lebt

man hat ihm ein zimmer gegeben eine arbeit in der gummifabrik und das wars

damals war es jeden egal ob er deutsch kan oder nicht! ob er betet oder nicht! niemanden hat das tuch meiner mutter etwas bedeutet!

und als er seine frau und seine kinder geholt hat, hat ihn auch niemand erklärt das man von ihm erwartet das er sich anpassen soll

als er sich überwinden musste seine heimat zu verlassen wurde ihm erzählt wie frei und lebenswert europa ist und wie unbesorgt er dort leben kann!

heute kann er als 75 jähriger der lange für dieses land gelebt und gearbeitet hat nicht behaupten das er ein teil davon ist, weil er sich ja nicht angepasst hat

aber seine beiträge waren angepasst genug um sie anzunehmen
 
wird eh grad kontrovers diskutiert

"du - mia san olle kibln" gg
[video=youtube;S_Jc5d5DU9o]http://www.youtube.com/watch?v=S_Jc5d5DU9o"]http://www.youtube.com/watch?v=S_Jc5d5DU9o[/video]
 
was wollt ihr eigentlich ganz genau?

wer kann integration definieren?

In dienem Beitrag ist einiges an Bitterkeit enthalten. Trotzdem solltest du auch deine eigene Haltung kritisch überprüfen. Warum ich das so sehe? ...... deine Fragestellung lautet nicht, was wollen WIR, sondern was wollt IHR:lehrer:

Nachdem ich ihn nochmals eingehend gelesen habe, werde ich in der Sache gerne eine Antwort geben.
 
aber ob man es glaubt oder nicht>>> obwohl ich alle anforderungen zum "anpassen" bringe und schon lange keinen türkischen pass mehr habe bin ich immer noch der "kümmeltürke" und werde nicht akzeptiert

...was du den schwarzen Schafen zu verdanken hast. Die größten "Türkenfeinde" die ich kenne sind selbst türkischer Herkunft.
 
Ich habe ein großes Problem Deine Frage zu beantworten ocb, weil mir nämlich auf die Frage was ich will nicht wirklich etwas einfällt was mich nicht ins rechte Eck drängen würde wenn man es denn so auslegen wollen würde. Deshalb versuche ich zu sagen was ich NICHT will:

Ich will KEINEN Ausländeranteil von über 80% in der Volksschulklasse meiner Tochter oder im städtischen Kindergarten.
Ich will KEINEN Schüler in der 3.Klasse meiner Tochter der nicht deutsch spricht und somit das Lernniveau der Klasse runterzieht.
Ich will KEINEN Schüler in der Klasse meiner Tochter haben, der vor versammelter Klasse die Lehrerin aufs wüsteste beschimpft weil sie ja nur eine Frau ist.

Das sind drei Punkte die leider nicht fiktiv sind. Der erste Punkte trifft noch gar nicht auf eine Schule oder Kindergarten in Wien sondern in Salzburg zu Hier ist aber die Politik gefragt. Denn neben Assimilation und Integration (beides impliziert ja ein "Aufnehmen") gibt es leider auch die Ausgrenzung. Und die wird in solchem Fall IMHO praktiziert.

Bei den letzten beiden Punkten sind aber die Eltern gefragt. Wenn sie ihren Sprößlingen daheim ein derat verquertes Gedanken (viell. auch Kultur-)gut mit auf den Weg geben darf man sich nicht wundern wenn der Rest der Bevölkerung es aufgibt an eine funktionierende Integration zu glauben. Leider...

