Ich konnte für mich folgende Argumente herauslesen.[...]
Zusätzlich würde ich noch folgende Punkte in Betracht ziehen:
1. unterschiedliche Kommunikationstechniken
2. unterschiedliche Kommunikationserwartungen
ad 1.
Kommunikation besteht zu ca 65% aus Körpersprache (wozu das äußere Erscheinungsbild und die Art der Bewegung gehören), 28% Stimmlage und 7% Wortwahl.
Wenn man bei der Problematik des Mißverstehens nur die 7% des Inhalts, der von den gesprochenen Worten stammt, betrachtet, läßt man das Wichtigste unter den Tisch fallen.
Frauen können Körpersprache ca 10 mal besser wahrnehmen und sprechen als Männer. Daher ist es nicht verwunderlich, daß Männer die Frauen nicht verstehen.
ad 2.
Oft erwarten sich Frauen einen anderen Komminukationsstil als Männer.
Männer kommunizieren im Gegensatz zu Frauen i.d.R. logisch und zielorientiert, Frauen i.d.R. emotional und erlebnisorientiert.
Beispiel: Ein Frau erzählt ihren Partner von einem Problem.
Er denkt logisch und zielorientiert: "Wie kann das Problem gelöst werden?" und handelt dementsprechend.
Sie denkt emotional und erlebnisorientiert "Ich möchte meine bedrückenden Gefühle aussprechen und dabei Geborgenheit und Verständnis erleben."
Er analysiert das Problem und packt es an. Sie ist darüber enttäuscht, denn sie hätte erwartet, daß sie einen Zuhörer hat, der ihr emotionale Geborgenheit und Mitgefühl gibt.
Zu unterschiedlichen Kommunikationserwartungen zählt auch, daß Frauen häufig erwarten, daß Männer so kommunizieren wie sie selbst.
Das könnte bei einem zwischenmenschlichen Problem z.B. bedeuten, daß sie erwartet, daß er aus ihrer Körpersprache und Stimmlage genauso gut ihre Gefühle und Gedanken wahrnimmt und entsprechend reagiert wie sie selbst - ohne die Notwendigkeit von wortreichen Erklärungen.
Zu unterschiedlichen Kommunikationserwartungen zählt weiters, daß Frauen i.d.R. bestimmte Verhaltensweisen von Männern erwarten, ohne diese Verhaltensweisen fordern zu müssen. Wenn er diese erwarteten Verhaltensweisen nicht aufweist, entsteht ein Problem.
Wenn er nun aus ihren nonverbalen Signalen nicht ausreichend Informationen wahrnehmen kann, um die Existenz des Problems zu erkennen, steht er auf verlorenem Posten, da sie bei gewissen Problemen keine verbalen Kommunikation unternimmt.
Just my 0.02$.
David