Selbstwert/Selbstbild

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..Sehr spannendes Thema!
Gibt einige Threads hier die "Verwandt" sind...

Viel Erfolg an SusiX;)
 
Vielleicht auch nicht ... hast Du ein Trauma durchlitten? Das kann alles Mögliche auslösen. Suche einmal im Leben Deiner Eltern und Großeltern - gut möglich, dass dort der Schlüssel zu Deinen Ängsten zu finden ist.

;) Nein. Ich denke nicht, dass ich ein Trauma durchlitten habe. Es ist einfach nur das Thema "älter werden"...wie es, denke ich, manche Menschen irgendwann mal erteilt. :herzen:
 
Also ich habe jetzt mehr oder weniger alles gelesen und bin schon erstaunt wie eindimensional das diskutiert wird...obwohl es dennoch auch irgendwie "naheliegend" ist.
Was ich meine, ist, dass wir das älter werden ja nicht nur durch und mit uns selber wahrnehmen, sondern überall vor Augen gehalten wird, und nicht nur den Augen, sondern auch Ohren.
Damit meine ich, dass wir nicht nur feststellen, dass man nicht mehr (ganz) so fit wie mit 20 ist bzw. mehr machen muss, um das selbe Level so einigermaßen halten zu können. Und auch ich mir hauts den Löffel raus, wie mir mit 20 Hosen passen konnten die 20/32 Maße hatten, die ich jetzt gerade noch zu den Oberschenkel bekomme o_O Heute habe ich 34-36 was sich für mich gefühlsmäßig echt viel anhört, mich aber eigentlich deswegen nicht "dick" finde, beileibe (ein passendes Wort...) nicht, aber es ist so krass, wenn ich Hosen kaufe und sehe, dass die "normalen" Maße so bis 36 gehen... Da denke ich mir schon "fuck, bin ich da echt schon am Limit?!?" und ich "fühle" mich...zwar nicht dick, aber "dünn"/normal wie früher eben auch nicht mehr :shock: Dazu muss ich sagen, dass ich damals knapp über 70 kg bei 184 hatte und normal "gefressen" habe. Das ist heute definitiv nicht mehr möglich und man sollte schon schauen was man so frisst, wenn man nicht komplett aufgehen will, denn der Metabolismus ist eben nicht mehr wie der eines 20-järigen :oops: Der 30er war/ist echt fies! Wirklich auf den Punkt scheint der Körper zu sagen "so, jetzt hab ich keinen Bock mehr Nahrung so umzusetzen wie mit vor 30 :p" :unsicher:
Und ja, auch die Haare werden lichter, die Haut, Knochen etc nicht mehr so widerstandfähig uswusf. Das mal zum Körperlichen.

Was aber noch dazu kommt ist das "wir" (ich würde behaupten, dass es besonders bei der Generation der Fall ist, die in den 70ern geboren wurde und je später das Jahrzehnt, desto krasser) eine extrem visualisierte und audioasierte Gesellschaft sind, sprich TV/Print und Musik sind Teil unseres Lebens, wie es in vorigen Generationen mE nicht der Fall war.
Konkret meine ich, dass man mit/ab 40 herum immer öfter mitbekommt, wie jene sterben, die in der eigenen Kindheit (10-15 herum, also ein Alter wo man bewusst Fern schaut und Musik hört) zB 30-35 waren und Teil des "Lebens". Je mehr Jahre verstreichen, desto öfter sterben die "Helden bzw. Idole" der Kindheit/Jugend wie David Bowie, Michael Jackson, Bud Spencer und und und - und man wartet nur mehr darauf wann Schwarzenegger, Bruce Willis, jemand von den Stones, Madonna etc. ins Gras beisst....
Gleichzeitig zieht man sich (gewollt oder ungewollt) mal wieder eine Folge einer Serie wie Knight Rider, Baywatch oder Film wie Terminator rein, oder hört ein Lied aus den 80/90ern und wird erinnert "shit, das ist ja schon 20-25+ Jahre her...." Oder denkt "hui, Madonna ist ja eigentlich auch scho...wie alt eigentlich, 65 oder älter?".....

