Sexualbegleiter

In Pflegeinstitutionen individuelle Wünsche und Bedürfnisse zu berücksichtigen, ist nur in Privateinrichtungen möglich. Aber nicht in öffentlichen Institutionen. Es fehlen gut ausgebildete Pflegekräfte und die Situation wird nicht besser, sondern schlimmer. Leute, die in sozialökonomische Betriebe arbeiten, bekommen nicht mal ein anständiges Gehalt (obwohl sie Vollzeit arbeiten), sondern Taschengeld, das selten 300 € im Monat übersteigt.
da gab's doch vor ein paar Jahren eine öffentlichere Initiative, oder? irgendwas hab ich da im Hinterkopf 🤔
(aus der leider nichts wurde)
 
Wer echtes Interesse an der Lebensrealität von Menschen mit Behinderung haben, empfehle ich folgende Seiten:




Und es gibt noch viel viel mehr dazu.
 
Ewig und fünf Tage ist es her, da berichtete so manche 'qualitative, seriöse Tageszeitung' das in einem Altenheim für Bewohner Callgirls bestellt wurden.
Schon damals hatte mich aus beruflichem Interesse interessiert, wie das denn 'administrativ' ablief, einen Artikel findet man noch dazu, da wird von Einzelzimmern geschrieben, ABER: Wer bestellt, wer bezahlt (sowohl physisch als auch finanziell - dem Artikel leider nicht zu entnehmen...) und wer haftet?

- Aufregung um Callgirls im Altersheim: Für Bewohner Prostituierte
 
In Pflegeinstitutionen individuelle Wünsche und Bedürfnisse zu berücksichtigen, ist nur in Privateinrichtungen möglich. Aber nicht in öffentlichen Institutionen. Es fehlen gut ausgebildete Pflegekräfte und die Situation wird nicht besser, sondern schlimmer. Leute, die in sozialökonomische Betriebe arbeiten, bekommen nicht mal ein anständiges Gehalt (obwohl sie Vollzeit arbeiten), sondern Taschengeld, das selten 300 € im Monat übersteigt. Nicht mal MindestsicherungsbezieherInnen, Langzeitarbeitslose oder Obdachlose haben so wenig Geld Moderne Sklaverei und in Strukturen lebend, die sexuelle Übergriffe und Gewalt fördern. Das ist die Lebensrealität vieler Menschen mit Behinderung in solchen Institutionen. Insbesondere, wenn Menschen mit Behinderung wie Patienten behandelt werden, denen jegliches Recht auf soziale Teilhabe verwehrt wird.
Jesus, in Behindertenheimen gehts so zu? Wo denn? Deutschland oder Österreich?
Solche Zustände hab ich gsd nie erlebt...
Ich hab in 2 Pflegeheimen gearbeitet, gemischtes Klientel, mit fast familiärem Klima und guter Bezahlung. Wir hatten Animation, Tiertherapie, Mobilisation in den Garten, eine Kochgruppe, Messen, und mindestens 2 Feste im Jahr gefeiert. Auch Einkaufsfahrten mit mobilen Bewohnern wurden gemacht.
Und individuelle Betreuung war bis zu einem gewissen Grad sehrwohl möglich und auch in der Pflegeplanung eingebaut.
Oder hat sich in den letzten 6 Jahren, in denen ich nicht mehr am Krankenbett bin, soviel verändert?
 
Wer echtes Interesse an der Lebensrealität von Menschen mit Behinderung haben, empfehle ich folgende Seiten:




Und es gibt noch viel viel mehr dazu.
Achso, das meinst du, das ist natürlich eine Frechheit, stimmt.
 
Ewig und fünf Tage ist es her, da berichtete so manche 'qualitative, seriöse Tageszeitung' das in einem Altenheim für Bewohner Callgirls bestellt wurden.
Schon damals hatte mich aus beruflichem Interesse interessiert, wie das denn 'administrativ' ablief, einen Artikel findet man noch dazu, da wird von Einzelzimmern geschrieben, ABER: Wer bestellt, wer bezahlt (sowohl physisch als auch finanziell - dem Artikel leider nicht zu entnehmen...) und wer haftet?

- Aufregung um Callgirls im Altersheim: Für Bewohner Prostituierte
Altenheim ist ja wieder was anderes....viele sind dort geistig so halbwegs fit, also einsichtsfähig und geschäftsfähig, und haben auch Taschengeld, können es auch selbst bezahlen. Die Verantwortung bleibt bei der nicht entmündigten Person.

Anders siehts aus, wenn eine person, egal, ob jung oder alt, durch Behinderung oder Krankheit nicht einsichtsfähig, nicht handlungsfähig und/oder nicht geschäftsfähig ist. Diese Personen sind dann auch entmündigt und haben Sachwalter bzw einen gesetzlichen Vormund für medizinische Belange.
 
Jesus, in Behindertenheimen gehts so zu? Wo denn? Deutschland oder Österreich?
Solche Zustände hab ich gsd nie erlebt...
Ich hab in 2 Pflegeheimen gearbeitet, gemischtes Klientel, mit fast familiärem Klima und guter Bezahlung. Wir hatten Animation, Tiertherapie, Mobilisation in den Garten, eine Kochgruppe, Messen, und mindestens 2 Feste im Jahr gefeiert. Auch Einkaufsfahrten mit mobilen Bewohnern wurden gemacht.
Und individuelle Betreuung war bis zu einem gewissen Grad sehrwohl möglich und auch in der Pflegeplanung eingebaut.
Oder hat sich in den letzten 6 Jahren, in denen ich nicht mehr am Krankenbett bin, soviel verändert?

