Sexverbrechen

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Soll jetzt keine Moralpredikt sein aber irgendwas läuft da falsch. Du arbeitest bis nach Mitternacht und gehst dann im Stockdunkeln über 1 Std nach Hause?
Solche Jobs würde ich nie und nimmer annehmen, wenn zumindest nicht der Heimweg gesichert ist!

Ich sehe das weder als Moralpredigt noch als Schuldzuweisung an das Opfer, wie das hier teilweise missverstanden wird. Es ist und bleibt eine schreckliche Straftat, die letztendlich viel zu milde bestraft wurde.

Nichtsdestotrotz ist es eine legitime Fragestellung. Ich würde auch nicht in einer mexikanischen Drogenstadt nachts ohne Bewaffnung und Geleitschutz herumspazieren. Risikoabschätzung nennt man das. Soll in keinster Weise eine Schuldverschiebung darstellen; lediglich ein Hinweis, dass jeder auch bei sich selbst ansetzen muss und man nicht darauf vertrauen kann, dass andere sich gesetzeskonform verhalten. Dazu gibt es zu viele Übergeschnappte, Kriminelle usw... :schulterzuck:
 
Das ist im großen und ganzen schon richtig. ABER und ja auch hier gibt es leider ein aber. Nicht einmal ich (1.87 groß, etwa 90 kg schwer) steige MITTEN IN DER NACHT zu einem MIR UNBEKANNTEN TYPEN in SEIN AUTO!!! Ja es ist schlimm was Laila passiert ist, ja dafür gibt es weder eine Entschuldigung noch irgendeine Rechtfertigung, ja jeder Fall ist einer zu viel und NEIN das soll KEINE ENTSCHULDIGUNG ODER HERUNTERSPIELEREI sein. Nur Mitdenken in Zeiten wie diesen sollte jede/r. Laila kann froh sein das Sie ihre Geschichte hier noch Posten kann, andere können das nicht mehr weil sie noch größere Arschlöcher getroffen haben.
Sicher war es ein Fehler einzusteigen, aber den würden sicher viele machen.
Ich wahrscheinlich auch, du bist Saumüde, hast noch etliche Kilometer vor dir, und der größte Fehler, man ist Jung und kann sich gar nicht vorstellen was da für Arschlöcher frei rumlaufen .
Da bin ich total bei AlexBijou , es kann nicht sein dass eine Frau , durch den Zeitpunkt, ihres Aussehens wegen oder anderer Gegebenheiten zum Freiwild wird.
 
Vergewaltigungen und sexuelle Übergriffe gibt es seit Menschengedenken.
Na also. Meine Mutter hat mir als Kind schon beigebracht "Steig zu keinem Fremden ins Auto". Uns "Nimm keine Zuckerln von Fremden" genau so lern ich das jetzt meinem Kind.

Das so als neuzeitliches Phänomen zu deklarieren, ist mehr als naiv.
Das hab ich SO mit "in Zeiten wie diesen" nicht gemeint. Es ist aber so das sich Vergewaltigungsmeldungen leider immer mehr häufen. Somit sollte man schon etwas sensibilisiert sein zu diesem Thema. Auch als Mann und dazwischen gehen wenn man so etwas mitbekommen sollte.
 
Wie viele Frauen und Mädchen werden trotz aller Warnungen und Sicherheitsmaßnahmen sexuell belästigt oder vergewaltigt?
Zu viele. Wenn man es Tätern (und es kann jeder ein Täter sein) dann aber auch noch so leicht macht und freiwillig in ihr Auto steigt.....Und nein ich gebe Laila keine Mitschuld an dem was passiert ist, versteht das bitte nicht falsch.
 
Und das ist etwas das ich nicht ganz verstehe,so wehrlos sind Frauen doch nicht.Ein gezielter Hieb in die Weichteile sollte doch helfen, oder einen Pfefferspray mitnehmen.
Wenn ein Mann eine Frau überwältigen will, so schafft dies fast jeder Mann .
Als überraschte Frau bist du einer Aggression nicht gewachsen , wenn du das nicht ständig trainierst oder übst .
Es wäre auch für jede Frau eine Illusion , wenn sie das glauben würde , dass sie sich eh wehren könnte .
 
wenn du das nicht ständig trainierst oder übst .
Es wäre auch für jede Frau eine Illusion , wenn sie das glauben würde , dass sie sich eh wehren könnte .

