Zerrissenheit

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1. die, wo ich schmetterlinge im bauch hatte und vor verliebtheit ständig vergaß meine rosarote brille abzunehmen.

2. hatte ich "vernunftsbeziehungen", da ich nicht mehr daran glauben konnte, dass es noch mehr gab, denn schmetterlinge im bauch hatten mich bislang nicht weit gebracht.

ich kam zu der erkenntnis dass es die wahre liebe nicht gibt. ich dachte mir ich müsse mich entscheiden zwischen "schmetterlingen im bauch", dafür aber exzesse, herzschmerz, und keine harmonie in kauf nehmen. oder aber "keine schmetterlinge im bauch" aber dafür eine ruhige, sichere aber auch unerfüllte partnerschaft.

diesmal amore

Und übrigens "Schmetterlinge" im Bauch haben nix mit Liebe zu tun sondern mit einem durcheinandergekommenen Hormonhaushalt :). Wahre Liebe macht stark und glücklich , gibt Stabilität und Sicherheit , Liebe ist gegenseitiges schützen und stärken und das macht glücklich. Auf jemanden zählen können

hallo susanne!

ich verstehe unter liebe auch so ziemlich das selbe wie du, wobei mir aber noch ein vielfaches von definitionen einfallen würden, wie vertrauen, auf einander zugehen, verständnis, respekt,verzicht, etc. soll ja nicht wieder endlos werden.
wenn ich meinem mann nach all den jahren in die augen sehe und es überkommt mich ein unbändiges gefühl der zärtlichkeit und in meiner magengegend kribbelt es noch immer (schmetterlinge im bauch), das ist für mich liebe auch wenn du es für den hormonhaushalt hälts;).

ich hab einmal eine spruch gelesen der hier gut dazu passt.
"verliebtheit ist wie ein feuer das einmal ausgeht, was bleibt (bleiben sollte) ist die glut die immerfort und stetig glimmt und das ist die liebe.
ist nicht wortgetreu wiedergegeben aber der sinn kommt hin.

lg
amore
 
Wahre Liebe macht stark und glücklich , gibt Stabilität und Sicherheit , Liebe ist gegenseitiges schützen und stärken und das macht glücklich.QUOTE]

Schön gesagt. Ich kann dir zu deinen Wünschen auch nur Allgemeinplätze anbieten und "Warten bis der Richtige kommt" hilft dir nix.

Den richtige Partner finden hat auch mit der Ausstrahlung - dem Abbild unserer Persönlichkeit und unserer Gefühlslage - zu tun und mit dem Verhaltensmuster mit dem wir auf die Suche gehen. So verlieben wir uns oft in den selben Typ Mann oder Frau, obwohl wir wissen, dass wir mit diesem, von uns bevorzugten Typus, nicht glücklich werden. Hier hilft es das Muster, nach dem wir Männer oder Frauen auswählen, zu hinterfragen, unbewusste Sehnsüchte, Wünsche, Erwartungen und die Wurzeln, die oft in unserer Kindheit liegen, aufzudecken und mit dem dann neu entstandenen Bewusstsein offener auf die Partnersuche zu gehen.

Es gibt - vielleicht gar nicht soooooo wenige Männer - die ähnlich empfinden wie du und es lohnt sich auf jeden Fall die Suche nicht aufzugeben.

Viel Glück
Bulsara
 
Das ist ein interessantes Thema zu dem ich auch meine Meinung oder Ansicht kundtun möchte. Liebe oder Sex? Nun ich denke das man hier wie ja bereist von Anderen hier kundgetan nicht von Männern oder Frauen allgemein sprechen sollte und kann. Das ist individuell verschieden zum einen die Erfahrungen die man selbst gemacht hat, die Erziehung und andere Faktoren denke ich.
Nun aber zu mir ich war auch schon manches Mal in der Situation mich entscheiden zu müssen zwischen sexueller Freundschaft oder reiner Freundschaft. Ich habe die Freundschaft gewählt, weil der Sex zwar ohne Frage wunderbar und toll gewesen wäre aber irgendwie wäre es bei 2 - 3 mal geblieben und dann nichts mehr. Ich neige dazu die Sache eher weniger sexuell zu sehen. Ich finde Sex schön wunderbar und mit jeder Partnerin anregend und individuell verschieden. Aber für mich ist eine Freundschaft das gegenseitige zuhören verstehen und einem mit Rat und Tat zur Seite stehen persönlich sehr viel wichtiger. Das tut meiner Seele gut. Ich bin zum Beispiel auch jemand der sich auch mit seinen Exfreundinnen noch gut versteht aber ich komem vom Thema ab.
Ich sehe aber das Sex für viele die ich kenne etwas geworden ist das man haben muss oft und möglichst versaut, alle Tabus sollten gebrochen werden nur dann ist Sex gut. Sowohl weibliche als auch männliche Mitmenschen scheinen so zu denken meiner Erfahrung nach.
Ich kann mir zwar vorstellen an was das liegen mag möchte mich hierzu aber nicht äussern.
Ich selbst bin in solchen Momenten oder besser gesagt Wochen der Zerissenheit mies gelaunt und habe auch die Erfahrung gemacht das ein reines sexuelles Erlebniss geil und abgefahren ist und dann in Erinnerung bleibt als dieses aber das wars. Liebe das ist etwas ganz anderes. Wahre Liebe nun wie defeniert man das aber das sollte ich hier nicht erläutern. Für mich gibt es das nicht und ist nicht auch Sex eine Form der Liebe? Liebe zum Körper und Sehnsucht nach Geborgenheit und Berührung. Nunja was gilt es dann zu entscheiden für mich? Sex oder nicht Sex das trifft es eher.
Soviel dazu von mir.