Just my 2 Cents
 
Der Umgang mit den vielen Völkern in der Türkei läuft unter dem Verfassungssatz ab, dass es in der Türkei nur Türken gibt. Aus.Punkt.
Alles andere, wie z.B. kurdisch sprechende Menschen oder gar Armenier sind lebende Anschläge gegen das Türkentum.
Vor diesem Hintergrund nützt es wenig, wenn ein paar Paragraphen geändert werden, aber dieses Denken bleibt.
So gesehen ist ein Beitritt der Türkei zur EU nicht sinnvoll.
Das Grundproblem ist, dass die meisten Menschen in kollektiven Bahnen denken,
niemand will von heute auf morgen ganze Länder importieren und integrieren müssen.
Es geht immer um einzelne Menschen.
Wenn diese ihre Individualität entdecken und auch gleichzeitig feststellen, dass man für den persönlichen Erfolg viel tun muss, egal ob in New York oder Kalkutta, dann
braucht man diese Gedankengänge von der Gruppenintegration gar nicht mehr.
Generell wenn Menschen ihr persönliches Schicksal entdecken, haben sie eine Chance zum Leben.
"Mein" Land und dessen Schicksal geht mir längst nicht so nahe, wie mein eigenes.
 
was wollt ihr eigentlich ganz genau?

Da halte ich mich als Nichtösterreicher raus, so typisch schweizerisch neutral halt :roll::mrgreen:

Jetzt im Ernst!
Was ich will sind:

1. Ausländer, die gut unsere Sprache sprechen können!

2. Ausländer, die unsere Gesetze einhalten und Bräuche respektieren! Also z.B. keine Zwangsverheiratungen, kein Kopftuchzwang und wenn an den Schulen Weihnachten gefeiert wird, lässt man seine Kinder mitfeiern und verbietet es ihnen (von der Elternseite) nicht aus kulturell-religiösen Gründen..!

3. Ich möchte mich in der Schweiz nicht wie im Ausland fühlen! Dafür kann ich im Ausland Ferien machen. Also nur eine bestimmte Anzahl Ausländer im Land tolerieren und vorallem nicht jedem dahergelaufenen Asylanten einen Schweizer Pass hinterherwerfen (so kann man natürlich schön die prozentuale Ausländeranzahl tiefhalten...).


Ich denke, wenn all diese 3 Punkte beachtet werden, klappt es auch mit der Integration. Und diese Integration muss von der Einwanderungseite kommen. Nur wieso sollen die sich sich integrieren, wenn im Quartier und in der Schulen schon 50-60% (oder mehr) der Leute aus dem selben Land (z.B. Albanien oder Türkei) kommen.
Wenn ich z.B. nach Griechenland ziehe und dort im Quartier, in den Vereinen, in den Bars etc...nur Schweizer um mich habe, sehe ich nicht ein wieso ich gross Griechisch lernen soll und deren Kultur übernehmen soll...Hätte ja genug Leute um mich, die so Leben, wie ich es von zuhause her kenne...



denken wir wirklich der rassismus ist 1945 so ganz plötzlich gestorben und hat seinen platz dem humanismus übergeben?

Quatsch Rassismus ist menschlich und gehört zu unserer Natur und wird es immer geben solange es Menschen gibt! Egal ob in Österreich, der Türkei, der Schweiz oder in Neuseeland....
 
In dienem Beitrag ist einiges an Bitterkeit enthalten. Trotzdem solltest du auch deine eigene Haltung kritisch überprüfen. Warum ich das so sehe? ...... deine Fragestellung lautet nicht, was wollen WIR, sondern was wollt IHR:lehrer:

Nachdem ich ihn nochmals eingehend gelesen habe, werde ich in der Sache gerne eine Antwort geben.

und ich bin schuld daran das, das land in dem ich geboren und aufgewchsen bin, mir nicht das gefühl geben konnte das ich dazugehöre?
 