Ist ja schön, dass du diese Erfahrung gemacht hast, aber es ist nunmal Fakt, dass deine Erfahrung sich nicht mit den zahllosen BewohnerInnen in Behindertenheimen decken.

Daher ist es so wichtig, Menschen mit Behinderungen AUS den Institutionen rauszuholen und sie mit Assistenz zu unterstützen. Das ist echte Emanzipation und echte Teilhabe an der Gesellschaft, die jeder Bürger des Landes hat.


Was ich noch gefunden habe:


 
Hier auch noch was zum Lesen.


Und dann gibts noch Ninlil - Verein gegen sexuelle und strukturelle Gewalt an Frauen mit Behinderung Kraftwerk
Ich hab dort mal ein halbes Jahr gearbeitet (2005).
 
Ist ja schön, dass du diese Erfahrung gemacht hast, aber es ist nunmal Fakt, dass deine Erfahrung sich nicht mit den zahllosen BewohnerInnen in Behindertenheimen decken.

Daher ist es so wichtig, Menschen mit Behinderungen AUS den Institutionen rauszuholen und sie mit Assistenz zu unterstützen. Das ist echte Emanzipation und echte Teilhabe an der Gesellschaft, die jeder Bürger des Landes hat.


Was ich noch gefunden habe:


Auf alle fälle gehören solche Missstände unbedingt beseitigt.
Wie es in 'reinen" Behinderteneinrichtungen zugeht, davon hab ich natürlich keine Ahnung.
Und es ist auch allgemein bekannt, dass Deutschland die Pflegekräfte schlechter bezahlt und die Arbeitsbedingungen schlechter sind als in Österreich. Frust darf jedoch nie an Schutzbefohlenen ausgelassen werden. So professionell sollte die Pflege schon agieren können.

Und was diese Perversen angeht, die sich an Hilflosen vergreifen....Strafen massiv erhöhen.
Bei allen Sexualdelikten, dass sich endlich mal was ändert.

Assistenz, natürlich, ruhig mal sinnlose Forschungsgelder in Betreuungskonzepte umleiten, Möglichkeiten gäbe es ja genug.
 
Assistenz, natürlich, ruhig mal sinnlose Forschungsgelder in Betreuungskonzepte umleiten, Möglichkeiten gäbe es ja genug.
Assistenz hat nichts mit Betreuung zu tun.

ABer das gehört nicht hier hier, bin eh schon recht abgeschweift, sorry.

ich wollte einfach mit den Links sagen, dass der Wunsch nach Sexualität menschlich und niemanden verwehrt werden darf und dass insbesondere in Einrichtungen die Abhängigkeit der Betroffenen extrem hoch ist und das diese auch ausgenutzt wird. Meiner Erfahrung nach muss die Basis für Sexualassistenz/Begleitung passen und das geht nur, wenn die Betroffenen das auch selbst entscheiden können.

Alte Menschen sind nicht gleich Behinderte Menschen und Behinderte Menschen nicht gleich alte Menschen. Deren Bedürfnisse mögen ähnlich sein, aber brauchen ganz andere Ausgangspunkte und Rahmenbedingungen. Diese Komplexität in einem Forum wie diesen zu simplifizieren, geht einfach nicht.
 
In Pflegeinstitutionen individuelle Wünsche und Bedürfnisse zu berücksichtigen, ist nur in Privateinrichtungen möglich. Aber nicht in öffentlichen Institutionen. Es fehlen gut ausgebildete Pflegekräfte und die Situation wird nicht besser, sondern schlimmer. Leute, die in sozialökonomische Betriebe arbeiten, bekommen nicht mal ein anständiges Gehalt (obwohl sie Vollzeit arbeiten), sondern Taschengeld, das selten 300 € im Monat übersteigt. Nicht mal MindestsicherungsbezieherInnen, Langzeitarbeitslose oder Obdachlose haben so wenig Geld Moderne Sklaverei und in Strukturen lebend, die sexuelle Übergriffe und Gewalt fördern. Das ist die Lebensrealität vieler Menschen mit Behinderung in solchen Institutionen. Insbesondere, wenn Menschen mit Behinderung wie Patienten behandelt werden, denen jegliches Recht auf soziale Teilhabe verwehrt wird.
Leider wahre Wort das sind umstände die man nicht für möglich haltet und das in den so tollen Österreich :kotzen:
 
Ich habe das gleiche schon in einem endlichen Thread geschrieben

Das mit der Sexualbegleitung war am Weißen Hof schon vor 36 Jahren ein Thema.

Es wurde dort auch von manchen Schwestern oder Pflegern heimlich gemacht.
Bei Querschnittgelähmten hat sich sehr viel verbessert mit den Jahren.
Aber es gibt da bestimmt noch sehr viel auf hol Bedarf. Denn es gibt auch viele die ein Unfall Entstellt oder Psychisch sehr vereinsamt hat.
Aber es Freut mich dass es Menschen so wie deine Freundin gibt
.:up:
:winke:
 
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