Mfg
Fire
 
Wahre Liebe macht stark und glücklich , gibt Stabilität und Sicherheit
Klingt schön, ist aber falsch, fürchte ich. Wir sind für Liebe bereit, wenn wir stark, glücklich, stabil und sicher SIND. Dann und nur dann werden wir das was für uns die wahre Liebe ist, finden. Vorher werden wir Menschen suchen, die uns stark, glücklich, stabil und sicher MACHEN - und das werden wir ihnen nie verzeihen.
 
An FlickFlack: Vielleicht passt das da noch dazu: Ich beobachte bei vielen Frauen einen grossen Anforderungsbogen, den ein Mann erfüllen soll.
Ich glaube der Anforderungsbogen besteht nur in den Köpfen mancher Männer. Keiner ist immer erfolgreich, keiner ist immer stark..das eben wäre ja der Sinn einer Partnerschaft sich gegenseitig zu stützen wenn es der andere braucht. Allerdings klar will Frau noch immer zu Mann aufschauen und das geht halt nicht wenn Mann mit 40 noch immer keinen festen Job hat, immer nur auf Kosten anderer (Eltern oder Frauen) lebt und bei der kleinsten Sache zu Frau sagt "mach Du das, du kannst das so toll". So fühle ich mich in die "Hosenrolle" gedrängt und nicht mehr Frau die zum Mann aufschauen kann.

Zu Bulsara ..danke ..eine kluge Antwort ..von einem echten Mann eben :) ..nur die sind immer verheiratet :((.Trotzdem, ich habe die Hoffung und damit die Suche aufgegeben. Irgendwann muss man begreifen das Frau keine Chance hat und die Konsequenzen ziehen und abschliessen.
 
@susanne, da stimme ich dir voll und ganz zu. und was den anforderungsbogen betrifft, so ist meine meinung dass wenn egal ob mann oder frau etwas zu bieten (damit meine ich nichts materielles) oder zu geben hat, nicht das recht hat, das selbe für sich auch zu beanspruchen? geben ist seliger denn nehmen, ja aber irgendwann ist schluss.

lg
amore
 
Ich glaube der Anforderungsbogen besteht nur in den Köpfen mancher Männer.
Möglicherweise. Ich beobachte, dass die klassischen Geschlechterrollen nicht mehr uneingeschränkt gelten. Und das verunsichert, denn wir identifizieren uns und einander ja auch über unsere Rollen.
 
Möglicherweise. Ich beobachte, dass die klassischen Geschlechterrollen nicht mehr uneingeschränkt gelten. Und das verunsichert, denn wir identifizieren uns und einander ja auch über unsere Rollen.

Oder wir identifizieren uns damit, diesen Rollenklischees und den Erwartungen der Gesellschaft nicht zu entsprechen. Bin halt ein verspäteter 68er, manchmal.

LG
Bulsara
 
Oder wir identifizieren uns damit, diesen Rollenklischees und den Erwartungen der Gesellschaft nicht zu entsprechen.
Das verunsichert möglicherweise immer noch die anderen - was nicht angenehm ist, und es drängt dich in die Rolle des Narren. Und den nimmt keiner ernst.
 
Das verunsichert möglicherweise immer noch die anderen - was nicht angenehm ist, und es drängt dich in die Rolle des Narren. Und den nimmt keiner ernst.