Und was ebenfalls für (bzw. eigentlich gegen) unsere visualisierte Gesellschaft spricht, führt e auch dieser Thread vor Augen, wenn als "positive" Beispiele des Alterns genannt werden: Sharon Stone, Clooney, Thomalla, Maria Köstlinger etc.
Äää, das sind alles "Promis", die leben davon. Und mE absolut kein Maßstab für den Durchschnitt! Sie sind die Ausnahme vom Durchschnitt... Natürlich ist mir aber auch bewusst, dass man schwer zur Veranschaulichung als Beispiel sagen kann "ja meine Nachbarin aus 3C", weil die niemand anderes kennt ;) Nichtsdestotrotz, ja natürlich sehen sie gut aus, sie tun auch viel für ihr Aussehen, weil sie davon leben! Hier glaube ich übrigens auch, dass in der heutigen Zeit ein extremes Problem mit dem älter werden haben. Schlicht und einfach weil sie durch ihre eigenen Lieder und Rollen in Film und Fernsehen vor Ohren und Augen gehalten bekommen und Zeit bzw. das Zeitgefühl gerade bei diesen beiden Formen extrem gestaucht wird und gestaucht empfunden wird..!

Was mir v.a. am Anfang aufgefallen ist war die Diskussion der "Jüngeren" (in dem Fall um die 30+) und "Älteren" wie Tom, wo argumentiert wird, dass "man" im "jetzt" leben soll/muss und dieser ganze YOLO Schmafu vs. "aber 50+ ist ein alter, in dem das altern samt deiner endlichkeit immer mehr präsent wird! gleichaltrige erkranken schwer oder sterben, du erkennst dass dein körper nicht mehr die leistung bringt wie vor 10 jahren. du weisst dass du spätestens ab 65 in riesenschritten deinem ende zugehst und nichts mehr besser, sondern nur mehr schlechter wird".
Ich fühle mich bei diesen beiden Argumentationslinien. Ich sehe es eigentlich ähnlich wie Tom - lebe aber gleichzeitig im "jetzt", wie soll es auch anders gehen? Aber ich bin so realistisch anzuerkennen, dass ich halt über so doofe Sachen wie Altersvorsorge nachdenke(n muss), der Körper hier und da wehwehchen hat usw. Deswegen tu ich trotzdem auch MTB fahren, gehe noch auf Parties hie und da. Da ich dieses Jahr bisschen unterwegs war, habe ich, weil ich schon festgestellt habe, dass meine Fitness nicht mehr so wie mit 30 ist, noch so easy cheezy eine Reise machen könnte wie eben mit 30 3 Monate per Rucksack durch Russland von St. Petersburg nach Wladivostok zu ziehen. Weil ich dieses Jahr (und knapp 10 Jahre später) bei 2 Wochen Japan schon gemerkt habe "hui, ist schon auch anstrengend", obwohl ich es gern gemacht habe und auch problemlos, aber trotzdem habe ich dann an meine 3 Monate Russland denken müssen und verglichen.... Und weil ich ja auch so dolle YOLO bin, habe ich dieses Jahr auch eine Huskytour gemacht und das war auch anstrengend und fordernd.

Nichtsdestotrotz, ich merke schon, dass es einen Unterschied zu früher gibt. Und denke trotzdem an die Vergänglichkeit.
Denn zum Abschluss kommt der Punkt der Eltern... Wenn diese wieder zu Kindern werden. Das sind ja die anderen "Helden" der Kindheit...wenn man sieht wie sie altern und gebrechlich werden, selber (immer) weniger auf die Reihe kriegen....

Das alles spielt mE zusammen!

Was zur essentiellen Frage führt:
Die Frage für mich ist ja, wie man das "Alter" annimmt. Welche Wege und Strategien es gibt, damit man quasi ohne Stress älter wird.
das ist so individuell verschieden.
Ich für mich finde, dass man reflektieren muss! Zu überlegen was wichtig ist im Leben. Bei mir hat zB der Zivildienst beim Roten Kreuz damals extrem viel dazu beigetragen über das Leben nachzudenken, wie ich es leben möchte und v.a. den Blickwinkel zu ändern! Nämlich wenn ich mal 60-70 bin und zurückblicke, ich zufrieden sein kann mit dem was ich getan habe und wie ich es getan habe.
Ein anderer wichtiger Punkt für mich ist sich von der medialen Manipulation abkoppelt. Als ich mich von fb verabschiedet habe, hatte ich ein Schreiben mit Gründen versendet und ein Punkt war u.a.:
Abgesehen davon ist das illusorischste aber, dass der Eindruck entsteht als würden die Leute ein cooles, fancy und sophisticated Leben führen, was ständig präsentiert bzw. aktualisiert werden muss. Alles hip, alles schön, und das schön weit weg (reisetechnisch) - alles lässig und geil. Ja, ich kann mich da teils selber nicht davon ausnehmen! Weil ich genauso Urlaubsfotos gepostet habe (natürlich nur die Besten und Schönsten). Aber bei manchen bzw. manchmal scheint das in einer Art Herausforderung zu münden, dem man sich unterwerfen kann - oder auch nicht.