Selbst dann. Was glaubt ihr passiert wenn der erste Schlag auf die Nase geht, oder den Solarplexus. Da kann sich nicht mal ein Mann wehren wenn er die Situation nicht kommen sieht. Meine Ex (etwa 1.80 , um die 85 kg) hat mir mal gesagt "Ich bin eh wehrhaft." Als ich ihr darauf angedeutet mit der Faust in Richtung Gesicht gefahren bin hat sie geschaut wie ein Reh im Scheinwerferlicht. Da war dann Schluss mit wehrhaft.
 
Und das ist etwas das ich nicht ganz verstehe,so wehrlos sind Frauen doch nicht.Ein gezielter Hieb in die Weichteile sollte doch helfen, oder einen Pfefferspray mitnehmen.

Ich bin mir sicher, dass du der Situation total Herr wärst, oder doch nicht? Wenn du in einer Situation bist, wo du einem sichtbar stärkerem Gegenüber bist, dann kannst du dich kaum wehren. Du hast zwei Möglichkeiten: 1. Du wehrst dich und erleidest noch schlimmeres oder wirst sogar umgebracht? oder 2. du lässt es über dich ergehen, hoffst dass es schnell vorbei geht und nichts Schlimmeres passiert. Du bist in einer Extremsituation und aus einem Auto ist es recht schlecht flüchten ... insbesondere, wenn er dich festhält oder sogar mit einer Waffe bedroht. Es ist eine lebensbedrohliche Situation. Ich wüsste nicht, wie ich da reagieren würde. Ich würde, nur um mich zu schützen Variante zwei wählen - wie vermutlich die meisten Frauen. Es ist zumindest eine minimale Chance da lebendig rauszukommen. Ich bewundere Frauen, die sich so wehren können, dass es nicht zu diesem Verbrechen kommen kann, aber die Realität und die Zahlen sprechen nun mal eine andere Sprache.

Zu viele. Wenn man es Tätern (und es kann jeder ein Täter sein) dann aber auch noch so leicht macht und freiwillig in ihr Auto steigt.....Und nein ich gebe Laila keine Mitschuld an dem was passiert ist, versteht das bitte nicht falsch.

Nicht jeder Mann, der eine Dame anbietet, sie nach Hause zu fahren, ist ein Triebtäter. Hätte sie das gewusst, wäre sie sicherlich nicht ins Auto gestiegen. Und mit deiner Aussage gibst du ihr unterbewusst die Schuld - als ob man sowas ahnen kann?! Sie hatte ihn ja zuvor in der Bar gesehen und schien nicht auffällig gewesen zu sein.
 
Und das ist etwas das ich nicht ganz verstehe,so wehrlos sind Frauen doch nicht.Ein gezielter Hieb in die Weichteile sollte doch helfen, oder einen Pfefferspray mitnehmen.
Das schreibt sich so leicht.
Bist du mit dem Täter alleine und wehrst dich, idR wirst du auch in der Aufregung sehr unsicher agieren und eher keinen Volltreffer landen, dann kann dir passieren, dass sich seine Aggression noch verstärkt.
Das sind Situationen, da gehts um alles...da hast du Todesangst, weil du nicht weißt was auf dich genau zukommt...du willst es nicht und hast das Gefühl dir schnürt es die Kehle zu.

Liebe TE - es tut mir sehr leid, dass du sowas durchmachen musstest. :zweisam:
 
Nicht jeder Mann, der eine Dame anbietet, sie nach Hause zu fahren, ist ein Triebtäter.
Richtig ABER ER KÖNNTE einer sein. Das genügt.

Und mit deiner Aussage gibst du ihr unterbewusst die Schuld - als ob man sowas ahnen kann?!
Nein tu ich nicht. Ich kann aber nicht 100% davon ausgehen das mir nichts passiert bei einem Fremden.

Sie hatte ihn ja zuvor in der Bar gesehen und schien nicht auffällig gewesen zu sein.