Mit dem verunsichern hast du Recht, mir ist das aber auf jeden Fall nicht unangenehm, auf die anderen nehm ich da eigentlich keine Rücksicht, weil ja gerade die Auseinandersetzung mit Rollenverteilungen und Klischees eine positive Sache ist. Natürlich bin ich manchmal ein Narr, aber weniger wegen meines zuweilen kritischen Denkens, sondern weil ich gelegentlich zu impulsiv bin oder einfach Dinge tue, die rückblickend betrachtet, nicht so klug waren. Aber aus Dummheiten lernt man, und lernen tu ich gern.

LG
Bulsara, der die Ironie (manchmal) versteht
 
Allerdings klar will Frau noch immer zu Mann aufschauen

auf die anderen nehm ich da eigentlich keine Rücksicht, weil ja gerade die Auseinandersetzung mit Rollenverteilungen und Klischees eine positive Sache ist.

Und so kommen die Königskinder nicht zueinander. Das habe ich gemeint, wenn ich von der Verunsicherung gesprochen habe, das ist weniger persönlich gemeint, im Sinne, von ich fühle mich unsicher, sondern viel umfassender, man kann sich auf manche Sachen gar nicht mehr verlassen. Bulsara hat seinen Spaß, weil er gegen Rollenklischees verstößt, susanne06 huldigt dem klassischen Klischee. Wenn ihr beide euch trefft, braucht es erst einmal Arbeot bis dieser Widerspruch aufgelöst ist. Viele Beziehungen scheitern daran schon in der Anfangsphase.
 
Ja, das wäre auf den ersten Blick ein Widerspruch, weil ich selbstbewusste Frauen schätze und dem Rollenklischee nicht immer entsprechen möchte.

susanne06 schreibt sie möchte zum Mann aufschauen, dass soll sie, genauso wie ich auf die Frau aufschauen möchte. Das hat nichts mit Unterwürfigkeit zu tun, für mich ist eine Grundlage einer Beziehung das "gegenseitige Aufschauen", die Achtung, die ich meinem Partner entgegenbringe und die ich von ihm auch erwarte. Eine Beziehung ohne gegenseitige Achtung ist für mich zu Ende.

Wenn ich susanne06 richtig interpretiere spricht sie im Zusammenhang mit "aufschauen" von der Achtung, die ich beschrieben habe, wenn nicht hätte ein Kennenlernen wohl keine Chance.

Und wenn ich auch die Rollenverteilung in Frage stelle, auf meine Person kann man sich in einer Beziehung verlassen, ich stehe nicht immer für die klassischen Werte, aber dazu wofür ich stehe, stehe ich auch.

LG
Bulsara
 
Susanne spricht von "So fühle ich mich in die "Hosenrolle" gedrängt und nicht mehr Frau die zum Mann aufschauen kann." Wie auch immer das gemeint ist, gibt es eine "Hosenrolle", die sie nicht haben will, sondern eine andere.

Und wenn ich auch die Rollenverteilung in Frage stelle, auf meine Person kann man sich in einer Beziehung verlassen, ich stehe nicht immer für die klassischen Werte, aber dazu wofür ich stehe, stehe ich auch.

Ja, das ist auch gut so + gilt genauso für mich. Nur, das was für uns rollenkonform ist, empfindet mögliocherweise der andere als Enttäuschung und (Rollen)verrat. Das macht viele Beziehungen heute so schwierig.

Anderes Bbeispiel:
Ich kenne ein paar Paare, bei denen die Frauen beruflich erfolgreicher sind als ihre Männer. Das ist durch die Bank für die Männer ein Problem. meine Frau ist auch erfolgreicher als ich, aber ich bin da robuster. :) Trotzdem ist es bei offiziellen Anlässen nicht leicht, das Anhängsel zu sein oder gar im Damenprogramm zu landen. :shock:

Zusammenfassung also: Liebesdinge tendieren ohnedies dazu, kompliziert zu sein, weil wir ja emotional beteiligt sind (nona) - wenn unsere gesellschaftlichen Identitäten (=Rollen) auch noch im Wandel begriffen sind, wird es doppelt kompliziert. Alles natürlich lösbar und überwindbar, aber das verlangt Arbeit und Selbsterforschung und geht nicht von selber. (uups, langes Post und :lehrer:)
 
Hätte da mal ganz unvoreingenommen eine Frage:

Was stört euch so an dem klassischen Rollenmuster????
Ich meine jetzt nicht "Super-Macho" gegen "Heimchen am Herd" sondern ganz allgemein????
Vor allem Bulsara´s angebliche ´68er Sichtweise würde mich da im speziellen interessieren, aber natürlich auch die Meinung aller anderen!!!