...was du den schwarzen Schafen zu verdanken hast. Die größten "Türkenfeinde" die ich kenne sind selbst türkischer Herkunft.

bin selber nicht gerade ein türkenfreund


das ich schweinefleisch esse und an allah nicht glaube dürfte einiges erklären
 
Ich will KEINEN Ausländeranteil von über 80% in der Volksschulklasse meiner Tochter oder im städtischen Kindergarten.


ist es dafür nicht ein bisschen zu spät?

wäre sicher inteligenter gewesen diesen wunsch in den 60ern zu äussern oder anfang 90er als beschlossen wurde das sie bleiben dürfen

oder gleich auf die vielen gastarbeiter zu verzichten?

aber nein das war ja für den wohlstand unseres landes notwendig

heute juckt das ja keinen mehr ob ICH überhaupt noch eine heimat habe in die ich noch zurück kann
 
Naja, es gibt hier genug gut integrierte Leute (unter ihnen auch Akademiker), die die selbe Meinung haben. Auch gut integrierte Migranten (also Leute, die die deutsche Sprache perfekt beherrschen und die Sitten und Bräuche des Landes respektieren) sagen oft, dass sie noch immer wie Menschen zweiter Klasse behandelt werden.

Die Leute scheinen vielleicht mit deinem Namen und deinem Äußeren Probleme zu haben!

PS: Schweinefleisch zu essen, Alkohol zu trinken und Atheist zu sein, bedeutet noch nichts und ist auch unwichtig, auch ein gläubiger Muslim kann sich integrieren.

Außerdem kann man die Schuld nicht immer auf die "bösen" Migranten schieben. Wenn sich jemand hier nicht akzeptiert fühlt, wird er sich auch nicht anpassen wollen - ich habe mich schon längst integriert, aber einigen ist das nicht "WURSCHT", auch wenn es zu ihrem Vorteil wäre. Fakt ist, dass die meisten Inländer nicht besonders ausländerfreundlich sind!
 
Der Umgang mit den vielen Völkern in der Türkei läuft unter dem Verfassungssatz ab, dass es in der Türkei nur Türken gibt. Aus.Punkt.
Alles andere, wie z.B. kurdisch sprechende Menschen oder gar Armenier sind lebende Anschläge gegen das Türkentum.
Vor diesem Hintergrund nützt es wenig, wenn ein paar Paragraphen geändert werden, aber dieses Denken bleibt.
So gesehen ist ein Beitritt der Türkei zur EU nicht sinnvoll.
Das Grundproblem ist, dass die meisten Menschen in kollektiven Bahnen denken,
niemand will von heute auf morgen ganze Länder importieren und integrieren müssen.
Es geht immer um einzelne Menschen.
Wenn diese ihre Individualität entdecken und auch gleichzeitig feststellen, dass man für den persönlichen Erfolg viel tun muss, egal ob in New York oder Kalkutta, dann
braucht man diese Gedankengänge von der Gruppenintegration gar nicht mehr.
Generell wenn Menschen ihr persönliches Schicksal entdecken, haben sie eine Chance zum Leben.
"Mein" Land und dessen Schicksal geht mir längst nicht so nahe, wie mein eigenes.

thema ist zwar nicht der demokratiestandart in der türkei aber wenn schon angesprochen will ich auch meine meinung äussern

die bestehende türkische verfassung wurde nach dem staatsstreich 1981 von der armee verfasst!

da kann man sich also vorstellen das es einen hauch von faschissmus enthält

aber trotzdem ist es bei weitem nicht so schlimm wie es von manchen dargestellt wird

tatsache das die kurdische sprache 25 jahre (bis 2002) verboten war, aber trotzdem wurden sie bei weitem nicht unterdrückt wie es die pkk-propoganda behauptet! es hat immer in der türkei kurdische politiker minister und weiss gott noch was gegeben! also wenn die kurden wollen erreichen sie alles was ein türke auch erreichen kann

absurde gesetzte wie "beileidigung des türkentums" gibts heute noch aber der als islamist gesehene erdogan ist seit 2002 im kampf gegen diese gesetzte und will sie ändern wenn man ihn lässt
 
bin selber nicht gerade ein türkenfreund


das ich schweinefleisch esse und an allah nicht glaube dürfte einiges erklären

ma danke für die Aussage! ich wollt das Video eh scho vorher posten, hab mi aber ned traut! ggg