Und weil wir uns mal in der U-Bahn sehen bin ich dein Kumpel? Kennst meinen Namen? Meine Hintergründe? Weil ich nicht auffällig bin? Keiner hat Vergewaltiger auf der Stirn stehen. Sollte man aber meiner Meinung nach bei verurteilten so machen. Ein schönes fettes Tattoo quer über die Stirn.
 
Ich war damals 18 ..Hab keinen Eltern gehabt und hab ein teil von mein Kindheit verbringt zwischen plegeltern und Kloster ...Ich wollte so schnell wie möglich auf eingenen beinen steht ...Für das war ich froh diese job gefunden zu hab ...Die FREIHEIT war für Mich richtig, und weg von diese verrückte Umfeld

Du brauchst dich nicht zu entschuldigen. Denn nicht du hast Schuld!

Lass dich nicht in die Rolle der drängen, die sich zu rechtfertigen hat.
 
@Mitglied #446981 Willst du jetzt jedem Menschen, der dir begegnet mit Misstrauen entgegengehen? Ist jetzt jeder Mann ein potenzieller Verbrecher? Ich möchte nicht in einer Gesellschaft leben, in der ich nicht vertrauen darf. In der ich als Frau nicht alleine, spät nachts, im Mini oder sonst irgendwie bekleidet alleine umhergehen darf. Ich möchte das nicht. Vertrauen zu anderen zu haben, ist wichtig, nicht nur in Zeiten wie diesen.

Ich wünsche mir nicht nur für @Mitglied #468639 , dass sie die Kraft findet, über dieses Erlebnis hinweg zu kommen. Und das wünsche ich mir für alle, die so was erleben mussten oder Ähnliches (mich eingeschlossen). Vorwürfe oder Unterstellungen, man hätte dies oder jenes tun sollen, helfen den Betroffenen kein Stück weiter. Es schafft nur Unsicherheit und Angst und ich möchte nicht Angst haben und keine Frau die so was erleben musste.

Ich wünsche mir Verständnis, Mitgefühl und Solidarität mit den Opfern ...
 
@Mitglied #446981 Willst du jetzt jedem Menschen, der dir begegnet mit Misstrauen entgegengehen?
1.Ich kann aber auch nicht jedem wildfremden blind Vertrauen.

@Mitglied #446981 Ist jetzt jeder Mann ein potenzieller Verbrecher?

2.Selbstschutz vor Fremdhilfe, hab ich beim Bund gelernt. In dem Fall solange nichts anderes bewiesen ist JA. Kann aber auch für Frauen gelten.Tachendiebe,usw...

@Mitglied #446981 In der ich als Frau nicht alleine, spät nachts, im Mini oder sonst irgendwie bekleidet alleine umhergehen darf. Ich möchte das nicht. Vertrauen zu anderen zu haben, ist wichtig, nicht nur in Zeiten wie diesen.

3.Natürlich sollst und darfst du. Nur die Augen offenhalten und das Hirn einschalten.

@Mitglied #446981
Ich wünsche mir Verständnis, Mitgefühl und Solidarität mit den Opfern ...

4.steht in keinem Wiederspruch zu meinen Beiträgen
 
Nur die Augen offenhalten und das Hirn einschalten.

Wenn irgendwelche Verbrechen passieren und Nachbarn zum Täter befragt werden, ob er sich auffällig verhalten hatte, wird dies meistens verneint. Er habe sich völlig "normal" verhalten, war sogar freundlich und höflich. Wo waren da die Anzeichen? Keine ... Egal wie sehr man versucht die Augen offen zu haben, man kann nicht in die Person reinschauen. Er könnte möglicherweise jemand sein, der mir schaden will, oder jemand, der wirklich so galant ist und mich spät nachts, bei Eiseskälte nach Hause bringt.

Ich maße mir nicht an, die Entscheidung anderer zu beurteilen, weil ich selbst nicht weiß, wie ich mich in so einer Situation verhalten würde. Ist es Naivität? Oder schlichtweg Vertrauen? Ich weiß es nicht. Aber es ist mühselig darüber zu diskutieren, wie denn die Situation hätte anders ausgehen können. Es ist und bleibt eine furchtbare und widerliche Tat, die bei ihr bestimmt tiefe Wunden und Narben hinterlassen hat.
 
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