LG Timberwolf
 
Was stört euch so an dem klassischen Rollenmuster????
Falsche Frage. Es gibt "das klassische Rollenmuster" gar nicht mehr. Der Thread beginnt und handelt von Liebes- und Beziehungsproblemen und deren Gründe. Ein Grund (meine Meinung) ist eben das Aufbrechen klassischer Rollen.

Doch nicht falsche Frage: Versuch mal als Mann ein Kind in öffentlichen Räumen zu wickeln. Du wirst erstaunt sein, wie oft du am Damenklo landest.
 
Doch nicht falsche Frage: Versuch mal als Mann ein Kind in öffentlichen Räumen zu wickeln. Du wirst erstaunt sein, wie oft du am Damenklo landest.

Ja, war immer wieder lustig, weniger die Damen am Klo, als ihre Zweifel, ob das Kind nicht schweren Schaden nimmt, wenns von einem Mann, der davon ja keine Ahnung haben kann, eine frische Windel verpasst kriegt. :)

LG
Bulsara
 
Falsche Frage. Es gibt "das klassische Rollenmuster" gar nicht mehr. Der Thread beginnt und handelt von Liebes- und Beziehungsproblemen und deren Gründe. Ein Grund (meine Meinung) ist eben das Aufbrechen klassischer Rollen.

Doch nicht falsche Frage: Versuch mal als Mann ein Kind in öffentlichen Räumen zu wickeln. Du wirst erstaunt sein, wie oft du am Damenklo landest.

Also, Liebes- und Beziehungsprobleme hat es immer schon gegeben, unabhängig von den klassischen Rollenmustern, ganze historische Epen handeln davon!!!! Es liegt immer in den Menschen genauer gesagt in den handelnden Personen und deren Beweggründe sind halt sehr vielfältig!!!!

Und was das Thema Kinderwickeln betrifft.....meine sind schon groß bis sehr groß und ich habe mich als Mann nie irgendwohin verbannen lassen, ich habe meine Kinder dort gewickelt wo ich es für richtig erachtet habe!! Egal ob das jetzt eine Parkbank, die Motorhaube meines Autos oder eben die Männertoilette war.
Ist meiner Meinung nur eine Frage des Auftretens und der Durchsetzung!!

LG Timberwolf

Meine Frage wurde aber immer noch nicht beantwortet......;-)
 
Also, Liebes- und Bezihungsprobleme hat es immer schon gegeben, unabhängig von den klassischen Rollenmustern
Natürlich, beiß mich nicht, ich sag ja nur - kommen die wackelnden Rollenmuster noch dazu halt ich´s mit Fred Sinowatz "Es ist alles sehr kompliziert".

Und was das Thema Kinderwickeln betrifft
Neuer Thread?

und ich habe mich als Mann nie irgendwohin verbannen lassen, ich habe meine Kinder dort gewickelt wo ich es für richtig erachtet habe!! Egal ob das jetzt eine Parkbank, die Motothaube meines Autos oder eben die Männertoilette war.
Ist meiner Meinung nur eine Frage des Auftretens und der Durchsetzung!!
Wir müssen uns jetzt nicht überbieten (hallo Rollenmuster), wer seine Kinder nicht wo überall gewickelt hat (hallo aufgebrochenes Rollenmuster).
 

Wennst möchtest!? :mrgreen::mrgreen:

Wir müssen uns jetzt nicht überbieten (hallo Rollenmuster), wer seine Kinder nicht wo überall gewickelt hat (hallo aufgebrochenes Rollenmuster).

Habe ich nicht vor, aber da wir, was unsere Kinder betrifft, ich deinem Profil entnehmen kann ungefähr in der selben Preisklasse spielen, wollte ich damit nur andeuten das Rollenmuster nur für diejenigen eine Bedeutung haben die sich diesem Diktat auch unterwerfen!!
Was aber nicht bedeutet das ich deswegen dem "klassischen" grundsäztlich entsage!!

LG Timberwolf
 
timberwolf:

Ich weiss, du wartest auf eine Antwort, aber ich arbeite nebenbei, naja ich arbeite eigentlich und poste nebenbei, und unüberlegte Schnellschüsse bringen nicht das rüber, was ich sagen will.

Mit verspäteter 68er meine ich meine Neigung, Normen, gesellschaftliche Zwänge, Strukuren, die Rollenmuster von Mann und Frau uä zeitweise in Frage zu stellen. Ich habe nichts gegen eine Rolle, die man in einer Beziehung einnimmt, das macht ja jeder in irgendeiner Weise; ich mag keine Festlegungen aufgrund des Geschlechts und ich mag keine unterwürfigen oder abhängigen Frauen. Ich hoffe, ich habs in der Kürze getroffen.

LG
Bulsara
 
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