[video=youtube;wElHem1KT_c]http://www.youtube.com/watch?v=wElHem1KT_c"]http://www.youtube.com/watch?v=wElHem1KT_c[/video]
 
und warum hast du dich nicht getraut? weil der türke dich sonst findet?:hahaha:

du darfst mich sogar kümmeltürk nennen :mrgreen: deswegen verfolge und schlage ich niemanden! und ich glaub bis auf wenige psychos (die es überall gibt) werden das auch die anderen nicht tun

bin 28 und tagtäglich mit diesen sachen konfrontiert! wenn ich wirklich so gewaltbereit wäre, wäre ich schon im gefängnis
 
aber ob man es glaubt oder nicht>>> obwohl ich alle anforderungen zum "anpassen" bringe und schon lange keinen türkischen pass mehr habe bin ich immer noch der "kümmeltürke" und werde nicht akzeptiert

Was sehr verallgemeinert ist und so pauschal sicher nicht zutrifft.

Kann es sein, dass deine Antennen dafür sehr empfindlich sind.
Mich hat fast das ganze Schulumfeld unserer jüngeren Tochter für einen Türken gehalten, mir ist jetzt nichts aufgefallen, dass man mich nachdem dieser Irrtum bekannt wurde, anders behandeln würde als zuvor ich habe mich auch zuvor nicht als schlecht behandelt oder als nicht akzeptiert gefühlt.
 
bin selber nicht gerade ein türkenfreund
das ich schweinefleisch esse und an allah nicht glaube dürfte einiges erklären

Naja, wer seine eigene Herkunft nicht ehrt, ist für die Fremde nichts wert. :roll: Bin selber a Tschusch bzw a Halbata oder wie auch immer man es sieht und fühle mich hier bestens integriert und auch bestens integriert in Kroatien. War ja früher zu Kaisers Zeiten alles ein Land.

Auch mir hat eine AHS Lehrerin, vor der ganzen Klasse gesagt, ich sei halt ein Jugokind und die Jugokinder sind meistens ein wenig retardiert, deswegen bin ich in Englisch so schlecht. :mauer:Habe mich bis zum Staatsschulrat beschwert, ohne Erfolg, zumindest wurde ich versetzt und habe in der anderen Klasse mit Sehr gut abgeschlossen und das Zeugnis dieser ***** ins Gesicht gehalten. Gab auch noch andere kleinere nicht nennenswerte Vorfälle, die mich als Tschuschen hingestellt haben. Da muss man halt drüber. Als Ausländerkind 2ter Generation musst halt eine hohe Ambiguitätstoleranz haben, die mit diesen Ungereimheiten klarkommt. Sonst bleiben dir nur 2 Optionen. Dich selber verleugnen wie Peter Hojac aka Westenthaler und deine eigenen Wurzeln bekämpfen, indem du als FPÖ Politiker gegen die Türken ziehst. Oder die Schmach, den Schmerz der dir zugefügt wurde, dieses permanente Gefühl des ungewollt sein, als Zorn sammeln und Taliban werden. Dazwischen bleibt dir nur das Dilema: Sowohl da wie dort blöde Kommentare hören und in mit der Gewissheit aufzuwachsen, dass du letztendlich als Migrantenkind 2ter Generation keine "echte" Heimat hat.

Sag einfach du bist ein christlicher Türke. Auch wenns pervers klingt, aber dadurch steigt die Akzeptanz in Österreich massiv. Kannst im Selbstversuch testen. Dazu gab es einen psychologischen Versuch in Deutschland von einem deutschen Psychologen mit türkischen Migrationshintergrund. Ein und der selben Person wurden wesentlich bessere Charaktereigenschaften zugeschrieben, wenn man sagte er sei Christ und Türke, als wenn man nur Türke dazu gesagt hat. Die Studie liegt irgendwo in dem Haufen Unterlagen vom ersten Abschnitts (keine Ahnung wie er hieß). Solche Studien gibt es mit Farbigen, Indern etc....Traurig aber wahr....:roll:

Wennst es zynisch siehst, sagens zu euch ihr stinkt nach Knoblauch zu uns sagens wir stinken nach Zwiebel. Sonst ist eh zwischen Türken und Leuten aus dem ehemaligen Jugoslawien ähnlich. Wichtig aber zu wissen, wie gross der Anteil an Österreichern sind, die so reden denken. Und der ist mittlerweile verschwindend gering. Auch hier hat sich Österreich sehr positiv verändert. Verglichen zu den 70er Jahren, da muss man auch die Österreicher loben. Und Krätzen wird es immer geben.......
 