Eigentlich ist das den Leuten e wirklich zu gönnen und es ist toll wenn sie so ein Leben haben und führen können (wenn es der Realität entspricht...)! Doch dieses ständige vorhalten des ewig geilen Lebens - ja, ich bin überzeugt davon, dass es grundsätzlich - so auch gefühlsmäßig bei mir manchmal - ein Gefühl der Unzufriedenheit des eigenen „unbedeutenden“ Lebens erzeugt! Was weiterhin Neid und Missgunst hervorruft und meinem Empfinden nach zur Erosion unserer Gesellschaft beiträgt.

Ich glaube, nein bin sicher, dass gerade Frauen dauerhaft Druck ausgesetzt sind. Abgesehen von unsocial Media, wenn ich bei der Kasse zahlen möchte und warte und mir dann die Zeitschriften für Frauen anschaue...da bekomm ich fast die Krätze... Aber es wird anscheinend und leider gelesen. Die Wirkung von diesen Mistblättern ist ja untersucht. Leider ziehen Frauen keine Konsequenzen daraus... :down:

Da gibts sicher noch mehr. Aber habe e schon (zu) viel geschrieben.
Halt bisschen Mitternachtslektüre :vorsichtig:
 
Ich glaube, nein bin sicher, dass gerade Frauen dauerhaft Druck ausgesetzt sind. Abgesehen von unsocial Media, wenn ich bei der Kasse zahlen möchte und warte und mir dann die Zeitschriften für Frauen anschaue...da bekomm ich fast die Krätze... Aber es wird anscheinend und leider gelesen. Die Wirkung von diesen Mistblättern ist ja untersucht. Leider ziehen Frauen keine Konsequenzen daraus... :down:
und du meinst, das heftl für männer ist dagegen harmlos?

ansonsten ... full ack. alt werden heisst nicht etwas falsch machen, es gehört genauso zum leben wie sonstwas.
is halt leider so, dass es medial genau andersrum dargestellt wird ... als wäre alt werden etwas, was man bekämpfen oder befürchten soll.

das wirkliche absurde ist eigentlich, angst zu verspüren für eine konstante, die uns seit unserer geburt begleitet (zeit) ...
 
Ich bin jetzt 27 und fange mir auch langsam an, Gedanken über solche Dinge zu machen. Es ist noch nicht sehr präsent, aber ich bin halt auch keine 20 mehr und gewisse Dinge verändern sich. Wobei ich sagen muss, dass ich momentan körperlich fitter bin als je zuvor und mich sauwohl mit mir fühle.
 
Übrigens, frisch (und glücklich) verliebt findet man sich sowie immer jung, sexy und unwiderstehlich.

Für immer jung (siehe übrigens Ambros, Heller und Co!), sexy und unwiderstehlich fühlt man sich, wenn man frisch verliebt ist?? .... dann wird es für mich (nach langer Durststrecke) wieder allerhöchste Zeit.... :cool:

ot - zum Annehmen gehört auch das "Gehen lassen".... also, den Gefühlen rund um das Thema freien Weg ins Nirvana zu geben. ;)
 
Hängt wohl von der Ausrichtung im Leben ab, wie wonnig es wird oder wie sehr man im Alter leidet. Dann gibt`s Dinge die man großteils beeinflussen kann (Wohlstand versus Armut, Freunde, Umfeld, Interessen) und andere wieder nicht oder nur teilweise (Krankheit, Schicksalsschläge ...). Wenn meine Interessen z.B. Musik, Wirtschaft, Technik und Politik sind, dann kann ich denen noch mit 90J frönen, wenn ich mich für`s "fortgehen", Mode, Extremsport oder das Modeln interessiere, das wird dann schwierig mit 80+ :)
 
Hängt wohl von der Ausrichtung im Leben ab, wie wonnig es wird oder wie sehr man im Alter leidet. Dann gibt`s Dinge die man großteils beeinflussen kann (Wohlstand versus Armut, Freunde, Umfeld, Interessen) und andere wieder nicht oder nur teilweise (Krankheit, Schicksalsschläge ...). Wenn meine Interessen z.B. Musik, Wirtschaft, Technik und Politik sind, dann kann ich denen noch mit 90J frönen, wenn ich mich für`s "fortgehen", Mode, Extremsport oder das Modeln interessiere, das wird dann schwierig mit 80+ :)
Also ich freue mich auf den Tag, an dem ich im U4 nach einer Seniorenermässigung fragen werde ...
 
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