hä? was redst du da wieder. les nach bei tom segev "1948". ich glaub kaum, dass man den israeli tom segev antisemit nennen kann?
ich rede von dem land was 1948 palästina hätte sein sollen. wieso ist es eine andere geschichte? man hat menschen vertrieben und war froh, dass sie nicht mehr zurückkamen. alte geschichte eigentlich.
du als linker müsstest ja eh pro-arabisch sein. ihr linken tarnts halt euren anti-semitismus als anti-zionismus.
während so mancher nazi seit 1967 eher pro-israelis ist.
oba links und rechts waren eigentlich immer scho siamesische zwillinge.
und du weisst warum ö. 1945 nicht südtirol zurück gekriegt hat, weil italien 1943 rechtzeitig die seiten gewechselt hat.
Ja, die extreme Rechte und die extreme Linke sind bei ihrer Feindseligkeit gegenüber Israel fast gleichauf.
Ich identifiziere mich aber nicht mit der extremen Linken.
Man kann die israelische Politik verurteilen - vieles ist verurteilenswert, was passiert ist, zB das Massaker in Beirut unter Begin.
Man kann vieles kritisieren, wie die Gaza-Blockade, oder ablehnen, wie die Siedlungspolitik, den Kurs mancher "Falken" wie Netanyahu oder Liebermann etc.
Andererseits sprechen wir von demokratisch gewählten Politikern in einem Land, das seit 56 Jahren gegen eine imminente Bedrohung kämpft - da wird man paranoid. Und eine Hisbollah ist keine legitimierte Organisation, genauso wenig wie Al-Kaida, ETA oder IRA. Das sind schlichtweg Terroristen, die durch brutale Gewalt Angst schüren.
Zu diesem Thema brauch ma aber nicht diskutieren, weil Du ein Buch von Segev gelesen und scheinbar nicht so ganz verstanden hast. War einer meiner Schwerpunkte während meines Geschichte- und Politologie-Studiums.
Schlimm wirds für mich, wenn aktuelle, berechtigte Kritik am heutigen Staat Israel mit Ressentiments betreffend den Holocaust - so wie hier beim Thema Wiedergutmachung - vermischt werden. Das ist nämlich per definitionem "Antisemitismus", und gegen den wehre ich mich aufs Entschiedenste.