Was sehr verallgemeinert ist und so pauschal sicher nicht zutrifft.

Kann es sein, dass deine Antennen dafür sehr empfindlich sind.
Mich hat fast das ganze Schulumfeld unserer jüngeren Tochter für einen Türken gehalten, mir ist jetzt nichts aufgefallen, dass man mich nachdem dieser Irrtum bekannt wurde, anders behandeln würde als zuvor ich habe mich auch zuvor nicht als schlecht behandelt oder als nicht akzeptiert gefühlt.

kannst du argumentieren warum es nicht zutrifft?

ja kann sein das ich bei diesem thema empfindlich bin. nicht sehr schockierend wenn man sein leben als ausländer in wien gelebt hat

und dein beispiel ist nicht wirklich objektiv. wie oft wurdest du denn für einen türken gehalten? 1x? 10x? 10000? wieviele leute haben nach deiner herkunft gefragt oder namen? wie lange ist das gegangen?

oder meinst du damit das ich die einigen "wenigen" vorfälle in meinem leben zu einer tragödie "haluziniert" habe? das ich mir 28 jahre eingebildet habe nicht dazuzugehören und trotzdem dazugehört habe?
 
Naja, wer seine eigene Herkunft nicht ehrt, ist für die Fremde nichts wert. :roll: Bin selber a Tschusch bzw a Halbata oder wie auch immer man es sieht und fühle mich hier bestens integriert und auch bestens integriert in Kroatien. War ja früher zu Kaisers Zeiten alles ein Land.

Auch mir hat eine AHS Lehrerin, vor der ganzen Klasse gesagt, ich sei halt ein Jugokind und die Jugokinder sind meistens ein wenig retardiert, deswegen bin ich in Englisch so schlecht. :mauer:Habe mich bis zum Staatsschulrat beschwert, ohne Erfolg, zumindest wurde ich versetzt und habe in der anderen Klasse mit Sehr gut abgeschlossen und das Zeugnis dieser ***** ins Gesicht gehalten. Gab auch noch andere kleinere nicht nennenswerte Vorfälle, die mich als Tschuschen hingestellt haben. Da muss man halt drüber. Als Ausländerkind 2ter Generation musst halt eine hohe Ambiguitätstoleranz haben, die mit diesen Ungereimheiten klarkommt. Sonst bleiben dir nur 2 Optionen. Dich selber verleugnen wie Peter Hojac aka Westenthaler und deine eigenen Wurzeln bekämpfen, indem du als FPÖ Politiker gegen die Türken ziehst. Oder die Schmach, den Schmerz der dir zugefügt wurde, dieses permanente Gefühl des ungewollt sein, als Zorn sammeln und Taliban werden. Dazwischen bleibt dir nur das Dilema: Sowohl da wie dort blöde Kommentare hören und in mit der Gewissheit aufzuwachsen, dass du letztendlich als Migrantenkind 2ter Generation keine "echte" Heimat hat.

