Ich kann durchaus verstehen und nachvollziehen, dass der Ausspruch
Ich z.B. „Gebe“, in dem ich mir „Nehme“
nicht unbedingt auf Verständnis oder Wohlwollen stößt.
Und wenn ich sage, dass dies für mich nur auf den ersten Blick „egoistisch“ wirkt, dann meine ich es genau so.
Natürlich lässt der Satz objektiv viel von dem vermissen was eine D/s-Beziehung ausmacht, dennoch (um genau bei diesem Satz zu bleiben) beinhaltet er meiner Meinung nach mehr als man vielleicht auf Anhieb denkt.
Er bedeutet nicht nehmen unter allen Umständen und ohne Rücksicht auf das Gegenüber. Man lernt einander kennen und zu lesen und weiß durchaus wann es angebracht ist zu nehmen oder nicht.
Es gehört Fingespitzengefühl dazu und auch viel Achtsamkeit. Man muss den Partner kennen und wissen wie es ihm geht, seine Tagesverfassung berücksichtigen, seine aktuelle emotionale Verfassung und Belastbarkeit einschätzen können, den Grad der Lust etc... genommen wird doch nicht ohne dies und noch viel mehr vorher gut abzuwägen.
Es bedarf auch viel den anderen erst einmal dazu zu bringen geben zu wollen, denn das ist nichts was von heute auf morgen passiert sondern dazu müssen beide durchaus intensiv an der Beziehung zueinander arbeiten. Gegenseitig den Kopf, das Herz und den Körper berühren, damit diese Lust und das Bedürfnis derart geweckt und laufend aufrecht erhalten wird. Da stecken von beiden Seiten sehr viele Emotionen drinnen.
Also ist es doch viel mehr (zumindest für mich) als der Anschein erwecken mag.
(Ich spreche hier von einer aufrechten und funktionierenden D/s-Beziehung, wie sie unter Umständen gelebt werden kann, wenn dies den Wünschen beider entspricht. Ist natürlich nur meine persönliche Meinung.)
Sorry... wollte jetzt auch nicht weiter ins off topic gehen.