Sag einfach du bist ein christlicher Türke. Auch wenns pervers klingt, aber dadurch steigt die Akzeptanz in Österreich massiv. Kannst im Selbstversuch testen. Dazu gab es einen psychologischen Versuch in Deutschland von einem deutschen Psychologen mit türkischen Migrationshintergrund. Ein und der selben Person wurden wesentlich bessere Charaktereigenschaften zugeschrieben, wenn man sagte er sei Christ und Türke, als wenn man nur Türke dazu gesagt hat. Die Studie liegt irgendwo in dem Haufen Unterlagen vom ersten Abschnitts (keine Ahnung wie er hieß). Solche Studien gibt es mit Farbigen, Indern etc....Traurig aber wahr....:roll:

Wennst es zynisch siehst, sagens zu euch ihr stinkt nach Knoblauch zu uns sagens wir stinken nach Zwiebel. Sonst ist eh zwischen Türken und Leuten aus dem ehemaligen Jugoslawien ähnlich. Wichtig aber zu wissen, wie gross der Anteil an Österreichern sind, die so reden denken. Und der ist mittlerweile verschwindend gering. Auch hier hat sich Österreich sehr positiv verändert. Verglichen zu den 70er Jahren, da muss man auch die Österreicher loben. Und Krätzen wird es immer geben.......

Ein toller Beitrag eigentlich, aber der Anteil an Österreichern , die ausländerfeindlich sind, sind nicht gering! Mein Vater, der Ende der 60er-Jahre (mit meinem Opa) nach Österreich gekommen ist, meint sogar, dass die Österreicher bis in die 80er-Jahre ein sehr ausländerfreundliches Volk waren, was aber nicht mehr der Fall ist (ich verallgemeinere natürlich nicht).
 
Naja, wer seine eigene Herkunft nicht ehrt, ist für die Fremde nichts wert. :roll: Bin selber a Tschusch bzw a Halbata oder wie auch immer man es sieht und fühle mich hier bestens integriert und auch bestens integriert in Kroatien. War ja früher zu Kaisers Zeiten alles ein Land.

...


Sag einfach du bist ein christlicher Türke.


hast ja selber geschrieben "warum" du dich mehr akzeptiert fühlst.

abgesehen davon hab ich keinen grund meine herkunft zu "ehren" weil ausser von meinen eltern geerbtes blut verbindet mich nichts mit diesem land! und die jahre in denen das blut etwas bedeutet hat sind vorbei :mrgreen:

Wennst es zynisch siehst, sagens zu euch ihr stinkt nach Knoblauch zu uns sagens wir stinken nach Zwiebel. Sonst ist eh zwischen Türken und Leuten aus dem ehemaligen Jugoslawien ähnlich. Wichtig aber zu wissen, wie gross der Anteil an Österreichern sind, die so reden denken. Und der ist mittlerweile verschwindend gering. Auch hier hat sich Österreich sehr positiv verändert. Verglichen zu den 70er Jahren, da muss man auch die Österreicher loben. Und Krätzen wird es immer geben.......

wie gesagt, völker mit gleichen religionen, gleichen feiertagen und sitten werden viel leichter integriert als andere!

du wirst sicher viel weniger gespürt haben als ich das wir die ausländer sind! zu kaisers zeiten warts ehh zam:mrgreen:

und ob der anteil an österreichern wirklich so gering ist glaub ich eher nicht! aber glauben heisst ja nicht wissen :mrgreen:

ich weiss es weil ich hier lebe
 
kannst du argumentieren warum es nicht zutrifft?

ja kann sein das ich bei diesem thema empfindlich bin. nicht sehr schockierend wenn man sein leben als ausländer in wien gelebt hat

und dein beispiel ist nicht wirklich objektiv. wie oft wurdest du denn für einen türken gehalten? 1x? 10x? 10000? wieviele leute haben nach deiner herkunft gefragt oder namen? wie lange ist das gegangen?

oder meinst du damit das ich die einigen "wenigen" vorfälle in meinem leben zu einer tragödie "haluziniert" habe? das ich mir 28 jahre eingebildet habe nicht dazuzugehören und trotzdem dazugehört habe?

Ich gebe dir natürlich RECHT! Als Ausländer hat man es überhaupt nicht leicht in Ö (das wird aber auch in vielen anderen Ländern der Fall sein).

Damit muss man leben - wir können nur hoffen, dass es vielleicht in den nächsten Jahrzehnten besser wird.
 
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